So kann’s gehen: Kaum ist das Blog wieder repariert und online, geht der Rechner kaputt, auf dem es läuft. Nun also auf neuem Rechner mit neuem Apache, neuem PHP und einer ganz neuen Distribution (Ubuntu statt OpenSuSE). Nach endlicher Zeit funktionieren nun auch die Umlaute wieder — das alte Problem mit Latin-1, UTF-8 und so. Diesmal half ein anderer kleiner Trick.
Ich bin zuversichtlich, dass wir nun wieder einen störungsfreien Betrieb haben — zumal sowohl Datenbank als auch Dateibaum nun auf einem RAID-Speicher liegen…
Wie dieses Blog ans Internet angeschlossen ist… NICHT!
*räusper* Hallo? HALLO? Mikrofoncheck, Mikrofoncheck. Yeah, I want to check the microphone. *klopf, klopf*
Mikrofon: Ab jetzt nicht mehr verwaist
Ah ja, scheint alles noch am Platz zu sein. Der Fußboden ist noch ein wenig staubig, müsste nochmal durchgefeudelt werden hier im Blog. Das war ja nun eine recht lange Sendepause. 19. Mai ist hier der letzte Beitrag erschienen. Danach war ich so von Arbeit und anderem in Anspruch genommen, dass beim Bloggen der Wunsch Vater des Gedankens geblieben ist. Besonders peinlich: Nach einem Servercrash war das Blog geschlagene eineinhalb Monate offline, ohne dass ich das bemerkt hätte — Allerdings auch ohne dass ich darauf hingewiesen worden wäre, was so einiges über die Reichweite dieser kleinen Webpräsenz aussagt.
Backup sei Dank ist nun alles wieder da. WordPress ist auf den aktuellen Stand gebracht, die Backups eingespielt und dank eines kleinen Hinweises habe ich sogar die doppelt UTF-8-kodierten Umlaute in der Backupdatei wieder repariert bekommen. Twittern und Auf-Facebook-posten sollte das Blog auch nicht verlernt haben — was mit der Veröffentlichung dieses Artikels zu beweisen wäre. Technisch ist also wohl alles wieder auf Stand.
Und inhaltlich? Wie gesagt: Es ist viel passiert! Die niedersächsischen Piraten habe eine Aufstellungsversammlung zur Landtagswahl gemacht. Und dann noch eine. Und die wurde dann über zwei Termine gestreckt, weil ein Wochenende nicht zum Auszählen gereicht hat. Schlussendlich ist es höchst unwahrscheinlich, dass ich Mitglied einer eventuellen Piraten-Fraktion im nächsten Landtag zu Niedersachsen sein werde. Da wartet noch das Eine oder Andere auf Aufarbeitung.
Sehr wohl bin ich nach wie vor Mitglied der Piratenfraktion im Rat der Stadt Hannover! Die Ratsferien neigen sich dem Ende zu, ab 3.9. tagen wieder die Ausschüsse und am 20. September findet die nächste Ratsversammlung statt. Die Fraktion hat ihre Arbeit nach ihrer eigenen Sommerpause auch wieder aufgenommen und die Ausschussvorbereitungen laufen bereits wieder.
All dies passiert vor dem Hintergrund, dass ich beruflich momentan auch stark eingespannt bin. Die Grundlagen unserer Carsharingsoftware habe ich im Zeitraum 1995 bis 1997 gelegt und einiges davon ist seitdem unverändert geblieben. Hier stehen in den nächsten Wochen und Monaten erhebliche Änderungen an den Strukturen an und ich bin am Design zentral beteiligt. Will sagen: Nicht unerheblicher Zeitaufwand.
Ich möchte mich trotzdem in Zukunft wieder verstärkt politischen Themen und der Piratenpartei widmen. Nach den ganzen Landtagseinzügen des vergangenen Jahres ist die Aufmerksamkeit für die Piratenpartei massiv angestiegen. Gleichzeitig erscheint mir die Partei manchmal geradezu rat– und konzeptlos, wie sie nun mit ihrer politischen Rolle umgehen soll. Das finde ich einerseits schade und andererseits unnötig, denn meines Erachtens hat sich an der gesellschaftlichen Vision der Piratenpartei seit 2006 nichts geändert — wir müssen uns nur wieder darauf besinnen.
All dies will ich für mich — und für interessierte Leser dieses Blogs — in der nächsten Zeit mal aufarbeiten. Einstweilen bin ich vor allem froh, dass hier alles wieder funktioniert.
Super! Bei 25 km/h Lenkerstange gebrochen. Voll auf die Klappe gelegt. Riesenhorn an der Stirn und auf der Lippe. Brille kaputt. Ansonsten wohl nix passiert. Glück im Unglück, wie die Sanis sagten. Ansonsten an eigenem Leib erlebt, dass das deutsche Gesundheitswesen funktioniert: Rettungswagen binnen fünf Minuten da, Sanis und Krankenhauspersonal freundlich und kompetent.
Nu’ sitz’ ich bei Muttern und lass mich betüddeln… *Seufz*
Mein Blog hat Geburtstag! Heute vor genau fünf Jahren habe ich den ersten Artikel veröffentlicht, der allerdings eher etwas selbstreferentiell erzählte, dass ich jetzt auch ein Blog habe. Inhaltlicher Wert — nunja…
Ganz richtig ist die Überschrift übrigens nicht: Am Anfang war das hier einfach „Dirks Blog”. Erst am 10. Juli 2006 habe ich den Namen auf „Letzte Weisheiten” geändert — natürlich auch begleitet von einem Blogeintrag. Ja, ich war schon immer ein Freund von selbst produziertem Content.
A propos „Inhalt”: Ich lege ja immer Wert darauf, dass das hier mein Blog ist und dass ich hier im Zweifelsfall die Sachen reinschreibe, die ich spannend finde und über die ich schreiben möchte. Gerade am Anfang mäandern die Themen deshalb eher so um tägliche Kleinigkeiten. Im Rückblick habe ich bemerkenswert lange die Möglichkeit verstreichen lassen, stärker politische Texte zu schreiben und so zu versuchen, mein ganz privates „Agendasetting” zu betreiben. Dass ich was mit der „Piratenpartei” zu tun habe, erfährt man hier zum Beispiel erst nach fast einem Jahr anlässlich meiner Wahl zum Schatzmeister des niedersächsischen Landesverbandes. Und dass ich im Mai 2008 sogar zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde, liest man hier gar nicht — insgesamt ist dieses Blog gerade im Jahr 2008 eher „dünn” mit Artikeln besetzt.
So richtig ändert sich das dann erst im Juni 2009 — und dann bis September 2009. Das ist — bis heute — die „Hochzeit” von „Letzte Weisheiten” gewesen. Plötzlich findet sich die Piratenpartei massiv in der öffentlichen Aufmerksamkeit — und ich mittendrin. Es finden sich einige meines Erachtens durchaus spannende Zeitdokumente, sei es meine Rede anlässlich des von-der-Leyen’schen Zensurgesetzes, eine recht umfängliche Würdigung eines verbalen Scharmützels zwischen einem SPD-Politiker und einem Piratenpartei-Kreisverband im Frankfurter Raum und natürlich der Artikel, der sich um meinen eigenen Fernsehauftritt als „oberster Pirat” bei Phönix dreht. Die größte Artikelmenge habe ich dabei interessanterweise nach meiner Zeit als Bundesvorsitzender geschrieben — als ich eigentlich „gar nichts” mehr in der Partei war (na gut, außer Spitzenkandidat der niedersächsischen Landesliste zur Bundestagswahl…).
Seither ist es wieder wesentlich ruhiger geworden hier. Ich schaue aber schon, dass ich immer mal wieder was schreibe, sei es zu politischen Themen, sei es zu meinem Spezialthema „Verkehrswesen” (ich sage nur: Adventskalender…), seien es auch weiterhin irgendwelche Dinge, über die ich „schon immer mal” was loswerden wollte.
Technisch basiert mein Blog von vornherein auf WordPress, das auf einem eigenen Server läuft und das ich selbst installiere und warte. Angefangen habe ich mit der damals aktuellen Version 2.0. Mittlerweile sind wir bei 3.1.1 angekommen und seit Version 2.7 ist das mit Updaten auch überhaupt kein Problem mehr — läuft alles automatisch mit einem Klick. Ein großer Vorteil von WordPress ist ja die unglaubliche Anzahl von Plugins für alle möglichen und unmöglichen Zwecke. Ich verwende hier eine relativ konstante Gruppe solcher Plugins, deren nach außen sichtbarste wohl das Twitter-Plugin (früher irgendwas mit „tweet”, heute „YourLS”) sowie das völlig geniale „WP-Typography” sind, das diesem Blog das gefällige Äußere mit Blocksatz und Silbentrennung verleiht.
Als Oberfläche habe ich lange, lange Zeit das Standard-Kubrick-Theme verwendet, das bei WordPress 2.0 dabei war. Zunächst in einem schicken Zitronengelb gehalten, habe ich das im Juni 2009 auf Piraten-Orange umgestellt und seitdem auch ein verfremdetes Portrait meiner selbst sowie das Piratenlogo im Seitenkopf. Diese Gestaltung hat auch die Umstellung auf das „K2”-Theme überlebt, die irgendwann Anfang 2010 stattgefunden haben muss und mit der ich mir meinen größten Wunsch an mein Blogdesign erfüllt habe: Zwei Randspalten für die ganzen kleinen Zusatz-Info-Kästchen auf der rechten Seite. Seit einigen Wochen habe ich zudem „WPtouch” ein Plugin installiert, das auf Mobilgeräten eine optimierte Oberfläche dieses Blogs darstellt.
Lange Zeit war es mir relativ egal, wie viele Besucher mein Blog hat. Für die ersten drei Jahre gibt es deshalb schlicht keine Zugriffsstatistiken. Erst im Juni 2009 habe ich ein Plugin installiert, das die Zugriffe zählt und statistisch auswertet: Welche Artikel waren wann besonders beliebt? Leider war „StatPress Reloaded” ziemlich schlecht programmiert und deshalb wahnsinnig ineffizient. Kleine Modifikationen meinerseits (unter anderem die Einführung von Indexen auf der Datenbanktabelle) halfen auch nicht durchgreifend und die Menge an sinnvollen und aktiv in Entwicklung befindlichen Statistik-Plugins für WordPress ist erschreckend klein — nämlich eigentlich nicht-existent.
So habe ich denn im März 2011 in diesem schönen Blog „Piwik” eingeführt, das mir relativ detailliert aufschlüsselt, wie viele Besucher kommen, auf welchem Weg sie kommen, wie lange sie bleiben, und natürlich was sie sich anschauen. Die Ergebnisse: An normalen Tagen ohne neue Artikel landen so etwa 50 bis 60 Besucher in diesem Blog, verweilen durchschnittlich 15 – 20 Sekunden und schauen sich dabei 1,3 Seiten an. Meine Piratenartikel verursachen eher kurzfristige Zugriffsspitzen. „Beliebter” ist da momentan das Wörtchen „Tschernobyl”, über das seit Wochen zuverlässig etwa ein Dutzend Leser am Tag aus Googleanien einreist. Absoluter Dauerbrenner aber sind meine Artikel über den Puppenspieler Rene Marik und seinen Maulwurf, die mit Suchbegriffen wie „Rene Marik”, „Maulwurf”, „maulwurfn”, „rapante” oder „froschn” jeden Tag in der Statistik auftauchen.
So summiert sich die Zahl der Besucher in den letzten 30 Tagen schließlich doch auf über 2000, die hier in dem einen oder anderen Artikel gestöbert haben. Und das, obwohl sich das Internet in den letzten fünf Jahren erheblich verändert hat. Blogs sind heutzutage ja nur noch eine Möglichkeit unter vielen, sich im Web zu präsentieren und in der Welt der „Sozialen Netzwerke” wie „Facebook” oder „StudiVZ” kommen sie ja eher am Rande vor. Gerade in diesen Welten bin ich aber nach wie vor quasi nicht vertreten (und will daran auch nichts ändern). Auch die Inhalte meines Blogs haben sich in dieser Zeit verändert. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen und mein seit diesem Jahr wieder größeres Engagement in den Strukturen der Piratenpartei ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die Artikelzahl hier in den nächsten Wochen und Monaten wieder zunimmt und wieder viel Politik dabei ist.
Mit diesem Blog ist es also ein wenig wie mit den „Helden”: „Gekommen um zu bleiben”. Ich werde also weiter schreiben — pünktlich zum Zehnjährigen kommt dann der nächste Rückblick. Viel Spaß beim Lesen!
So. Eine Nacht später nun als Fortsetzung des ersten Teils meine ganz persönliche Stimmenvergabe für die „anderen” Anträge zum anstehenden Bundesparteitag der Piratenpartei in Chemnitz: Wahlprogramm, Parteiprogramm, sonstige. Ich hoffe ja inständig, dass diese Arbeit nicht völlig umsonst war. Dieser Teil ging übrigens etwas schneller von der Hand, weil einige Anträge schlichte Dopplungen von Programmanträgen oder sogar von Anträgen nur wenige Einträge höher in der Liste waren und gerade bei den „Sonstigen Anträgen” sehr viele Anträge außerordentlich — nunja — dürftig waren. Da muss man dann nicht viel Zeit in eine Analyse investieren.
A propos Zeit: Je mehr ich mich mit diesen Anträgen beschäfigt habe, desto pessimistischer bin ich, was die Zweckmäßigkeit des angedachten Debatten– und Abstimmungsverfahrens betrifft. Alle Planungen, von denen ich bis jetzt gehört habe, laufen darauf hinaus, dass wir nur einen Bruchteil der Anträge tatsächlich zur Abstimmung bringen werden. Für den innerparteilichen Frieden ist aber genau das höchst kontraproduktiv, weil dann alle Mitglieder, denen andere, nicht behandelte Anträge besonders am Herzen liegen, sich um ihre Ziele betrogen fühlen werden und das interne Gezänk weitergeht.
Die „Basis” hat im Vorfeld des Parteitages so gehandelt, dass 322 Anträge zur Abstimmung stehen. Viele davon sind offensichtlicher Murks. Trotzdem ist meines Erachtens die einzige sinnvolle Schlussfolgerung aus der Situation, für all diese Anträge auch die Möglichkeit zur Abstimmung zu bieten. Und das geht nur mit einem effizienten Verfahren wie ELWS, das zudem inhärent geheim ist. Sicherlich besteht dann die Gefahr, dass der eine oder andere erwähnte Murks in Programmtexten landet. Dies zu korrigieren, obliegt dann dem nächsten Parteitag. Der Vorteil dieser Situation ist aber, dass tatsächlich zu allen vorgetragenen Anliegen eine Mitgliedermeinung vorliegt. Das sollte sich in die Partei hinein letztlich befriedender auswirken als eine Situation, in der von den 322 Anträgen vielleicht 30 oder 40 abgestimmt wurden und der Rest immer noch „in der Luft hängt”.
Sollte es zur vorgeschlagenen „Axel E. Müller”-Abstimmung über die vorgeschlagenen Antragsgruppen kommen, würde ich meine drei kostbaren Stimmen wohl den Themenblöcken „Urheberrecht”, „Internet und Medien” sowie „Inneres” geben. Das wären für mich die Bereiche, in denen es meiner Meinung nach für die Partei am wichtigsten ist, sich zu profilieren. Leider fallen dann auch schon Anträge durchs Raster, die ich selbst für sinnvoll halte, weil sie anderen Blöcken zugeordnet sind.
Wenn ich jetzt spontan die drei Anträge benennen sollte, die mir bei dieser ganzen Aktion am stärksten und positivsten im Gedächtnis geblieben sind, dann sind das
GP033 (Zwangsdienste abschaffen) — Eine knappe, prägnante Formulierung mit einer sinnvollen Forderung. Sehr schön.
GP014 (Drogenpolitisches Grundsatzprogramm) — Als Beispiel dafür, wie man das Programm konsistent um neue Positionen erweitern sollte. Und insbesondere
WP022 (Nichtkommerzielle Werke ermöglichen) — Kurzer Text mit überzeugender Begründung. Ist das so im LQFB entstanden? Davon hätte es gern mehr geben dürfen.
So. Genug der Vorrede. Hier nun „mein” Stimmzettel:
Am Donnerstag, 2009-09-24, bringt das hannoversche Lokalfernsehen h1 einen Kurzbericht über die Piratenpartei im Rahmen der täglichen Nachrichtensendung um 18:45 Uhr. Darin enthalten auch ein Interview mit mir. Merken und weitersagen.
Mittlerweile ist es etwas ruhiger im Postfach der niedersächsischen Piraten geworden, aber noch immer schlagen so um die 20 Briefe täglich auf. Heute waren allerdings zwei spezielle darunter: Flaschenpost:
Flaschenpost für die Piraten
Das nenne ich mal stilecht. Sowas befördert die Post übrigens für 1,45 EUR und offensichtlich ganz normal.
An dieser Stelle auch nochmal Danke an die vielen, vielen Einsender von Unterstützerunterschriften. Wir haben weit mehr als die benötigten 2000 bekommen. Momentan läuft noch der Beglaubigungsprozess über die Stadtverwaltungen — und dann geht’s zum Landeswahlleiter. Es kann eigentlich nichts mehr schief gehen, damit wir am 27. September in Niedersachsen auf dem Stimmzettel stehen!
Nachtrag, 2009-07-16: Mittlerweile habe ich vom Vorstand die Rückmeldung bekommen, dass in beiden Flaschen Mitgliedsanträge waren. Wie gesagt: Stilecht.
Seien wir ehrlich: Ich werde alt. Anfang der 1970er Jahre geboren, war es für mich geradezu eine technische Offenbarung, als ich irgendwann so Mitte der 1980er Jahre mit einem tragbaren Kassettenabspieler meine eigene Musik immer und überall hören konnte. Ich glaube, ich hatte drei Generationen von diesen Geräten. Sie wurden immer billiger, brauchten immer weniger Strom und wurden immer kleiner. Mein letztes Gerät, ich müsste direkt mal danach suchen, war nur noch ein bisschen größer als die Kassette. Ich habe die Geräte noch bis in die späten 1990er Jahre benutzt. 1999 habe ich mir einen tragbaren CD-Spieler gekauft (hat nicht lange gehalten) und 2002 den ersten MP3-Spieler. Heute übernimmt das Abspielen von Musik unterwegs mein Handy und die Speicherkarte fasst zehn Stunden Musik auf der Größe meines Fingernagels.
Wie lang diese Zeit mittlerweile her ist, wurde mir klar, als ich jetzt den Bericht von Scott Campbell gelesen habe. Scott ist 13 und hat für eine Woche seinen den 30 Jahre alten Walkman seines Vaters „getestet”. Also, ihn statt seines iPod zum täglichen Musikhören genutzt. Und wenn ich seinen Artikel „Giving up my iPod for a Walkman” lese, merke ich, wie alt ich mittlerweile eigentlich bin…
Deutsche Übersetzung von mir
Mein Vater hatte mir erzählt, dass das Gerät groß sei, aber ich ahnte nicht WIE groß. Das war die Größe eines kleinen Buches. […]
Im Schulbus gab es großes Gelächter. Ein Junge sagte: „Keiner benutzt sowas heute noch.” […]
Meine Freunde konnten sich nicht vorstellen, dass ihre Eltern so ein monströses Gerät benutzt hatten, aber sie hatten schon Interesse daran, was das für ein Ding war und wie es funktionierte. In einigen Schulstunden hörte ich Musik und ein Lehrer erkannte das Gerät wieder und wurde nostalgisch.
Ich brauchte drei Tage um herauszufinden, dass die Kassetten zwei Seiten haben. Aber das war nicht mein einziger naiver Irrtum. Ich hatte den „Metal/Normal”-Schalter am Walkman zunächst für einen Genre-spezifischen Equalizer gehalten. Später bekam ich dann raus, dass damit eigentlich zwischen der Wiedergabe verschiedener Kassettentypen umgeschaltet wurde.
Eine andere Funktion, die der iPod hat und die dem Walkman fehlt, ist die Zufallswiedergabe. […] Ich bin dann auf die Idee gekommen, die Funktion über die Spultasten zu simulieren. […] Die Warnungen meines Vater zu diesem Vorgehen riefen mir die Unterschiede zwischen heutigen Musikabspielern, die ohne bewegliche Teile auskommen, und der mechanischen Wiedergabe der alten Geräte ins Gedächtnis: „Walkmans essen Kassetten auf.”
In dieser Woche, in der ich den Walkman benutzt habe, wurde mir klar, wie wenig ich über diese Technik aus der Vergangenheit weiß. Ich machte eine Reihe von naiven Fehlern, aber ich habe auch viel gelernt über diesen Großvater der MP3-Spieler. […]
Persönlich bin ich schon froh, dass ich im digitalen Zeitalter lebe. Mit mehr Auswahl, mehr Funktionen und kleineren Geräten. Ich bin erleichtert, dass der Großteil des technischen Fortschritts schon vor meiner Geburt passiert ist, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, ohne solch grundlegende Ausstattung durch den Tag zu kommen.
Wie gesagt, da schwanke ich zwischen Nostalgie und Erschrecken darüber, wieviel seit meiner eigenen Jugend technisch und anderweitig passiert ist. Den ganzen Text gibt’s, wie geschrieben, auf BBC News — allerdings auf Englisch.
Ganz am Anfang dieses Blogs habe ich ein wenig selbstreferentiell darüber gestaunt, dass ich jetzt auch ein Blog habe. Jetzt, über drei Jahre später, gibt’s mal wieder was neues: Twitter. Auch dort habe ich jetzt einen Account. Und über ein schickes kleines Plugin kann mein Blog hier jeden neuen Artikel gleich twittern. Bin ja mal gespannt, ob das klappt…
Blogposttitel übrigens frei nach Barbara Schöneberger