Deutsch­land ver­brei­tet Com­pu­ter­vi­ren – Schmeißt die Staats­ha­cker raus! 2


Am Wo­chen­en­de ka­men Mel­dun­gen über ei­nen „Staats­troja­ner“ an die Öf­fent­lich­keit. Der Cha­os Com­pu­ter Club hat die Soft­ware zu­ge­spielt be­kom­men und ana­ly­siert. Fa­zit: Mit dem Pro­gramm lässt si­ch ein (Windows-)Rechner ver­wan­zen, dar­auf ge­spei­cher­te Da­ten ab­zie­hen und vie­le Vor­gän­ge auf dem Sys­tem de­tail­liert nach­voll­zie­hen. Zu­dem er­laubt die Soft­ware das Nach­la­den wei­te­rer „Be­ob­ach­tungs­droh­nen“.

Die Be­haup­tung, es hand­le si­ch hier­bei tat­säch­li­ch um ei­ne Soft­ware, die auf Ver­an­las­sung staat­li­cher Stel­len auf Com­pu­tern in­stal­liert wird, ist un­wi­der­spro­chen. Der In­nen­mi­nis­ter ist ab­ge­taucht, die Jus­tiz­mi­nis­te­rin ru­dert her­um und ver­sucht, die Sa­che auf die Län­der ab­zu­wäl­zen. An­sons­ten scheint die De­vi­se zu sein: „Kopf ein­zie­hen und war­ten, bis der Sturm si­ch ge­legt hat.“

HAL­LO?!? Geht’s no­ch???

Wenn der deut­sche Staat mitt­ler­wei­le sei­ne Bür­ger aus­schnüf­felt und mit Schad­pro­gram­men ver­wanzt wie ein da­her­ge­lau­fe­ner kri­mi­nel­ler In­ter­net-Bot­netz­be­trei­ber, das ist das ein Skan­dal al­ler­ers­ter Ka­te­go­rie! Es sieht so aus, dass staat­li­che Stel­len si­ch über sämt­li­che Ent­schei­dun­gen des Ver­fas­sungs­ge­richts hin­weg­ge­setzt ha­ben und kein Stück da­für Sor­ge tra­gen, dass die 2008 for­mu­lier­ten Grund­sät­ze der „Ver­trau­lich­keit und In­te­gri­tät in­for­ma­ti­ons­tech­ni­scher Sys­te­me“ ein­ge­hal­ten wer­den. Wohl­be­merkt: Das sind ge­n­au die­je­ni­gen staat­li­chen Stel­len, de­ren ver­damm­te Pflicht und Schul­dig­keit es ist, die Ein­hal­tung der grund­le­gen­den Spiel­re­geln un­se­res Staats­we­sens ein­zu­for­dern.

DAS GILT AUCH FÜR EU­CH SELBST, IHR PAPP­NA­SEN!

Ei­ne po­li­ti­sche Füh­rung, die auf die­se Wei­se mit der Be­völ­ke­rung um­springt, für die und mit der sie ei­gent­li­ch zu­sam­men ar­bei­ten soll, ver­liert je­des Ver­trau­en und je­de Recht­fer­ti­gung! Sie ge­hört ab­ge­löst und er­setzt durch Men­schen, die die grund­le­gen­den Wer­te der Ge­sell­schaft ach­ten. Es be­darf ei­ner um­ge­hen­den und um­fas­sen­den Un­ter­su­chung, wer wann von die­sen Ak­tio­nen wuss­te, wer sie ge­deckt und wer viel­leicht so­gar no­ch ge­för­dert hat. All die­se Per­so­nen ge­hö­ren ab­ge­setzt und straf- und zi­vil­recht­li­ch ver­folgt!

Ein der­ar­ti­ger Um­gang und ei­ne der­ar­ti­ge Miss­ach­tung der bür­ger­li­ch-frei­heit­li­chen Grund­ord­nung darf nicht un­ge­ahn­det blei­ben. Ein de­mo­kra­ti­sch-frei­heit­li­cher Bür­ger­rechts­staat lebt da­von, dass si­ch sei­ne Bür­ger frei­wil­lig an sei­ne Grund­sät­ze hal­ten, da er sei­ner­seits – das macht ihn aus – auf all­zu re­strik­ti­ve Maß­nah­men zu de­ren Durch­set­zung ver­zich­tet. Wenn so­was wie der vom CCC ent­tarn­te Staats­troja­ner Schu­le macht, dann kön­nen wir uns das mit den Grund­rech­ten in ein paar Jah­ren in die Haa­re schmie­ren. Dann ist „Grund­recht“ näm­li­ch das, was ge­wis­sen In­nen­mi­nis­tern oder ih­ren Nach­fol­gern in den Kram passt.

Und das will nie­mand!


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