Happy Birthday Blog: 5 Jahre „Letzte Weisheiten“

Mein Blog hat Geburtstag! Heute vor genau fünf Jahren habe ich den ersten Artikel veröffentlicht, der allerdings eher etwas selbstreferentiell erzählte, dass ich jetzt auch ein Blog habe. Inhaltlicher Wert – nunja…

Ganz richtig ist die Überschrift übrigens nicht: Am Anfang war das hier einfach „Dirks Blog“. Erst am 10. Juli 2006 habe ich den Namen auf „Letzte Weisheiten“ geändert – natürlich auch begleitet von einem Blogeintrag. Ja, ich war schon immer ein Freund von selbst produziertem Content. ?

A propos „Inhalt“: Ich lege ja immer Wert darauf, dass das hier mein Blog ist und dass ich hier im Zweifelsfall die Sachen reinschreibe, die ich spannend finde und über die ich schreiben möchte. Gerade am Anfang mäandern die Themen deshalb eher so um tägliche Kleinigkeiten. Im Rückblick habe ich bemerkenswert lange die Möglichkeit verstreichen lassen, stärker politische Texte zu schreiben und so zu versuchen, mein ganz privates „Agendasetting“ zu betreiben. Dass ich was mit der „Piratenpartei“ zu tun habe, erfährt man hier zum Beispiel erst nach fast einem Jahr anlässlich meiner Wahl zum Schatzmeister des niedersächsischen Landesverbandes. Und dass ich im Mai 2008 sogar zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde, liest man hier gar nicht – insgesamt ist dieses Blog gerade im Jahr 2008 eher „dünn“ mit Artikeln besetzt.

So richtig ändert sich das dann erst im Juni 2009 – und dann bis September 2009. Das ist – bis heute – die „Hochzeit“ von „Letzte Weisheiten“ gewesen. Plötzlich findet sich die Piratenpartei massiv in der öffentlichen Aufmerksamkeit – und ich mittendrin. Es finden sich einige meines Erachtens durchaus spannende Zeitdokumente, sei es meine Rede anlässlich des von-der-Leyen’schen Zensurgesetzes, eine recht umfängliche Würdigung eines verbalen Scharmützels zwischen einem SPD-Politiker und einem Piratenpartei-Kreisverband im Frankfurter Raum und natürlich der Artikel, der sich um meinen eigenen Fernsehauftritt als „oberster Pirat“ bei Phönix dreht. Die größte Artikelmenge habe ich dabei interessanterweise nach meiner Zeit als Bundesvorsitzender geschrieben – als ich eigentlich „gar nichts“ mehr in der Partei war (na gut, außer Spitzenkandidat der niedersächsischen Landesliste zur Bundestagswahl…).

Seither ist es wieder wesentlich ruhiger geworden hier. Ich schaue aber schon, dass ich immer mal wieder was schreibe, sei es zu politischen Themen, sei es zu meinem Spezialthema „Verkehrswesen“ (ich sage nur: Adventskalender…), seien es auch weiterhin irgendwelche Dinge, über die ich „schon immer mal“ was loswerden wollte.

Technisch basiert mein Blog von vornherein auf WordPress, das auf einem eigenen Server läuft und das ich selbst installiere und warte. Angefangen habe ich mit der damals aktuellen Version 2.0. Mittlerweile sind wir bei 3.1.1 angekommen und seit Version 2.7 ist das mit Updaten auch überhaupt kein Problem mehr – läuft alles automatisch mit einem Klick. Ein großer Vorteil von WordPress ist ja die unglaubliche Anzahl von Plugins für alle möglichen und unmöglichen Zwecke. Ich verwende hier eine relativ konstante Gruppe solcher Plugins, deren nach außen sichtbarste wohl das Twitter-Plugin (früher irgendwas mit „tweet“, heute „YourLS„) sowie das völlig geniale „WP-Typography“ sind, das diesem Blog das gefällige Äußere mit Blocksatz und Silbentrennung verleiht.

Als Oberfläche habe ich lange, lange Zeit das Standard-Kubrick-Theme verwendet, das bei WordPress 2.0 dabei war. Zunächst in einem schicken Zitronengelb gehalten, habe ich das im Juni 2009 auf Piraten-Orange umgestellt und seitdem auch ein verfremdetes Portrait meiner selbst sowie das Piratenlogo im Seitenkopf. Diese Gestaltung hat auch die Umstellung auf das „K2“-Theme überlebt, die irgendwann Anfang 2010 stattgefunden haben muss und mit der ich mir meinen größten Wunsch an mein Blogdesign erfüllt habe: Zwei Randspalten für die ganzen kleinen Zusatz-Info-Kästchen auf der rechten Seite. Seit einigen Wochen habe ich zudem „WPtouch“ ein Plugin installiert, das auf Mobilgeräten eine optimierte Oberfläche dieses Blogs darstellt.

Lange Zeit war es mir relativ egal, wie viele Besucher mein Blog hat. Für die ersten drei Jahre gibt es deshalb schlicht keine Zugriffsstatistiken. Erst im Juni 2009 habe ich ein Plugin installiert, das die Zugriffe zählt und statistisch auswertet: Welche Artikel waren wann besonders beliebt? Leider war „StatPress Reloaded“ ziemlich schlecht programmiert und deshalb wahnsinnig ineffizient. Kleine Modifikationen meinerseits (unter anderem die Einführung von Indexen auf der Datenbanktabelle) halfen auch nicht durchgreifend und die Menge an sinnvollen und aktiv in Entwicklung befindlichen Statistik-Plugins für WordPress ist erschreckend klein – nämlich eigentlich nicht-existent.

So habe ich denn im März 2011 in diesem schönen Blog „Piwik“ eingeführt, das mir relativ detailliert aufschlüsselt, wie viele Besucher kommen, auf welchem Weg sie kommen, wie lange sie bleiben, und natürlich was sie sich anschauen. Die Ergebnisse: An normalen Tagen ohne neue Artikel landen so etwa 50 bis 60 Besucher in diesem Blog, verweilen durchschnittlich 15-20 Sekunden und schauen sich dabei 1,3 Seiten an. Meine Piratenartikel verursachen eher kurzfristige Zugriffsspitzen. „Beliebter“ ist da momentan das Wörtchen „Tschernobyl“, über das seit Wochen zuverlässig etwa ein Dutzend Leser am Tag aus Googleanien einreist. Absoluter Dauerbrenner aber sind meine Artikel über den Puppenspieler Rene Marik und seinen Maulwurf, die mit Suchbegriffen wie „Rene Marik“, „Maulwurf“, „maulwurfn“, „rapante“ oder „froschn“ jeden Tag in der Statistik auftauchen.

So summiert sich die Zahl der Besucher in den letzten 30 Tagen schließlich doch auf über 2000, die hier in dem einen oder anderen Artikel gestöbert haben. Und das, obwohl sich das Internet in den letzten fünf Jahren erheblich verändert hat. Blogs sind heutzutage ja nur noch eine Möglichkeit unter vielen, sich im Web zu präsentieren und in der Welt der „Sozialen Netzwerke“ wie „Facebook“ oder „StudiVZ“ kommen sie ja eher am Rande vor. Gerade in diesen Welten bin ich aber nach wie vor quasi nicht vertreten (und will daran auch nichts ändern). Auch die Inhalte meines Blogs haben sich in dieser Zeit verändert. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen und mein seit diesem Jahr wieder größeres Engagement in den Strukturen der Piratenpartei ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die Artikelzahl hier in den nächsten Wochen und Monaten wieder zunimmt und wieder viel Politik dabei ist.

Mit diesem Blog ist es also ein wenig wie mit den „Helden“: „Gekommen um zu bleiben“. Ich werde also weiter schreiben – pünktlich zum Zehnjährigen kommt dann der nächste Rückblick. ? Viel Spaß beim Lesen!

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