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Aktion „Pfundschwund” (V): Vier Wochen später

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Vor vier Wochen hat die „Aktion Pfund­schwund” begon­nen: Der Blog­au­tor wollte sein mop­pe­li­ges Äuße­res wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und damit auch sei­ner Gesund­heit etwas Gutes tun. Zeit für eine erste Zwischenbilanz:

Gewichtsentwicklung seit Diätbeginn: Von 88 kg auf 78 kg

Gewichts­ent­wick­lung seit Diät­be­ginn: Von 88 kg auf 78 kg

Ich wiege mitt­ler­weile 10 Kilo weni­ger als noch vor einem Monat. 78 kg habe ich zuletzt irgend­wann im Haupt­stu­dium gewo­gen, auf jeden Fall schon nicht mehr zu Diplom­zei­ten. Ich nähere mich doch rela­tiv deut­lich der BMI–Grenze zwi­schen Über– und Nor­mal­ge­wicht. Das wich­tigste aber: Ich fühle mich auch noch aus­ge­spro­chen gut dabei! Die ver­nied­li­chend gerne „Bäuch­lein” genannte Fett­wampe ist wei­test­ge­hend ver­schwun­den, den Gür­tel trage ich mitt­ler­weile ein Loch enger und die Hosen wer­den wirk­lich zu weit. Merke: Eine Diät kos­tet auch des­halb Geld, weil man irgend­wann neue Kla­mot­ten kau­fen gehen muss.

Auch gesund­heit­lich hat sich eini­ges spür­bar ver­än­dert: Ich gerate längst nicht mehr so schnell außer Atem wie frü­her und vor allem: Ich kann viel mühe­lo­ser tief ein­at­men als das mit mei­ner alten Kon­si­tu­tion der Fall war. Beim mor­gend­li­chen Zir­kel­trai­ning, das ich nach wie vor eisern durch­ziehe, bin ich mitt­ler­weile bei den meis­ten Übun­gen auf den höhe­ren Schwie­rig­keits­grad gewech­selt und wo es anfäng­lich durch­aus eine Her­aus­for­de­rung war, zwei 1,5-kg-Hanteln 60 Sekun­den lang nach oben zu „stem­men”, schaffe ich jetzt zwei Dut­zend „halbe” Lie­ge­stütze (von den Knien ab) am Stück.

Im Dia­gramm oben — das übri­gens aus dem her­vor­ra­gen­den und sehr moti­vie­ren­den Pro­gramm „Libra” für Android kommt — kann man den Ver­lauf der letz­ten vier Wochen nach­voll­zie­hen: In der Woche ab 15. Januar zunächst die Radi­kal­um­stel­lung der Ernäh­rung mit völ­li­ger Koh­le­hy­drat­frei­heit. Um die dabei erreich­ten 81 kg schwankt das Gewicht dann die nächs­ten zwei Wochen — zunächst mit grö­ße­ren Aus­schlä­gen, in der drit­ten Woche rela­tiv kon­stant. In Woche vier nun ein erneu­ter regel­mä­ßi­ger Gewichts­rück­gang um etwa 1 kg alle zwei Tage.

In den drei Wochen nach der Start­wo­che habe ich mit der Ernäh­rung ein wenig herum­ex­pe­ri­men­tiert. Das „nor­male” Essen am Anfang der zwei­ten Woche hat gleich mal wie­der zwei Kilo Zuwachs gebracht, danach setzt dann der lang­same aber ste­tige Abwärts­trend ein, der bis heute anhält. Im Wesent­li­chen ernähre ich mich seit­dem etwa so: Mor­gens gibt’s Zir­kel­trai­ning, danach einen der bereits mehr­fach beschrie­be­nen Eiweiß­drinks. Mit­tags gibt’s Eiweiß­drink und einen Salat, gerne mit Käse, Tun­fisch und/​oder Hähn­chen­fleisch. Zwi­schen 17 und 18 Uhr kommt noch­mal ein Eiweiß­drink, dann gibt’s eine Stunde Fahr­rad­fah­ren und abends dann zu Hause war­mes Essen. Kern­kom­po­nente ist dabei Gemüse wie Möh­ren, Paprika, Pilze, Zwie­beln und Blu­men­kohl, schön in der Pfanne gebra­ten. Ergänzt wird das gern durch Puten­brust, kör­ni­gen Frisch­käse und/​oder Toma­ten. Her­vor­ra­gend geht auch Har­zer Rol­ler in der klas­si­schen Form mit Essig, Öl, Salz, Pfef­fer und Zwie­beln. Wich­tig: Alle Zuta­ten frisch, alles direkt vom Herd auf den Tisch. Ich habe mir mitt­ler­weile zwei wei­tere Pfan­nen zuge­legt sowie eini­ges ande­res Küchen­ge­rät. Skur­rilste Ergän­zung ist höchst­wahr­schein­lich der Fern­se­her, der jetzt in der Küche steht: So kann ich gleich­zei­tig kochen und die (weni­gen) Fern­seh­sen­dun­gen schauen, die zum Abend dazu­ge­hö­ren. Die­ses Abend­es­sen kann auch mal aus­fal­len und wird dann durch Nüsse, Obst und einen wei­te­ren Eiweiß­drink ersetzt. Zudem gibt’s zwei­mal pro Woche eine Magnesiumtablette.

Abendessen: Putenbrust mit Gemüse und Frischkäse

Abend­es­sen: Puten­brust mit Gemüse und Frischkäse

Auf diese Weise werde ich jetzt meine kleine „Stoff­wech­sel­re­vo­lu­tion” (so nennt Ulrich Strunz diese Abnehm­me­thode in sei­nem Buch) fort­set­zen. Das Ziel ist gesteckt: 72 kg sol­len es sein — und die möchte ich dann bit­te­schön auch hal­ten. Rein rech­ne­risch ist der grö­ßere Teil des Weges bereits geschafft, was ich natür­lich aber noch nicht weiß ist, ob die nächs­ten Pfunde even­tu­ell schwe­rer schwin­den als die bis­he­ri­gen. Es bleibt also spannend.

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Aktion „Pfundschwund” (IV): Ulrich Strunz, Metabolic Power und ich

Bis­her erschie­nen: Teil 1Teil 2Teil 3

Genau zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich meine Aktion „Pfund­schwund” gestar­tet habe. Mein Leit­fa­den dabei ist das Buch „Die neue Diät. Schlank und fit durch Meta­bo­lic Power” von Claus Strunz. Grund­idee der dort beschrie­be­nen Abnehm­me­thode ist die mas­sive Reduk­tion von Koh­len­hy­dra­ten in der Nah­rung. In Phase I bedeu­tet das, so gut wie gar keine Koh­len­hy­drate zu essen und damit den Kör­per zu zwin­gen, den Ener­gie­be­darf mit den ein­ge­la­ger­ten Fett­re­ser­ven zu decken.

Diät- und Rezeptebuch: Das ist die Anleitung

Diät– und Rezep­te­buch: Das ist die Anleitung

Bei mei­nem letz­ten Bericht vor gut einer Woche war ich mit­ten in Phase I und gerade über den Punkt hin­weg, an dem diese Fett­ver­bren­nung anfängt, bes­ser zu funk­tio­nie­ren. Trotz übers Wochen­ende unver­än­der­ter Nah­rungs­ge­stal­tung (ein Salat am Tag, zwei bis drei Wal­nüsse am Abend, dazu vier­mal Eiweiß­drinks, Lein­sa­men und Klare Brühe satt) war meine Gesamt­ver­fas­sung plötz­lich deut­lich bes­ser, ich konnte wie­der län­gere Stre­cken Fahr­rad fah­ren und über­haupt habe ich lang­sam ange­fan­gen, mich wohlzufühlen.

Trotz­dem habe ich mich am Mon­tag ent­schlos­sen, die harte Koh­len­hy­drat­frei­heit und Schmal­hans­kü­che zu been­den. Bis hier­hin war das alles gut gelau­fen, aber ich wollte meine Wil­lens­kraft nicht unnö­tig auf die Probe stel­len. Die nächs­ten zwei Tage habe ich also ganz „nor­mal” Mit­tag geges­sen und spä­tes­tens als am Diens­tag Gyros mit Pom­mes auf dem Spei­se­plan stand, hät­ten wohl gleich meh­rere Kol­le­gen kei­nen Pfif­fer­ling mehr auf meine schlanke Linie gesetzt.

Aller­dings war die Umstel­lung des Spei­se­plans nicht die ein­zige Ände­rung in Woche 2. Das zweite wich­tige Stand­bein von Strunz’ Diät­pro­gramm heißt: „Sport”. Neben Aus­dau­er­trai­ning soll vor allem Kraft­trai­ning die Mus­keln stär­ken. Grö­ßere Mus­keln haben höhe­ren Ener­gie­be­darf und ver­bren­nen des­halb schon grund­sätz­lich mehr Fett, was wie­derum die dar­aus beste­hen­den Pöls­ter­chen schrump­fen lässt. Strunz schlägt hierzu ein Zir­kel­trai­ning vor, das in neun Übun­gen mit jeweils zwei Schwie­rig­keits­gra­den die wich­ti­gen Mus­kel­par­tien gezielt trai­niert. Das schöne daran ist, dass die­ser Zir­kel nur mit sehr wenig Hilfs­mit­teln durch­ge­führt wer­den kann. Dank Inter­net­ver­sand war in inner­halb von zwei Tagen stol­zer Besit­zer von zwei 1,5-kg-Hanteln sowie einem Latex-​Übungsband.

Sportwerkzeug: Hanteln und Latexband

Sport­werk­zeug: Han­teln und Latexband

So mache ich denn nun seit einer Woche täg­lich eine Stunde Früh­sport: 15 Minu­ten auf­wär­men, zwei Run­den jeweils einen hal­ben Zir­kel (täg­lich abwech­selnd), dann noch das finale Mus­kel­deh­nen. Ange­fan­gen habe ich mit den jeweils leich­ten Übun­gen (den soge­nann­ten „Weck­zir­kel”) und 60 Sekun­den pro Übung und Runde. Mitt­ler­weile stelle ich die Übun­gen bereits auf 90 Sekun­den um und im laufe der nächs­ten Woche werde ich wohl bei den ers­ten Übun­gen auf die höhere Schwie­rig­keits­stufe (das ist dann der „Könn­erzir­kel”) wechseln.

Beim Aus­dau­er­trai­ning hat Dr. Strunz einen kla­ren Favo­ri­ten: „Nor­dic Wal­king”. Da ich es aller­dings aus­ge­spro­chen affig finde, mit zwei über­di­men­sio­nier­ten Wan­der­stö­cken durch die Gegend zu lat­schen, bleibe ich bei mei­ner ange­stamm­ten Aus­dau­er­be­tä­ti­gung: Rad­fah­ren. Das ist zwar nicht so effek­tiv wie Lau­fen, aber es macht mir wesent­lich mehr Spaß. Und ich kann es als Weg von der Arbeit nach Hause pro­blem­los in mei­nen Tages­ab­lauf ein­bauen, indem ich einen geeig­ne­ten Umweg fahre — was ich seit über zwei Jah­ren ja auch schon regel­mä­ßig mache.

Der Mühen Lohn lässt sich an der Waage able­sen. Mit­tels klei­nem Aus­wer­tungs­pro­gramm kann ich hier zei­gen, wie meine Gewichts­ent­wick­lung der letz­ten drei Wochen sich dar­stellt. Dabei sind die klei­nen Punkte das dank Ikea-​Billigwaage jeweils auf ganze Kilo­gramm gerun­dete gemes­sene Gewicht mor­gens nach dem Duschen (und damit auch auch nach dem Früh­sport) aber vor dem Essen (bzw. dem Eiweiß­drink). Die rote Linie ist der vom Pro­gramm errech­nete Gewicht­s­trend, der das Gewicht über einen län­ge­ren Zeit­raum mit­telt. Ich beziehe mich im Fol­gen­den immer auf das tat­säch­lich gemes­sene Gewicht:

Die Pfunde verschwinden: Protokoll einer Diät

Die Pfunde ver­schwin­den: Pro­to­koll einer Diät

  • Die erste Woche liegt vor der Diät: Das Gewicht liegt rela­tiv sta­bil bei knapp 88 kg. Bei mei­ner Kör­per­größe ist das die Ober­kante des Gewichts­be­rei­ches, der noch als „Über­ge­wicht” gilt. Aber davon will ich ja weg!
  • Dann die Woche ohne Koh­len­hy­drate. Die Pfunde pur­zeln nur so. Am Mon­tag mor­gen bleibt der Zei­ger der Waage bei 81 kg hän­gen. Das sind erstaun­li­che 7 kg weni­ger in einer Woche.
  • In den fol­gen­den zwei Tagen geht das Gewicht wie­der um 2 kg nach oben auf dann 83 kg. Das waren die Tage, in denen ich etwas bange her­aus­fin­den wollte, wie weit das Gewicht nun bei gelo­cker­tem Ernäh­rungs­sys­tem wie­der anzieht.
  • Mitt­woch war dann der erneute Wen­de­tag: Trotz abend­li­chem Ver­zehr von Schwei­ne­schnit­zel mit Brat­kar­tof­feln blieb das Gewicht am Don­ners­tag bei 83 kg und ging seit­her wie­der kon­ti­nu­ier­lich nach unten.
  • Der gest­rige Sonn­tag war dann der Tag, an dem ich erst­mals weni­ger wog als unmit­tel­bar nach dem anfäng­li­chen Radi­kal­pro­gramm. Mit gut 80 kg bin ich ganz kurz davor, der „8” am Anfang der Gewichts­zahl Lebe­wohl zu sagen. Das Kon­zept ist ganz offen­sicht­lich erfolgreich.

In den Kom­men­ta­ren zu Teil III mei­ner Abnehm-​Blogeinträge wurde mehr­fach ange­zwei­felt, ob das denn „gesund sein” könne, was ich hier ver­an­stalte. 7 kg Gewichts­ver­lust in einer Woche ist sicher­lich sehr viel, aber bei einem gesun­den erwach­se­nen — und zumal über­ge­wich­ti­gen — Men­schen nicht per se bedenk­lich(*). Das ent­schei­dende ist, dass die Grund­ver­sor­gung des Kör­pers so gewähr­leis­tet bleibt, dass er wei­ter­hin aus­rei­chend Koh­len­hy­drate für die inter­nen Ener­gie­spei­cher und die Ver­sor­gung des Gehirns pro­du­zie­ren kann. Genau das leis­ten die besag­ten Eiweiß­drinks, die des­halb aber auch sehr wich­tig sind. Ansons­ten zitierte meine Kol­le­gin einen Dia­log ihres Freun­des mit sei­nem Arzt, bevor er eben­falls nach dem hier beschrie­be­nen Sys­tem eine Diät anfing: „Herr Dok­tor, ich will abneh­men” — „Das ist gut!” — „Muss ich auf irgend­was ach­ten?” — „Nein, viel Erfolg!” — „Aber kann das nicht gefähr­lich wer­den?” — „Nein, neh­men Sie ab. Es wird Ihnen gut tun.”

Wichtiges Hilfsmittel: Waage. Leider etwas unpräzise

Wich­ti­ges Hilfs­mit­tel: Waage. Lei­der etwas unpräzise

Mas­siv geän­dert hat sich mein Abend­es­sen. Ich ver­zichte wei­ter­hin kon­se­quent auf Brot oder Bröt­chen. Statt­des­sen mache ich mir Gemü­se­pfan­nen oder auch mal ein Puten­burst­filet, zum Bei­spiel mit Blu­men­kohl. Auch Eier oder viele Käse­sor­ten sind erlaubt, was das Essen schmack­haft und abwechs­lungs­reich macht. Ich gehe dabei gar nicht so sehr nach den Rezep­ten in den Koch­bü­chern, son­dern stelle mir ein­fach die Sachen zusam­men, die ich sowieso schon mag. Selbst gekocht bzw. gebra­ten schme­cken die dann gleich noch­mal so gut.

Rührei mit Frischkäse und Tomaten: So lecker kann Abnehmen sein

Rührei mit Frisch­käse und Toma­ten: So lecker kann Abneh­men sein

Ich habe damit jetzt einen Modus gefun­den, mit dem ich in den nächs­ten Wochen ein­fach nach und nach wei­ter abneh­men will. Mein momen­ta­nes Ziel sind 1 – 2 kg pro Woche und zumin­dest nach aktu­el­lem Stand scheint mir das rea­lis­tisch. Dem klei­nen Gewichts­auf­zeich­nungs­pro­gramm habe ich als Ziel­ge­wicht „72 kg” ein­ge­ge­ben. Es errech­net mir dar­auf­hin den Ter­min, an dem die­ses Gewicht erreicht ist, wenn ich im sel­ben Stil wei­ter abnehme wie bis­her. Am 27. Februar sei es soweit — lei­der fehlt eine Angabe der Uhrzeit…

Alles in allem muss ich sagen bin ich mit mei­ner Diät bis­lang außer­or­dent­lich zufrie­den. Ich habe ordent­lich Pfunde ver­lo­ren, lebe mit Sicher­heit gesün­der, treibe Sport und fühle mich wohl! Ich gehe nicht skla­visch nach dem Diät­buch vor, son­dern vari­iere zum Bei­spiel die Rezepte und gönne mir auch ein paar Frei­hei­ten, die der rei­nen Lehre sicher­lich nicht unbe­dingt ent­spre­chen. Aber: Ich habe Erfolg. Bis­lang kann ich sagen: Abneh­men ist gar nicht so schwer, wenn man es rich­tig anstellt und es wirk­lich will!

Dar­auf ein Schnitzel!

(*) Hin­weis: Ich bin medi­zi­ni­scher Laie. Wer es genau wis­sen will oder Rat sucht, fragt bitte einen Arzt.

Bis­her erschie­nen: Teil 1Teil 2Teil 3

Aktion „Pfundschwund” (III): Hochs und Tiefs

Bis­her erschie­nen: Teil 1Teil 2

Mitt­ler­weile bin ich im sechs­ten Tag mei­nes Abnehm­pro­gram­mes. Mit einer klit­ze­klei­nen Aus­nahme bin ich bis­her eisern geblie­ben und die Pfunde schwin­den tat­säch­lich: Gut 5 Kilo sind mitt­ler­weile weg, das Bäuch­lein wird sicht­lich klei­ner und die ers­ten Hosen merk­lich „grö­ßer”. Aber es bleibt dabei: Ein Spa­zier­gang ist es nicht. Bevor ich ange­fan­gen hatte, habe ich häu­fi­ger gehört: „Die ers­ten zwei Tage sind die schlimms­ten.” Die ers­ten zwei Tage waren nicht toll, aber danach fing der Spaß erst rich­tig an…

Am Mitt­woch hat sich die übli­che „Hunger”-Attacke vom frü­hen auf den spä­ten Nach­mit­tag ver­scho­ben. Auch die in die­sem Falle anzu­wen­dende Gemü­se­brühe half nicht wirk­lich über die­sen Zustand hin­weg. Beim wöchent­li­chen Spie­le­abend — dem ers­ten „social event” mei­ner Diät­phase — war ich des­halb ziem­lich abwe­send und habe mir den übli­chen Knei­pen­be­such im Anschluss an die Spie­lerunde geschenkt.

Klare Gemüsebrühe gegen den Hunger: Hilft begrenzt

Klare Gemü­se­brühe gegen den Hun­ger: Hilft begrenzt

Noch schlim­mer war aber der Don­ners­tag. Schon mor­gens unter der Dusche fühlte ich mich nicht gut und das all­ge­meine Leis­tungs­tief zog sich durch den gan­zen Tag. Ich habe mich mehr­fach gefragt: „Warum machst du das hier eigent­lich?” und war drei­mal kurz vorm Abbre­chen. „Geret­tet” hat mich wohl, dass dies der erste Tag war, an dem ich wirk­lich gemerkt habe, dass ich weni­ger wiege als in den gan­zen letz­ten fünf Jah­ren. Also habe ich durch­ge­hal­ten und bin nach dem Abend­es­sen und dem letz­ten Eiweiß­shake des Tages sogar ohne Hun­ger­ge­fühl — aber mit düs­te­ren Vor­ah­nun­gen bezüg­lich der nächs­ten Tage — ins Bett gegangen.

Abendessen: Kein Symbolfoto!

Abend­es­sen: Kein Symbolfoto!

Die Vor­ah­nun­gen soll­ten sich jedoch nicht bestä­ti­gen. Am Frei­tag ent­wi­ckelte sich am Nach­mit­tag eine Art eupho­ri­sche Hoch­stim­mung, die mir (und mei­nen Kol­le­gen) gera­dezu unheim­lich wurde. Jeden­falls ging es mir — bei ansons­ten glei­cher Nah­rungs­auf­nahme — plötz­lich rich­tig gut und ich war pro­duk­tiv beim Pro­gram­mie­ren, alles war prima. Ich weiß nicht, woran das gele­gen haben mag: Ich hatte auf Anra­ten mei­ner Kol­le­gin, die diese Diät bereits letz­tes Jahr durch­ge­zo­gen hat, die Eiweiß­pul­ver­ra­tio­nen etwas erhöht und der mit­täg­li­che Salat war umfang­rei­cher als an den Vor­ta­gen aus­ge­fal­len. Ansons­ten hatte ich aber nichts geän­dert. <murmel>Muss-was-mit-den-Hormonen-sein</murmel>

Von der Hoch­stim­mung des Tages getra­gen habe ich mich dann zum ers­ten Mal diese Woche an meine „Runde” getraut: Heim­weg nicht direkt, son­dern in gro­ßem Bogen über Masch­see und Eilen­riede: Statt 2,5 km etwa 16 km Fahr­rad. Einer­seits eine gute Idee, weil Sport, wie hier ja auch in den Kom­men­ta­ren emp­foh­len, wich­tig ist. Ande­rer­seits aber in der Aus­füh­rung man­gel­haft, weil ich mich leicht­sin­ni­ger­weise ent­schie­den hatte, den drit­ten Eiweiß­drink des Tages erst nach der Fahrt zu Hause zu trinken.

Es kam, wie es kom­men musste: Nach etwa zwei Drit­teln der Stre­cke war der Ener­gie­spei­cher in den Mus­keln leer und dank des diät­be­ding­ten (gewoll­ten) Koh­le­hy­drat­man­gels kam der Kör­per in Bedräng­nis. Mit den siche­ren Sym­pto­men einer begin­nen­den Unter­zu­cke­rung habe ich dann erst­mal ange­hal­ten und zu mei­nem „Not­fall­pa­ket” gegrif­fen, das ich genau für die­sen Fall seit Anfang der Diät immer bei mir führe: Ein klei­nes Trau­ben­zu­cker­plätt­chen hat für ein paar Koh­le­hy­drate außer der Reihe gesorgt und bin­nen Minu­ten die Situa­tion wie­der nor­ma­li­siert. Für Nach­ah­mer kann ich sowas nur sehr emp­feh­len, denn eine latente Gefahr der Unter­zu­cke­rung besteht bei die­ser Art der Ernäh­rungs­um­stel­lung durch­aus. Die Eiweiß­drinks sol­len zwar genau das ver­hin­dern — und im Nor­mal­fall machen sie das auch — aber bei plötz­li­chen unvor­her­ge­se­he­nen Belas­tun­gen oder Unre­gel­mä­ßig­kei­ten bei der Ein­nahme kann der Kör­per an seine Gren­zen kom­men. So musste ich denn an die­ser Stelle von mei­ner strikt koh­le­hy­drat­ar­men Ernäh­rung abwei­chen, aber in sol­chen Fäl­len ist es bes­ser, sich selbst mit ein wenig kon­zen­trier­tem Zucker wie­der zu sta­bi­li­sie­ren, als ein­fach kom­men­tar­los umzu­kip­pen. Das ist näm­lich die Alternative.(*)

Sollte man dabei haben: Kohlenhydrat-Notreserve

Sollte man dabei haben: Kohlenhydrat-​Notreserve

Nun ist Sams­tag. End­lich mal aus­ge­schla­fen geht’s jetzt gleich zum Ein­kau­fen. Das Wochen­ende über gibt’s auf jeden Fall noch „Salat & Shakes”, und mitt­ler­weile bin ich auch sehr sicher, dass ich diese „Phase I” mei­nes Diät­pla­nes noch in die nächste Woche hin­ein­trage werde. Irgend­wann gibt’s dann die Umstel­lung auf „Phase II”: Wie­der mehr zu essen, dafür aber auch mehr Sport zum Mus­kel­auf­bau. Die Suche nach einem Fit­ness­stu­dio habe ich schon begon­nen. Stay tuned…

(*) Hin­weis: Ich bin medi­zi­ni­scher Laie. Wer es genau wis­sen will oder Rat sucht, fragt bitte einen Arzt.

Bis­her erschie­nen: Teil 1Teil 2

Aktion „Pfundschwund” (II): Die ersten zwei Tage

Bis­her erschie­nen: Teil 1

So, die ers­ten zwei Tage sind rum. Ich lebe noch. Aber es gibt so gewisse Dinge, die einem die Anlei­tun­gen zum Abneh­men nicht verraten…

Fai­rer­weise muss man ja sagen, dass eigent­lich erst ein­ein­halb Tage um sind. Da ich nur sehr sel­ten früh­stü­cke, war am Mon­tag mor­gen quasi „alles wie sonst”. Oder sogar noch bes­ser: Immer­hin hat es den ers­ten Eiweiß­drink gege­ben — das hat der Magen erfreut zur Kennt­nis genommen.

Der Schock dann am Mit­tag: Kohl­ra­bi­sa­lat. Als ich die Por­tion auf­ge­ges­sen hatte, merkte ich förm­lich, wie sich eine gewisse Ver­wir­rung breit machte — Magen an Groß­hirn: Das kann’s doch jetzt wohl nicht gewe­sen sein. Groß­hirn an Magen: Doch; sieh zu, wie du damit klar kommst. Magen an alle: Hilfe! Die wol­len uns aus­hun­gern! — Kor­rekt! Für den Rest des Tages war Magen unzu­frie­den und ließ sich weder mit den Drinks noch mit kla­rer Brühe besänf­ti­gen. Ruhe kehrte eigent­lich erst ein, als abends im Dschun­gel­camp Maden und Wür­mer kre­denzt wur­den. — Groß­hirn an Magen: Siehst du, es geht noch schlimmer.

Was mir vor Beginn der Diät nicht so ganz klar war: Kern­punkt ist neben der ande­ren Ernäh­rung vor allem die Tat­sa­che, dass man ein­fach viel weni­ger isst. Momen­tan gibt’s eigent­lich nur eine Mahl­zeit am Tag, und das ist ein Salat. Damit das nicht auf die Gesund­heit schlägt, muss dem Kör­per wei­ter Ener­gie zuge­führt wer­den — und zwar in Form von Eiweißdrinks.

Das dynamische Abnehmduo: Eiweißdrink und Shaker

Das dyna­mi­sche Duo: Eiweiß­drink und Shaker

Die Grund­idee der „No-Carb”-Ernährung ist, die Ener­gie­ge­win­nung im Kör­per von Koh­le­hy­drat­ver­bren­nung auf Fett­ver­bren­nung umzu­stel­len. Eigent­lich geht bei­des, aber die Umwand­lung von Koh­le­hy­dra­ten ist ener­ge­tisch ein­fa­cher und wird des­halb vom Kör­per bevor­zugt. Und da die „nor­male” Ernäh­rung bereits mehr als genug Koh­le­hy­drate ent­hält, wer­den selbst bei sport­li­cher Betä­ti­gung die Fett­re­ser­ven nicht ange­tas­tet. Die Stra­te­gie lau­tet also: Kaum Koh­le­hy­drate essen. Wenn der Nach­schub ver­siegt, ist der Kör­per gezwun­gen, sei­nen Ener­gie­be­darf aus den ein­ge­la­ger­ten Fett­re­ser­ven zu decken und baut sie ab. Resul­tat: Man nimmt ab.

Ganz ohne Koh­le­hy­drate geht es aber nicht. Des­halb gibt es statt­des­sen vier­mal täg­lich einen „Eiweiß­shake”. Das eiweiß– und prote­in­rei­che aber fast koh­le­hy­drat­freie Pul­ver wird in Was­ser auf­ge­löst und getrun­ken. Die Eiweiße kann der Kör­per, im Gegen­satz zu den Fet­ten, selbst zu Koh­le­hy­dra­ten auf­bauen, zum Bei­spiel für die Hirn­ver­sor­gung. Damit ist die Ver­sor­gung mit allen nöti­gen Sub­stan­zen wei­ter gesi­chert und die Diät ist — so sagt es die Anlei­tung — gesund­heit­lich unkritisch.

Fertiger Eiweißshake

Fer­ti­ger Eiweiß­shake: Lecker…

Dar­über, ob sie auch geschmack­lich unkri­tisch ist, schweigt sich das Buch aus. Mein ers­tes Fazit: Es geht so. Man muss diese Drinks gut durch­schüt­teln und dann zügig trin­ken, dann haben sie eine gewisse schau­mige Kon­sis­tenz, die über das etwas bemühte „Vanille”- oder „Schoko”-Aroma hin­weg­trös­tet. Und ganz wich­tig: Immer den Shaker sofort aus­spü­len! Sonst bil­den sich da ein­ge­trock­nete Reste, deren Geruch nicht jeder­manns Sache ist.

So wich­tig diese Drinks sein mögen, ent­schei­dend ist wohl die gene­relle mas­sive Reduk­tion der Nah­rungs­auf­nahme. Bis jetzt habe nach Anlei­tung durch­ge­hal­ten. Und der Zei­ger der Waage hat sich auch schon ein wenig nach unten bewegt.

Bis­her erschie­nen: Teil 1

Aktion „Pfundschwund” (I): A new hope

Man kann es dre­hen und wen­den wie man will, letzt­lich ist die Wahr­heit nicht immer bequem. Oder viel­leicht eher zu bequem. Jeden­falls hat der Autor die­ses Blogs in den letz­ten Jah­ren sei­nen Kör­per­um­fang bei gleich­blei­ben­der Größe vom Zustand „wohl­ge­nährt” lang­sam eher in Regio­nen gescho­ben, die man freund­lich als „mop­pe­lig” bezeich­nen würde. Nun stehe ich mit die­sem Pro­blem wahr­lich nicht allein, aber wenn es so weit kommt, dass man sich selbst nicht mehr so recht wohl­fühlt, dann sollte man viel­leicht etwas an die­sem Zustand ändern.

Bisheriger Speiseplan des Blogautors (Auszug): Eher verhaltene Freude bei der Ernährungsberatung...

Bis­he­ri­ger Spei­se­plan des Blog­au­tors (Aus­zug): Eher ver­hal­tene Freude bei der Ernährungsberatung…

In den letz­ten Jah­ren waren ins­ge­samt drei Anläufe zum Abneh­men weder beson­ders durch­schla­gend noch in irgend­ei­ner Weise nach­hal­tig. Ver­su­chen wir es also in Anlauf vier mal mit etwas höhe­rem Auf­wand. Nach „weni­ger Essen” (Ver­such I), „weni­ger Scho­ko­lade” (Ver­such II) und „mehr Bewe­gung” (Ver­such III) jetzt also in Ver­such IV: „anders essen und Sport”. Ab heute heißt es für min­des­tens eine Woche: „No Carb”. Keine Koh­len­hy­drate. Also: Keine Kar­tof­feln (ok), keine Nudeln (auch ok), kein Reis (gibts eh sel­ten), kein Alko­hol (kein Pro­blem) und keine Scho­ko­lade (knapp unter Kata­stro­phe…). Das dazu­ge­hö­rige Buch (und seine Extra-​Rezepte-​Erweiterung) bie­ten statt­des­sen durch­aus lecker klin­gende Salate und andere koh­len­hy­drat­freie Gerichte an. Beim sams­täg­li­chen Ein­kauf sah der Inhalt des Ein­kaufs­wa­gens des­halb völ­lig anders aus: Statt Tief­kühl­pizza und Fer­tig­ge­rich­ten lagen da fri­scher Kohl­rabi, Lein­sa­men und Erd­nüsse. Dein Super­markt, die unbe­kannte Welt…

Das neue Ernährungskonzept: Körner, Kleie, klare Brühe (ohne Abbildung)

Das neue Ernäh­rungs­kon­zept: Kör­ner, Kleie, klare Brühe (ohne Abbildung)

Ab heute gilt’s nun also. Ich werde über Fort­schritte geeig­net berichten.

Ich hab’ Hun­ger…
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