Ein­drü­cke von der Re­gi­ons­ver­samm­lung der Re­gi­on Han­no­ver vom 2013-08-27 (mit Pro­to­koll)


Ges­tern war ich mal in der Re­gi­ons­ver­samm­lung der Re­gi­on Han­no­ver. Das ist das Ge­gen­stück zu den Rats­ver­samm­lun­gen in der Stadt Han­no­ver. Ich woll­te mal se­hen, wie das da ab­läuft. Es stand ei­ne ak­tu­el­le Stun­de zur Ab­fall­ent­sor­gung auf der Ta­ges­ord­nung, die hat mi­ch be­son­ders in­ter­es­siert. Ach, und ich woll­te auch mal schau­en, wie si­ch so un­se­re Pi­ra­ten­frak­ti­on in der Ver­samm­lung schlägt, der Vor­sit­zen­de hat­te si­ch ja er­st neu­li­ch bit­ter über den Zu­stand der Pi­ra­ten be­klagt. Zu­sam­men­fas­send mei­ne Er­kennt­nis­se:

  • An­ders als der Rats­saal tagt die Re­gi­ons­ver­samm­lung im gro­ßen Mul­ti­funk­ti­ons­raum, der nur vor­über­ge­hend zum Ple­nar­saal um­ge­baut wird. Da sie we­sent­li­ch sel­te­ner tagt als der Rat, ist das nach mei­nem Ein­druck sach­ge­recht.
  • An­ders als im Rat gibt es ein Red­ner­pult, an dem län­ge­re Wort­bei­trä­ge der Ab­ge­ord­ne­ten ge­hal­ten wer­den. Kur­ze Bei­trä­ge wer­den am Platz ge­hal­ten, wo­bei die Ab­ge­ord­ne­ten aber nicht auf­ste­hen. Das er­schwert ein we­nig den Über­bli­ck, wer ge­ra­de spricht.
  • Die Zu­schau­er sit­zen di­rekt im Saal und nach vor­ne gibt es die gro­ße Fens­ter­front zur Hil­des­hei­mer Stra­ße. Das schafft durch­aus mehr Bür­ger­nä­he als der recht ab­ge­schot­te­te Rats­saal.
  • Die De­bat­ten­qua­li­tät emp­fand ich als durch­wach­sen. Teil­wei­se wur­de si­ch ziem­li­ch an­ge­gif­tet. Das er­le­be ich im Rat an­ders, und ich hof­fe, es liegt nicht dar­an, dass ich mitt­ler­wei­le zu ab­ge­stumpft bin.
  • In der Ak­tu­el­len Stun­de ist nicht wie im Rat die Re­derei­hen­fol­ge von vorn­her­ein fest­ge­legt, son­dern es geht nach Wort­mel­dun­gen. Das führt da­zu, dass ge­ra­de ge­gen En­de no­ch ver­schie­de­ne kür­ze­re Wort­bei­trä­ge ge­bracht wer­den und so eher ei­ne De­bat­te ent­steht. Im Rat ha­ben wir da ein deut­li­ch sta­ti­sche­res Vor­ge­hen.
  • Von der Pi­ra­ten­frak­ti­on war lei­der kaum et­was zu se­hen oder zu hö­ren. 🙁 Ins­be­son­de­re hat es von ihr – als ein­zi­ger der ver­tre­te­nen Frak­tio­nen und Ein­zel­ver­tre­ter – kei­ner­lei pro­gram­ma­ti­sches State­ment in der Ak­tu­el­len Stun­de zur Ab­fall­ent­sor­gung ge­ge­ben.

Im Fol­gen­den das kom­plet­te Pro­to­koll des öf­fent­li­chen Sit­zungs­teils. Es be­ruht auf mei­ner Mit­schrift und ver­sucht, die Aus­sa­gen nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen in­halts­ge­n­au und weit­ge­hend wort­ge­treu wie­der­zu­ge­ben. Ich kann aber kei­ne Ga­ran­ti­en für die kor­rek­te Wie­der­ga­be über­neh­men.

Re­gi­ons­ver­samm­lung 2013-08-27

80 Ab­ge­ord­ne­te an­we­send

Mes­ser­schmidt (Ver­samm­lungs­lei­ter, SPD): Punk­te 14, 15, 20 von der Ta­ges­ord­nung ab­ge­setzt, weil Re­gi­ons­aus­schuss si­ch nicht aus­rei­chend si­ch vor­be­rei­ten konn­te, 14/15 in Prüf­auf­trä­ge um­ge­wan­delt und des­halb ab­schlie­ßend im Re­gi­ons­aus­schuss be­han­delt

TOP 2: Fest­stel­lung ein­stim­mig ge­trof­fen

TOP 3: Herr Im­mo Hein­zel, im BZR Vah­ren­wald List ge­we­sen. Ja­g­au weist auf ver­schie­de­ne Rech­te und Pflich­ten des neu­en Ab­ge­ord­ne­ten hin.

TOP 4: Ein­stim­mig

TOP 5: Es lie­gen kei­ne Fra­gen vor, Punkt wird über­schla­gen

TOP 6:

Ja­g­au: Eil­ent­schei­dun §9(3), Druck­sa­che 1106, fer­ner Sit­zu­un­gen des Re­gi­ons­aus­schus 25.6.,20.8., Ein­zel­hei­ten im Pro­to­koll

Fi­scher: Nds. In­nen­mi­nis­te­ri­um hat Be­schluss der Ver­samm­lung, den Nach­trags­haus­halt, ge­neh­migt, Ist seit 20.8. rechts­kräf­tig, in letz­ter wo­che…

TOP 7: Ak­tu­el­le Stun­de: Or­ga­ni­sa­ti­on der ab­fall­ent­sor­gung in der Re­gi­on Han­no­ver, 21.8., CDU, Re­de­zeit je­weils 5 Mi­nu­ten, Dau­er der Aus­spra­che 60 Mi­nu­ten oh­ne Ein­la­susn­gen der Ver­wal­tung

Win­zel (CDU): Ak­tu­el­le Stun­de – Was ist ak­tu­ell? Je­den­falls nicht die Pro­to­kol­le des Ab­fall­wrt­schafts­aus­schus­ses, die sind sehr alt. Ak­tu­ell ist je­doch die Ver­är­ge­rung der Men­schenn über die neue Ge­büh­ren­struk­tur. SPD in Hem­min­gen(?), Grü­ne in Neustedt sind un­zu­frie­den, man spricht von Image­ver­lust für AHA und die Kom­mu­ne – aber lei­der nicht für die Re­gi­on. Die Bür­ger müs­sen für et­was be­zah­len, was sie nicht wol­len – die Ab­fall­ton­ne. Und sie müs­sen ei­ne be­stimm­te Men­ge ab­neh­men. Drei Ge­büh­ren, man muss auf­pas­sen beim Aus­fül­len des Fra­ge­bo­gens, son­st kos­tet es no­ch mehr Geld. CDU war im­mer da­für, dass der Ab­fall in kom­mu­na­ler Hand bleibt. Ef­fi­zi­ent – aber nicht mit dem ak­tu­el­len Sys­tem. Die Bür­ger kla­gen an. Was macht die CDU? Ja, Herr Wi­cke hat ge­klagt, weil er zu viel Geld ge­zahlt hat. Das Ge­richt ist auch nicht Schuld, son­dern die, die jah­re­lang über das Ge­büh­ren­sys­tem be­schlos­sen ha­ben, oh­ne si­ch mit der Ma­te­rie aus­ein­an­der­zu­set­zen. Weil sie den Mit­glie­dern hier (???) ge­glaubt ha­ben. Ist das neue Ge­büh­ren­sys­tem so vom Ge­richt vor­ge­schrie­ben wor­den? Nein, das Ge­richt emp­fielt 30% Grund­kos­ten, wenn nicht ge­nau­er nach­ge­rech­net wird. Das war schon vor jah­ren so. Ist die Ge­büh­ren­kal­ku­la­ti­on nicht letzt­end­li­ch die Sum­me aus den In­ter­es­sen von SPD, Grü­nen und AHA? AHA be­kommt mehr Ge­büh­ren und ein ein­heit­li­ches Sys­tem für die in­ner­be­triebns­li­che Fle­xi­bi­li­tät; SPD und Grü­ne be­kom­men Zie­le aus dem Ko­ali­ti­ons­ver­trag und in­ne­ren Frie­den. Das trägt ei­ne po­li­ti­sche Hand­schrift, be­zahlt vom Bür­ger. Jetzt ha­ben wir ein kom­pli­zier­tes Sys­tem, ins­be­son­de­re für Haus­ver­wal­tun­gen sind die An­for­de­run­gen ge­ra­de­zu un­lös­bar, weil AHA kei­ne ak­tu­el­len trans­pa­ren­ten Be­tribs­kos­ten­auf­stel­lun­gen ma­chen. Das zieht si­ch wie ein ro­ter Fa­den durch das Ge­richts­ur­teil. Sei­te 10: Hö­he­re Grund­ge­büh­ren, 50% oder so­gar 70%, sind mög­li­ch. Auch ge­trenn­te Be­häl­ter sind mög­li­ch – aber Sie ver­wei­gern sich!Liebe Kol­le­gen von den Grü­nen und der SPD, sie wün­schen si­ch im­mer Bür­ger­be­tei­li­gung. Aber wenn Ih­nen das Er­geb­nis nicht ge­fällt, be­ru­fen Sie si­ch auf de­mo­kra­ti­sche Prin­zi­pi­en. Mehr­heit halt. Ich sa­ge: Ar­ro­ganz der Macht. Ok, we­gen des gro­ßen Pro­tests aus der Be­völ­ke­rung gibt es jetzt wie­der die Sack­ab­fuhr. Aber lang­fris­tig wol­len Sie no­ch im­mer die Be­häl­ter ein­füh­ren. War­um nicht beim Wert­stoffsack? Hät­te bei AHA Zu­schlag be­kom­men bei Kos­ten­schät­zung? Ge­richts­ur­teil, Sei­te 14, An­for­de­rung aus Ge­setz: Ge­büh­ren­sat­zung fällt in die Kom­pe­tenz des Kreis­tags bzw. des ent­spre­chen­den Gre­mi­ums. Seit 7 Jah­ren war Ih­nen be­kannt, dass es da Män­gel gibt. Es ist fal­sch, wenn Sie si­ch jetzt auf die Recht­spre­chung zu­rück­zie­hen. Wir ha­ben in vie­len Ge­sprä­chen ver­sucht, AHA auf das Ur­teil und die For­de­run­gen hin­zu­wei­sen. Die ha­ben im­mer so ge­tan, als wenn sie uns be­tüd­deln müss­ten. Wir ka­men mit ei­nem An­trag, wie die Kos­ten klei­ner hät­ten blei­ben kön­nen. Der wur­de ab­ge­lehnt, weil das Kos­ten­ri­si­ko zu groß sei. Herr Re­gi­ons­prä­si­dent, über­neh­men Sie. be­tüd­deln Sie mi­ch.

Bö­ning (Die Han­no­ve­ra­ner): Ma­che ei­ne kür­ze­re Re­de. Un­se­re Mei­nung: Das al­te Sys­tem hat gut funk­tio­niert. Laut Ge­richts­be­schluss ist die Ver­samm­lung zu neu­er Ge­büh­ren­ord­nung ver­pflich­tet. Will auf ge­naue­re Grün­de und Ver­ant­wort­li­che nicht ein­ge­hen, das ist Schnee von ges­tern. In der Re­gi­ons­ver­samm­lung und im Ab­fall­wirt­schafts­aus­schuss ist lang über das neue Sys­tem dis­ku­tiert wor­den. Die Han­no­ve­ra­ner-Frak­ti­on war be­tei­ligt. Cel­le ar­bei­tet mit ei­nem Chip an den Ton­nen, so­dass nur tat­säch­li­cher Ab­fall be­zahlt wer­den muss. Wir ha­ben ei­ne An­hö­rung im Aus­schuss mit ech­ten Ex­per­ten be­an­tragt; nicht , weil wir den Chip ha­ben wol­len, son­dern um In­for­ma­tio­nen zu er­hal­ten. Un­ser An­trag wur­de ab­ge­lehnt, die An­hö­rung kam nicht zu­stan­de we­gen rot-grün. All­ge­mein sto­ßen neue Re­ge­lun­gen im­mer auf Kri­tik, das ist nor­mal und ver­ständ­li­ch beim Ge­wohn­heits­tier Men­sch. Ich er­in­ne­re mi­ch an die neun Post­leit­zah­len. Oder die Ab­fall­wirt­schaft: Vor Jah­ren wur­de be­schlos­sen, Sperr­müll in­di­vi­du­ell und nicht mehr in der gan­zen Ge­mein­de auf ein­mal ab­zu­ho­len – da gab es vie­le Kri­ti­ker. Das neue Sys­tem klappt aber gut. Und nun die­se Neu­re­g­e­u­lung. Ak­tu­el­ler Fall: In den po­li­ti­schen Gre­mi­en und in der Öf­fent­lich­keit wur­de lan­ge und sach­li­ch über das neue Sys­tem in­for­miert und dis­ku­tiert. Wenn wir jetzt aber im­mer wei­ter zer­re­den und in­fra­ge­stel­len führt das zu ei­ner Ver­un­si­che­rung der Men­schen. AHA hat 145000 Um­fa­ge­bö­gen ver­schickt, 90000 ka­men zu­rück, nur 1/4 hat si­ch für die Sack­ab­fuhr aus­ge­spro­chen. Wenn ich da woh­ne und dann den Sack will, dann schi­cke ich das zu­rück. Wenn ich aber mit der Ton­ne und der vor­ge­schla­ge­nen Ab­fall­men­ge gut le­ben kann, dann ha­be ich we­nig Ver­an­las­sung, den Fra­ge­bo­gen zu­rück­zu­schi­cken. Die Ab­fall­ton­ne ist al­so viel­leicht doch viel be­lieb­ter im Um­land, als das hier er­zählt wird. Es ist ein neu­es Sys­tem, es hat Vor- und Nach­tei­le, man kann aber un­se­res Er­ach­tens gut da­mit le­ben. Es gibt kei­nen Grund, das zu zer­re­den oder gar zu kip­pen.

Fleisch­mann (Lin­ke): Dies ist ein denk­wür­di­ger Nach­mit­tag, die­se ak­tu­el­le Stun­de. Die CDU ist mir mit der Be­an­tra­gung zu­vor­ge­kom­men. Es ist ein Ding, was hier mit der Müll- und Ab­fall­ord­nung pas­siert. Das Pro­blem da­bei ist fol­gen­des: Die po­li­ti­sche Mehr­hei­ten hat­ten schon vor die­ser on­mi­nö­sen Fra­ge­bo­gen­ak­ti­on das neue Sys­tem be­schlos­sen, mit dem die Ge­büh­ren dann ab An­fang 2014 mit die höchs­ten in Deutsch­land sind. Er­klä­rung: Kei­ne. Die Er­hö­hung wird ins­be­son­de­re durch die ho­he Zwangs­ab­nah­me­men­ge er­reicht: 10 Li­ter pro Per­son pro Wo­che müs­sen die Bür­ger ab­neh­men, auch wenn sie gar nicht so viel Müll er­zeu­gen. (La­cher bei SPD/​Grünen) Ja, Sie la­chen, aber die Leu­te sind ver­är­gert. Vie­le ha­ben den Fra­ge­bo­gen nicht ver­stan­den und sind dann der Emp­feh­lung von AHA ge­folgt, oh­ne zu wis­sen, dass das ih­re Müll­ge­büh­ren ver­dop­pelt. Das sind Bau­ern­fän­ger­me­tho­den. Wie bei den DDR-Wahlen mit vor­an­ge­kreuz­ten Fel­dern. Bei ei­nem kor­rup­ten Pri­vat­un­ter­neh­men hät­te ich das ja ver­stan­den, aber AHA ist ein kom­mu­na­ler Ent­sor­ger. Da ist es un­wür­dig, so mit den Kun­den um­zu­ge­hen. Die Fol­ge: Wir ha­ben nicht nur die Si­tua­ti­on, dass die Ab­fall­ge­büh­ren durch den po­li­ti­schen Be­schluss mit die höchs­ten in ganz Deutsch­land sein wer­den. Wir ha­ben auch Ab­fall­ge­büh­ren, bei de­nen Müll­ver­mei­der und Kom­pos­tie­rer mas­siv be­straft wer­den – 97% Mehr­kos­ten. An­de­re mit viel Müll wer­den hin­ge­gen so­gar ent­las­tet. Das ist Um­welt­fre­vel. Mit die­ser Bau­ern­fän­ger­me­tho­de wur­den die Ge­büh­ren noch­mal nach oben ge­trie­ben. Mit den Fra­gen­bö­gen wur­den die Ge­büh­ren noch­mal er­höht. (Zwi­schen­ruf Möncke­berg (SPD): Lie­fern Sie Be­wei­se!) Le­sen Sie die Pa­pie­re aus dem Aus­schuss! Die Selbst­kom­pos­tie­rer mein­ten sie auch er­st, ich wür­de Fal­sches er­zäh­len. Ha­be aber Recht be­hal­ten. Ich ha­be vie­le Ge­sprä­che in der Som­mer­pau­se ge­führt. Ins­be­son­de­re in Burg­dorf. Ich sa­ge Ih­nen: Die Leu­te sind auf 180. Vie­le wol­len Kla­ge an­stren­genn, ei­ne Sam­mel­kla­ge. Und ich sa­ge: Macht die­sen Schritt! Reicht Kla­ge ein! Denn so ein un­ge­rech­tes um­welt­fre­ve­li­ges Ab­fall­ge­setz mit höchs­ten Ge­büh­ren in ganz Deutsch­land und das flan­kiert mit Bau­ern­fän­ger­ab­fra­ge – das muss ge­kippt wer­den. Ich bin da­bei.

Klier (FDP): Bei je­der Um­stel­lung gibt es Ge­win­ner und Ver­lie­rer. Des­halb muss man nicht das gan­ze Sys­tem kip­pen. Wir be­grü­ßen die Ak­tu­el­le Stun­de. Wir tei­len die Kri­tik an den Fra­ge­bo­gen an die Ei­gen­tü­mer im Um­land. Die hät­ten we­nigs­tens auch an die Mit­glie­der im Ab­fall­aus­schuss ge­hen müs­sen, nicht al­le von de­nen sind Ei­gen­tü­mer und woh­nen im Um­land. Es ist nach­voll­zieh­bar, dass AHA ver­läss­li­ch Ge­büh­ren ein­zie­hen will, aber es kann nicht sein, dass Ei­gen­tü­mer nur hö­he­re Ge­büh­ren als die vor­ge­schla­ge­nen an­kreu­zen und an­sons­ten et­was aus­drück­li­ch hin­schrei­ben müs­sen. Zu­dem hieß es, die Sack-​/​Tonnenumstellung wür­de zu­er­st dort durch­ge­führt, wo das In­ter­es­se am größ­ten ist. Nun hat AHA aber schon vor En­de der Fra­ge­bo­ge­ak­ti­on ent­schie­den, in zwei Städ­ten zu star­ten. Dann hät­te man bes­ser auch nur dort da­na­ch fra­gen sol­len. Ich rech­ne üb­ri­gens da­mit, dass man in den bei­den Städ­ten gu­te Er­fah­run­gen mit dem neu­en Sys­tem ma­chen wird, die dann vie­le Dis­kus­sio­nen im wei­te­ren Ver­lauf über­flüs­sig wer­den lässt. Vor­aus­set­zung da­für ist aber ein bür­ger­freund­li­cher Um­gang. Dro­hun­gen nach Ab­fall­kon­trol­len pas­sen da nicht. Be­ra­tung ist nö­tig. Ich war er­staunt über ei­nen Bür­ger, der mir ge­sagt hat, dass selbst­stän­di­ge Tä­tig­keit im ei­ge­nem Haus­halt ab­ge­fragt und mit 3 EUR be­auf­schlagt wür­de. Ich dach­te, wir wä­ren über­ein­ge­kom­men, dass die bis­he­ri­ge Zu­satz­ge­bühr un­fair war und des­halb ab­ge­schafft wur­de? Und jetzt doch nicht? Ich ha­be da­zu kei­ne Un­ter­la­gen ge­fun­den. Es hieß hier be­reits, Bür­ger wür­den be­nach­tei­ligt, wenn sie Müll spar­ten. Das war uns da­mals schon klar, wir ha­ben aber trotz­dem zu­ge­stimmt, weil da­durch an­de­re kos­ten­lo­se Leis­tun­gen mög­li­ch sind wie die kos­ten­frei­en Wert­stoff­hö­fe. AHA bran­cht Ge­büh­ren­si­cher­heit. Es wa­ren aber no­ch Fra­gen of­fen, und AHA war auf­ge­for­dert, die Ge­büh­ren zu eva­lu­ie­ren. Und ich ge­he fest da­von aus, dass wenn die Er­geb­nis­se vor­lie­gen, die Ge­büh­ren­sat­zung noch­mal über­ar­bei­tet wrid

Do­boldt (SPD): The­ma ist nicht ak­tu­ell. seit fast ei­nem Jahr re­den wir über das Ur­teil. Im Ja­nu­ar war Start des Pro­zes­ses, im Mai der Sat­zungs­be­schluss. Wir ha­ben viel dis­ku­tiert. Der Re­gi­ons­prä­si­dent muss das nicht zur Chef­sa­che ma­chen, er hat ja un­sern Be­schluss und muss den nur aus­füh­ren. Was ist an der gan­zen An­ge­le­gen­heit nun „ak­tu­ell“? Nun, es gab da die Rück­mel­de­frist für die Um­fra­ge­bö­gen, die ge­ra­de ab­ge­lau­fen ist. AHA hat aber schon ge­sagt, dass sie auch Bö­gen be­ar­bei­ten wer­den, die nun no­ch ver­spä­tet ein­ge­hen. Aber ir­gend­wann ist mal Schluss, weil ja auch ge­rech­net und ge­plant wer­den muss. Ak­tu­ell ist aber: Der Wahl­kampf. Die CDU nutzt die­ses The­ma ge­n­au da­für, an­ders kann ich die Re­so­lu­tio­nen in den Um­land­ge­mein­den nicht deu­ten. Hier in der Re­gi­ons­ver­samm­lung wur­de ja sei­tens der CDU nichts ge­macht – und hier hät­te es sein müs­sen, denn dies hier ist das ent­schei­den­de Gre­mi­um. Aber zu die­ser Re­so­lu­ti­on: Es gibt da zwi­schen den ver­schie­de­nen Tex­ten in den ver­schie­de­nen Ge­mein­den ei­ni­ge Punk­te, die si­ch äh­neln: (1) Die Frist soll ver­län­gert wer­den. Al­len war be­kannt, dass es am 1.1.14 los geht. Das bracht Vor­lauf. (2) No­ch ein er­klä­ren­des Schrei­ben an die Bür­ger. War­um? Was soll da drin ste­hen? Den Ge­bü­ren­be­scheid gibt es En­de 2013, und der bie­tet dann auch den Rechts­weg. Ich ha­be so­was no­ch nie bei an­de­ren Ver­sor­gern ge­se­hen. Sie von der CDU blen­den im­mer aus, dass die Wert­stoff­hö­fe ge­büh­ren­frei sind. Das gin­ge mit ih­ren Mo­del­len nicht, Aber das ver­schwei­gen Sie. (3) Es wird no­ch ein Schrei­ben ge­for­dert zur Ent­schei­dung we­gen Müll­sack oder Ton­ne. War­um? Man kann das auch nach­träg­li­ch no­ch um­stel­len. Und bei Um­zü­gen liegt es halt dar­an, wie si­ch der Ei­gen­tü­mer ent­schie­den hat: Wenn man in ein Haus zieht, wo si­ch der Grund­ei­gen­tü­mer für den Sack ent­schie­den hat, dann bleibt es beim Sack. Oder halt bei der Ton­ne. Das müs­sen Sie als Ent­schei­dung des Ver­mie­ters ak­zep­tie­ren. Ich se­he da kein Pro­blem. Und wenn Sie aus der Re­gi­on weg­zie­hen, kön­nen Sie ja auch nicht Ih­ren Sack oder Ih­re Ton­ne mit­neh­men. (4) Es wird ge­for­dert, AHA soll in die Ratsau­as­schüs­se ge­hen. Das kann man ma­chen, das ist auch ver­spro­chen. Aber als In­halt ei­ner Re­so­lu­ti­on? Das ist Stim­mungs­ma­che. (5) Sie for­dern kei­ne Straf­ge­büh­ren. Das kommt zum Bei­spiel aus Garb­sen. Das ist ei­ne bö­se Un­ter­stel­lung. Es fal­len so­wie­so kei­ne Straf­ge­büh­ren an, wenn An­ga­ben kor­ri­giert wer­den. Wer so­was in ei­nen An­trag rein­schreibt, der ver­brei­tet Falsch­aus­sa­gen. Zum Schluss: Die Al­ter­na­ti­ven für die Ent­schei­dung wa­ren wa­ren: (1) Über­all Ton­ne, (2) Sack­ab­führ mit ho­hem Sack­preis – dann hät­ten die 5-Li­ter-Ver­brau­cher ein Plus, aber die Wert­stoff­hö­fe oder El­tern mit Win­del­kin­dern hät­ten zah­len müs­sen. (3) Kom­pro­miss­lö­sung. Auch wir in der po­li­ti­schen Mehr­heit sind nicht mit al­lem glück­li­ch, se­hen dies aber als ein­zi­gen Weg. Und die CDU? Sie ha­ben kei­ne Schuld, ok, aber Sie sind ur­säch­li­ch da­für ver­ant­wort­li­ch, dass die Müll­ent­sor­gung um­ge­baut wer­den muss. Sie ha­ben si­ch auf schlan­ken Fuß ge­macht und in die Bü­sche ge­schla­gen. Von Ih­nen kam kein kon­struk­ti­ver Vor­schlag. An­ders war es bei der FDP, dort hat man kon­struk­tiv mit­dis­ku­tiert. Der ein­zi­ge CDU-Vor­schlag war schlam­pig durch­ge­rech­net und po­li­ti­sch [?]. Sie ha­ben im­mer nur Emo­tio­nen ge­schürt und mit kei­nem Bei­trag be­wie­sen, dass Sie es bes­ser kön­nen. Im Ge­gen­teil: Sie sind nicht in der La­ge, Ver­ant­wor­tung für die Re­gi­on zu über­neh­men.

Schmidt-La­mon­tai­ne (Grü­ne): Wir ma­chen hier ei­ne Ak­tu­el­le Stun­de und ich fra­ge mi­ch: Wo sind die Neu­ig­kei­ten? Vie­les ha­ben wir schon in der let­zen und der vor­letz­ten Sit­zung ge­sagt, ich fas­se mi­ch des­halb kurz: Wir ha­ben lan­ge und aus­führ­li­ch dis­ku­tiert. Wir wer­den auch nicht mehr ei­nig. Sie von der CDU wol­len die Zwang­be­glü­ckung, wir wol­len Wahl­mög­lich­kei­ten. Sie wol­len kal­ku­liert die Spal­tung wei­ter an­hei­zen. Die „Al­ter Sack muss bleiben“-Kampagne ist nicht nö­tig, der Sack soll­te ja blei­ben. Nun kommt es zur Ab­stim­mug mit den Fü­ßen – das Um­fra­ge­er­geb­nis ist wohl 70-75% für die Ab­fall­ton­ne. Nun al­so Ih­rer­seits ei­ne neue Stra­te­gie ge­gen die si­ch ab­zeich­nen­de Schlap­pe? Aber: War­um skan­da­li­sie­ren Sie den Vor­gang? AHA hat es ge­schafft, in kür­zes­ter Zeit Ant­wor­ten auf Fra­gen zu ge­ben und die Rück­mel­dun­gen sind po­si­tiv. Än­de­run­gen wer­fen Fra­gen auf, das ist üb­li­ch. An­ru­fe bei AHA kön­nen auch ein­fa­che Nach­fra­ge sein, zum Bei­spiel, wann die Um­stel­lung denn nun kommt. Sie be­haup­ten Pro­ble­me, die gar nicht exis­tei­ren. Lie­be CDU, neh­men Sie das An­ge­bot zur Sack­ab­fuhr an, wenn sie sie es brau­chen, Aber gön­nen Sie den an­de­ren ih­re Ton­ne.

Pla­th (CDU): Die CDU-Fak­ti­on hat das The­ma nicht be­an­tragt, weil uns son­st lang­wei­lig wä­re oder wir hier je­man­den än­gern wol­len, son­dern – und da bin ich dank­bar für die Ein­wän­de von rot-grün – weil das The­ma eie un­heim­li­ch ho­he Be­deu­tung hat. Es sei nicht ak­tu­ell? 50000 Nach­rich­ten sind bis­her bei AHA ein­ge­gan­gen! Es be­steht al­so ei­ne Be­deu­tung, dass wir heu­te dar­über spre­chen. Wir wer­den im­mer drauf an­ge­spro­chen. Wann ha­ben Sie das letz­te Mal in die Zei­tung ge­schaut? Letz­te Wo­che war da täg­li­ch ei­ne Flut von Le­ser­brie­fen, die si­ch kri­ti­sch äu­ßern. Zwei­tens: Schau­en Sie in die Neue Pres­se von heu­te: Die Ab­ga­be­frist wird ver­län­gert. Vor nicht mal ei­ner Wo­che hat die CDU die­se Fra­ge ge­stellt, da­mals war die Ant­wort: Das ist nicht vor­ge­se­hen. Und wenn so ei­ne wich­ti­ge Ent­schei­dung plötz­li­ch kor­ri­giert wird, dann ist es wich­tig, dass man noch­mal dar­über spricht. Und was den Wahl­kampf be­trifft: Nein! Sie dür­fen si­ch auch nach 22.9. no­ch mit den The­men aus­ein­an­der­set­zen. Die Men­schen ge­hen auf­merk­sam mit dem The­ma um, die Mehr­heit der Re­gi­ons­ver­samm­lung eher lust­los. Das wä­re ich auch, so wie das The­ma an den Kar­ren fährt. Und wie si­ch die Zei­ten nach 2 Jah­ren Re­gi­ons­ver­samm­lung än­dern, merkt man auch. Da­mals am An­fang ha­ben wir im­mer über­legt, wie man als Op­po­si­ti­on rot-grün kri­ti­siert. Mitt­ler­wei­le brau­chen wir das nicht mehr, das ma­chen ja Ih­re ei­ge­nen Leu­te. Die Orts­bür­ger­meis­te­rin aus Lehr­te sagt, AHA se un­mög­li­ch. Der Bür­ger­meis­ter in Neu­stadt will nichts mit dem The­ma zu tun ha­ben, das sei image­schä­di­gend. Ein Er­geb­nis hat die Dis­kus­si­on aber, und das hat nichts mit Mehr­hei­ten zu tun: Die Leu­te vor Ort sind wahn­sin­nig frus­triert, und das kön­nen Sie nicht im­mer klein­re­den. Ei­ne Sa­che wür­de mi­ch freu­en: Im­mer heißt es, es gä­be Ge­win­ner und Ver­lie­rer. Ich ha­be bis­lang aber nur Ver­lie­rer ken­nen­ge­lernt. Wer soll denn Ge­win­ner sein? An­de­rer Punkt: Der Ver­brau­cher­schutz. Ich bin fest über­zeugt, dass wir als öf­fent­li­che Hand den Vor­teil ha­ben, dass wir Ver­trau­en ge­nie­ßen. Da­mit müs­sen wir aber auch sort­fäl­tig um­ge­hen. Wie ver­rückt ist es, die Men­schen über Emp­feh­lun­gen zu mög­lichst viel Müll­ver­brauch an­zu­hal­ten. Ist das Ih­re Auf­fas­sung von ehr­li­chem Um­gang mit dem Ver­brau­cher? Dann lie­gen wir da weit aus­ein­an­der. Ab­schlie­ßend: Ich ha­be jetzt ganz viel kri­ti­siert. Ich hal­te Auf­ga­be für schwer, ha­be ich auch schon ge­sagt. Das ist kein ein­fa­cher Weg. Wir kön­nen aber ehr­li­cher­wei­se nicht da­von spre­chen, dass wir dem Bür­ger­wil­len ge­recht wer­den. In der Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung von SPD und Grü­nen steht, sie wol­len die Bür­ger­ver­bän­de mehr be­tei­li­gen. Das hört si­ch erst­mal su­per an. aber ihr In­ter­es­se dar­an en­det dort, wo es ih­ren In­ter­es­sen nicht mehr ent­spricht. Der letz­te Punkt: In den letz­ten Ta­gen und Wo­chen ha­be ich meh­re­re E-Mails von Bür­gern beo­m­men, in de­nen teil­wei­se auch Ant­wor­ten an­de­rer Po­li­ti­ker zi­tiert wa­ren. Herr To­boldt zum Bei­spiel woll­te an ei­ner Stel­le ab­schlie­ßend dar­an er­in­nern, dass der Vor­sit­zen­er der CDU-Frak­ti­on mit sei­nem Ge­richts­ur­teil das Ver­sor­gungs­sys­tem ge­kippt hat. Oder er meint an an­de­ren Stel­le, man ha­be den Dank ver­ges­sen an den CDU-Vor­sit­zen­den, des­sen Kla­ge nur no­ch die Ab­fall­ton­ne mög­li­ch ge­macht ha­be. Mei­ne Kol­le­gen von SPD und Grü­nen, wenn das ihr Ge­stal­tungs­wil­le für po­li­ti­sche Fra­gen ist, dass an­de­re Schuld sind, dann re­agie­ren Sie sehr ver­knif­fen. Aber das liegt wohl dar­an, dass ihr Wurf völ­lig nach hin­ten los­ge­gan­gen ist.

Priebs (Ver­wal­tung): Ein paar Klar­stel­lun­gen: (1) 3 EUR für Selbst­stän­di­ge steht nir­gends. Das ist ei­ne Fehl­in­for­ma­ti­on oder ein Miss­ver­ständ­nis, die Ge­bühr ist ab­ge­schafft. Aber an an­de­re hier: Auch die­se 2 Mio EUR müs­sen um­ge­legt wer­den, zah­len al­so an­de­re mehr. (2) Vor­an­ge­kreuz­te Fel­der oder vor­ge­druck­te Ant­wor­ten im Um­fra­ge­bo­gen? Das ist Un­sinn. Es gibt ei­ne Spal­te mit Emp­feh­lun­gen und ei­ne, in die man selbst et­was ein­trägt. Herr Wen­zel hat ver­wech­selt, um was es dem Ge­richt ging: Um die Fix­kos­ten. AHA muss nach­wei­sen, dass es ei­nen be­stimm­ten An­teil von Fix­kos­ten hat. AHA hat im­mer ge­sagt, dass si­ch ei­ne sol­che An­ga­be nicht be­le­gen lässt. Wenn man un­ter die­sen Um­stän­den rechts­si­cher ar­bei­ten will, dann muss man auf die si­che­re sei­te ge­hen, son­st kann man sei­nen An­sprü­chen nicht ge­recht wer­den. Und da sind Sie dann be­tüd­delt wor­den. (CDU em­pöt si­ch über Wort­wahl.) Dann zum Stich­tags­mär­chen. Ja, man braucht den Stich­tag für die Pla­nung. Ha­ben aber im­mer ge­sagt und be­tont: Wenn je­mand da­na­ch kommt, ist es nicht zu spät. Selbst ge­gen den Be­scheid kann man Ein­spruch ein­le­gen. Zu den Wert­stoffsä­cken. The­ma ist un­nö­tig hier die kom­men von Dua­len Sys­tem, das auch die Mo­da­li­tä­ten vor­gibt. AHA ist hier nur Auf­trag­neh­mer und be­stimmt die Spiel­re­geln nicht. Ha­be nicht ver­stan­den, was an Ge­büh­ren­be­schluss zu kri­ti­sie­ren ist. Hat ja hier Ver­bands­ver­samm­lung ge­macht. Al­les nor­mal und recht­li­ch si­cher. Nur Ver­lie­rer? Könn­te man in Öf­fent­lich­keit Ein­druck ha­ben. Aber Ge­win­ner mel­den si­ch viel­leicht nicht so laut? Hier ist es auch so: Be- und Ent­las­tun­gen wie­gen si­ch auf, das kommt bei sol­chen Ver­ein­heit­li­chun­gen über­all vor. Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men im Um­land kom­men nicht da­mit zu­recht? Ma­chen die in Han­no­ver und an­de­re im Um­land aber schon lan­ge. Min­dest­ge­bühr? Gibt es auch viel­fach an­ders­wo und auch bei der Chi­pab­fuhr. Ha­ben wir al­les schon 100000 mal im Aus­schuss be­spri­chen. Ich stel­le das hier aber ger­ne noch­mal dar.

Hey (Pi­ra­ten, bleibt am Platz): Ei­ne Fra­ge an Herrn Ja­g­au: Am 22. ha­be ich in der Zei­tung ge­le­sen, dass AHA 90000 Rück­sen­dun­gen er­hal­ten. Da­von 75000 für die Müll­sä­cke, 15000 für Ton­ne, 55000 ha­ben nicht zu­rück­ge­schickt. Wenn ich das ad­die­re, kom­me ich auf 70000 für die Ton­ne. AHA ist ja schon da­bei, Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len, 72 sol­len es sein. Muss ich die dann auch hal­bie­ren? (Ge­mur­mel)

Baldt (CDU, bleibt am Platz): Gibt kein Wi­der­spruchs­ver­fah­ren mehr, Sie kön­nen nur no­ch kla­gen. Heil­lo­ses Durch­ein­an­der bei AHA: Ei­ner­seits kei­ne Sä­cke mehr we­gen der Ge­sund­heits­be­las­tung durch das Auf­sam­meln, an­de­rer­seits gibt es jetzt den 6-EUR-80-Li­ter-Sack? Ver­wal­tung darf si­ch nicht weg­du­cken, zei­gen Sie Füh­rung.

Krau­se (SPD): De­bat­te zeigt, dass wir ei­ne Dis­kus­si­on fort­füh­ren die am 25.6. be­reits ab­ge­schlos­sen war. Neu­es ist nicht ge­kom­men, Um­stän­de sind schon län­ger be­kannt. Aber ein paar Stich­wor­te zum drauf ein­ge­hen: Ver­är­ge­rung: Ja, ha­ben wir auch ge­merkt. Aber, ich wie­der­ho­le mei­ne Worte aus der Re­gi­ons­ver­samm­lung vom 24.5.: Es gibt ge­nü­gend Zi­ta­te von Herrn Wi­cke, die nur Stim­mung, Scharf­ma­che­rei, Schmä­hun­gen ge­gen­über AHA be­inhal­ten. Es bleibt doch nicht wir­kungs­los, wenn ein füh­ren­der Po­li­ti­ker aus Ih­ren Rei­hen das sagt und will­fäh­ri­ge Re­dak­tio­nen es ver­brei­ten. Das hat nicht im­mer was mit der Wahr­heit zu tun. (CDU pro­tes­tiert) Me­di­en und Ge­rich­te sind ja nicht frei von Kri­tik. 5 Punk­te zur Ab­fall­sat­zung ver­ab­schie­det. (zählt die Punk­te auf). […] (5) Rechts­si­cher­heit. CDU will wohl Ein­heit­lich­keit nicht mehr, setzt dann aber auch Be­we­gung bei an­dern Punk­ten in Gang und ge­fähr­det Rechts­si­cher­heit. Dann an­ge­spro­chen, wel­ch un­lös­ba­re Auf­ga­ben Haus­ver­wal­tun­gen ha­ben. Nicht nach­zu­voll­zie­hen. Gibt Re­ge­lun­gen seit Jahr und Tag, dass der Ver­mie­ter oder Ver­wal­ter mit­ar­beit muss. Es weiß ja son­st nie­mand, wie­vie­le Men­schen da so le­ben. Wis­sen aber Ver­mie­ter und Ver­wal­ter, schon we­gen der Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung. An­de­rer Punkt: Im­mer wie­der wer­den al­te und neue Ge­bühr ver­gli­chen. Ja zum Don­ner nach­mal, Sie ha­ben doch ge­klagt, weil die al­te Ge­büh­ren­ord­nung nicht recht­mä­ßig ge­we­sen sei. Und das Ge­richt hat Ih­nen recht ge­ge­ben. Und das jetzt als grund­la­ge? Das ist un­red­li­ch! Und Un­fug! Was hier in den letz­ten Mo­na­ten ge­lau­fen ist – ih­re Mit­wir­kung hat si­ch aufs Nör­geln be­schräkt – ist po­li­ti­sche In­sze­nie­rung. Aber nicht gro­ßes Ki­no, son­dern Hin­ter­hof­thea­ter.

Buch­holz (SPD, bleibt am Platz): Was Sie hier ab­zie­hen, von der CDU, ist mir un­be­greif­li­ch. Im­mer Ton­ne oder Sack ab­wech­selnd[?]. Fällt Ih­nen nichts Neu­es mehr ein? Wie ein stör­ri­sches Kind. Le­ser­brie­fe von Par­tei­sol­da­ten. Sie ver­un­si­chern die Bür­ger mit Halb­wahr­hei­ten. Al­le zah­len drauf? [rech­net al­te und neue ge­büh­ren ge­gen­ein­an­der mit bei­spiel, wo neu­es güns­ti­ger ist].

Fre­der (CDU): Al­le ha­ben Schuld, nur nicht rot-grün. Sie re­den Din­ge schön, ste­hen nicht zu ih­rer Ver­ant­wor­tung. Ihr Ver­hal­ten ist un­red­li­ch. Sie ha­ben Mist ge­macht, Sa­gen Sie das den Bür­gern.

Schossarek (?, CDU): Nur ein As­pekt. Mehr­heits­frak­tio­nen ha­ben si­ch als Sack­ret­ter fei­ern las­sen. Klar ist: Bür­ger müs­sen an die Sä­cke kom­men, da­mit die aus­ge­tauscht wer­den kön­nen. Nun gibt es 80 Aus­ga­be­stel­len. Das ist we­nig für 20 Kom­mu­n­en und die gro­ße Flä­che. Bit­te, Herr Ja­g­au, wir­ken Sie auf AHA ein, da­mit die Bür­ger zu den Gut­schei­nen kom­men.

Ja­g­au (Ver­wal­tung): Bei­spiel für Se­lek­ti­vi­tät der Wahr­neh­nung und die Pro­ble­me. Wenn das jetzt ein Jour­na­list schreibt, weil er Ih­re Aus­sa­ge für rich­tig hält! In der Sit­zung, in der die Fra­ge ge­stellt wur­de, hat Herr Rü­ter be­reits er­läu­tert: Bis­lang 130 Aus­ga­be­stel­len. da­von 80 in Ein­kaufs­lä­den, die an­de­ren in Bür­ger­bü­ros etc. Dar­über hin­aus: Es wer­den Bus­se fah­ren ge­las­sen durch AHA, wo man die Sä­cke ab­ho­len kann. Da­her kommt Ver­un­si­che­rung: CDU hat kein Kon­zept als Al­ter­na­ti­ve zu dem be­schlos­se­nen vor­ge­legt. Sie pi­cken ein­zeln Pro­ble­me raus. Neh­men wir al­so teu­re Sä­cke als Bei­spiel: Dann wer­den die Leu­te Müll in die Stra­ßen schmei­ßen. Das ist das Kern­pro­blem des Ur­teils. Be­trifft nicht die, die si­ch sorg­fäl­tig mit Müll be­schäf­ti­gen. Son­dern die an­de­ren. Die mit­neh­men. Dann re­gen Sie si­ch über Min­dest­vo­lu­men auf. Muss man nicht aus­nut­zen. Wol­len das auch noch­mal deut­li­ch sa­gen. Zu­mal mo­men­tan: 290 Mio Li­ter Ab­fall im Sack­be­reich. Wenn al­le nur Min­dest­vo­lu­men neh­men wür­den, wä­re Vo­lu­men 211 Mio. Vol­men. al­so: 50 Ton­nen Müll im Nir­va­na ver­schwun­den. Wer­de oft an­ge­spro­chen: „Was macht Ihr da? In­ter­es­siert doch kei­nen!“ Heißt aber dass Min­dest­vo­lu­men schon jetzt be­deu­tet, dass 80 Mio. Li­ter we­ni­ger Vo­lu­men. Al­so: AHA hat Durch­schnitts­ver­brauch ge­nom­men. Nun kann man drü­ber dis­ku­tie­ren. Aber: An­ge­kreuzt war ja nichts. 10 l Min­dest­vo­lu­men sind in wei­ten Tei­len Deutsch­lands Stan­dard. Da­mit um­zu­ge­hen ist für sie als Op­po­si­ti­on nicht Auf­ga­be, sa­gen Sie. The­ma ist aber schwie­rig und kom­plex. Lan­ge Vor­lauf­zei­ten bei Um­set­zung. Das wird von Ih­nen igno­riert. Heu­te für in drei Jah­ren ent­schei­den ist al­so sehr wich­tig und nö­tig. Herz­li­che Bit­te: Wir ma­chen jetzt den Start so wie er be­schlos­sen ist. Kei­ne Ne­bel­ker­zen. Und: Na­tür­li­ch kann je­der Bür­ger si­ch an AHA wen­den, wenn si­ch et­was än­dert. Umd zum 80-Li­ter-Sack: Ganz was an­ders als wenn ich stän­dig 50-Li­ter-Sä­cke wer­fe oder ei­ni­ge ma­le zu zweit ei­nen 80-Li­ter-Sack. Auch für die Mit­ar­bei­ter ist we­gen des Nicht­he­bens Ton­nen­um­stel­lung ei­ne wich­ti­ge Sa­che. Tun Sie nicht so, als wenn das nicht sorg­fäl­tig ab­ge­wo­gen wur­de. Oder le­sen Sie die HAZ: 3 von 4 Re­dak­teu­ren ha­ben be­rech­net, dass sie we­ni­ger be­zah­len. Nicht wei­ter Men­schen ver­un­si­chern.

Krau­se (CDU): Auf­grei­fen Vor­schlag Reg­si­ons­prä­si­dent. Star­ten wie be­schlos­sen: Was ist be­schlos­sen: Ge­büh­ren­sat­zung über­ar­bei­ten. Po­li­ti­ker müs­sen nicht Kon­zep­te vor­le­gen, AHA muss Kon­zept vor­le­gen. Das was AHA bis­her ge­lie­fert hat, ist Müll. (Ver­wir­rung über Aus­sa­gen)

Schossarek (CDU): Ja, sie ha­ben recht, 80 Aus­tausch­stel­len, plus 50 macht 130. Bis­lang aber 230. Wo sind die 100 hin? Dar­auf ha­be ich mi­ch be­zo­gen.

Ja­g­au: Reu­ter: AHA be­müht si­ch. Un­ter­schied: Bis­her Sä­cke ver­kauft, nun Um­tausch­ge­schäft. Da­zu nicht mehr al­le Lä­den be­reit. Reu­ter will Stel­len­zah­len er­hö­hen, be­müht si­ch ge­ra­de. Des­halb mo­bi­ler Ein­satz von Fahr­zeu­gen mög­li­ch.

Mes­ser­schmidt (Vor­sit­zen­der): Fleisch­mann irrt si­ch: Ak­tu­el­le Stun­den fin­den auf An­trag von Frak­tio­nen oder Grup­pen statt. Herr Fleisch­mann, Sie nicht. (Ge­kei­fe um GO mit Wi­cke)

8.1: Ein­stim­mig

8.2.1: Ein­stim­mig

8.2.2: Ein­stim­mig mit 1 Ent­hal­tung

9: Ein­stim­mig

10: Ein­stim­mig

11: Ein­stim­mig

12: Ein­stim­mig

13: Ein­stim­mig

14/15: Ab­ge­setzt

16/17/18: Ge­mein­sa­me Dis­kus­si­on

Dils­ke (Grü­ne): Kurz Hin­ter­grün­de dar­stel­len: Stein­hu­der Meer als Leucht­turm. Pfle­gen und Put­zen. Zum Er­le­ben da. Grund­be­din­gun­gen mensch­li­chen Le­bens. Nach­hal­ti­ges Naherholungs/​Tourismuskonzept kei­ne Ni­sche, son­dern wich­tig für Wirt­schaft­lich­keit. Na­tur­schutz min­des­tens ge­nauso wich­tig. Na­tur­park braucht nur wei­ter ent­wi­ckelt zu wer­den. Kann auch zu Mo­dell für an­de­re wer­den. Wol­len no­ch bes­ser Nach­hal­tig­keit über Zu­schüs­se steu­ern(?). (Führt die ein­zel­nen Punk­te des Kon­zepts aus) Wich­ti­ges Er­geb­nis: Na­tur­park ver­stäkrt in Brei­te eta­bliert. Neue We­ge zu be­schrei­ten. Wer bis­her no­ch nicht am Stein­hu­der Meer war, der soll­te es si­ch mal an­schau­en.

Wen­zel (CDU): Nah­erho­lung. Ge­he da­von aus, dass auch Frei­zeit ge­meint ist.

Brandt (?, CDU): Leucht­turm ist in der Tat wich­tig. Was ist mit dem Na­tur­schutz? Wich­tig, dass man Leucht­turm hat, aber auch wich­tig, dass die Men­schen ihn er­ken­nen.

Her­zig (SPD): Im We­sent­li­chen al­les schon Aus­schuss ge­sagt: Stein­hu­der Meer und Na­tur­park als Ele­ment in der Re­gi­on dar­zu­stel­len und für al­le ent­spre­chen­den Grup­pen nutz­bar zu ma­chen. Des­halb vor­her Kon­zept mit al­len Be­tei­lig­ten er­ar­bei­ten. Ge­n­au das wol­len wir er­rei­chen.

16: Ein­stim­mig bei ei­ner Ent­hal­tung (Bö­ning)

17: Ein­stim­mig bei ei­ner Ent­hal­tung (Bö­ning)

18: Er­gän­zung um ei­nen Pas­sus durch Re­gi­ons­aus­schuss. Ein­sti­mig bei 1 Ent­hal­tung an­ge­nom­men, Be­schluss ist ge­fasst

19: (kei­ne Wort­mel­du­ge) Ein­stim­mig

20: Ab­ge­setzt

21:

Fi­scher (Ver­wal­tung): Das wird jetzt tro­cken. Dop­pik trans­pa­rent. Für Ana­ly­sen aber meh­re­re Jah­re nö­tig. Sehr über Er­öff­nungs­bli­anz freu­en. Aber: Braucht no­ch.

Kno­ke (SPD): Gut

Ben­kart (CDU): Schwer und um­fang­rei­che Auf­ga­be. Ist kon­kre­ter Maß­stab. Ei­ne Zahl: Li­qui­di­täts­kre­di­te seit­her gut ab­ge­baut. Wei­ter ab­bau­en! Schon mal Fra­ge ge­stellt, wie Stra­te­gie ist. Kei­ne be­frie­di­gen­de Ant­wort. Auf­ge­fal­len, Ent­wick­lung: In­ves­ti­ti­ons­kre­di­te +35%. Al­so: Al­les was bei der Re­gi­on pas­siert, pas­siert auf Pump. Bei je­der In­ves­ti­ti­on prü­fen: Ist sie not­wen­dig. An­fra­ge no­ch nicht beat­wor­tet wie es wei­ter ge­hen soll. Wol­len wis­sen, wie Prio­ri­tä­ten ge­setzt sind.

Sto­kar (Grü­ne): Er­freu­li­ch, dass Er­öff­nungs­bi­lanz vor­ge­legt ist. Span­nend. Lan­ge Zeit liegt in Na­tur der Sa­che. Herr Ben­kart, ge­ben Ih­nen Recht, Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te ist zu nied­rig. Über­schüs­se im Er­geb­nis­haus­halt nö­tig. Kön­nen In­ves­ti­tio­nen aber nicht zum Still­stand brin­gen, des­halb In­ves­tio­nen in sinn­vol­le Zu­kunfts­maß­nah­men nö­tig. Wert­halt von Ge­bäu­de und Bö­den ist auch wich­tig. Hal­te es für rich­tig, dass In­ves­ti­ons­vo­lu­men in den nächs­ten Jah­ren hö­her lie­gen wird als das Ab­schrei­bungs­vo­lu­men. Müs­sen aber rea­len Schul­den­ab­bau hin­be­kom­men. Bin da­für, dass wir die ho­hen Aus­ga­ben auch so­li­da­ri­sch über­tra­gen auf die Ge­samt­re­gi­on: Ri­si­ken der Kran­ken­haus­fi­na­zie­rung so­li­da­ri­sch tra­gen, dann über an­de­re Aus­gleich­samß­nah­men re­den. Vor­rang hat Schul­den­ab­bau.

Ein­stim­mig bei ei­ner Ent­hal­tung (Jong, WfH)

23:

Fleisch­mann: Orang-Utan „Ka­ja“ nach Russ­land ab­zu­schie­ben nach Ka­li­nin­grad. „Zoo-Ausch­witz“ schreibt rus­si­sche Zei­tung

Mes­ser­schmidt: Zu Pro­to­koll.

(Ge­fei­xe bei der SPD, Ja­g­au kommt zu­rück in den Saal)

Ja­g­au: Auf­sichts­rat des Zoos hat si­ch be­schäf­tigt, Zoo hat Pres­se­mit­tei­lung ge­macht, die macht deut­li­ch, dass die, die be­haup­ten, dass da was pas­sie­ren soll, Stim­mung ma­chen. Ge­nann­ter Zoo baut neu­es Zen­trum, das voll den Vor­schrif­ten ent­spricht und es ist üb­li­ch, dass be­vor man was macht, mit­ar­bei­ter hin fah­ren und si­ch das an­schau­en und wenn das nicht so ist wie es sein soll, dann pas­siert da auch nichts. Kei­ne Sor­gen ma­chen, Wird al­les ge­hand­habt. Ha­ben auch schon Tier­täu­sche aus die­sen Grän­den nicht ge­macht.

Mes­ser­schmidt: Dan­ke and Mar­kus Vog­gen­bro­ck hat heu­te letz­te Ver­samm­lung be­glei­chet. War im­mer auch ihn Ver­lass. Fühl­te man si­ch auch als Ver­samm­lungs­lei­ter si­cher. (Wech­selt Fach­be­reich)

En­de öf­fent­li­cher Teil, ca. 16:05 Uhr

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