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TTIP-Demo, Ob­ama-Be­such und Miet­preise: Meine Rede zur Ak­tu­el­len Stunde im Rat der Stadt Han­no­ver am 2016-04-21

Die grüne Rats­frak­tion hat in der Rats­sit­zung am 2016-04-21 eine Ak­tu­elle Stunde zum Thema „Auf­ruf von Haus und Grund zu Miet­erhö­hun­gen vor der Miet­preis­bremse“ be­an­tragt. Ich habe mich wie folgt ge­äu­ßert:

Neues Rathaus in Hannover

Neues Rat­haus in Han­no­ver. Hier fin­den die Rats­sit­zun­gen statt.

Herr Vor­sit­zen­der,
Herr Ober­bür­ger­meis­ter,
meine Da­men und Her­ren,
liebe An­we­sende,

am Sams­tag wird in Han­no­ver eine De­mons­tra­tion statt­fin­den, zu der über 50.000 Teil­neh­mer er­war­tet wer­den. In grö­ße­ren Tei­len der Stadt ist in den nächs­ten Ta­gen in ei­nem ab­sur­den Si­cher­heits­thea­ter die Öf­fent­lich­keit der freien de­mo­kra­ti­schen Bür­ger­ge­sell­schaft fak­ti­sch ab­ge­schafft, sei es das Zoo­vier­tel, die Messe oder Her­ren­hau­sen. Aber wir dis­ku­tie­ren jetzt über Miet­preise in Han­no­ver. Nun denn.

Ich möchte dies in ei­nen et­was grö­ße­ren Zu­sam­men­hang stel­len. Bei der Ein­füh­rung des Miet­spie­gels für die Stadt Han­no­ver war eine Be­fürch­tung, dass da­mit die Ba­sis für eine we­sent­lich kon­zer­tier­tere Än­de­rung von Miet­prei­sen ge­legt wird als dies bis da­hin der Fall war. Die Ent­wick­lung seit­her be­stä­tigt diese Be­fürch­tun­gen: Spit­zen in der Ent­wick­lung wur­den zwar re­du­ziert aber an der all­ge­mei­nen Rich­tung hat sich nichts ge­än­dert: Die Preise sind ge­stie­gen. Ma­the­ma­ti­sch be­trach­tet ver­wun­dert das auch nicht, Dy­na­mik in der Preis­ent­wick­lung ist ja durch den wan­dern­den Be­zug­punkt des Miet­spie­gels wei­ter­hin mög­lich, al­ler­dings in län­ge­ren Zeit­räu­men und ohne die Mög­lich­keit, auf kurz­fris­tige Ent­wick­lun­gen ein­zu­ge­hen.

Nun wird – üb­ri­gens durch die rot-grüne Lan­des­re­gie­rung – mit der Miet­preis­bremse eine wei­tere Maß­nahme in­stal­liert, mit der eine freie Än­de­rung von Miet­prei­sen er­schwert wer­den soll.

Meine Da­men und Her­ren, auf Ak­tion folgt Re­ak­tion.

Die von Ih­nen, liebe Grüne Antagstel­ler die­ser Ak­tu­el­len Stunde, er­wähn­ten „Haus und Grund“ bzw. „Haus- und Grund­ei­gen­tum“ sind In­ter­es­sen­ver­tre­tun­gen von Im­mo­bi­li­en­be­sit­zern. Als sol­che ha­ben sie – nach­voll­zieh­ba­rer Weise – die In­ter­es­sen von Im­mo­bi­li­en­be­sit­zern vor­ran­gig im Blick. Und vor dem be­schrie­be­nen Hin­ter­grund der Re­gu­lie­rungs­ent­wick­lung auf dem Miet­markt ist der Hin­weis und die Hand­lungs­emp­feh­lung die­ser In­ter­es­sen­ver­tre­tun­gen, Miet­preis­er­hö­hun­gen „wenn, dann jetzt“ durch­zu­füh­ren, durch­aus ge­recht­fer­tigt. Zu­mal die Aus­wir­kun­gen eher über­schau­bar sind: Es geht letzt­lich um Neu­ver­mie­tun­gen bis Mitte des Jah­res. Miet­erhö­hun­gen in be­stehen­den Miet­ver­hält­nis­sen kön­nen ja so­wieso nur in dem Rah­men be­trof­fen sein, der jetzt schon er­laubt ist.

Meine Da­men und Her­ren, Ver­mie­ter ha­ben fi­nan­zi­elle Auf­wen­dun­gen und der Hin­weis der In­ter­es­sen­ver­tre­tun­gen rich­tet sich vor al­lem an pri­vate Ver­mie­ter und Be­sit­zer von we­ni­gen Ein­zel­im­mo­bi­lien. Vor dem Hin­ter­grund der Pro­bleme, die in die­ser Stadt und all­ge­mein im­mer wie­der mit gro­ßen Im­mo­bi­li­en­fir­men be­kannt wer­den – Stich­wort Heu­schre­cke – liegt es mei­nes Er­ach­tens im In­ter­esse der Ge­sell­schaft und auch von uns als po­li­ti­scher Ver­tre­tung, dass eben diese Klein- und Ein­zel­ver­mie­ter wirt­schaft­lich ge­sund blei­ben und lang­fris­tig ihre Im­mo­bi­lie un­ter­hal­ten und ver­mie­ten kön­nen.

In ih­rem An­trags­text zu die­ser Ak­tu­el­len Stunde for­dern Sie zu­dem den Schutz vor über­höh­ten Mie­ten. Nun ist der Woh­nungs­markt letzt­lich durch An­ge­bot und Nach­frage re­gu­liert. Po­li­tik und Ge­sell­schaft ha­ben in die­sem Markt aber – sinn­vol­ler- und ge­recht­fer­tig­ter Weise – viele Stell­schrau­ben, um die so­ziale Kom­po­nente in die­sem Markt­ge­sche­hen zu be­to­nen. Stich­worte sind Be­legrechte und die Quo­tie­rung von Bau­vor­ha­ben mit Höchst­mie­ten. Diese Werk­zeuge gibt es und sie wer­den an­ge­wen­det.

Wenn nun also die Mie­ten wei­ter stei­gen, ist auch die Po­li­tik ge­fragt. Wir ha­ben in Han­no­ver ja eine in­ten­sive Bau­tä­tig­keit, ein lang­fris­ti­ges Wohn­raum­kon­zept. Aber viel­leicht muss man auch noch wei­ter den­ken. Las­sen Sie mich ein Bei­spiel nen­nen:

Liebe Grüne An­trag­stel­ler, in den Dis­kus­sio­nen um Wohn­raum­kon­zepte und Bau­vor­ha­ben wird im­mer wie­der die Frage nach den Um­welt­stan­dards, die in Han­no­ver ja teil­weise deut­lich über die ge­setz­li­chen ge­for­der­ten Re­ge­lun­gen hin­aus­ge­hen, ge­stellt. Sie weh­ren sich hier ge­gen eine Auf­wei­chung. Das mag kon­sis­tent sein. Ich denke aber, Prio­ri­tä­ten müs­sen auch im­mer wie­der hin­ter­fragt wer­den. Wenn viele Men­schen in Han­no­ver woh­nen wol­len, sind auch viele Woh­nun­gen nö­tig. Viel­leicht muss man des­halb Bau­pro­gramme wei­ter for­cie­ren, viel­leicht die Be­din­gun­gen über­prü­fen, viel­leicht auch im Be­reich der Um­welt­stan­dards.

Dies sind die Ge­stal­tungs­spiel­räume, die Po­li­tik hat. Ich denke, wir soll­ten diese nut­zen und uns nicht über In­ter­es­sen­ver­tre­tun­gen auf­re­gen, die – In­ter­es­sen ver­tre­ten.

So, und nun hoffe ich, dass ich viele von Ih­nen am Sams­tag und den an­ge­kün­dig­ten 56.000 Teil­neh­mern sehe und dass in den nächs­ten Ta­gen nie­mand in Han­no­ver von über­grif­fi­gem Si­cher­heits­per­so­nal schi­ka­niert wird. Die Ein­schrän­kung von Frei­heits- und Bür­ger­rech­ten ist ja lei­der schon be­schlos­sene Sa­che. Für eine de­mo­kra­ti­sche Ge­sell­schaft sind diese Rechte aber ge­nauso wich­tig wie be­zahl­ba­rer Wohn­raum.

Vie­len Dank

An­träge in den Bau­aus­schuss: Ober­ir­di­sche D-Li­nie in der In­nen­stadt stop­pen

Neues Rathaus in Hannover

Am Mitt­woch be­rät der Bau­aus­schuss über die Ab­schnitte 3 bis 5 der ober­ir­di­schen D-Li­ni­en­pla­nung. Ich habe ei­nen Än­de­rungs­an­trag ein­ge­bracht, der die Rea­li­sie­rung die­ser Pla­nun­gen ver­hin­dern soll:

Än­de­rungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

Der An­trags­text wird wie folgt ge­än­dert:

An­trag,

den Pla­nun­gen der In­fra­struk­tur­ge­sell­schaft Re­gion Han­no­ver GmbH (in­fra) zum Aus­bau der Stadt­bahn­stre­cke D-West und der An­la­gen des mo­to­ri­sier­ten Ver­kehrs so­wie des Fuß- und Rad­ver­kehrs in der Braun­straße zwi­schen Goe­the­platz und Spin­ne­rei­straße im be­stehen­den Stre­cken­ver­lauf in dem als „Ab­schnitt 5“ be­zeich­ne­ten Be­reich ge­mäß den als An­la­gen 1 (in Tei­len), 4 (in Tei­len), 10 und 11 bei­ge­füg­ten Plan­un­ter­la­gen

zu fol­gen

und

an­sons­ten die Pla­nun­gen ge­mäß der Ab­schnitte 3 und 4 zu ver­wer­fen.

Be­grün­dung

Der leis­tungs­fä­hige und bar­rie­re­freie Aus­bau der Stadt­bahn­stre­cke D-West hat zu Recht eine hohe Prio­ri­tät. Da­bei ist wich­tig, dass die Stre­cke für die Nut­zer die­selbe Qua­li­tät bie­tet wie der Rest des han­no­ver­schen Stadt­bahn­net­zes. Gleich­zei­tig fin­det im Stra­ßen­raum nicht nur öf­fent­li­cher Ver­kehr, son­dern auch In­di­vi­du­al­ver­kehr und hier ins­be­son­dere Fuß­gän­ger- und Fahr­rad­ver­kehr statt. Die In­ter­es­sen al­ler die­ser Ver­kehrs­teil­neh­mer müs­sen aus­ge­wo­gen be­rück­sich­tigt wer­den.

Die Pla­nun­gen für den Be­reich Stein­tor und die Goe­the­s­traße las­sen all dies ver­mis­sen. Nicht ab­schlie­ßend sei­nen fol­gende Punkte ge­nannt:

– Die ge­mein­same Füh­rung von Stadt­bahn und mo­to­ri­sier­tem In­di­vi­du­al­ver­kehr in der Kurt-Schu­ma­cher-Straße so­wie der Goe­the­s­traße füh­ren zu ge­gen­sei­ti­ger Be­hin­de­rung von öf­fent­li­chem und In­di­vi­du­al­ver­kehr.

– Die en­gen Kur­ven zwi­schen Kurt-Schu­ma­cher- und Münz­straße so­wie im Über­gang von Münz- zur Goe­the­s­traße re­du­zie­ren die Be­för­de­rungs­qua­li­tät und die Ge­schwin­dig­keit im Stadt­bahn­ver­kehr er­heb­lich.

– Die neu an­zu­le­gen­den Stadt­bahn­sta­tio­nen sind we­der in aus­rei­chen­dem Maße wit­te­rungs­ge­schützt noch ha­ben sie be­trieb­li­che Re­ser­ven bei zu­neh­men­der Nut­zung des Stadt­bahn­net­zes. Das ist vor dem Hin­ter­grund ge­ne­rell stei­gen­der Nut­zer­zah­len für öf­fent­li­chen Ver­kehr, ins­be­son­dere aber auch auf Grund kon­kre­ter Bau­pro­jekte im Ein­zugs­be­reich der Stre­cke wie z.B. der Was­ser­stadt Lim­mer nicht nach­hal­tig.

– Die Füh­rung des Rad­ver­kehrs von der Schol­vin­straße bis zum Ho­hen Ufer un­mit­tel­bar ne­ben dem Stadt­bahn­gleis stellt eine er­heb­li­che Ge­fahr für Rad­fah­rer dar, die von Stadt­bahn­zü­gen über­holt wer­den.

– Der Rück­bau des Rad­we­ges in der Goe­the­s­traße zu ei­nem Rad­ver­kehrs­strei­fen auf der Fahr­bahn für den In­di­vi­du­al­ver­kehr re­du­ziert so­wohl die Si­cher­heit als auch die Qua­li­tät der Rad­ver­kehrs­füh­rung auf dem Stra­ßen­zug Münz-​/​Goethestraße.

– Die Ver­wen­dung der Fahr­rad­strei­fen als Bus­hal­te­stelle am Stein­tor so­wie am Goe­the­platz re­du­ziert die Mög­lich­keit der ge­fahr­lo­sen Nut­zung wei­ter.

– Die aus­rei­chende Leis­tungs­fä­hig­keit der An­bin­dung des Mar­stall und der Schmie­de­straße über Schol­vin- und Reu­ter­straße an die Goe­the­s­traße für den mo­to­ri­sier­ten In­di­vi­du­al­ver­kehr ist nicht nach­voll­zieh­bar. Hier ist be­son­ders be­denk­lich, dass ei­ner­seits un­spe­zi­fi­sch auf den Mas­ter­plan Mo­bi­li­tät 2025 hin­ge­wie­sen wird, an­de­rer­seits die ver­kehr­li­che Um­ge­stal­tung des Mar­stalls aber bis­lang nicht pro­jek­tiert ist. In sei­ner bis­he­ri­gen Form wird der Platz den auf ihn ge­lei­te­ten Ver­kehr nicht auf­neh­men kön­nen. Eine in­te­grierte Pla­nung und Be­schluss­fas­sung durch die po­li­ti­schen Gre­mien ist zwin­gend.

– Das ex­zes­sive Auf­stel­len von Licht­si­gnal­an­la­gen ent­lang der Stre­cke stellt die Nutz­bar­keit ins­be­son­dere der Goe­the­s­traße als Ver­kehrs­weg ge­ne­rell in Frage. Vier Licht­si­gnal­an­la­gen auf 300 Me­tern Stre­cke wie zwi­schen Lan­ger Laube und Brühl­straße sind pla­ne­ri­sch höchst frag­wür­dig. Längs der ge­sam­ten Stre­cke der Bau­ab­schnitte 3 und 4 wächst die An­zahl von Licht­si­gnal­an­la­gen für den Rad­ver­kehr auf 233% bzw. 300% des al­ten Wer­tes.

– Die stra­ßen­bün­dige Füh­rung des Fahr­rad­ver­kehrs auf der Goe­the­s­traße führt dazu, dass die­ser nicht nur über­flüs­si­ger­weise in Rich­tung Goe­the­platz in die Licht­si­gnal­an­la­gen Schol­vin- und Reu­ter­straße ein­ge­bun­den ist, son­dern an der Kreu­zung Goethe-​/​Brühlstraße auch zwei der drei heute mög­li­chen licht­si­gnal­freien Rechts­ab­bie­ge­mög­lich­kei­ten ver­liert.

Die Ur­sprungs­druck­sa­che nimmt in ih­rer Be­grün­dung Be­zug auf ver­schie­dene be­reits er­folgte Be­schlüsse, so den Grund­satz­be­schluss zur ober­ir­di­schen Füh­rung der D-Stadt­bahn­stre­cke in der In­nen­stadt oder den Be­schluss über die Bau­ab­schnitte 1 und 2. Vor dem Hin­ter­grund der jetzt vor­lie­gen­den Pla­nung muss eine Neu­be­wer­tung der Ge­samt­si­tua­tion er­fol­gen. Die Um­set­zung der vor­lie­gen­den Pläne stellt eine gra­vie­rende Ver­schlech­te­rung der Si­tua­tion für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer dar.

Die Lehre aus den hier vor­lie­gen­den Pla­nungs­un­ter­la­gen ist, dass eine städ­te­bau­lich ver­träg­li­che Ein­bin­dung von leis­tungs­fä­hi­gen Stadt­bahn­tras­sen in in­nen­städ­ti­sche Haupt­stra­ßen wie die Goe­the- oder Kurt-Schu­ma­cher-Straße nicht mög­lich ist. Der seit 2012 ein­ge­schla­gene Irr­weg sollte ver­las­sen wer­den.

Des­halb wird die Pla­nung ei­ner ober­ir­di­schen Stadt­bahn­stre­cke in der Goe­the- und Kurt-Schu­ma­cher-Straße ein­ge­stellt. Eine kurz­fris­tig mög­li­che Al­ter­na­tive exis­tiert in Form ei­ner Füh­rung der Li­nie 10 über Wa­ter­loo. Die lang­fris­tige Füh­rung der Stadt­bahn aus Ah­lem ob­liegt ei­nem an­zu­sto­ßen­den neuen Pla­nungs­ver­fah­ren.

Sollte die­ser An­trag nicht an­ge­nom­men wer­den, er­ge­ben sich wie be­schrie­ben er­heb­li­che Ver­schlech­te­run­gen ent­lang der Stre­cke für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer. Ich habe mir hier den Rad­ver­kehr als am we­nigs­ten be­ach­te­ten Ver­kehrs­teil­neh­mer her­aus­ge­sucht und ei­nige Er­gän­zungs­an­träge zum Ori­gi­nal­an­trag ein­ge­bracht. Da wäre zu­nächst mal die zu­künf­tige Kreu­zung von Rad­ver­kehr und Fuß­gän­ger­ver­kehr auf der Kurt-Schu­ma­cher-Straße in Höhe der Nord­mann­pas­sage:

Er­gän­zungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

An­trag

Der Rad­weg auf der Kurt-Schu­ma­cher-Straße Rich­tung Her­schel­straße wird erst öst­lich der Nord­mann­pas­sage an die Fahr­bahn her­an­ge­führt. Eine In­te­gra­tion in die Licht­si­gnal­an­lage („Am­pel“) fin­det nicht statt. Sollte statt ei­ner Licht­si­gnal­an­lage ein Fuß­gän­ger­über­weg („Ze­bra­strei­fen“) an die­ser Stelle rea­li­siert wer­den, ist die­ser An­trag hin­fäl­lig.

Be­grün­dung

Die ver­kehr­li­che Si­tua­tion für den Rad­ver­kehr wird an die auf der ge­gen­über­lie­gen­den Stra­ßen­seite an­ge­gli­chen. Eine Re­gu­lie­rung von Fahr­rad- und Fuß­gän­ger­ver­kehr un­ter­ein­an­der von au­ßen ist we­der üb­lich noch in ei­ner der­art über­sicht­li­chen Si­tua­tion wie hier nö­tig.

In ei­nem wei­te­ren Än­de­rungs­an­trag schlage ich für die­selbe Stelle eine an­dere Rea­li­sise­rung der Que­rung vor, die den An­sprü­chen al­ler Ver­kehrs­teil­neh­mer bes­ser ge­recht wird:

Er­gän­zungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

An­trag

Die Fuß­weg­que­rung der Kurt-Schu­ma­cher-Straße zwi­schen Nord­mann­pas­sage und Ode­on­straße wird wei­ter­hin als Fuß­gän­ger­über­weg („Ze­bra­strei­fen“) aus­ge­führt. Es wird keine Licht­si­gnal­an­lage („Am­pel“) auf­ge­stellt. Der Über­weg wird nö­ti­gen­falls so um­ge­plant, dass Stadt­bahn­schie­nen und Fahr­bah­nen des In­di­vi­du­al­ver­kehrs bau­lich ge­trennt sind.

Be­grün­dung

Der Fuß­gän­ger­über­weg hat sich an die­ser Stelle be­währt. Er räumt zu­dem – an­ders als die Licht­si­gnal­an­lage – dem Fuß­gän­ger­ver­kehr un­be­ding­ten und dau­er­haf­ten Vor­rang vor dem mo­to­ri­sier­ten In­di­vi­du­al­ver­kehr ein. So wird dem er­klär­ten Ziel han­no­ver­schr Ver­kehrs­po­li­tik Vor­schub ge­leis­tet, ins­be­son­dere an­dere Ver­kehrs­ar­ten als den mo­to­ri­sier­ten In­di­vi­du­al­ver­kehr zu för­dern. Eine Licht­si­gnal­an­lage an die­ser Stelle birgt zu­dem die Ge­fahr der Über­re­gu­lie­rung, da sich in nur 50 bzw. 250 Me­tern Ent­fer­nung die nächs­ten ent­spre­chen­den An­la­gen be­fin­den.

Be­son­ders ge­fähr­lich und un­be­frie­di­gend ist die Si­tua­tion für Rad­fah­rer bei der vor­lie­gen­den Pla­nung in der Münz- und Goe­the­s­traße Rich­tung Goe­the­platz: Nicht nur wird der Rad­ver­kehrs­strei­fen als Bus­hal­te­stelle zweck­ent­frem­det, der Rad­ver­kehr wird auch un­mit­tel­bar ne­ben dem Stadt­bahn­gleis ge­führt und an ei­ner ge­ra­dezu gro­tes­ken An­zahl Am­peln auf­ge­hal­ten. Dar­aus er­gibt sich fol­gen­der An­trag:

Er­gän­zungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

An­trag

Der Rad­weg auf der Münz-​/​Goethestraße von Neuem Stein­tor bis Brühl­straße wird bau­lich ge­trennt von der Fahr­bahn des In­di­vi­du­al­ver­kehrs ge­führt. Eine In­te­gra­tion in die Licht­si­gnal­an­la­gen („Am­peln“) der Ein­mün­dun­gen Schol­vin­straße und ggf. Reu­ter­straße fin­det nicht statt.

Be­grün­dung

Die Füh­rung mit grö­ße­rem Ab­stand zum In­di­vi­dual- und ins­be­son­dere zum Stadt­bahn­ver­kehr ver­grö­ßert die Si­cher­heit für die Rad­fah­rer. We­der an der Schol­vin- noch an der Reu­ter­straße kreu­zen die Rad­wege an­dere Ver­kehrs­wege, bei de­nen eine Re­gu­lie­rung von au­ßen üb­lich bzw. nö­tig ist.

Aber auch in der Ge­gen­rich­tung be­steht Ver­bes­se­rungs­be­darf:

Er­gän­zungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

An­trag

Die Reu­ter­straße wird le­dig­lich an die Fahr­bahn Rich­tung Stein­tor an­ge­schlos­sen. Es wird keine Licht­si­gnal­an­lage („Am­pel“) auf­ge­stellt. Die Ein­mün­dung der Schol­vin­straße wird statt­des­sen beid­sei­tig mit Fuß­gän­ger­fur­ten ver­se­hen.

Be­grün­dung

Die Dichte der bei­den di­rekt auf­ein­an­der fol­gen­den Licht­si­gnal­an­la­gen an den Ein­mün­dun­gen Schol­vin- und Reu­ter­straße schafft ins­be­son­dere für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger eine nicht hin­nehm­bare Ein­schrän­kung der Nutz­bar­keit der Goe­the­s­traße als Ver­kehrs­weg. Dem ist durch Um- bzw. Neu­pla­nung Rech­nung zu tra­gen.

Und schließ­lich wird sich auch die Si­tua­tion an der Kreu­zung von Goe­the- und Brühl­straße für den Rad­ver­kehr be­deu­tend ver­schlech­tern, soll­ten die vor­lie­gen­den Pla­nun­gen um­ge­setzt wer­den:

Er­gän­zungs­an­trag zu Druck­sa­che Nr. 2475/2014 Stadt­bahn­stre­cke D-West – Ci­ty­stre­cke – Ab­schnitt 3: Stein­tor und Goe­the­s­traße Ost (Nord­mann­pas­sage – Leib­nizu­fer) – Ab­schnitt 4: Goe­the­s­traße West (Leib­nizu­fer bis Goe­the­platz) – Ab­schnitt 5: Braun­straße (Goe­the­platz – Spin­ne­rei­straße)

zur Sit­zung am 2015-02-18 in den Stadt­ent­wick­lungs- und Bau­aus­schuss

An­trag

Für Fahr­rad­fah­rer bleibt das Rechts­ab­bie­gen von der Brühl- in die Goe­the­s­traße Rich­tung Stein­tor und von der Goe­the­s­traße in die Brühl­straße Rich­tung Kö­nigs­wort­her Platz wei­ter­hin ohne Re­gu­lie­rung von au­ßen durch eine Licht­si­gnal­an­lage („Am­pel“) mög­lich.

Be­grün­dung

Nicht durch Licht­si­gnal­an­la­gen von au­ßen re­gu­lier­tes Rechts­ab­bie­gen ist die Norm beim han­no­ver­schen Rad­we­ge­bau. Dies sollte bei­be­hal­ten wer­den. Rad­ver­kehr ist in viel ge­rin­ge­rem Maße auf Re­gu­lie­rung von au­ßen an­ge­wie­sen als mo­to­ri­sier­ter In­di­vi­du­al­ver­kehr. Dem­entspre­chend soll­ten auch die Ver­kehrs­an­la­gen für den Rad­ver­kehr ge­stal­tet sein.

Ich bin auf die Dis­kus­sion am Mitt­woch ge­spannt…

In ei­ge­ner Sa­che: Wo man ein Blog hos­tet

Die­ses Blog ist mitt­ler­weile über sie­ben Jahre alt. Und bis­lang habe ich es in ei­ner kom­plett selbst ad­mi­nis­trier­ten In­stal­la­tion der nö­ti­gen Soft­ware­kom­po­nen­ten be­trie­ben. Word­Press ist da recht un­kom­pli­ziert: Li­nux, Apa­che, MySQL und PHP ge­eig­net zu­sam­men­ge­ba­cken – und tut. Klar, das ist auf­wän­di­ger als ein­fach ir­gend­ein An­ge­bot zum Blo­g­hos­ting zu nut­zen, aber der wich­tigste Vor­teil war für mich im­mer die Un­ab­hän­gig­keit: Mein Blog kann man nicht ein­fach ab­schal­ten oder still­le­gen.

Al­ler­dings ha­ben sich meine Tä­tig­kei­ten in den letz­ten Jah­ren auch er­heb­lich ge­än­dert: Rech­ner- oder Rech­ner­netz­ad­mi­nis­tra­tion ma­che ich heute kaum noch selbst. In­so­fern hat die ele­gante Kon­struk­tion, „Letzte Weis­hei­ten“ so­zu­sa­gen als Ne­ben­bei­er­geb­nis von an­de­ren Auf­ga­ben mit­zu­zie­hen, lang­sam aber ste­tig ihre Grund­lage ver­lo­ren.

Ich habe des­halb vor ei­ni­gen Wo­chen ei­nen Schnitt ge­macht und Web­s­pace an­ge­mie­tet. Ich habe im Vor­feld recht gründ­lich re­cher­chiert und fest­ge­stellt: Man be­kommt mitt­ler­weile er­staun­li­che An­ge­bote auf dem Markt. Ich habe mich letzt­lich für das Web­Ser­ver-An­ge­bot von Host Eu­rope ent­schie­den: 40 GB Plat­ten­platz, reich­hal­ti­ges An­ge­bot an ver­füg­ba­rer Soft­ware, kom­for­ta­ble Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ober­flä­che und als Krö­nung so­gar ei­nen ssh-ba­sier­ten Kom­man­do­zei­len­zu­gang. Es ist ein biss­chen an­ders als auf der ei­ge­nen Hard­ware, aber ei­gent­lich ist die Um­stel­lung gar nicht so schlimm. Dar­auf habe ich nun das Blog – und zu­sätz­lich noch meine Bil­der­ga­le­rie, das Stra­ßen-Bahn-Ar­chiv und Pi­ra­ten un­ter­wegs – um­ge­zo­gen. Es ist ein we­nig un­ge­wohnt, diese Web­sei­ten nicht mehr un­ter dem ei­ge­nen Dach lau­fen zu ha­ben, aber ich be­ginne, mich daran zu ge­wöh­nen. Und um die Band­breite der An­bin­dung muss ich mir auch keine Sor­gen ma­chen…

So lau­fen denn die „Letz­ten Weis­hei­ten“ jetzt au­ßer­häu­sig, aber im­mer noch recht weit­ge­hend un­ter mei­ner Kon­trolle. Hof­fen wir mal, dass sich meine Be­fürch­tun­gen be­züg­lich ei­nes „Ab­klem­mens“ bei in­halt­li­chen Dis­pu­ten mit Drit­ten nicht be­stä­ti­gen…

Wel­come back re­loa­ded

So kann’s ge­hen: Kaum ist das Blog wie­der re­pa­riert und on­line, geht der Rech­ner ka­putt, auf dem es läuft. Nun also auf neuem Rech­ner mit neuem Apa­che, neuem PHP und ei­ner ganz neuen Dis­tri­bu­tion (Ubuntu statt Open­SuSE). Nach end­li­cher Zeit funk­tio­nie­ren nun auch die Um­laute wie­der – das alte Pro­blem mit La­tin-1, UTF-8 und so. Dies­mal half ein an­de­rer klei­ner Trick.

Ich bin zu­ver­sicht­lich, dass wir nun wie­der ei­nen stö­rungs­freien Be­trieb ha­ben – zu­mal so­wohl Da­ten­bank als auch Da­tei­baum nun auf ei­nem RAID-Spei­cher lie­gen…

Wie dieses Blog ans Internet angeschlossen ist... NICHT!

Wie die­ses Blog ans In­ter­net an­ge­schlos­sen ist… NICHT! :-)

Vom Blog­gen – Wel­come back!

*räus­per* Hallo? HALLO? Mi­kro­fon­check, Mi­kro­fon­check. Yeah, I want to check the mi­cro­phone. *klopf, klopf*

Mikrofon: Ab jetzt nicht mehr verwaist

Mi­kro­fon: Ab jetzt nicht mehr ver­waist

Ah ja, scheint al­les noch am Platz zu sein. Der Fuß­bo­den ist noch ein we­nig stau­big, müsste noch­mal durch­ge­feu­delt wer­den hier im Blog. Das war ja nun eine recht lange Sen­de­pause. 19. Mai ist hier der letzte Bei­trag er­schie­nen. Da­nach war ich so von Ar­beit und an­de­rem in An­spruch ge­nom­men, dass beim Blog­gen der Wunsch Va­ter des Ge­dan­kens ge­blie­ben ist. Be­son­ders pein­lich: Nach ei­nem Ser­ver­crash war das Blog ge­schla­gene ein­ein­halb Mo­nate off­line, ohne dass ich das be­merkt hätte – Al­ler­dings auch ohne dass ich dar­auf hin­ge­wie­sen wor­den wäre, was so ei­ni­ges über die Reich­weite die­ser klei­nen Web­prä­senz aus­sagt.

Backup sei Dank ist nun al­les wie­der da. Word­Press ist auf den ak­tu­el­len Stand ge­bracht, die Back­ups ein­ge­spielt und dank ei­nes klei­nen Hin­wei­ses habe ich so­gar die dop­pelt UTF-8-ko­dier­ten Um­laute in der Back­up­datei wie­der re­pa­riert be­kom­men. Twit­tern und Auf-Face­book-pos­ten sollte das Blog auch nicht ver­lernt ha­ben – was mit der Ver­öf­fent­li­chung die­ses Ar­ti­kels zu be­wei­sen wäre. Tech­ni­sch ist also wohl al­les wie­der auf Stand.

Und in­halt­lich? Wie ge­sagt: Es ist viel pas­siert! Die nie­der­säch­si­schen Pi­ra­ten habe eine Auf­stel­lungs­ver­samm­lung zur Land­tags­wahl ge­macht. Und dann noch eine. Und die wurde dann über zwei Ter­mine ge­streckt, weil ein Wo­chen­ende nicht zum Aus­zäh­len ge­reicht hat. Schluss­end­lich ist es höchst un­wahr­schein­lich, dass ich Mit­glied ei­ner even­tu­el­len Pi­ra­ten-Frak­tion im nächs­ten Land­tag zu Nie­der­sach­sen sein werde. Da war­tet noch das Eine oder An­dere auf Auf­ar­bei­tung.

Sehr wohl bin ich nach wie vor Mit­glied der Pi­ra­ten­frak­tion im Rat der Stadt Han­no­ver! Die Rats­fe­rien nei­gen sich dem Ende zu, ab 3.9. ta­gen wie­der die Aus­schüsse und am 20. Sep­tem­ber fin­det die nächste Rats­ver­samm­lung statt. Die Frak­tion hat ihre Ar­beit nach ih­rer ei­ge­nen Som­mer­pause auch wie­der auf­ge­nom­men und die Aus­schuss­vor­be­rei­tun­gen lau­fen be­reits wie­der.

All dies pas­siert vor dem Hin­ter­grund, dass ich be­ruf­lich mo­men­tan auch stark ein­ge­spannt bin. Die Grund­la­gen un­se­rer Car­sha­ring­soft­ware habe ich im Zeit­raum 1995 bis 1997 ge­legt und ei­ni­ges da­von ist seit­dem un­ver­än­dert ge­blie­ben. Hier ste­hen in den nächs­ten Wo­chen und Mo­na­ten er­heb­li­che Än­de­run­gen an den Struk­tu­ren an und ich bin am De­sign zen­tral be­tei­ligt. Will sa­gen: Nicht un­er­heb­li­cher Zeit­auf­wand.

Ich möchte mich trotz­dem in Zu­kunft wie­der ver­stärkt po­li­ti­schen The­men und der Pi­ra­ten­par­tei wid­men. Nach den gan­zen Land­tags­ein­zü­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res ist die Auf­merk­sam­keit für die Pi­ra­ten­par­tei mas­siv an­ge­stie­gen. Gleich­zei­tig er­scheint mir die Par­tei manch­mal ge­ra­dezu rat- und kon­zept­los, wie sie nun mit ih­rer po­li­ti­schen Rolle um­ge­hen soll. Das finde ich ei­ner­seits schade und an­de­rer­seits un­nö­tig, denn mei­nes Er­ach­tens hat sich an der ge­sell­schaft­li­chen Vi­sion der Pi­ra­ten­par­tei seit 2006 nichts ge­än­dert – wir müs­sen uns nur wie­der dar­auf be­sin­nen.

All dies will ich für mich – und für in­ter­es­sierte Le­ser die­ses Blogs – in der nächs­ten Zeit mal auf­ar­bei­ten. Einst­wei­len bin ich vor al­lem froh, dass hier al­les wie­der funk­tio­niert.

Impression vom letzten Piraten-Landesparteitag

Im­pres­sion vom letz­ten Pi­ra­ten-Lan­des­par­tei­tag

Stand der Dinge: Fahr­rad­un­fall

Su­per! Bei 25 km/​h Len­ker­stange ge­bro­chen. Voll auf die Klappe ge­legt. Rie­sen­horn an der Stirn und auf der Lippe. Brille ka­putt. An­sons­ten wohl nix pas­siert. Glück im Un­glück, wie die Sa­nis sag­ten. An­sons­ten an ei­ge­nem Leib er­lebt, dass das deut­sche Ge­sund­heits­we­sen funk­tio­niert: Ret­tungs­wa­gen bin­nen fünf Mi­nu­ten da, Sa­nis und Kran­ken­haus­per­so­nal freund­lich und kom­pe­tent.

Nu‘ sitz‘ ich bei Mut­tern und lass mich be­tüd­deln… *Seufz*

Happy Bir­th­day Blog: 5 Jahre „Letzte Weis­hei­ten“

Mein Blog hat Ge­burts­tag! Heute vor ge­nau fünf Jah­ren habe ich den ers­ten Ar­ti­kel ver­öf­fent­licht, der al­ler­dings eher et­was selbst­re­fe­ren­ti­ell er­zählte, dass ich jetzt auch ein Blog habe. In­halt­li­cher Wert – nunja…

Ganz rich­tig ist die Über­schrift üb­ri­gens nicht: Am An­fang war das hier ein­fach „Dirks Blog“. Erst am 10. Juli 2006 habe ich den Na­men auf „Letzte Weis­hei­ten“ ge­än­dert – na­tür­lich auch be­glei­tet von ei­nem Blog­ein­trag. Ja, ich war schon im­mer ein Freund von selbst pro­du­zier­tem Con­tent. 😉

A pro­pos „In­halt“: Ich lege ja im­mer Wert dar­auf, dass das hier mein Blog ist und dass ich hier im Zwei­fels­fall die Sa­chen rein­schreibe, die ich span­nend finde und über die ich schrei­ben möchte. Ge­rade am An­fang mä­an­dern die The­men des­halb eher so um täg­li­che Klei­nig­kei­ten. Im Rück­blick habe ich be­mer­kens­wert lange die Mög­lich­keit ver­strei­chen las­sen, stär­ker po­li­ti­sche Texte zu schrei­ben und so zu ver­su­chen, mein ganz pri­va­tes „Agen­da­set­ting“ zu be­trei­ben. Dass ich was mit der „Pi­ra­ten­par­tei“ zu tun habe, er­fährt man hier zum Bei­spiel erst nach fast ei­nem Jahr an­läss­lich mei­ner Wahl zum Schatz­meis­ter des nie­der­säch­si­schen Lan­des­ver­ban­des. Und dass ich im Mai 2008 so­gar zum Bun­des­vor­sit­zen­den ge­wählt wurde, liest man hier gar nicht – ins­ge­samt ist die­ses Blog ge­rade im Jahr 2008 eher „dünn“ mit Ar­ti­keln be­setzt.

So rich­tig än­dert sich das dann erst im Juni 2009 – und dann bis Sep­tem­ber 2009. Das ist – bis heute – die „Hoch­zeit“ von „Letzte Weis­hei­ten“ ge­we­sen. Plötz­lich fin­det sich die Pi­ra­ten­par­tei mas­siv in der öf­fent­li­chen Auf­merk­sam­keit – und ich mit­ten­drin. Es fin­den sich ei­nige mei­nes Er­ach­tens durch­aus span­nende Zeit­do­ku­mente, sei es meine Rede an­läss­lich des von-der-Leyen’schen Zen­sur­ge­set­zes, eine recht um­fäng­li­che Wür­di­gung ei­nes ver­ba­len Schar­müt­zels zwi­schen ei­nem SPD-Po­li­ti­ker und ei­nem Pi­ra­ten­par­tei-Kreis­ver­band im Frank­fur­ter Raum und na­tür­lich der Ar­ti­kel, der sich um mei­nen ei­ge­nen Fern­seh­auf­tritt als „obers­ter Pi­rat“ bei Phö­nix dreht. Die größte Ar­ti­kel­menge habe ich da­bei in­ter­es­san­ter­weise nach mei­ner Zeit als Bun­des­vor­sit­zen­der ge­schrie­ben – als ich ei­gent­lich „gar nichts“ mehr in der Par­tei war (na gut, au­ßer Spit­zen­kan­di­dat der nie­der­säch­si­schen Lan­des­liste zur Bun­des­tags­wahl…).

Seit­her ist es wie­der we­sent­lich ru­hi­ger ge­wor­den hier. Ich schaue aber schon, dass ich im­mer mal wie­der was schreibe, sei es zu po­li­ti­schen The­men, sei es zu mei­nem Spe­zi­al­thema „Ver­kehrs­we­sen“ (ich sage nur: Ad­vents­ka­len­der…), seien es auch wei­ter­hin ir­gend­wel­che Dinge, über die ich „schon im­mer mal“ was los­wer­den wollte.

Tech­ni­sch ba­siert mein Blog von vorn­her­ein auf Word­Press, das auf ei­nem ei­ge­nen Ser­ver läuft und das ich selbst in­stal­liere und warte. An­ge­fan­gen habe ich mit der da­mals ak­tu­el­len Ver­sion 2.0. Mitt­ler­weile sind wir bei 3.1.1 an­ge­kom­men und seit Ver­sion 2.7 ist das mit Up­daten auch über­haupt kein Pro­blem mehr – läuft al­les au­to­ma­ti­sch mit ei­nem Klick. Ein gro­ßer Vor­teil von Word­Press ist ja die un­glaub­li­che An­zahl von Plug­ins für alle mög­li­chen und un­mög­li­chen Zwecke. Ich ver­wende hier eine re­la­tiv kon­stante Gruppe sol­cher Plug­ins, de­ren nach au­ßen sicht­barste wohl das Twit­ter-Plugin (frü­her ir­gend­was mit „tweet“, heute „YourLS„) so­wie das völ­lig ge­niale „WP-Ty­po­gra­phy“ sind, das die­sem Blog das ge­fäl­lige Äu­ßere mit Block­satz und Sil­ben­tren­nung ver­leiht.

Als Ober­flä­che habe ich lange, lange Zeit das Stan­dard-Ku­brick-Theme ver­wen­det, das bei Word­Press 2.0 da­bei war. Zu­nächst in ei­nem schi­cken Zi­tro­nen­gelb ge­hal­ten, habe ich das im Juni 2009 auf Pi­ra­ten-Orange um­ge­stellt und seit­dem auch ein ver­frem­de­tes Por­trait mei­ner selbst so­wie das Pi­ra­ten­logo im Sei­ten­kopf. Diese Ge­stal­tung hat auch die Um­stel­lung auf das „K2“-Theme über­lebt, die ir­gend­wann An­fang 2010 statt­ge­fun­den ha­ben muss und mit der ich mir mei­nen größ­ten Wunsch an mein Blog­de­sign er­füllt habe: Zwei Rand­spal­ten für die gan­zen klei­nen Zu­satz-Info-Käst­chen auf der rech­ten Seite. Seit ei­ni­gen Wo­chen habe ich zu­dem „WP­touch“ ein Plugin in­stal­liert, das auf Mo­bil­ge­rä­ten eine op­ti­mierte Ober­flä­che die­ses Blogs dar­stellt.

Lange Zeit war es mir re­la­tiv egal, wie viele Be­su­cher mein Blog hat. Für die ers­ten drei Jahre gibt es des­halb schlicht keine Zu­griffs­sta­tis­ti­ken. Erst im Juni 2009 habe ich ein Plugin in­stal­liert, das die Zu­griffe zählt und sta­tis­ti­sch aus­wer­tet: Wel­che Ar­ti­kel wa­ren wann be­son­ders be­liebt? Lei­der war „Stat­Press Re­loa­ded“ ziem­lich schlecht pro­gram­miert und des­halb wahn­sin­nig in­ef­fi­zi­ent. Kleine Mo­di­fi­ka­tio­nen mei­ner­seits (un­ter an­de­rem die Ein­füh­rung von In­de­xen auf der Da­ten­bank­ta­belle) hal­fen auch nicht durch­grei­fend und die Menge an sinn­vol­len und ak­tiv in Ent­wick­lung be­find­li­chen Sta­tis­tik-Plug­ins für Word­Press ist er­schre­ckend klein – näm­lich ei­gent­lich nicht-exis­tent.

So habe ich denn im März 2011 in die­sem schö­nen Blog „Pi­wik“ ein­ge­führt, das mir re­la­tiv de­tail­liert auf­schlüs­selt, wie viele Be­su­cher kom­men, auf wel­chem Weg sie kom­men, wie lange sie blei­ben, und na­tür­lich was sie sich an­schauen. Die Er­geb­nisse: An nor­ma­len Ta­gen ohne neue Ar­ti­kel lan­den so etwa 50 bis 60 Be­su­cher in die­sem Blog, ver­wei­len durch­schnitt­lich 15-20 Se­kun­den und schauen sich da­bei 1,3 Sei­ten an. Meine Pi­ra­ten­ar­ti­kel ver­ur­sa­chen eher kurz­fris­tige Zu­griffs­spit­zen. „Be­lieb­ter“ ist da mo­men­tan das Wört­chen „Tscher­no­byl“, über das seit Wo­chen zu­ver­läs­sig etwa ein Dut­zend Le­ser am Tag aus Goo­gle­a­nien ein­reist. Ab­so­lu­ter Dau­er­bren­ner aber sind meine Ar­ti­kel über den Pup­pen­spie­ler Rene Ma­rik und sei­nen Maul­wurf, die mit Such­be­grif­fen wie „Rene Ma­rik“, „Maul­wurf“, „maul­wurfn“, „ra­pante“ oder „froschn“ je­den Tag in der Sta­tis­tik auf­tau­chen.

So sum­miert sich die Zahl der Be­su­cher in den letz­ten 30 Ta­gen schließ­lich doch auf über 2000, die hier in dem ei­nen oder an­de­ren Ar­ti­kel ge­stö­bert ha­ben. Und das, ob­wohl sich das In­ter­net in den letz­ten fünf Jah­ren er­heb­lich ver­än­dert hat. Blogs sind heut­zu­tage ja nur noch eine Mög­lich­keit un­ter vie­len, sich im Web zu prä­sen­tie­ren und in der Welt der „So­zia­len Netz­werke“ wie „Face­book“ oder „Stu­diVZ“ kom­men sie ja eher am Rande vor. Ge­rade in die­sen Wel­ten bin ich aber nach wie vor quasi nicht ver­tre­ten (und will daran auch nichts än­dern). Auch die In­halte mei­nes Blogs ha­ben sich in die­ser Zeit ver­än­dert. Mit Blick auf die an­ste­hen­den Kom­mu­nal­wah­len und mein seit die­sem Jahr wie­der grö­ße­res En­ga­ge­ment in den Struk­tu­ren der Pi­ra­ten­par­tei ist es auch sehr wahr­schein­lich, dass die Ar­ti­kel­zahl hier in den nächs­ten Wo­chen und Mo­na­ten wie­der zu­nimmt und wie­der viel Po­li­tik da­bei ist.

Mit die­sem Blog ist es also ein we­nig wie mit den „Hel­den“: „Ge­kom­men um zu blei­ben“. Ich werde also wei­ter schrei­ben – pünkt­lich zum Zehn­jäh­ri­gen kommt dann der nächste Rück­blick. 😉 Viel Spaß beim Le­sen!

Fro­hes Neues!

Frohes Neues Jahr!

Fro­hes Neues Jahr!

An­träge beim Bun­des­par­tei­tag der Pi­ra­ten­par­tei: So könnte ich ab­stim­men (2)

So. Eine Nacht spä­ter nun als Fort­set­zung des ers­ten Teils meine ganz per­sön­li­che Stim­men­ver­gabe für die „an­de­ren“ An­träge zum an­ste­hen­den Bun­des­par­tei­tag der Pi­ra­ten­par­tei in Chem­nitz: Wahl­pro­gramm, Par­tei­pro­gramm, sons­tige. Ich hoffe ja in­stän­dig, dass diese Ar­beit nicht völ­lig um­sonst war. Die­ser Teil ging üb­ri­gens et­was schnel­ler von der Hand, weil ei­nige An­träge schlichte Dopp­lun­gen von Pro­gramm­an­trä­gen oder so­gar von An­trä­gen nur we­nige Ein­träge hö­her in der Liste wa­ren und ge­rade bei den „Sons­ti­gen An­trä­gen“ sehr viele An­träge au­ßer­or­dent­lich – nunja – dürf­tig wa­ren. Da muss man dann nicht viel Zeit in eine Ana­lyse in­ves­tie­ren.

A pro­pos Zeit: Je mehr ich mich mit die­sen An­trä­gen be­schä­figt habe, desto pes­si­mis­ti­scher bin ich, was die Zweck­mä­ßig­keit des an­ge­dach­ten De­bat­ten- und Ab­stim­mungs­ver­fah­rens be­trifft. Alle Pla­nun­gen, von de­nen ich bis jetzt ge­hört habe, lau­fen dar­auf hin­aus, dass wir nur ei­nen Bruch­teil der An­träge tat­säch­lich zur Ab­stim­mung brin­gen wer­den. Für den in­ner­par­tei­li­chen Frie­den ist aber ge­nau das höchst kon­tra­pro­duk­tiv, weil dann alle Mit­glie­der, de­nen an­dere, nicht be­han­delte An­träge be­son­ders am Her­zen lie­gen, sich um ihre Ziele be­tro­gen füh­len wer­den und das in­terne Ge­zänk wei­ter­geht.

Die „Ba­sis“ hat im Vor­feld des Par­tei­ta­ges so ge­han­delt, dass 322 An­träge zur Ab­stim­mung ste­hen. Viele da­von sind of­fen­sicht­li­cher Murks. Trotz­dem ist mei­nes Er­ach­tens die ein­zige sinn­volle Schluss­fol­ge­rung aus der Si­tua­tion, für all diese An­träge auch die Mög­lich­keit zur Ab­stim­mung zu bie­ten. Und das geht nur mit ei­nem ef­fi­zi­en­ten Ver­fah­ren wie ELWS, das zu­dem in­hä­rent ge­heim ist. Si­cher­lich be­steht dann die Ge­fahr, dass der eine oder an­dere er­wähnte Murks in Pro­gramm­tex­ten lan­det. Dies zu kor­ri­gie­ren, ob­liegt dann dem nächs­ten Par­tei­tag. Der Vor­teil die­ser Si­tua­tion ist aber, dass tat­säch­lich zu al­len vor­ge­tra­ge­nen An­lie­gen eine Mit­glie­der­mei­nung vor­liegt. Das sollte sich in die Par­tei hin­ein letzt­lich be­frie­den­der aus­wir­ken als eine Si­tua­tion, in der von den 322 An­trä­gen viel­leicht 30 oder 40 ab­ge­stimmt wur­den und der Rest im­mer noch „in der Luft hängt“.

Sollte es zur vor­ge­schla­ge­nen „Axel E. Müller“-Abstimmung über die vor­ge­schla­ge­nen An­trags­grup­pen kom­men, würde ich meine drei kost­ba­ren Stim­men wohl den The­men­blö­cken „Ur­he­ber­recht“, „In­ter­net und Me­dien“ so­wie „In­ne­res“ ge­ben. Das wä­ren für mich die Be­rei­che, in de­nen es mei­ner Mei­nung nach für die Par­tei am wich­tigs­ten ist, sich zu pro­fi­lie­ren. Lei­der fal­len dann auch schon An­träge durchs Ras­ter, die ich selbst für sinn­voll halte, weil sie an­de­ren Blö­cken zu­ge­ord­net sind.

Wenn ich jetzt spon­tan die drei An­träge be­nen­nen sollte, die mir bei die­ser gan­zen Ak­tion am stärks­ten und po­si­tivs­ten im Ge­dächt­nis ge­blie­ben sind, dann sind das

  • GP033 (Zwangs­dienste ab­schaf­fen) – Eine knappe, prä­gnante For­mu­lie­rung mit ei­ner sinn­vol­len For­de­rung. Sehr schön.
  • GP014 (Dro­gen­po­li­ti­sches Grund­satz­pro­gramm) – Als Bei­spiel da­für, wie man das Pro­gramm kon­sis­tent um neue Po­si­tio­nen er­wei­tern sollte. Und ins­be­son­dere
  • WP022 (Nicht­kom­mer­zi­elle Werke er­mög­li­chen) – Kur­zer Text mit über­zeu­gen­der Be­grün­dung. Ist das so im LQFB ent­stan­den? Da­von hätte es gern mehr ge­ben dür­fen.

So. Ge­nug der Vor­rede. Hier nun „mein“ Stimm­zet­tel:

‚An­träge beim Bun­des­par­tei­tag der Pi­ra­ten­par­tei: So könnte ich ab­stim­men (2)‘ wei­ter­le­sen …

Be­richt über Pi­ra­ten­par­tei im han­no­ver­schen Lo­kal­fern­se­hen „h1“ am Do., 2009-09-24

Am Don­ners­tag, 2009-09-24, bringt das han­no­ver­sche Lo­kal­fern­se­hen h1 ei­nen Kurz­be­richt über die Pi­ra­ten­par­tei im Rah­men der täg­li­chen Nach­rich­ten­sen­dung um 18:45 Uhr. Darin ent­hal­ten auch ein In­ter­view mit mir. Mer­ken und wei­ter­sa­gen.