Aa­ron, die Pi­ra­ten, der Iran und das Atom (2) – An die Pi­ra­ten­par­tei 41


Lie­be Pi­ra­ten­par­tei,

seit ges­tern nach­mit­tag füh­le ich mi­ch bei uns mal wie­der an ei­nen Kin­der­gar­ten er­in­nert.

Da schreibt Aa­ron Kö­nig, Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des, in sei­nem Blog über die po­li­ti­sche La­ge im Iran und die Mög­lich­keit der ato­ma­ren Be­waff­nung. Aa­ron kommt zum Schluss, dass ein prä­ven­ti­ver Mi­li­tär­schlag ge­gen die ira­ni­sche Atom­tech­nik an­ge­zeigt wä­re:

Auch wenn ich nor­ma­ler­wei­se Krieg für kein ge­eig­ne­tes Mit­tel der Po­li­tik hal­te: dies ist ei­ner der sel­te­nen Fäl­le, in de­nen der ge­ziel­te Ein­satz mi­li­tä­ri­scher Mit­tel, näm­li­ch die Zer­stö­rung der ira­ni­schen Nu­kle­ar­an­la­gen, ei­nen weit grö­ße­ren Scha­den ver­mei­den könn­te. […] Durch ge­ziel­te Schlä­ge ge­gen die ira­ni­schen Atom­an­la­gen muss der Wes­ten jetzt den Macht­ha­bern in Te­he­r­an zei­gen, dass wir uns von ih­nen nicht län­ger auf der Na­se her­um­tan­zen las­sen.

Ich hal­te die­se Mei­nung für fal­sch und ha­be das in ei­nem ei­ge­nen Blog­ar­ti­kel auch schon be­grün­det. Auch vie­le von eu­ch ha­ben so ih­re Pro­ble­me mit die­sen Äu­ße­run­gen. Das ist auch gut und rich­tig. Aber wie si­ch die­se Kri­tik in den Mai­ling­lis­ten, auf Twit­ter oder in ein­zel­nen Blogs ent­lädt, das ist ab­so­lut un­fass­bar. Da wird mit der Flam­me der Em­pö­rung auf ei­nem ab­so­lut un­ter­ir­di­schen Ni­veau ge­ar­bei­tet und jed­we­des ra­tio­na­le Ar­gu­men­tie­ren un­mög­li­ch ge­macht.

Ich möch­te hier mal auf die­je­ni­gen The­sen und Ar­gu­men­te ein­ge­hen, die ich für den größ­ten Quat­sch hal­te:

  • Aa­ron for­dert ei­nen An­griffs­krieg. Ge­n­au das macht er nicht. Aa­ron schreibt von „ge­ziel­ten Mi­li­tär­schlä­gen“ ge­gen klar um­ris­se­ne und be­nann­te Zie­le. Das muss man nicht un­ter­stüt­zen, das muss man nicht gut fin­den (fin­de ich auch nicht…), aber hier geht es nicht um ei­nen An­griffs­krieg. Die­se Vo­ka­bel wird in der Dis­kus­si­on viel zu leicht­fer­tig ver­wen­det, weil auf die­se Wei­se letzt­li­ch der Un­ter­schied zwi­schen bei­dem ver­wischt und ein­ge­eb­net wird. Und die Tat­sa­che, dass ei­ni­ge Prot­ago­nis­ten ge­n­au das wol­len („Je­de Mi­li­tär­ak­ti­on die­ser Art ist ein An­griffs­krieg“) macht’s nicht bes­ser.
  • Aa­ron darf in sei­nem Blog kei­ne Pri­vat­mei­nung äu­ßern, weil er Vor­stand ist. Das ist nach mei­nem Da­für­hal­ten wohl der größ­te Blöd­sinn, mit dem Aa­ron an­ge­gan­gen wird. Das muss man si­ch mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Ge­n­au die Pi­ra­ten­par­tei, die für Mei­nungs­frei­heit und ei­ne of­fe­ne bür­ger­li­ch-de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ein­tritt, ver­bie­tet ih­ren Re­prä­sen­tan­ten den Mund, auf dass sie nur no­ch die „of­fi­zi­el­le Par­tei­m­ei­nung“ kund­tun sol­len. Hal­lo?!? Geht’s no­ch? Ab­ge­se­hen da­von, dass mir nicht klar ist, wie ei­ne sol­che „Par­tei­m­ei­nung“ si­ch wohl er­mit­teln lie­ße, hal­te ich die da­hin­ter­ste­hen­de At­ti­tü­de ge­ra­de­zu für ei­ne Un­ver­schämt­heit: Na­tür­li­ch soll si­ch auch ein Vor­stand ei­gen­stän­dig zu po­li­ti­schen Fra­gen äu­ßern. Ich er­war­te das ge­ra­de­zu, weil ich wis­sen will, wie die Leu­te ti­cken, de­nen ich mei­ne Stim­me ge­ge­ben ha­be – oder auch nicht. Wie kurz­sich­tig muss man ei­gent­li­ch sein um ernst­haft zu ar­gu­men­tie­ren: „Ich hab‘ den ge­wählt, der darf jetzt nur no­ch sa­gen was ich den­ke.“ Sor­ry, aber das geht gar nicht.
  • Aa­ron scha­det der Pi­ra­ten­par­tei. In­dem er pri­vat ei­ne Mei­nung äu­ßert, die dann von Kom­men­ta­to­ren nicht ge­teilt wird? Bei al­lem Re­spekt, aber hier wird doch wohl der Bock zum Gärt­ner ge­macht. Grund­la­gen und Zie­le der Pi­ra­ten­par­tei de­fi­nie­ren al­lein Do­ku­men­te wie die Sat­zung oder das Par­tei­pro­gramm. Wenn je­mand Aa­rons per­sön­li­che Äu­ße­run­gen mit die­sen ver­mischt, ge­hört er auf die­sen Feh­ler hin­ge­wie­sen aber nicht sei­ne Ver­dre­hung der Tat­sa­chen als Fakt in die in­ner­par­tei­li­che Dis­kus­si­on über­nom­men. Wir dür­fen nicht den Feh­ler ma­chen, uns von ir­gend­wel­chen Fe­fes oder Pan­tof­fel­punks übers Feld trei­ben zu las­sen.
  • Aa­ron muss zu­rück­tre­ten oder vom Vor­stand aus­ge­schlos­sen wer­den. Das wä­re so ziem­li­ch das Schlech­tes­te was pas­sie­ren könn­te. Das Si­gnal wä­re ein­deu­tig: Wenn du in der Pi­ra­ten­par­tei dei­ne Mei­nung zu laut sagst oder klei­nen aber laut­star­ken Grup­pen in der Par­tei nicht passt, dann wirst du ab­ge­sägt. So­was wür­de ge­n­au je­nes Duck­mäu­ser­tum und Nach-dem-Mund-re­den för­dern, das mi­ch an an­de­ren Par­tei­en so ab­ge­sto­ßen und zu den Pi­ra­ten ge­bracht hat. Es wür­de die Grund­la­ge die­ser Par­tei ins Wan­ken brin­gen – dass wir näm­li­ch für ei­nen neu­en Po­li­tik­stil an­tre­ten. Et­was ganz an­de­res wä­re es, wenn Aa­ron beim nächs­ten Par­tei­tag an­trä­te und nicht wie­der ge­wählt wür­de. Das wä­re dann ein kla­res Zei­chen, dass sei­ne An­sich­ten nicht kon­sens­fä­hig sind und die Mehr­heit der Pi­ra­ten si­ch nicht von ihm ver­tre­ten las­sen will. Aber hier und jetzt nach Straf­ak­tio­nen und Par­tei­aus­schluss zu ru­fen – nein dan­ke!

Der gan­ze Streit zeigt mei­nes Er­ach­tens ein an­de­res Pro­blem: Zu­min­dest in Tei­len der Pi­ra­ten­par­tei sind in­ne­re Struk­tu­ren höchst ver­pönt. Al­le sol­len glei­che Rech­te und Pflich­ten ha­ben, al­le sol­len gleich­ar­tig mit­re­den, nie­mand soll mehr Ge­hör fin­den als „al­le an­de­ren“. Das geht aber nur, wenn stets al­le das glei­che wol­len und das glei­che den­ken. Und ge­n­au das funk­tio­niert nicht.

Ei­ne po­li­ti­sche Par­tei braucht „Ex­po­nen­ten“. Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und An­sich­ten ar­ti­ku­lie­ren und in die Par­tei tra­gen. Auch dann, wenn si­ch dar­an ei­ne kon­tro­ver­se Dis­kus­si­on ent­zün­det. Nur sol­che Kon­tro­ver­sen brin­gen uns wei­ter. Be­den­ken wir: Wenn wir nicht kon­tro­vers zu vie­len von den „eta­blier­ten“ Par­tei­en ge­tra­ge­nen po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen wä­ren, dann gä­be es nicht die Pi­ra­ten­par­tei. Und auch die Pi­ra­ten­par­tei wird si­ch nur wei­ter ent­wi­ckeln, wenn sie si­ch stets selbst hin­ter­fragt. Das, was si­ch mo­men­tan auf den Par­tei­me­di­en ab­spielt, ist al­ler­dings kein Hin­ter­fra­gen, son­dern wü­ten­des Po­le­mi­sie­ren ge­gen je­den Ge­dan­ken, der nicht ins ei­ge­ne Welt­bild passt. So ge­se­hen sind ei­ni­ge Pi­ra­ten kon­ser­va­ti­ver als ein ober­bay­ri­scher CSU-Dorf­ver­band.

Die künst­li­chen Auf­ge­regt­hei­ten um Aa­rons Blog hel­fen nicht. Sie för­dern höchs­tens bei den Re­prä­sen­tan­ten der Par­tei ei­nen Hang zu mög­lichst gro­ßer in­halt­li­cher Be­lie­big­keit, um nur ja nir­gends an­zu­ecken. Das aber mach­te die Pi­ra­ten­par­tei lang­fris­tig no­ch flüs­si­ger als die Kon­senz­so­ße, in der sie lang­sam un­ter­gin­ge: Sie wür­de über­flüs­sig.

Vie­le Grü­ße,
Dirk
(der froh ist, kei­ner­lei Amt in­ne­zu­ha­ben)


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41 Gedanken zu “Aa­ron, die Pi­ra­ten, der Iran und das Atom (2) – An die Pi­ra­ten­par­tei

  • Rainer Stratmann

    Zi­tat von Dir:
    „Wenn du in der Pira­ten­par­tei dei­ne Mei­nung zu laut sagst oder klei­nen aber laut­star­ken Grup­pen in der Par­tei nicht passt, dann wirst du abge­sägt. So­was wür­de ge­n­au je­nes Duck­mäu­ser­tum und Nach-?dem-?Mund-?reden för­dern, das mi­ch an ande­ren Par­teien so abge­sto­ßen und zu den Pira­ten ge­bracht hat.“

    Dass je­mand ab­ge­sägt wor­den ist, der sei­ne Mei­nung sagt ist be­reits pas­siert. So­weit ich mi­ch er­in­nern kann warst Du und Ste­fan K. zu der Zeit so­gar im Vor­stand. Das Pro­blem war da­mals nicht die Mei­nungs­frei­heit, son­dern dass ihr Angst vor den „Me­di­en die dar­über be­rich­te­ten“ hat­tet.

    Hier wird von Dir mit zwei­er­lei Mass ge­mes­sen.

    Dass Duck­mäu­ser­tum und Nach­plap­pern ist be­reits ein gro­ßes Pro­blem in der Pi­ra­ten­par­tei.

  • Patrick F

    „Stell Dir vor Frau Mer­kel wür­de…“ – Ar­gu­ment

    Ge­n­au das und ähn­li­che Ar­gu­men­te wür­den in je­de Par­tei pas­sen, aber nach mei­ner Auf­fas­sung eben nicht in die Pi­ra­ten­par­tei. Denn ge­n­au die­se „al­te“ Struk­tur und Ver­lo­gen­heit, so­wie die Mei­nungs­ma­ni­pu­la­ti­on und das Her­um­re­den um ei­ne Fra­ge ist doch das, was die Pi­ra­ten­par­tei ei­gent­li­ch von den so­ge­nann­ten „Eta­blier­ten“ un­ter­schei­den soll. So ist je­den­falls mein Ver­ständ­nis der Pi­ra­ten­par­tei. Ich ha­be die Pi­ra­ten­par­tei bis­lang nicht als Par­tei ge­se­hen, die si­ch in die Par­tei­en­land­schaft der an­de­ren in­te­griert, ih­rem po­li­ti­schen Stil nach, son­dern ge­n­au auf kom­plett an­de­re Fak­to­ren setzt.
    Wie zum Bei­spiel:
    Freie Mei­nungs­äus­se­rung – vor al­lem doch auch in der Füh­rungs­eta­ge, eben­so kla­re De­mo­kra­tie – in­ner­halb der Par­tei und auch aus­ser­halb.
    Men­schen­recht, Wür­de, Re­spekt, Men­schenach­tung. Das sind Ur­pi­ra­ti­sche Grund­la­gen mei­ner Mei­nung nach und die gel­ten bei Dir, bei Aa­ron, Dirk und je­dem an­de­ren Pi­ra­ten.
    Ei­ne Hetz­kam­pa­gne und die da­zu ag­gres­si­ve Tö­ne kann ich nicht ver­ste­hen und hof­fe, dass si­ch das in den nächs­ten Mo­na­ten wie­der gibt. Denn an­sons­ten kann man si­ch auch bei den Grü­nen, der Lin­ken, der SPD, der FDP, der CSU oder der CDU ein­klin­ken.

    Noch­mal… ich se­he die Pi­ra­ten als Al­ter­na­ti­ven Po­li­tik­still und nach eben nicht nach Vor­ga­ben, Mass­ga­ben oder dem Bei­spiel und Hand­ha­bun­gen der An­de­ren.

    Le­ben und le­ben las­sen, Pi­ra­ten!

    Grüs­se

  • Korrupt

    Der Knack­punkt ist das da:
    Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und Ansich­ten arti­ku­lie­ren und in die Par­tei tra­gen. Auch dann, wenn si­ch dar­an ei­ne kon­tro­verse Dis­kus­sion ent­zün­det. Nur sol­che Kon­tro­ver­sen brin­gen uns wei­ter.
    Aa­ron ist we­der ei­ne Fu­eh­rungs­per­so­en­lich­keit no­ch in der La­ge, ei­ne kon­tro­ver­se Dis­kus­si­on zu fu­eh­ren.
    Ich hat­te es mal aus­fu­ehr­li­cher be­gru­en­det.

  • julian

    Man könn­te auch Herrn Ah­ma­di­ned­schad die Mei­nungs­frei­heit zu­bil­li­gen, si­ch als Atom­staat be­zeich­nen zu dür­fen. In­so­fern fin­de ich es no­ch ziem­li­ch „nett“, Aa­ron nicht mi­li­tä­ri­sch an­zu­grei­fen, son­dern nur sei­nen Rück­tritt zu for­dern.

    Will sa­gen: Auch wir als Pi­ra­ten soll­ten ir­gend­wel­che Grund­sät­ze ha­ben, zu de­nen wir al­le ste­hen. Wenn wir al­les dul­den, brau­chen wir uns auch nicht mehr Par­tei nen­nen.

    Das hat nichts mit Duck­mäu­ser­tum zu tun. Nur soll­test Du und an­de­re Kol­le­gen der „ab­so­lu­ten Mei­nungs­frei­heit“ in der Par­tei auch mal dar­über nach­den­ken, dass man­che Pi­ra­ten dann kei­ne Lust mehr ha­ben, si­ch von Leu­ten im Bun­des­vor­stand ver­tre­ten zu las­sen, die in ih­ren Au­gen ab­so­lut un­pi­ra­ti­ge Mei­nun­gen ver­tre­ten.
    Und da ist es völ­lig egal, ob er sie da pri­vat oder im Na­men der Par­tei tut. Er wird sei­ne Ein­stel­lung si­cher nicht an der Gar­de­r­obe ab­ge­ben, wenn er im Auf­trag der Par­tei un­ter­wegs ist. Der Bun­des­vor­stand re­prä­sen­tiert nun mal die ein­fa­chen Mit­glie­der, in­so­fern hat er mehr Macht als an­de­re, da­für aber auch mehr Ver­ant­wor­tung.

    P.S.:
    Und nicht zu ver­ges­sen die „die­se Kri­tik in den Mai­ling­lis­ten, auf Twit­ter oder in ein­zel­nen Blogs ent­lädt“ ist auch Mei­nung.
    Oder sol­len wir lie­ber „duck­mäu­sern“ und den Vor­stand nicht mehr kri­ti­sie­ren?

    • Pruzzen

      Ich bin nur „nor­ma­les“ Mit­glied –
      und den­ke auch nicht dass ich „duck­mäu­sern“ muss –
      aber „wir“ ste­hen u.a. für Mei­nungs­frei­heit, „wir“ ste­hen po­li­ti­sch neu­tral im „rechts/​links-​Geflecht, „wir“ wol­len De­mo­kra­tie – Trans­pa­rent.
      War­um wol­len „wir“ dann Mei­nun­gen ver­bie­ten, zu­mal die­se „pri­vat“ bzw. im pri­va­ten Blog ge­äus­sert wer­den? Müs­sen „Amts­in­ha­ber“ „duck­mäu­sern“?

  • egal

    @ „@pruzzen“

    Wenn man dei­nem link folgt und die Bei­trä­ge liest, dann äu­ßert si­ch Ben­ja­min Ö. fol­gen­der­ma­ßen:

    *Pop­korn raus­hol*

    Kin­der Kin­der Kin­der. So ein Thea­ter hier. Ist ja wirk­li­ch un­glaub­li­ch. Ihr müsst ja echt nicht viel zu tun ha­ben da­mit ihr eu­ch die gan­ze Zeit da­mit be­schäf­tigt mi­ch in der Öf­fent­lich­keit zu de­nun­zie­ren.

    Ei­ni­ge Fak­ten:

    Auf der Par­ty bin nicht ich ag­gres­siv ge­wor­den, son­dern der Pro­fil­neu­ro­ti­ker mit Is­rael­but­ton und sei­ne Freun­de. Ers­te­rer hat si­ch an der bar voll­trun­ken be­schwert das nicht ge­nü­gend Al­ko­hol in sei­nem Drink wä­re und als er dar­auf auf­merk­sam­ge­macht wur­de das da schon ge­nug drinn ist hat er ran­da­liert und konn­te nur durch Men­schen mit kräf­ti­ger Sta­tur zum Ein­len­ken und si­ch be­ru­hi­gen ge­bracht wer­den. 3 wei­te­re Per­so­nen die si­ch sel­ber als An­ti-Deut­sche iden­ti­fi­ziert ha­ben, ha­ben zum Ab­schluss der Par­ty hin mi­ch un­pro­vo­ziert tät­li­ch an­ge­grif­fen und auch no­ch Leu­te die si­ch schüt­zend vor mi­ch ge­stellt ha­ben ins Ge­sicht ge­schla­gen. Für bei­de Vor­fäl­le gibt es mehr als ei­nen Zeu­gen, an­ders als bei der Ju­den­schwein Ge­schich­te.

    Ich hab auch nie­mals das Wort Ju­den­schwein be­nutzt und es kä­me mir gar nicht in den Sinn, ich ha­be sel­ber jü­di­sches Blut, mein Ur-Groß­va­ter vä­ter­li­cher­seits war Ju­de. Und ich fin­de das An­ti-Se­mi­tis­mus eben­so wie jeg­li­che Form von Ras­sis­mus oder Dis­kri­mi­nie­rung ( wo­zu üb­ri­gens auch mob­bing ge­hört ) ver­ab­scheu­ungs­wür­dig ist.

    Mir Schwu­len­feind­lich­keit vor­zu­wer­fen ist üb­ri­gens auch ab­surd, ich bin bi­se­xu­ell, und si­cher­li­ch nei­ge ich nicht zum Selbst­hass, denn wie du schon fest­ge­stellt hast tre­te ich ja über­aus über­heb­li­ch und ar­ro­gant auf.

    Um den Grad dei­ner Ín­for­ma­ti­on über mi­ch fest­zu­hal­ten. Soll­te viel­leicht auch no­ch ge­sagt wer­den das ich kei­ne „ir­gend­so ein Chef“-Position bei den Pi­ra­ten ha­be, son­dern nur ein­fa­ches Mit­glied bin. Im Rah­men der Grün­dungs­ver­an­stal­tung bin ich als Vor­sit­zen­der Rich­ter ins Scheids­ge­richt ge­wählt wor­den, das da­für zu­stän­dig ist bei Strei­tig­kei­ten zwi­schen Par­tei­mit­glie­dern un­ter­ein­an­der und zwi­schen Par­tei­mit­glie­der­nund dem Vor­stand zu ver­mit­teln.

    B. Ö.

    Vor­sit­zen­der im Fest­ko­mi­tee des gro­ßen Prei­ses der Avo­ca­do Züch­ter Is­lands

    PS: Das mit der Schlam­pe hat ei­ne Vor­ge­schich­te die hier na­tür­li­ch ver­schwie­gen wird. Trotz­dem sind sol­che Äu­ße­run­gen nicht in Ord­nung, ich ha­be mi­ch aber schon längst bei der­be­tref­fen­den Per­son ent­schul­digt ob mei­ner im Af­fekt un­an­ge­mes­se­nen Er­wie­de­rung auf ih­re vor­he­ri­ge Be­lei­di­gung

    So­lan­ge mir nicht be­schrie­ben wird, dass das KEI­NE ras­sis­ti­schen An­ti-Deut­schen auf der Ver­an­stal­tung wa­ren hört si­ch das State­ment von Ben­ja­min Ö. rea­lis­ti­scher und glaub­wür­di­ger an als die Dif­fa­mie­run­gen!

    Auch kommt es mir sehr „pas­send“ vor, dass ge­ra­de jetzt wo Ste­fan Kö­nig we­gen sei­nem un­mensch­li­chen Iran-An­griff in der Kri­tik steht, so ei­ne Ge­schich­te „aus dem Hut ge­zau­bert“ wird!

    Und Kö­nig ist im­mer­hin im Par­tei­vor­stand und de­menst­spre­chend sind sei­ne Äu­ße­run­gen um ein Viel­fa­ches wich­ti­ger als die ei­nes „nor­ma­len“ Mit­glieds.

    • Pruzzen

      Mein­test du jetzt wirk­li­ch mi­ch?
      Ha­be ich im Pruz­zen­blog von Par­tys, Schlam­pen … usw usf ge­schrie­ben?
      Bit­te hier mal um Auf­klä­rung, was ge­n­au du mein­test. Auch gern per Mail.
      Dan­ke

      *im­mer no­ch ver­wun­dert ku­ck*

      • Pruzzen

        Edit du mein­test mi­ch gar nicht – son­dern die Ein­trä­ge im Fo­rum.
        Ver­wun­de­rung auf­ge­ho­ben –
        aber bit­te den Ant­wor­te­ten­den auf mei­ne Äus­se­rung nicht mit mir „Pruz­zen“ ver­wech­seln, Dan­ke

        Ich ha­be in die­sem Fo­rum nichts ge­schrie­ben und wer­de es auch un­ter­las­sen. Nur ob On­line­Mob­bing sein muss – soll­ten si­ch die dor­ti­gen User schon fra­gen.

        • egal

          an pruz­zen

          Nein, ich mein­te nicht dich, son­dern den Kerl der als na­men ste­hen hat­te „@pruzzen“.

          Des­halb mei­ne An­re­de an die­sen Kerl mit @ „@pruzzen“.
          Sor­ry wenn du dich an­ge­spro­chen ge­fühlt hast, das war nicht mei­ne Ab­sicht :).

  • @Pruzzen

    Oh ha­be ge­ra­de bei Dir ge­le­sen dass du mit In­ter­views für die Jun­ge Frei­heit kein Pro­blem hast. Dann wohl auch nicht mit Öl­ke. Viel­leicht stört http://​www​.po​lit​blog​ger​.eu/​n​o​c​h​-​e​i​n​-​a​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​s​k​a​n​d​a​l​-​i​n​-​d​e​r​-​p​i​r​a​t​e​n​p​a​r​t​ei/ ja we­nigs­tens ein paar an­de­re Pi­ra­tIn­nen.

    • Gert-Rainer Mantwill

      Üb­ri­gens ha­be ich auch kein Pro­blem mit In­ter­views die der Jun­gen Frei­heit ge­ge­ben wer­den. Ge­nauso we­nig ha­be ich Pro­ble­me mit In­ter­views die dem Neu­en Deutsch­land ge­ge­ben wer­den. Wenn je­mand das für si­ch ab­lehnt, ha­be ich auch kein Pro­blem da­mit. Das ist der Un­ter­schied.

    • Pruzzen

      Wie­so soll­te mi­ch ein In­ter­view in ei­nem – in der De­mo­kra­tie – zu­ge­las­se­nen Print­me­di­um stö­ren? Zu­mal ge­ra­de wir doch die Pres­se­frei­heit hoch­hal­ten müs­sen – und war­um nur in den ei­ge­nen Rei­hen „fi­schen“ ge­hen?
      Was @Gert-Rainer Mant­will schrieb, „Ge­nauso we­nig ha­be ich Pro­ble­me mit In­ter views die dem Neu­en Deut­sch land ge­ge ben wer den. Wenn je­mand das für si­ch ab­lehnt, ha­be ich auch kein Pro blem da­mit. Das ist der Un­ter­schied.“ dem kann ich nur zu­stim­men.
      Was will­st du ma­chen, wenn die BILD über dich be­rich­tet / be­rich­ten will? Aus­schla­gen nur weil es Sprin­ger­pres­se ist?
      PAZ, Jun­ge Frei­heit – nur um Bei­spie­le zu nen­nen, sind kon­ser­va­ti­ve Zei­tun­gen – der Ge­gen­part mit Jun­ge Welt und Neu­es Deutsch­land (eben­so Bei­spiel­ke – die Lis­te könn­te „rechts wie links“ ver­län­gert wer­den) ist eben­so da – da fragt man si­ch, bei dei­nen Zei­len, hast du schon­mal in die­se Zei­tun­gen rein­ge­schaut? On­line oder Off­line – egal. Es fin­den si­ch hier vie­le The­men die zum Den­ken, zum selbst den­ken, an­re­gen. Al­lein des­halb fin­de ich es gut, dass es die­se Print­pro­duk­te gibt, fin­de ich es gut, wenn wir da zu le­sen sind!

      Ich ge­be auch zu be­den­ken, dass we­der der In­halt, no­ch der Ab­druck ein Skan­dal sind oder wa­ren – nur ei­ni­ge woll­ten ei­nen draus ma­chen.
      Ist es eben­so ein Skan­dal, dass ei­ne Par­tei, die an­trat nicht links nicht rechts zu sein, si­ch vor pres­se­sym­pa­ti­sche Kar­ren spannt (oder span­nen) lässt?

    • Pruzzen

      Da feh­len wahr­schein­li­ch no­ch mehr – sor­ry – soll­te auch kei­ne voll­stän­di­ge Auf­lis­tung wer­den, son­dern nur mei­ne Mei­nun­gen wie­der­spie­geln. Die Links schau ich mir gleich an.
      Dan­ke!

      • Pruzzen

        Nun ha­be ich sie mir an­ge­schaut – wie wei­ter oben ge­schrie­ben… der er­s­te For­um­link ist ja nur rei­nes Mob­bing. Macht das Spass? Bringt das was? Setzt doch Eu­re En­er­gi­en mal kon­struk­tiv ein – DAN­KE

  • Pruzzen

    Ir­gend­wie ist die Pi­ra­ten­par­tei der­zeit .. hmm pein­li­ch?
    Das muss ich sa­gen, der schon seit der An­fangs­zeit Pi­rat ist.

    Wir ver­lie­ren un­se­re Wer­te, un­se­re Zie­le.
    Ob Aa­ron und der Kin­der­gar­ten :
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​a​a​r​o​n​-​u​n​d​-​d​e​r​-​k​i​n​d​e​r​g​a​r​t​e​n​.​h​tml
    oder das Pi­ra­ten­fo­rum:
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​p​i​r​a​t​e​n​-​f​o​r​u​m​-​w​o​h​i​n​-​g​e​h​s​t​-​d​u​.​h​tml
    oder neue Be­sen keh­ren gut:
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​1​/​n​e​u​e​-​p​a​r​t​e​i​e​n​-​n​e​u​e​-​p​o​l​i​t​i​k​.​h​tml

    Die Möch­te­gern-Po­lit-Pro­mi­nenz und ihr per­sön­li­cher Er­folg, wie die Ne­ben­schau­plät­ze Rechts/​Links und Möch­te­gern-Er­wach­se­ne ma­chen die Par­tei ka­putt.

    Scha­de drum! Hal­tet ein – und er­in­nert Eu­ch an un­se­re Grund­prin­zi­pi­en, möch­te man ru­fen. Doch durch­drin­ge mal ei­nen Hau­fen Kin­der in ei­nem Kin­der­gar­ten – oh­ne päd­ago­gi­sche Hilfs­mit­tel…

    Ist die Pi­ra­ten­par­tei und ihr Pro­jekt ge­schei­tert?
    Wenn wir so wei­ter­ma­chen, JA!
    Doch so­lan­ge Dirk und Aa­ron Hoff­nung ver­brei­ten, könn­te der Um­schwung no­ch zu schaf­fen sein …

  • Gert-Rainer Mantwill

    Wenn hier ei­ni­ge Leu­te der Mei­nung sind, dass ge­ziel­te Mi­li­tär­schlä­ge schon ein An­griffs­krieg sind, dann ha­ben sie bei der Er­lan­gung ih­rer Kennt­nis­se über die Welt­ge­schich­te was ver­passt.

    Wenn hier ei­ni­ge Leu­te der Mei­nung sind, dass ge­ziel­te Mi­li­tär­schlä­ge schon ein An­griffs­krieg sind, dann kön­nen sie das ger­ne sa­gen. Das Ge­gen­teil muss man auch sa­gen kön­nen.

    Wenn hier ei­ni­ge Leu­te der Mei­nung sind, dass ge­ziel­te Mi­li­tär­schlä­ge schon ein An­griffs­krieg sind, dann mag das für sie gel­ten, muss es aber nicht für je­mand an­de­ren.

  • The Piratenpart

    Na­tür­li­ch ist ein Mi­li­tär­schlag ein Krieg. Da­von spricht ja selbst Aa­ron. Und so­lan­ge der Iran nach au­ßen so fried­li­ch wie die letz­ten 100 Jah­re bleibt, denn bis­her wur­de im­mer nur der Iran an­ge­grif­fen, wä­re die­ser Krieg auch ein An­griffs­krieg. Und wo Du so­gar den Wi­ki­pe­dia ver­linkst. Wel­ches Kri­te­ri­um fehlt Dir denn zum An­griffs­krieg? Ziel­lo­se Flä­chen­bom­bar­de­ments?

  • Keba

    Hal­lo,

    Vor­ab: Ich hab nicht al­le Kom­men­ta­re ge­le­sen, da­her kann es sein, dass si­ch das hier wie ei­ne Wie­der­ho­lung liest.

    Wie auch im­mer, Mei­nun­gen des Vor­stands ge­hen auf die Par­tei zu­rück. Wenn Mer­kel oder Wes­ter­wel­le was sa­gen, fällt das auf die CDU bzw. die SPD zu­rück. Ok, die PPD ist nicht so stark in der Öf­fent­lich­keit wie die eta­blier­ten Par­tei­en, im Prin­zip ists aber das glei­che.

    Na­tür­li­ch darf Aa­ron sei­ne Mei­nung ver­kün­den. Ich hal­te sei­ne Mei­nung al­ler­dings für sehr frag­wür­dig und fra­ge mi­ch, ob ein Prä­ven­ti­ons­schlag („An­griffs­krieg“ passt wirk­li­ch nicht so gut) „pi­ra­tig“ ist. Aber sei­ne Mei­nung an si­ch wur­de an an­de­ren Stel­len dis­ku­tiert, dar­um geht es hier nicht.

    Wenn ich das rich­tig mit­be­kom­me (ich ver­fol­ge den Pla­ne­ten und den IRC-Chan­nel), wür­de er mo­men­tan nicht mehr ge­wählt wer­den. An­ders ge­sagt: Ihm fehlt die not­wen­di­ge Un­ter­stüt­zung aus der Ba­sis. Da­her fän­de ich ei­nen Rück­tritt sinn­voll. Spä­tes­tens in Bin­gen soll­te er aber ab­ge­wählt wer­den…

    Grü­ße, Ke­ba.

  • enttäuscht

    Punkt 1

    „Aa­ron for­dert ei­nen Angriffs­krieg.“

    Trifft 100% zu. Ein „Mi­li­tär­schlag“ wie hier ver­ham­lo­send ge­schrie­ben wird trifft ers­tens NICHT nur mi­li­tä­ri­sche Per­so­nen, son­dern auch Wis­sen­schaft­ler, Sekträtere/​innen, Putzfrauen/​männer usw. usf. und das bei ei­nem „ge­ziel­ten“ An­griff auf ein nor­ma­les Ge­bäu­de.

    Im Fal­le ei­nes Reaktors,die wä­ren in die­sem Fall die Zie­le, ver­strahlt man da­mit hun­der­te Qua­drat­ki­lo­me­ter Land was zu un­zä­hil­gen To­ten, Miss­bil­dun­gen und Be­hin­de­run­gen bis in die drit­te Ge­ne­ra­ti­on füh­ren kann!

    Au­ßer­dem wür­de ein sol­cher „prä­zi­ser Mi­li­tär­schlag“ (wie prä­zi­se die sind wis­sen wir spä­tes­tens seit dem Irak-Krieg, näm­li­ch über­haupt nicht, was das Ri­si­ko Un­men­gen an völ­lig un­be­teilg­ten Zi­vi­lis­ten zu tö­ten im­mens er­höht!) zu ei­ner Re­ak­ti­on füh­ren.

    Und wie wür­de die­se Re­ak­ti­on wohl aus­se­hen?

    Ge­gen­schlag, dar­auf­hin ein Schlag ge­gen den Ge­ge­schlag und in null­kom­ma­nichts ha­ben wir ei­nen hand­fes­ten Krieg und sel­bi­ges in dem größ­ten Pul­ver­faß das zur­zeit auf der Welt exis­tiert.

    Dar­über hin­aus fra­ge ich die­je­ni­gen die ei­nen sol­chen Angriff(skrieg) un­ter­stüt­zen oder ihn ver­harm­lo­sen wie wohl Eu­ro­pa re­agie­ren wür­de soll­ten wir von „prä­zi­sen Mi­li­tär­schlä­gen“ ge­trof­fen wer­den?

    AL­LE wä­ren si­ch dann dar­über ei­nig, dass wir an­ge­grif­fen wur­den!
    Ei­ner un­ser bes­ten Ver­bün­de­ten, die USA, ha­ben so­gar 9/11 als An­griff ge­se­hen und weil sie si­ch of­fi­zi­ell in der Ver­tei­di­gung be­fan­den ei­nen UN-Be­schluß zu dem, mitt­ler­wei­le 9-jäh­ri­gen Krieg in Af­gha­nis­tan er­hal­ten!

    Wie­so wird hier mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen?

    Das Ei­ne ist „NUR“ ein Mi­li­tär­schlag, das An­de­re ein An­griff auf die kom­plet­te west­li­che Welt.

    Fa­zit: Ja, Herr Kö­nig for­dert ei­nen An­griffs­krieg, da hilft auch kei­ne Wort­dre­he­rei!

    Punkt 2:

    „Aa­ron darf in sei­nem Blog kei­ne Pri­vat­mei­nung äu­ßern, weil er Vor­stand ist.“

    Hier läuft es ähn­li­ch. Es wird ver­sucht den Vor­fall per per Wort­dre­he­rei zu en­kräf­ten.

    NA­TÜR­LI­CH darf Herr Kö­nig sei­ne Mei­nung auf sei­nem Blog frei äu­ßern. Wenn es um Gen-Food oder Volks­ent­schei­de oder ähn­li­che Din­ge geht die, viel­leicht kon­tro­vers dis­ku­tiert wer­den, aber die un­ter das Recht der frei­en und vor al­lem pri­va­ten Mei­nungs­äu­ße­rung fal­len.

    Aber es gibt auch bei der frei­en (und pri­va­ten) Mei­nungs­äu­ße­rung Gren­zen (das woll­te ein Kom­men­ta­tor glau­be ich vor mir auch schon an­spre­chen) die nicht über­schrit­ten wer­den dür­fen!

    Neh­men wir ein sehr ex­tre­mes Bei­spiel nur um das zu ver­deut­li­chen (das Bei­spiel spie­gelt NICHT die wirk­li­che Mei­nung von Herrn Kö­nig wie­der):

    An­ge­nom­men Herr Kö­nig wür­de auf sei­nem Blog for­dern al­le Klein­wüch­si­gen ein­wei­sen oder exe­ku­tie­ren zu las­sen.

    Was wä­re in dem Fall?

    Es gibt Gren­zen und die gibt es nicht nur für Vor­stän­de oder Mit­glie­der von Par­tei­en, son­dern auch für PRI­VAT Per­so­nen.

    Un­ter an­de­rem steht es in Deutsch­land un­ter Stra­fe ei­nen An­griffs­krieg zu pos­tu­lie­ren, zu for­dern oder vor­zu­be­rei­ten.
    Wä­re Herr Kö­nig ir­gend­ei­ne Pri­vat­per­son dann wür­de sein Blog und sei­ne ex­tre­me Ein­stel­lung nie­man­den in­ter­es­sie­ren und er wär nur ei­ner von vie­len Men­schen mit ra­di­ka­ler Ge­sin­nung.
    Selbst wenn Aa­ron Kö­nig al­so über­haupt nicht Mit­glied der Pi­ra­ten wä­re, dann wä­re sei­ne Aus­sa­ge trotz­dem grenz­wer­tig zu ei­nem Straf­tat­be­stand.
    Als Vor­stands­mit­glied aber, mit di­rek­tem Hin­weis auf die Par­tei, ein sol­ches State­ment ab­zu­ge­ben darf ein­fach nicht sein.

    Das sprengt je­den le­gi­ti­men Rah­men ei­ner pri­va­ten (und auch frei­en) Mei­nungs­äu­ße­rung.

    Fa­zit: Nein, Herr Kö­nig darf nicht JE­DE be­lie­bi­ge Mei­nung, und sei sie no­ch so ex­trem und het­ze­ri­sch, ver­brei­ten, er­st Recht nicht als öf­fent­li­che Per­son der Pi­ra­ten.

    Punkt 3:

    „Aa­ron scha­det der Pira­ten­par­tei.“

    Hier schlie­ße ich mi­ch ei­ner Vor­kom­men­ta­to­rin an und ver­wei­se auf Punkt 2.
    Als öf­fent­li­che Per­son gibt es KEI­NE kla­re Tren­nung von pri­va­ter und of­fi­zi­el­ler Aus­sa­ge VOR AL­LEM wenn es po­li­ti­sche (und dar­über hin­aus hoch sen­si­ble) The­men be­trifft.
    Hier ei­ne Tren­nung vor­zu­neh­men ist völ­lig uto­pi­sch, denn kei­ne der gro­ßen Me­di­en, nie­mand der po­ten­ti­el­len Wäh­ler und selbst die ei­ge­nen Pi­ra­ten­mit­glie­der kön­nen und wol­len hier un­ter­schei­den.

    Fa­zit:

    Her Kö­nig hat sei­ne Po­si­ti­on ein­deu­tig miss­braucht, den Na­men der Par­tei (zum wie­der­hol­ten) Ma­le in ein äu­ßer­st schlech­tes Licht ge­rückt und der PP da­mit ei­nen wei­te­ren ir­repa­ra­blen Scha­den zu­ge­fügt.

    Punkt 4:

    „Aa­ron muss zurück­tre­ten oder vom Vor­stand aus­ge­schlos­sen wer­den.“

    Sein Rück­tritt ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit um ers­tens nicht Un­men­gen an Wäh­ler zu ver­lie­ren und zwei­tens ein Min­dest­maß an Glaub­wür­dig­keit ge­gen­über ex­ter­nen Per­so­nen zu be­hal­ten.
    Selbst wenn man Punk­te 1-3 mit bei­den Au­gen zu, den Oh­ren dicht und dem Mund ge­schlo­ßen über­se­hen, -hö­ren und tot­schwei­gen will, so bleibt im­mer no­ch der Punkt, dass Herr Kö­nig ganz klar vor­he­ri­ge Ab­spra­chen über frü­he­re Kon­tro­ver­sen um sei­nen Blog ge­bro­chen und da­mit je­de Glaub­wür­dig­keit und Le­gi­ti­mi­tät ver­lo­ren hat.

    Fa­zit: Ste­fan „Aa­ron“ Kö­nig MUSS aus den oben ge­nann­ten Grün­den so­fort zu­rück­tre­ten oder, wenn er das nicht frei­wil­lig macht, dem Vor­stand ver­wie­sen wer­den.

    Soll­te das nicht pas­sie­ren wer­den wir, auch auf­grund der zeit­li­ch äu­ßer­st un­pas­sen­den (oder ge­schick­ten, denn die gro­ßen Par­tei­en freut so­et­was si­cher­li­ch tie­ri­sch) Ver­öf­fent­li­chung we­ni­ge Wo­chen vor den kom­men Land­tags­wah­len in NRW, mas­si­ve Stim­men­ver­lus­te in der po­ten­ti­el­len Wäh­ler­schicht und ex­tre­me Ver­trau­ens­ver­lus­te in­ne­halb der Pi­ra­ten zu be­kla­gen ha­ben.

    • Justus

      Es muss no­ch zu­sätz­li­ch be­merkt wer­den, dass, An­griffs­krieg hin oder her, sel­bi­ger nur ein BEI­SPIEL für ei­ne vom Grund­ge­setz un­ter Stra­fe ge­stell­te Hand­lung ist.
      Be­trof­fen sind Hand­lun­gen die ge­eig­net sind den Frie­den un­ter den Völ­kern zu schä­di­gen!

      Ich weiss nicht wie man, mit wie­viel um­de­fi­nie­rung auch im­mer, man leug­nen kann dass die For­de­rung ei­nes mi­li­tä­ri­schen An­griffs auf ei­ne zi­vi­le Ein­rich­tung in ei­nem sou­ve­rä­nen Staat ir­gend­et­was an­de­res ist!
      Gruß,
      Jus­tus

  • Justus

    Krieg ist kei­ne Lö­sung.

    Ge­walt er­zeugt Ge­gen­ge­walt.

    Wenn un­se­re Ge­schich­te und die Ge­schich­te der Welt uns ei­nes ge­lehrt hat dann doch das!

    Mi­li­tä­ri­sche In­ter­ven­ti­on in Irak und Af­ga­nis­tan ha­ben die Län­der de­sta­bi­li­siert und so­fern si­ch nicht bald ein ra­di­ka­ler Um­schwung ab­zeich­net wird die­ser gan­ze Mist in ei­nem gi­gan­ti­schen Bür­ger­krieg en­den.

    Wenn mir ver­schie­de­ne Per­so­nen die ara­bi­sch spre­chen ver­si­chern dass das was Ach­ma­di­ned­schad ge­sagt hat fal­sch über­setzt wur­de, dann glau­be ich das ehr­li­ch ge­sagt.
    Wie oft wur­den die Pi­ra­ten denn als För­de­rer von Kin­der­por­no­gra­fie be­zeich­net?
    Da war no­ch nicht mal ne Über­set­zung im Spiel!

    Ins­ge­samt bleibt al­so zu sa­gen dass Iran wie­der­holt be­tont kei­ne Atom­bom­be bau­en zu wol­len, selbst wenn sie ei­ne bau­en wür­den (oder so­gar schon be­sit­zen wür­den) sind Si­cher­heits­ex­per­ten (auch is­rae­li­sche und Is­rael-na­he) der Mei­nung, dass kei­ne Ge­fahr be­steht dass die­se Waf­fe ein­ge­setzt wird.

    All das aus­sen vor ge­las­sen hat Aa­ron Koenig hier zu ei­ner Tat auf­ge­ru­fen die de­fi­ni­tiv das fried­li­che zu­sam­men­le­ben zwi­schen den Völ­kern be­schä­di­gen wür­de…
    Dies ist ein Auf­ruf zu Hand­lun­gen die un­ser Grund­ge­setz(!) un­ter Stra­fe stellt!
    Da­mit steht Aa­ron in ei­ner Rei­he mit ei­ner gan­zen Men­ge von Per­so­nen um de­ren Mei­nung ich ehr­li­ch ge­sagt kei­nen Pfif­fer­ling mehr ge­be.
    Was ein Herr Schäub­le sagt hat für mi­ch den Wert von Stras­sen­dreck, ein Herr Koenig ist auf dem bes­ten Weg in die glei­che Ka­te­go­rie ein­ge­ord­net zu wer­den.

    Das Pro­blem: Koenig ist im Vor­stand mei­ner Par­tei, und ich ha­be ein Pro­blem da­mit ein Vor­stands­mit­glied zu ha­ben das zu Grund­ge­setz­wid­ri­gen Ak­tio­nen auf­ruft.
    Und dann ist es mein gu­tes Recht dar­auf zu be­stehen dass er sei­ne Mei­nung in Zu­kunft nur no­ch als Pri­vat­men­sch äus­sert, be­son­ders wenn er mehr­fach ge­warnt wur­de und bes­se­rung ver­spro­chen hat!

    Per­so­nen die Lü­gen kann si­ch die CDU leis­ten, die Pi­ra­ten­par­tei nicht!
    Gruß,
    Jus­tus

    P.S.: Und nein ich po­le­mi­sie­re nicht! Koenig hat VER­SPRO­CHEN sei­ne kri­ti­schen Tex­te von der Bun­des­pres­se­stel­le ge­gen­le­sen zu las­sen. Die­se hat de­men­tiert den in­fra­ge­ste­hen­den Text ge­gen­ge­le­sen zu ha­ben, al­so hat Koenig GE­LO­GEN!

  • Mario H.

    Je­des Mal, wenn ich von Aa­rons letz­ten Äu­ße­run­gen le­se, bin ich glück­li­ch, mi­ch ent­schie­den zu ha­ben, nicht ein­zu­tre­ten. Jörg Tauss ver­tei­di­gen fällt und fiel mir leicht, bei Aa­ron Kö­nig ist das nicht der Fall.
    Zum The­ma „An­griffs­krieg“ oder „ge­ziel­te Mi­li­tär­schlä­ge“: du soll­test mal ein biss­chen we­ni­ger un­kri­ti­sch die Wer­be­schrif­ten des Mi­li­tärs le­sen und schau­en, wie vie­le Kol­leral­schä­den die „ge­ziel­ten Mi­li­tär­schlä­ge“ z.B. in Ser­bi­en ge­for­dert ha­ben.

  • NDM

    Ins­ge­samt fin­de ich, dass so­wohl die­se, als auch auch z.B. die Stim­me von An­dre­as Popp bei die­sem The­ma viel zu kurz kommt.

    http://​an​di​popp​.word​press​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​1​1​/​v​o​n​-​d​e​r​-​p​r​i​v​a​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​p​a​r​t​e​i​m​e​i​n​u​ng/

    Ich bin der Mei­nung, dass das The­ma nach der nächs­ten BV-Wahl ge­klärt sein soll­te. Von „Schnell­schüs­sen“ hal­te ich nichts. Da­von mal ab wird – ab­seits sei­nes Blogs – Aa­rons Leis­tung für die Pi­ra­ten­par­tei von den meis­ten sei­ner Kri­ti­ker kaum ge­wür­digt, was ich scha­de fin­de.

    „Ei­ne poli­ti­sche Par­tei braucht „Expo­nen­ten”. Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und Ansich­ten arti­ku­lie­ren und in die Par­tei tra­gen.“

    Da­zu, ob die­se ex­po­nier­ten Leu­te un­be­dingt die­je­ni­gen vom Vor­stand sein soll­ten, gibt es wohl kon­kur­rie­ren­de Mei­nun­gen, zu­mal die­se Per­so­nen ge­wis­se­ner­ma­ßen die Par­tei nach au­ßen hin re­prä­sen­tie­ren. Nicht nur im Vor­stand gibt es be­ach­te­te Per­so­nen bzw. Par­tei­in­tern viel­ge­le­se­ne Blogs. Be­züg­li­ch ih­rer po­li­ti­schen Aus­rich­tung wer­den aber auch die­se nicht von al­len Pi­ra­ten völ­lig un­kri­ti­sch ge­se­hen. Im Prin­zip gibt es al­so meh­re­re un­ter­schied­li­ch po­si­tio­nier­te „Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten“, die je­weils auch ei­ne Rei­he an „Fans“ um si­ch ha­ben. Grund­sätz­li­ch spricht über­haupt nichts da­ge­gen, dass auch Aa­ron Kö­nig sei­ne Po­si­tio­nen dar­legt. Das Pro­blem, das ich se­he ist nur das ei­ne: der Ein­druck, ein BV-Mit­glied spre­che in sei­nem Blog für die Par­tei, be­steht. Das liegt mei­nes Er­ach­tens nach in der Tra­di­ti­on der De­mo­kra­tie in Deutsch­land be­grün­det. Ei­ne Par­tei, die nach in­nen der­ma­ßen plu­ral ist, wie die Pi­ra­ten­par­tei, gab es no­ch nicht.

    „Auch dann, wenn si­ch dar­an ei­ne kon­tro­verse Dis­kus­sion ent­zün­det.“

    Ge­n­au das ist ja nun pas­siert, un­ab­hän­gig von der „Pas­ta­re­vo­lu­ti­on“. Und es wä­re nun sinn­voll, dass die­se Dis­kus­si­on auch ge­führt wird. Da­mit mei­ne ich nicht die Dis­kus­si­on, ob und wann ein Ein­mar­sch in den Iran oder die Bom­bar­die­rung wel­cher Zie­le sinn­voll ist, son­dern zu­nächst ein­mal ei­ne Po­si­ti­ons­be­stim­mung der Pi­ra­ten­par­tei ge­gen­über dem Iran, Is­rael, dem Nah­ost­kon­flikt, usw. Da­zu ge­hö­ren Ar­gu­men­te al­ler Sei­ten, es muss in die Tie­fe ge­hen, und es soll­te tun­lichst ver­mie­den wer­den, dass man si­ch da­bei ge­gen­sei­tig die Köp­fe ein­schlägt.

    Die Hal­tung Aa­ron Kö­nigs zum Iran war ja schon län­ger an­deu­tungs­wei­se sicht­bar. Schon im Ju­ni 2009 hat­te er ei­nen Blog­post zum The­ma ge­schrie­ben. Ich will ihm da auch kei­ne Kom­pe­tenz ab­spre­chen.

    http://​aa​ron​-koenig​.blog​spot​.com/​2​0​0​9​/​0​6​/​n​e​u​e​-​p​o​l​i​t​i​k​-​i​m​-​i​r​a​n​.​h​tml

    Viel­leicht be­ruht sein Mei­nungs­bild aber auch auf un­voll­stän­di­gem, ten­den­ziö­sem oder viel­leicht so­gar ideo­lo­gi­sch ge­färb­tem Informationsmaterial(auf letz­te­res gab es bei ei­nem Blog­post Hin­wei­se). Auf der an­de­ren Sei­te: z.B. An­ge­li­ka Beer ver­tritt, laut ih­rer In­ter­view­aus­sa­ge im Pi­ra­ten­ra­dio ges­tern Abend, ei­ne an­de­re Po­si­ti­on und hat auch ganz an­de­re kon­kre­te Er­fah­run­gen.

    Um es kurz zu machen(stark ver­kürzt dar­ge­stellt):
    Wäh­rend Aa­ron in Is­rael zu Be­su­ch war, war An­ge­li­ka im Iran zu Be­su­ch. Der­ar­ti­ge Er­fah­rungs­wer­te könn­ten, sym­bio­ti­sch ge­nutzt, der Pi­ra­ten­par­tei ein völ­lig ei­ge­nes au­ßen­po­li­ti­sches Pro­fil ge­ben.

    Dies ist zu­dem nicht der er­s­te, und wird auch nicht der letz­te Fall sein, in dem mehr oder we­ni­ger ge­gen­sätz­li­che Po­si­tio­nen auf­ein­an­der­pral­len. Auf vie­len un­ter­schied­li­chen Po­li­tik­fel­dern wird no­ch ver­gleich­ba­res kom­men. Dar­auf ver­wet­te ich ei­ne Kis­te Saft. Sei es nun Hart­zIV, das Ver­hält­nis zur EU, der Um­gang mit de­nen, die si­ch selbst klar po­li­ti­sch rechts bzw. klar po­li­ti­sch links ein­ord­nen, das Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen re­al exis­tie­ren­den Si­cher­heits­be­dürf­nis­sen und re­al schwin­de­nen Bür­ger­rech­ten, usw.

    Mög­li­cher­wei­se wä­re es hier­zu sinn­voll – so als grund­sätz­li­cher Denk­an­stoß – ana­log zur Idee „Li­quid De­mo­cra­cy“ über ei­nen ein ge­ord­ne­ten Pro­zess zur Po­si­ti­ons­fin­dung nach­zu­den­ken, denn sehr häu­fig ist es so, dass bei si­ch sehr stark von­ein­an­der un­ter­schei­den­den Po­si­tio­nen zu ei­nem The­ma eben bei bei­den(!) Hal­tun­gen ent­we­der Wis­sens­lü­cken und/​oder ein no­ch nicht er­kann­ter ideo­lo­gi­scher Spin auf­zu­fin­den ist. Das konn­te man auch im Blog­post von Aa­ron Kö­nig se­hen. Es gab nicht wenige(z.B. auch mi­ch), de­nen le­dig­li­ch die ernst­haf­te Er­wä­gung von Mi­li­tä­ri­schen Maß­nah­men zu weit geht(Was IM­HO zwangs­läu­fig zu ei­nem ech­ten Krieg füh­ren wür­de). An­de­re blen­den die exis­ten­zi­el­le Ge­fahr aus, die Ira­ni­sches Waf­fen­po­ten­zi­al für Is­rael be­deu­tet, dritte(keine Ah­nung, ob das wirk­li­ch Pi­ra­ten wa­ren oder So­cken­pup­pen der vier­ten wa­ren) se­hen ei­ne „Zio­nis­ti­sche Ver­schwö­rung“ ge­gen den Iran.

    Über die vier­ten, die von PI und Fact-Fic­tion zu die­sem Blog­post ge­schickt wur­den(http://​bit​.ly/​c​V​b​Hre) muss man wohl nicht viel re­den. Leu­te aus die­ser Strö­mung freu­en si­ch in der Re­gel über je­den to­ten Mos­lem.

  • PiratinB

    Al­so ganz ehr­li­ch, wie er oben schreibt, man kann un­ter­schied­li­cher mei­nung sein. Und dass ist um so be­rech­tig­ter, als Aa­ron si­ch da­hin­ge­hend äu­ßert, dass ein Mi­li­tär­schlag ge­gen die Atom­an­la­gen, in de­nen nur Re­gime­kräf­te wie Re­vo­lu­ti­ons­gar­den etc. sta­tio­niert sind, to­te Zi­vi­lis­ten eben ver­mei­den! Wenn der Iran an A-Waf­fen ge­lan­gen wür­de, wä­re es bei wei­tem we­ni­ger lus­tig.
    EI­NE GANZ AN­DE­RE QUA­LI­TÄT ha­ben da die Äu­ße­run­gen ei­nes wich­ti­gen Mit­glieds aus Sach­sen-An­halt, der Leu­te auf un­ters­tem Ni­veau und ras­sis­ti­sch und se­xis­ti­sch be­schimpft. Und da be­schwert si­ch kei­ner, nur weil der nicht „Bun­deschef“ ist. Die­se Au­to­ri­täts­hö­rig­keit und Kon­for­mis­mus soll­te es bei uns nich ge­ben, je­der Pi­rat muss si­ch an sei­nen Aus­sa­gen mes­sen las­sen, und da sind mir streit­ba­re Aus­sa­gen bei wei­tem lie­ber als ab­so­lut un­ent­schuld­ba­re ras­sis­ti­sche und ma­chis­ti­sche Be­schimp­fun­gen!
    http://​fo​rum​.ra​dio​co​rax​.de/​s​h​o​w​t​h​r​e​a​d​.​p​h​p​?​t​i​d​=​433

  • Georg

    Aa­ron (Ste­fan) Kö­nig hat (mM) sei­nen ‚Dis­clai­mer‘ dumm for­mu­liert:
    Aa­ron Koenig ist Me­di­en­un­ter­neh­mer und Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Pi­ra­ten­par­tei. In sei­nem Blog setzt er si­ch mit Po­li­tik im di­gi­ta­len Zeit­al­ter aus­ein­an­der. Die Ar­ti­kel in die­sem Blog ge­ben die per­sön­li­che Mei­nung des Au­tors wie­der und sind kei­ne of­fi­zi­el­len State­ments der Pi­ra­ten­par­tei Deutsch­land.
    er soll­te den aus­drück­li­chen Ver­weis auf die PP strei­chen und statt des­sen ei­nen Link (auch nur als ‚link‘ be­schrif­tet) zur Site dort ein­fü­gen, dann wä­re Ei­ni­ges an Scha­den ver­mie­den

  • aloa5

    Aa­ron scha­det der Pira­ten­par­tei. In­dem er pri­vat ei­ne Mei­nung äu­ßert, die dann von Kom­men­ta­to­ren nicht ge­teilt wird?

    Stel­le Dir vor Frau Mer­kel ver­öf­fent­licht in ei­nem pri­va­ten Blog die pri­va­te Mei­nung, das man doch ge­ziel­te An­grif­fe fah­ren müs­se und zu­dem ein paar Mi­na­ret­te ge­schleift wer­den müss­ten.

    Dei­ner Mei­nung nach: „das darf kein Pro­blem für das Deut­sche Volk sein“

    Mei­ner Mei­nung nach: Du hast ein Pro­blem mit dem er­ken­nen von Pro­ble­men wenn Du dar­in kein Pro­blem siehst. 🙂

    Und ja, das ist das glei­che. Denn Mer­kel ver­tritt das Deut­sche Volk an ex­po­nier­ter Stel­le und wird auch so wahr­ge­nom­men. Das macht je­der Ver­tre­ter der Pi­ra­ten­par­tei im BV eben­falls — und das na­tür­li­ch auch mit je­der Äu­ße­rung in der Öf­fent­lich­keit. Das wür­de nicht „Die Deut­schen wol­len den Iran ge­zielt an­grei­fen“ aber „die Deut­sche Kanz­le­rin will den ge­zielt Iran an­grei­fen“ be­deu­ten.

    Das ist nach in­nen wie nach au­ßen nicht viel bes­ser. Ob Du das so se­hen will­st oder nicht spielt da­bei kei­ne Rol­le. Je­der darf sei­ne Mei­nung äu­ßern wie er will. Wenn je­mand in ex­po­nier­ter Stel­lung das macht, dann hat er die Kon­se­quen­zen da­für auch zu tra­gen. In die­sem Fal­le al­so die Un­zu­frie­den­heit der Mit­glie­der über den Fakt das vie­le in der Par­tei nicht sei­ner Mei­nung sind. Er woll­te Öf­fent­lich­keit und ei­ne Dis­kus­si­on – die hat er nun und zwar wie schon beim letz­ten Mal we­ni­ger we­gen dem To­pic aber da­für um sei­ne Per­son. Die­se Dis­kus­si­on hat er si­ch mei­nes Er­ach­tens auch red­li­ch ver­dient. Wenn Mer­kel „nur Ih­re Mei­nung“ sa­gen wür­de hät­te sie die glei­che Dis­kus­si­on am Hals. Zu Recht. Denn hier wie dort wür­de es im­pli­zit be­deu­ten das die Per­son wie auch de­ren Macht in­ner­halb der Or­ga­ni­sa­ti­on da­zu ein­ge­setzt wür­de um das an­ge­streb­te Ziel (hier: ge­ziel­te Mi­li­tär­ak­tio­nen) auch zu er­rei­chen und als Mei­nung zu eta­blie­ren.

    Es gibt si­cher to­le­rier­ba­re Mei­nun­gen. Selbst ob pro oder con­tra Kul­tur­flat­rate wür­de be­stimmt nicht mit so ei­nem Auf­trieb be­ant­wor­tet. Kö­nig hat si­ch im­ho (spä­tes­tens) dies­mal wohl sehr be­wusst(!) et­was aus­ge­sucht was stark po­la­ri­siert. Das war sei­ne Ent­schei­dung. Für die­se er­hält er die ent­spre­chen­de Re­ak­tio­nen.

    Un­ge­ach­tet des­sen sind na­tür­li­ch Rück­tritts-For­de­run­gen, Straf­an­zei­gen usw. über­zo­gen. Dies zu­mal die­se z.T. von den glei­chen Per­so­nen­krei­sen kom­men wel­che ihn auf den Pos­ten ge­setzt hat­ten. Das ist wie mit Plei­te-Ban­ken. In ei­nem ge­wis­sen Um­fang hat man nun ein­mal aus­zu­ba­den was man an­rich­tet. Nicht an al­lem sind an­de­re Schuld.

    Grü­ße
    ALOA

    • SchnabelRabe

      Man soll­te aber auch nicht ver­ges­sen das Aa­ron we­der Bun­des­kanz­ler no­ch Par­tei­vor­sit­zen­der ist und wir sind auch nicht die CDU, da­her trifft der Ver­gleich mit Mer­kel nicht wirk­li­ch. Ge­ra­de in der Pi­ra­ten­par­tei soll­te je­dem Mit­glied (egal wel­che Funk­ti­on), no­ch mehr als in an­de­ren Par­tei­en, das Recht auf die ei­ge­ne freie Mei­nung ein­ge­räumt wer­den. Aber so­gar wenn Ro­land Koch (Par­tei­vor­stand CDU) et­was sagt kommt kei­ner auf die Idee daß er au­to­ma­ti­sch für die gan­ze CDU spricht.

      Ich wünsch­te mir nur manch­mal et­was mehr Ge­las­sen­heit in sol­chen Fäl­len. Ent­we­der in­halt­li­che Kri­tik oder igno­rie­ren statt gleich die Ab­set­zung zu ver­lan­gen oder mit Aus­tritt zu dro­hen.

      • grenzenlosnaiv

        Ei­ner­seits su­chen wir (un­ter an­de­rem durch Li­quid De­mo­cra­cy) nach neu­en We­gen, wie man zu­künf­tig Re­prä­sen­tan­ten, von de­nen man si­ch nicht mehr ver­tre­ten fühlt, die ei­ge­ne Stim­me ent­zie­hen und neu ver­ge­ben kann und an­de­rer­seits wol­len wir es in­ner­halb der Par­tei ein­fach bis zum nächs­ten Bun­des­par­tei­tag aus­sit­zen, wenn ei­ner un­se­rer me­dial am meis­ten be­ach­te­ten Re­prä­sen­tan­ten des Vor­stands durch wie­der­hol­te is­la­mo­pho­be Bei­trä­ge un­se­re Wer­te mit Fü­ßen tritt. Wie soll man da nach au­ßen hin glaub­wür­dig blei­ben oder es über­haupt mal wer­den? Ver­brei­tet ein Re­prä­sen­tant ei­ner an­de­ren Par­tei so­was und es gibt kei­ne Kon­se­quenz sei­tens der Par­tei, dann ist es wie fe­fe sagt nur le­gi­tim, dass man da­von aus­geht, dass das eben Par­tei­m­ei­nung ist, die da von be­tref­fen­der Per­son nach au­ßen ver­tre­ten wird. Es geht nicht um ei­ne Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit (ins­be­son­de­re nicht der ein­fa­cher Mit­glie­der), son­dern dar­um, wie man in der Öf­fent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird und wel­che Pflich­ten man frei­wil­lig auf si­ch nimmt, wenn man si­ch zur Wahl in ein Amt stellt. Und als Vor­stands­mit­glied muss man eben po­li­ti­sch die Mei­nung der Par­tei ver­tre­ten oder, wenn die der ei­ge­nen Mei­nung wi­der­spricht eben die Kon­se­quenz dar­aus zie­hen und den Pos­ten auf­ge­ben. Was nicht geht ist, der Par­tei sei­ne Pri­vat­mei­nung auf­zu­drü­cken, in­dem man öf­fent­li­ch po­li­ti­sche Po­si­tio­nen ver­tritt, die al­les an­de­re als von der Ba­sis le­gi­ti­miert sind. Was Dirk und auch du an­schei­nend nicht be­grif­fen ha­ben ist, dass die Pi­ra­ten­par­tei nicht mehr nur aus ei­ni­gen Hun­dert Leu­ten be­steht und von nie­man­dem be­ach­tet wird, son­dern nun durch Mit­glie­der­an­sturm und er­s­te Wahl­er­fol­ge den An­spruch er­hebt das Land po­li­ti­sch mit­zu­ge­stal­ten. Und wenn man so­was ernst­haft ma­chen will, dann muss man we­nigs­tens die Grund­zü­ge der öf­fent­li­chen Mei­nungs­bil­dung be­ach­ten und si­ch dem­entspre­chend ver­hal­ten.
        Btw; ich kann da nur für mi­ch spre­chen, aber ich wür­de in be­tref­fen­den Bun­des­län­dern al­lein we­gen Leu­ten wie Koch oder Rütt­gers bei Land­tags­wah­len nie die CDU wäh­len, selbst dann nicht, wenn ich da­von aus­gin­ge, das sie nicht für die Lan­des­ver­bän­de der CDU im Gan­zen spre­chen. Das Ge­sicht ei­ner Par­tei wird eben von den auf­tre­ten­den Per­so­nen be­stimmt und wie sie Po­si­tio­nen der Par­tei und das Pro­gramm in der Öf­fent­lich­keit ver­tre­ten. Und da ist es ein­fach il­lu­so­ri­sch an­zu­neh­men, dass man zwi­schen Pri­vat- und öf­fent­li­ch vor­ge­tra­ge­ner Par­tei­m­ei­nung un­ter­schei­den soll­te. Bei ei­nem Re­prä­sen­tan­ten ei­ner Par­tei muss/​darf/​soll man ein­fach da­von aus­ge­hen, dass sie iden­ti­sch sind, denn da­für sind sie da.

  • anduril

    Ich wür­de mir von ei­nem Vor­stands­mit­glied ja foll­gen­des er­war­ten:
    * erst­mal den Dis­clai­mer „steht nicht in Kon­flikt mit der Sat­zung der Pi­ra­ten­par­tei bla­bla“…. weg­las­sen
    * deut­li­ch kenn­zeich­nen dass es si­ch hier um ei­ne Ein­zel­mei­nung han­delt
    * be­vor man sol­ch ein zu er­war­tend kon­tro­ver­ses The­ma über­haupt be­han­delt, den Text pi­ra­ten aus der ört­li­chen Glie­de­rung vor­zu­le­gen „seht her was ich ge­schrie­ben ha­be – ist das gut so?“

    ^^^ Aa­ron scheint nichts der­glei­chen zu tun … auf bis­he­ri­ge Kri­tik hat er man­gel­haft bis gar­nicht re­agiert und auch sei­nem Ver­spre­chen sol­che Tex­te zu­künf­tig der Pres­se­stel­le vor­zu­le­gen ist er nicht nach­ge­kom­men.
    Muss ich wirk­li­ch no­ch mehr da­zu schrei­ben?

  • Andreas Neugebauer

    Ger­ne möch­te ich Dir auf den We­gen Dei­ner Ge­dan­ken fol­gen und ei­nen gu­tes Stück weit kann ich das. Ja, es ist wich­tig, das wir Leu­te ha­ben, die ei­ge­ne An­sich­ten ha­ben und ver­tre­ten und ja, auch ich mag Leu­te mit Ecken und Kan­ten. Aber wenn Aa­ron sei­ne Pri­vat­mei­nung ver­tritt und die­se ganz of­fen­sicht­li­ch nicht von Pi­ra­ten­be­schlüs­sen ge­deckt ist, dann soll er das tun, aber nicht un­ter dem Sie­gel des Vor­stands­mit­glieds der Pi­ra­ten­par­tei son­dern als der Pri­vat­mann Aa­ron Kö­nig. Al­so, kei­ne Ver­wei­se auf sei­ne Äm­ter und kei­ne Pi­ra­ten­in­si­gi­en, kein Pos­ten der Blog­ein­trä­ge auf ir­gend­wel­chen So­ci­al Net­works die sein Pro­fil als „Pi­ra­ten­pro­fil“ füh­ren. Sei­ne Mei­nung kann man tei­len oder auch nicht, d’accor, aber sie ist de­fi­ni­tiv nicht die Mei­nung der Pi­ra­ten.

  • tarzun

    Mal an­ge­nom­men, Herr Kö­nig hät­te in sei­nem pri­va­ten Blog ge­sagt, daß er der Mei­nung wä­re der 2. Welt­krieg hät­te nicht mit ei­nem Über­fall der Deut­schen auf Po­len, son­dern mit ei­nem „An­griff“ be­gon­nen (und bei­des für nicht gut be­fun­den). Hät­test Du dann die­sel­ben Blog­ein­trä­ge ge­schrie­ben und Aa­ron mehr oder we­ni­ger ver­tei­digt?

    Oder über­se­he ich hier was wenn ich das Ge­fühl ha­be, das Herr Thie­sen we­gen weit „we­ni­ger“ ein weit un­wich­ti­ge­res Amt räu­men mus­s­te?

    • wasd

      Nun das hat er das aber nicht ge­sagt. „Was wä­re wenn er xyz ge­sagt hätte“-Spiele hal­te ich für recht un­sin­nig.

      Das ei­ne ist auch ei­ne Um­deu­tung deut­scher NS-Ge­schich­te, das an­de­re ist ei­ne Mei­nung wie man mit ak­tu­el­len Er­eig­nis­sen um­ge­hen soll­te. Al­lein schon des­halb nicht ver­gleich­bar.

      Die­se Mei­nung nicht zu tei­len ist ei­ne Sa­che, ihm zu ver­bie­ten die­se zu äu­ßern ei­ne an­de­re. Es wür­de mi­ch freu­en wenn no­ch mehr Vor­stands­mit­glie­der es ihm gleich­tun wür­den, die Par­tei kann dann bei den nächs­ten Wahlen ent­schei­den wen sie al­les als Re­prä­sen­tan­ten ha­ben will.
      SO funk­tio­niert De­mo­kra­tie!

      • tarzun

        Nie­mand will Herrn Kö­nig das Wort ver­bie­ten. Klar hat Herr Kö­nig das von mir oben hy­po­the­ti­sche nicht ge­sagt. Dar­um gehts auch gar nicht. Es geht dar­um, das Herr Hill­brecht an Herrn Kö­nigs Sprach­re­ge­lung rum­dok­tort und das so recht­fer­tigt.

        Ge­n­au sol­che „Wort­klau­be­rei­en“ aber wur­den Herrn Thie­sen aufs But­ter­brot ge­schmiert. Und jetzt fängt Herr Hill­brecht hier an, das ge­ziel­te Mi­li­tär­schlä­ge kein An­griffs­krieg im klas­si­schen De­fi­ni­ti­ons­sin­ne wä­ren.

        Zwei­er­lei Maß any1?

    • anduril

      Cau­sa B.T. ist no­ch im­mer ak­tu­ell. Der Vor­stand (zu dem üb­ri­gens Aa­ron zählt) hat es näm­li­ch bis heu­te no­ch nicht ge­schafft ei­nen ent­spre­chen­den An­trag beim LSG ein­zu­rei­chen (ver­glei­che da­zu mei­nen An­trag an den Vor­stand: Vor­stands­sit­zung am 18.02.2010).

      Nur so als Hin­weis am Ran­de ^^^