Aaron, die Piraten, der Iran und das Atom (2) — An die Piratenpartei

Liebe Pira­ten­par­tei,

seit ges­tern nach­mit­tag fühle ich mich bei uns mal wie­der an einen Kin­der­gar­ten erinnert.

Da schreibt Aaron König, Mit­glied des Bun­des­vor­stan­des, in sei­nem Blog über die poli­ti­sche Lage im Iran und die Mög­lich­keit der ato­ma­ren Bewaff­nung. Aaron kommt zum Schluss, dass ein prä­ven­ti­ver Mili­tär­schlag gegen die ira­ni­sche Atom­tech­nik ange­zeigt wäre:

Auch wenn ich nor­ma­ler­weise Krieg für kein geeig­ne­tes Mit­tel der Poli­tik halte: dies ist einer der sel­te­nen Fälle, in denen der gezielte Ein­satz mili­tä­ri­scher Mit­tel, näm­lich die Zer­stö­rung der ira­ni­schen Nukle­ar­an­la­gen, einen weit grö­ße­ren Scha­den ver­mei­den könnte. […] Durch gezielte Schläge gegen die ira­ni­schen Atom­an­la­gen muss der Wes­ten jetzt den Macht­ha­bern in Tehe­ran zei­gen, dass wir uns von ihnen nicht län­ger auf der Nase her­um­tan­zen lassen.

Ich halte diese Mei­nung für falsch und habe das in einem eige­nen Blo­g­ar­ti­kel auch schon begrün­det. Auch viele von euch haben so ihre Pro­bleme mit die­sen Äuße­run­gen. Das ist auch gut und rich­tig. Aber wie sich diese Kri­tik in den Mai­ling­lis­ten, auf Twit­ter oder in ein­zel­nen Blogs ent­lädt, das ist abso­lut unfass­bar. Da wird mit der Flamme der Empö­rung auf einem abso­lut unter­ir­di­schen Niveau gear­bei­tet und jed­we­des ratio­nale Argu­men­tie­ren unmög­lich gemacht.

Ich möchte hier mal auf die­je­ni­gen The­sen und Argu­mente ein­ge­hen, die ich für den größ­ten Quatsch halte:

  • Aaron for­dert einen Angriffs­krieg. Genau das macht er nicht. Aaron schreibt von „geziel­ten Mili­tär­schlä­gen” gegen klar umris­sene und benannte Ziele. Das muss man nicht unter­stüt­zen, das muss man nicht gut fin­den (finde ich auch nicht…), aber hier geht es nicht um einen Angriffs­krieg. Diese Voka­bel wird in der Dis­kus­sion viel zu leicht­fer­tig ver­wen­det, weil auf diese Weise letzt­lich der Unter­schied zwi­schen bei­dem ver­wischt und ein­ge­eb­net wird. Und die Tat­sa­che, dass einige Prot­ago­nis­ten genau das wol­len („Jede Mili­tär­ak­tion die­ser Art ist ein Angriffs­krieg”) macht’s nicht besser.
  • Aaron darf in sei­nem Blog keine Pri­vat­mei­nung äußern, weil er Vor­stand ist. Das ist nach mei­nem Dafür­hal­ten wohl der größte Blöd­sinn, mit dem Aaron ange­gan­gen wird. Das muss man sich mal auf der Zunge zer­ge­hen las­sen: Genau die Pira­ten­par­tei, die für Mei­nungs­frei­heit und eine offene bürgerlich-​demokratische Grund­ord­nung ein­tritt, ver­bie­tet ihren Reprä­sen­tan­ten den Mund, auf dass sie nur noch die „offi­zi­elle Par­tei­mei­nung” kund­tun sol­len. Hallo?!? Geht’s noch? Abge­se­hen davon, dass mir nicht klar ist, wie eine sol­che „Par­tei­mei­nung” sich wohl ermit­teln ließe, halte ich die dahin­ter­ste­hende Atti­tüde gera­dezu für eine Unver­schämt­heit: Natür­lich soll sich auch ein Vor­stand eigen­stän­dig zu poli­ti­schen Fra­gen äußern. Ich erwarte das gera­dezu, weil ich wis­sen will, wie die Leute ticken, denen ich meine Stimme gege­ben habe — oder auch nicht. Wie kurz­sich­tig muss man eigent­lich sein um ernst­haft zu argu­men­tie­ren: „Ich hab’ den gewählt, der darf jetzt nur noch sagen was ich denke.” Sorry, aber das geht gar nicht.
  • Aaron scha­det der Pira­ten­par­tei. Indem er pri­vat eine Mei­nung äußert, die dann von Kom­men­ta­to­ren nicht geteilt wird? Bei allem Respekt, aber hier wird doch wohl der Bock zum Gärt­ner gemacht. Grund­la­gen und Ziele der Pira­ten­par­tei defi­nie­ren allein Doku­mente wie die Sat­zung oder das Par­tei­pro­gramm. Wenn jemand Aarons per­sön­li­che Äuße­run­gen mit die­sen ver­mischt, gehört er auf die­sen Feh­ler hin­ge­wie­sen aber nicht seine Ver­dre­hung der Tat­sa­chen als Fakt in die inner­par­tei­li­che Dis­kus­sion über­nom­men. Wir dür­fen nicht den Feh­ler machen, uns von irgend­wel­chen Fefes oder Pan­tof­fel­punks übers Feld trei­ben zu lassen.
  • Aaron muss zurück­tre­ten oder vom Vor­stand aus­ge­schlos­sen wer­den. Das wäre so ziem­lich das Schlech­teste was pas­sie­ren könnte. Das Signal wäre ein­deu­tig: Wenn du in der Pira­ten­par­tei deine Mei­nung zu laut sagst oder klei­nen aber laut­star­ken Grup­pen in der Par­tei nicht passt, dann wirst du abge­sägt. Sowas würde genau jenes Duck­mäu­ser­tum und Nach-​dem-​Mund-​reden för­dern, das mich an ande­ren Par­teien so abge­sto­ßen und zu den Pira­ten gebracht hat. Es würde die Grund­lage die­ser Par­tei ins Wan­ken brin­gen — dass wir näm­lich für einen neuen Poli­tik­stil antre­ten. Etwas ganz ande­res wäre es, wenn Aaron beim nächs­ten Par­tei­tag anträte und nicht wie­der gewählt würde. Das wäre dann ein kla­res Zei­chen, dass seine Ansich­ten nicht kon­sens­fä­hig sind und die Mehr­heit der Pira­ten sich nicht von ihm ver­tre­ten las­sen will. Aber hier und jetzt nach Straf­ak­tio­nen und Par­tei­aus­schluss zu rufen — nein danke!

Der ganze Streit zeigt mei­nes Erach­tens ein ande­res Pro­blem: Zumin­dest in Tei­len der Pira­ten­par­tei sind innere Struk­tu­ren höchst ver­pönt. Alle sol­len glei­che Rechte und Pflich­ten haben, alle sol­len gleich­ar­tig mit­re­den, nie­mand soll mehr Gehör fin­den als „alle ande­ren”. Das geht aber nur, wenn stets alle das glei­che wol­len und das glei­che den­ken. Und genau das funk­tio­niert nicht.

Eine poli­ti­sche Par­tei braucht „Expo­nen­ten”. Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und Ansich­ten arti­ku­lie­ren und in die Par­tei tra­gen. Auch dann, wenn sich daran eine kon­tro­verse Dis­kus­sion ent­zün­det. Nur sol­che Kon­tro­ver­sen brin­gen uns wei­ter. Beden­ken wir: Wenn wir nicht kon­tro­vers zu vie­len von den „eta­blier­ten” Par­teien getra­ge­nen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen wären, dann gäbe es nicht die Pira­ten­par­tei. Und auch die Pira­ten­par­tei wird sich nur wei­ter ent­wi­ckeln, wenn sie sich stets selbst hin­ter­fragt. Das, was sich momen­tan auf den Par­tei­me­dien abspielt, ist aller­dings kein Hin­ter­fra­gen, son­dern wüten­des Pole­mi­sie­ren gegen jeden Gedan­ken, der nicht ins eigene Welt­bild passt. So gese­hen sind einige Pira­ten kon­ser­va­ti­ver als ein ober­bay­ri­scher CSU-​Dorfverband.

Die künst­li­chen Auf­ge­regt­hei­ten um Aarons Blog hel­fen nicht. Sie för­dern höchs­tens bei den Reprä­sen­tan­ten der Par­tei einen Hang zu mög­lichst gro­ßer inhalt­li­cher Belie­big­keit, um nur ja nir­gends anzu­ecken. Das aber machte die Pira­ten­par­tei lang­fris­tig noch flüs­si­ger als die Kon­senz­soße, in der sie lang­sam unter­ginge: Sie würde überflüssig.

Viele Grüße,
Dirk
(der froh ist, kei­ner­lei Amt innezuhaben)

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39 Antworten to “Aaron, die Piraten, der Iran und das Atom (2) — An die Piratenpartei”


  • Zitat von Dir:
    „Wenn du in der Pira­ten­par­tei deine Mei­nung zu laut sagst oder klei­nen aber laut­star­ken Grup­pen in der Par­tei nicht passt, dann wirst du abge­sägt. Sowas würde genau jenes Duck­mäu­ser­tum und Nach-​dem-​Mund-​reden för­dern, das mich an ande­ren Par­teien so abge­sto­ßen und zu den Pira­ten gebracht hat.”

    Dass jemand abge­sägt wor­den ist, der seine Mei­nung sagt ist bereits pas­siert. Soweit ich mich erin­nern kann warst Du und Ste­fan K. zu der Zeit sogar im Vor­stand. Das Pro­blem war damals nicht die Mei­nungs­frei­heit, son­dern dass ihr Angst vor den „Medien die dar­über berich­te­ten” hattet.

    Hier wird von Dir mit zwei­er­lei Mass gemessen.

    Dass Duck­mäu­ser­tum und Nach­plap­pern ist bereits ein gro­ßes Pro­blem in der Piratenpartei.

  • „Stell Dir vor Frau Mer­kel würde…” — Argument

    Genau das und ähnli­che Argu­mente wür­den in jede Par­tei pas­sen, aber nach mei­ner Auf­fas­sung eben nicht in die Pira­ten­par­tei. Denn genau diese „alte” Struk­tur und Ver­lo­gen­heit, sowie die Mei­nungs­ma­ni­pu­la­tion und das Her­um­re­den um eine Frage ist doch das, was die Pira­ten­par­tei eigent­lich von den soge­nann­ten „Eta­blier­ten” unter­schei­den soll. So ist jeden­falls mein Ver­ständ­nis der Pira­ten­par­tei. Ich habe die Pira­ten­par­tei bis­lang nicht als Par­tei gese­hen, die sich in die Par­tei­en­land­schaft der ande­ren inte­griert, ihrem poli­ti­schen Stil nach, son­dern genau auf kom­plett andere Fak­to­ren setzt.
    Wie zum Bei­spiel:
    Freie Mei­nungs­äus­se­rung — vor allem doch auch in der Füh­rungs­etage, ebenso klare Demo­kra­tie — inner­halb der Par­tei und auch aus­ser­halb.
    Men­schen­recht, Würde, Respekt, Men­schen­ach­tung. Das sind Urpi­ra­ti­sche Grund­la­gen mei­ner Mei­nung nach und die gel­ten bei Dir, bei Aaron, Dirk und jedem ande­ren Pira­ten.
    Eine Hetz­kam­pa­gne und die dazu aggres­sive Töne kann ich nicht ver­ste­hen und hoffe, dass sich das in den nächs­ten Mona­ten wie­der gibt. Denn ansons­ten kann man sich auch bei den Grü­nen, der Lin­ken, der SPD, der FDP, der CSU oder der CDU einklinken.

    Noch­mal… ich sehe die Pira­ten als Alter­na­ti­ven Poli­tik­still und nach eben nicht nach Vor­ga­ben, Mass­ga­ben oder dem Bei­spiel und Hand­ha­bun­gen der Anderen.

    Leben und leben las­sen, Piraten!

    Grüsse

  • Der Knack­punkt ist das da:
    Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und Ansich­ten arti­ku­lie­ren und in die Par­tei tra­gen. Auch dann, wenn sich daran eine kon­tro­verse Dis­kus­sion ent­zün­det. Nur sol­che Kon­tro­ver­sen brin­gen uns wei­ter.
    Aaron ist weder eine Fueh­rungs­per­so­en­lich­keit noch in der Lage, eine kon­tro­verse Dis­kus­sion zu fueh­ren.
    Ich hatte es mal aus­fu­ehr­li­cher begru­en­det.

  • Man könnte auch Herrn Ahma­dined­schad die Mei­nungs­frei­heit zubil­li­gen, sich als Atom­staat bezeich­nen zu dür­fen. Inso­fern finde ich es noch ziem­lich „nett”, Aaron nicht mili­tä­risch anzu­grei­fen, son­dern nur sei­nen Rück­tritt zu fordern.

    Will sagen: Auch wir als Pira­ten soll­ten irgend­wel­che Grund­sätze haben, zu denen wir alle ste­hen. Wenn wir alles dul­den, brau­chen wir uns auch nicht mehr Par­tei nennen.

    Das hat nichts mit Duck­mäu­ser­tum zu tun. Nur soll­test Du und andere Kol­le­gen der „abso­lu­ten Mei­nungs­frei­heit” in der Par­tei auch mal dar­über nach­den­ken, dass man­che Pira­ten dann keine Lust mehr haben, sich von Leu­ten im Bun­des­vor­stand ver­tre­ten zu las­sen, die in ihren Augen abso­lut unpi­ra­tige Mei­nun­gen ver­tre­ten.
    Und da ist es völ­lig egal, ob er sie da pri­vat oder im Namen der Par­tei tut. Er wird seine Ein­stel­lung sicher nicht an der Gar­de­robe abge­ben, wenn er im Auf­trag der Par­tei unter­wegs ist. Der Bun­des­vor­stand reprä­sen­tiert nun mal die ein­fa­chen Mit­glie­der, inso­fern hat er mehr Macht als andere, dafür aber auch mehr Verantwortung.

    P.S.:
    Und nicht zu ver­ges­sen die „diese Kri­tik in den Mai­ling­lis­ten, auf Twit­ter oder in ein­zel­nen Blogs ent­lädt” ist auch Mei­nung.
    Oder sol­len wir lie­ber „duck­mäu­sern” und den Vor­stand nicht mehr kritisieren?

    • Ich bin nur „nor­ma­les” Mit­glied -
      und denke auch nicht dass ich „duck­mäu­sern” muss -
      aber „wir” ste­hen u.a. für Mei­nungs­frei­heit, „wir” ste­hen poli­tisch neu­tral im „rechts/​links-​Geflecht, „wir” wol­len Demo­kra­tie — Trans­pa­rent.
      Warum wol­len „wir” dann Mei­nun­gen ver­bie­ten, zumal diese „pri­vat” bzw. im pri­va­ten Blog geäus­sert wer­den? Müs­sen „Amts­in­ha­ber” „duckmäusern”?

  • @ „@pruzzen”

    Wenn man dei­nem link folgt und die Bei­träge liest, dann äußert sich Ben­ja­min Ö. folgendermaßen:

    *Pop­korn raushol*

    Kin­der Kin­der Kin­der. So ein Thea­ter hier. Ist ja wirk­lich unglaub­lich. Ihr müsst ja echt nicht viel zu tun haben damit ihr euch die ganze Zeit damit beschäf­tigt mich in der Öffent­lich­keit zu denunzieren.

    Einige Fak­ten:

    Auf der Party bin nicht ich aggres­siv gewor­den, son­dern der Pro­fil­neu­ro­ti­ker mit Israel­but­ton und seine Freunde. Ers­te­rer hat sich an der bar voll­trun­ken beschwert das nicht genü­gend Alko­hol in sei­nem Drink wäre und als er dar­auf auf­merk­sam­ge­macht wurde das da schon genug drinn ist hat er ran­da­liert und konnte nur durch Men­schen mit kräf­ti­ger Sta­tur zum Ein­len­ken und sich beru­hi­gen gebracht wer­den. 3 wei­tere Per­so­nen die sich sel­ber als Anti-​Deutsche iden­ti­fi­ziert haben, haben zum Abschluss der Party hin mich unpro­vo­ziert tät­lich ange­grif­fen und auch noch Leute die sich schüt­zend vor mich gestellt haben ins Gesicht geschla­gen. Für beide Vor­fälle gibt es mehr als einen Zeu­gen, anders als bei der Juden­schwein Geschichte.

    Ich hab auch nie­mals das Wort Juden­schwein benutzt und es käme mir gar nicht in den Sinn, ich habe sel­ber jüdi­sches Blut, mein Ur-​Großvater väter­li­cher­seits war Jude. Und ich finde das Anti-​Semitismus ebenso wie jeg­li­che Form von Ras­sis­mus oder Dis­kri­mi­nie­rung ( wozu übri­gens auch mob­bing gehört ) ver­ab­scheu­ungs­wür­dig ist.

    Mir Schwu­len­feind­lich­keit vor­zu­wer­fen ist übri­gens auch absurd, ich bin bise­xu­ell, und sicher­lich neige ich nicht zum Selbst­hass, denn wie du schon fest­ge­stellt hast trete ich ja über­aus über­heb­lich und arro­gant auf.

    Um den Grad dei­ner Ínfor­ma­tion über mich fest­zu­hal­ten. Sollte viel­leicht auch noch gesagt wer­den das ich keine „irgendso ein Chef”-Position bei den Pira­ten habe, son­dern nur ein­fa­ches Mit­glied bin. Im Rah­men der Grün­dungs­ver­an­stal­tung bin ich als Vor­sit­zen­der Rich­ter ins Scheids­ge­richt gewählt wor­den, das dafür zustän­dig ist bei Strei­tig­kei­ten zwi­schen Par­tei­mit­glie­dern unter­ein­an­der und zwi­schen Par­tei­mit­glie­dern­und dem Vor­stand zu vermitteln.

    B. Ö.

    Vor­sit­zen­der im Fest­ko­mi­tee des gro­ßen Prei­ses der Avo­cado Züch­ter Islands

    PS: Das mit der Schlampe hat eine Vor­ge­schichte die hier natür­lich ver­schwie­gen wird. Trotz­dem sind sol­che Äuße­run­gen nicht in Ord­nung, ich habe mich aber schon längst bei der­be­tref­fen­den Per­son ent­schul­digt ob mei­ner im Affekt unan­ge­mes­se­nen Erwie­de­rung auf ihre vor­he­rige Beleidigung

    Solange mir nicht beschrie­ben wird, dass das KEINE ras­sis­ti­schen Anti-​Deutschen auf der Ver­an­stal­tung waren hört sich das State­ment von Ben­ja­min Ö. rea­lis­ti­scher und glaub­wür­di­ger an als die Diffamierungen!

    Auch kommt es mir sehr „pas­send” vor, dass gerade jetzt wo Ste­fan König wegen sei­nem unmensch­li­chen Iran-​Angriff in der Kri­tik steht, so eine Geschichte „aus dem Hut gezau­bert” wird!

    Und König ist immer­hin im Par­tei­vor­stand und demenst­spre­chend sind seine Äuße­run­gen um ein Viel­fa­ches wich­ti­ger als die eines „nor­ma­len” Mitglieds.

    • Mein­test du jetzt wirk­lich mich?
      Habe ich im Pruz­zen­blog von Par­tys, Schlam­pen … usw usf geschrie­ben?
      Bitte hier mal um Auf­klä­rung, was genau du mein­test. Auch gern per Mail.
      Danke

      *immer noch ver­wun­dert kuck*

      • Edit du mein­test mich gar nicht — son­dern die Ein­träge im Forum.
        Ver­wun­de­rung auf­ge­ho­ben -
        aber bitte den Ant­wor­te­ten­den auf meine Äusse­rung nicht mit mir „Pruz­zen” ver­wech­seln, Danke

        Ich habe in die­sem Forum nichts geschrie­ben und werde es auch unter­las­sen. Nur ob Online­Mob­bing sein muss — soll­ten sich die dor­ti­gen User schon fragen.

        • an pruz­zen

          Nein, ich meinte nicht dich, son­dern den Kerl der als namen ste­hen hatte „@pruzzen”.

          Des­halb meine Anrede an die­sen Kerl mit @ „@pruzzen”.
          Sorry wenn du dich ange­spro­chen gefühlt hast, das war nicht meine Absicht :) .

  • Oh habe gerade bei Dir gele­sen dass du mit Inter­views für die Junge Frei­heit kein Pro­blem hast. Dann wohl auch nicht mit Ölke. Viel­leicht stört http://​www​.polit​blog​ger​.eu/​n​o​c​h​-​e​i​n​-​a​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​s​k​a​n​d​a​l​-​i​n​-​d​e​r​-​p​i​r​a​t​e​n​p​a​r​t​ei/ ja wenigs­tens ein paar andere PiratInnen.

    • Gert-Rainer Mantwill

      Übri­gens habe ich auch kein Pro­blem mit Inter­views die der Jun­gen Frei­heit gege­ben wer­den. Genauso wenig habe ich Pro­bleme mit Inter­views die dem Neuen Deutsch­land gege­ben wer­den. Wenn jemand das für sich ablehnt, habe ich auch kein Pro­blem damit. Das ist der Unterschied.

    • Wieso sollte mich ein Inter­view in einem — in der Demo­kra­tie — zuge­las­se­nen Print­me­dium stö­ren? Zumal gerade wir doch die Pres­se­frei­heit hoch­hal­ten müs­sen — und warum nur in den eige­nen Rei­hen „fischen” gehen?
      Was @Gert-Rainer Mant­will schrieb, „Genauso wenig habe ich Pro­bleme mit Inter views die dem Neuen Deutsch land gege ben wer den. Wenn jemand das für sich ablehnt, habe ich auch kein Pro blem damit. Das ist der Unter­schied.” dem kann ich nur zustim­men.
      Was willst du machen, wenn die BILD über dich berich­tet /​berich­ten will? Aus­schla­gen nur weil es Sprin­ger­presse ist?
      PAZ, Junge Frei­heit — nur um Bei­spiele zu nen­nen, sind kon­ser­va­tive Zei­tun­gen — der Gegen­part mit Junge Welt und Neues Deutsch­land (ebenso Bei­spielke — die Liste könnte „rechts wie links” ver­län­gert wer­den) ist ebenso da — da fragt man sich, bei dei­nen Zei­len, hast du schon­mal in diese Zei­tun­gen rein­ge­schaut? Online oder Off­line — egal. Es fin­den sich hier viele The­men die zum Den­ken, zum selbst den­ken, anre­gen. Allein des­halb finde ich es gut, dass es diese Print­pro­dukte gibt, finde ich es gut, wenn wir da zu lesen sind!

      Ich gebe auch zu beden­ken, dass weder der Inhalt, noch der Abdruck ein Skan­dal sind oder waren — nur einige woll­ten einen draus machen.
      Ist es ebenso ein Skan­dal, dass eine Par­tei, die antrat nicht links nicht rechts zu sein, sich vor pres­se­sym­pa­ti­sche Kar­ren spannt (oder span­nen) lässt?

    • Da feh­len wahr­schein­lich noch mehr — sorry — sollte auch keine voll­stän­dige Auf­lis­tung wer­den, son­dern nur meine Mei­nun­gen wie­der­spie­geln. Die Links schau ich mir gleich an.
      Danke!

      • Nun habe ich sie mir ange­schaut — wie wei­ter oben geschrie­ben… der erste For­um­link ist ja nur rei­nes Mob­bing. Macht das Spass? Bringt das was? Setzt doch Eure Ener­gien mal kon­struk­tiv ein — DANKE

  • Irgend­wie ist die Pira­ten­par­tei der­zeit .. hmm pein­lich?
    Das muss ich sagen, der schon seit der Anfangs­zeit Pirat ist.

    Wir ver­lie­ren unsere Werte, unsere Ziele.
    Ob Aaron und der Kin­der­gar­ten :
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​a​a​r​o​n​-​u​n​d​-​d​e​r​-​k​i​n​d​e​r​g​a​r​t​e​n​.​h​tml
    oder das Pira­ten­fo­rum:
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​p​i​r​a​t​e​n​-​f​o​r​u​m​-​w​o​h​i​n​-​g​e​h​s​t​-​d​u​.​h​tml
    oder neue Besen keh­ren gut:
    http://​pruz​zen​.blog​spot​.com/​2​0​1​0​/​0​1​/​n​e​u​e​-​p​a​r​t​e​i​e​n​-​n​e​u​e​-​p​o​l​i​t​i​k​.​h​tml

    Die Möchtegern-​Polit-​Prominenz und ihr per­sön­li­cher Erfolg, wie die Neben­schau­plätze Rechts/​Links und Möchtegern-​Erwachsene machen die Par­tei kaputt.

    Schade drum! Hal­tet ein — und erin­nert Euch an unsere Grund­prin­zi­pien, möchte man rufen. Doch durch­dringe mal einen Hau­fen Kin­der in einem Kin­der­gar­ten — ohne päd­ago­gi­sche Hilfsmittel…

    Ist die Pira­ten­par­tei und ihr Pro­jekt geschei­tert?
    Wenn wir so wei­ter­ma­chen, JA!
    Doch solange Dirk und Aaron Hoff­nung ver­brei­ten, könnte der Umschwung noch zu schaf­fen sein …

  • Gert-Rainer Mantwill

    Wenn hier einige Leute der Mei­nung sind, dass gezielte Mili­tär­schläge schon ein Angriffs­krieg sind, dann haben sie bei der Erlan­gung ihrer Kennt­nisse über die Welt­ge­schichte was verpasst.

    Wenn hier einige Leute der Mei­nung sind, dass gezielte Mili­tär­schläge schon ein Angriffs­krieg sind, dann kön­nen sie das gerne sagen. Das Gegen­teil muss man auch sagen können.

    Wenn hier einige Leute der Mei­nung sind, dass gezielte Mili­tär­schläge schon ein Angriffs­krieg sind, dann mag das für sie gel­ten, muss es aber nicht für jemand anderen.

  • The Piratenpart

    Natür­lich ist ein Mili­tär­schlag ein Krieg. Davon spricht ja selbst Aaron. Und solange der Iran nach außen so fried­lich wie die letz­ten 100 Jahre bleibt, denn bis­her wurde immer nur der Iran ange­grif­fen, wäre die­ser Krieg auch ein Angriffs­krieg. Und wo Du sogar den Wiki­pe­dia ver­linkst. Wel­ches Kri­te­rium fehlt Dir denn zum Angriffs­krieg? Ziel­lose Flächenbombardements?

  • Hallo,

    Vorab: Ich hab nicht alle Kom­men­tare gele­sen, daher kann es sein, dass sich das hier wie eine Wie­der­ho­lung liest.

    Wie auch immer, Mei­nun­gen des Vor­stands gehen auf die Par­tei zurück. Wenn Mer­kel oder Wes­ter­welle was sagen, fällt das auf die CDU bzw. die SPD zurück. Ok, die PPD ist nicht so stark in der Öffent­lich­keit wie die eta­blier­ten Par­teien, im Prin­zip ists aber das gleiche.

    Natür­lich darf Aaron seine Mei­nung ver­kün­den. Ich halte seine Mei­nung aller­dings für sehr frag­wür­dig und frage mich, ob ein Prä­ven­ti­ons­schlag („Angriffs­krieg” passt wirk­lich nicht so gut) „pira­tig” ist. Aber seine Mei­nung an sich wurde an ande­ren Stel­len dis­ku­tiert, darum geht es hier nicht.

    Wenn ich das rich­tig mit­be­komme (ich ver­folge den Pla­ne­ten und den IRC-​Channel), würde er momen­tan nicht mehr gewählt wer­den. Anders gesagt: Ihm fehlt die not­wen­dige Unter­stüt­zung aus der Basis. Daher fände ich einen Rück­tritt sinn­voll. Spä­tes­tens in Bin­gen sollte er aber abge­wählt werden…

    Grüße, Keba.

  • Punkt 1

    „Aaron for­dert einen Angriffskrieg.”

    Trifft 100% zu. Ein „Mili­tär­schlag” wie hier ver­ham­lo­send geschrie­ben wird trifft ers­tens NICHT nur mili­tä­ri­sche Per­so­nen, son­dern auch Wis­sen­schaft­ler, Sekträtere/​innen, Putzfrauen/​männer usw. usf. und das bei einem „geziel­ten” Angriff auf ein nor­ma­les Gebäude.

    Im Falle eines Reaktors,die wären in die­sem Fall die Ziele, ver­strahlt man damit hun­derte Qua­drat­ki­lo­me­ter Land was zu unzä­hil­gen Toten, Miss­bil­dun­gen und Behin­de­run­gen bis in die dritte Gene­ra­tion füh­ren kann!

    Außer­dem würde ein sol­cher „prä­zi­ser Mili­tär­schlag” (wie prä­zise die sind wis­sen wir spä­tes­tens seit dem Irak-​Krieg, näm­lich über­haupt nicht, was das Risiko Unmen­gen an völ­lig unbe­teilg­ten Zivi­lis­ten zu töten immens erhöht!) zu einer Reak­tion führen.

    Und wie würde diese Reak­tion wohl aussehen?

    Gegen­schlag, dar­auf­hin ein Schlag gegen den Gege­schlag und in null­kom­ma­nichts haben wir einen hand­fes­ten Krieg und sel­bi­ges in dem größ­ten Pul­ver­faß das zur­zeit auf der Welt existiert.

    Dar­über hin­aus frage ich die­je­ni­gen die einen sol­chen Angriff(skrieg) unter­stüt­zen oder ihn ver­harm­lo­sen wie wohl Europa rea­gie­ren würde soll­ten wir von „prä­zi­sen Mili­tär­schlä­gen” getrof­fen werden?

    ALLE wären sich dann dar­über einig, dass wir ange­grif­fen wur­den!
    Einer unser bes­ten Ver­bün­de­ten, die USA, haben sogar 9/​11 als Angriff gese­hen und weil sie sich offi­zi­ell in der Ver­tei­di­gung befan­den einen UN-​Beschluß zu dem, mitt­ler­weile 9-​jährigen Krieg in Afgha­nis­tan erhalten!

    Wieso wird hier mit zwei­er­lei Maß gemessen?

    Das Eine ist „NUR” ein Mili­tär­schlag, das Andere ein Angriff auf die kom­plette west­li­che Welt.

    Fazit: Ja, Herr König for­dert einen Angriffs­krieg, da hilft auch keine Wortdreherei!

    Punkt 2:

    „Aaron darf in sei­nem Blog keine Pri­vat­mei­nung äußern, weil er Vor­stand ist.”

    Hier läuft es ähnlich. Es wird ver­sucht den Vor­fall per per Wort­dre­he­rei zu enkräften.

    NATÜRLICH darf Herr König seine Mei­nung auf sei­nem Blog frei äußern. Wenn es um Gen-​Food oder Volks­ent­scheide oder ähnli­che Dinge geht die, viel­leicht kon­tro­vers dis­ku­tiert wer­den, aber die unter das Recht der freien und vor allem pri­va­ten Mei­nungs­äu­ße­rung fallen.

    Aber es gibt auch bei der freien (und pri­va­ten) Mei­nungs­äu­ße­rung Gren­zen (das wollte ein Kom­men­ta­tor glaube ich vor mir auch schon anspre­chen) die nicht über­schrit­ten wer­den dürfen!

    Neh­men wir ein sehr extre­mes Bei­spiel nur um das zu ver­deut­li­chen (das Bei­spiel spie­gelt NICHT die wirk­li­che Mei­nung von Herrn König wieder):

    Ange­nom­men Herr König würde auf sei­nem Blog for­dern alle Klein­wüch­si­gen ein­wei­sen oder exe­ku­tie­ren zu lassen.

    Was wäre in dem Fall?

    Es gibt Gren­zen und die gibt es nicht nur für Vor­stände oder Mit­glie­der von Par­teien, son­dern auch für PRIVAT Personen.

    Unter ande­rem steht es in Deutsch­land unter Strafe einen Angriffs­krieg zu pos­tu­lie­ren, zu for­dern oder vor­zu­be­rei­ten.
    Wäre Herr König irgend­eine Pri­vat­per­son dann würde sein Blog und seine extreme Ein­stel­lung nie­man­den inter­es­sie­ren und er wär nur einer von vie­len Men­schen mit radi­ka­ler Gesin­nung.
    Selbst wenn Aaron König also über­haupt nicht Mit­glied der Pira­ten wäre, dann wäre seine Aus­sage trotz­dem grenz­wer­tig zu einem Straf­tat­be­stand.
    Als Vor­stands­mit­glied aber, mit direk­tem Hin­weis auf die Par­tei, ein sol­ches State­ment abzu­ge­ben darf ein­fach nicht sein.

    Das sprengt jeden legi­ti­men Rah­men einer pri­va­ten (und auch freien) Meinungsäußerung.

    Fazit: Nein, Herr König darf nicht JEDE belie­bige Mei­nung, und sei sie noch so extrem und het­ze­risch, ver­brei­ten, erst Recht nicht als öffent­li­che Per­son der Piraten.

    Punkt 3:

    „Aaron scha­det der Piratenpartei.”

    Hier schließe ich mich einer Vor­kom­men­ta­to­rin an und ver­weise auf Punkt 2.
    Als öffent­li­che Per­son gibt es KEINE klare Tren­nung von pri­va­ter und offi­zi­el­ler Aus­sage VOR ALLEM wenn es poli­ti­sche (und dar­über hin­aus hoch sen­si­ble) The­men betrifft.
    Hier eine Tren­nung vor­zu­neh­men ist völ­lig uto­pisch, denn keine der gro­ßen Medien, nie­mand der poten­ti­el­len Wäh­ler und selbst die eige­nen Pira­ten­mit­glie­der kön­nen und wol­len hier unterscheiden.

    Fazit:

    Her König hat seine Posi­tion ein­deu­tig miss­braucht, den Namen der Par­tei (zum wie­der­hol­ten) Male in ein äußerst schlech­tes Licht gerückt und der PP damit einen wei­te­ren irre­pa­ra­blen Scha­den zugefügt.

    Punkt 4:

    „Aaron muss zurück­tre­ten oder vom Vor­stand aus­ge­schlos­sen werden.”

    Sein Rück­tritt ist die ein­zige Mög­lich­keit um ers­tens nicht Unmen­gen an Wäh­ler zu ver­lie­ren und zwei­tens ein Min­dest­maß an Glaub­wür­dig­keit gegen­über exter­nen Per­so­nen zu behal­ten.
    Selbst wenn man Punkte 1 – 3 mit bei­den Augen zu, den Ohren dicht und dem Mund geschlo­ßen über­se­hen, –hören und tot­schwei­gen will, so bleibt immer noch der Punkt, dass Herr König ganz klar vor­he­rige Abspra­chen über frü­here Kon­tro­ver­sen um sei­nen Blog gebro­chen und damit jede Glaub­wür­dig­keit und Legi­ti­mi­tät ver­lo­ren hat.

    Fazit: Ste­fan „Aaron” König MUSS aus den oben genann­ten Grün­den sofort zurück­tre­ten oder, wenn er das nicht frei­wil­lig macht, dem Vor­stand ver­wie­sen werden.

    Sollte das nicht pas­sie­ren wer­den wir, auch auf­grund der zeit­lich äußerst unpas­sen­den (oder geschick­ten, denn die gro­ßen Par­teien freut soet­was sicher­lich tie­risch) Ver­öf­fent­li­chung wenige Wochen vor den kom­men Land­tags­wah­len in NRW, mas­sive Stim­men­ver­luste in der poten­ti­el­len Wäh­ler­schicht und extreme Ver­trau­ens­ver­luste inne­halb der Pira­ten zu bekla­gen haben.

    • Es muss noch zusätz­lich bemerkt wer­den, dass, Angriffs­krieg hin oder her, sel­bi­ger nur ein BEISPIEL für eine vom Grund­ge­setz unter Strafe gestellte Hand­lung ist.
      Betrof­fen sind Hand­lun­gen die geeig­net sind den Frie­den unter den Völ­kern zu schädigen!

      Ich weiss nicht wie man, mit wie­viel umde­fi­nie­rung auch immer, man leug­nen kann dass die For­de­rung eines mili­tä­ri­schen Angriffs auf eine zivile Ein­rich­tung in einem sou­ve­rä­nen Staat irgend­et­was ande­res ist!
      Gruß,
      Justus

  • Krieg ist keine Lösung.

    Gewalt erzeugt Gegengewalt.

    Wenn unsere Geschichte und die Geschichte der Welt uns eines gelehrt hat dann doch das!

    Mili­tä­ri­sche Inter­ven­tion in Irak und Afga­nis­tan haben die Län­der desta­bi­li­siert und sofern sich nicht bald ein radi­ka­ler Umschwung abzeich­net wird die­ser ganze Mist in einem gigan­ti­schen Bür­ger­krieg enden.

    Wenn mir ver­schie­dene Per­so­nen die ara­bisch spre­chen ver­si­chern dass das was Ach­ma­dined­schad gesagt hat falsch über­setzt wurde, dann glaube ich das ehr­lich gesagt.
    Wie oft wur­den die Pira­ten denn als För­de­rer von Kin­der­por­no­gra­fie bezeich­net?
    Da war noch nicht mal ne Über­set­zung im Spiel!

    Ins­ge­samt bleibt also zu sagen dass Iran wie­der­holt betont keine Atom­bombe bauen zu wol­len, selbst wenn sie eine bauen wür­den (oder sogar schon besit­zen wür­den) sind Sicher­heits­ex­per­ten (auch israe­li­sche und Israel-​nahe) der Mei­nung, dass keine Gefahr besteht dass diese Waffe ein­ge­setzt wird.

    All das aus­sen vor gelas­sen hat Aaron Koe­nig hier zu einer Tat auf­ge­ru­fen die defi­ni­tiv das fried­li­che zusam­men­le­ben zwi­schen den Völ­kern beschä­di­gen würde…
    Dies ist ein Auf­ruf zu Hand­lun­gen die unser Grund­ge­setz(!) unter Strafe stellt!
    Damit steht Aaron in einer Reihe mit einer gan­zen Menge von Per­so­nen um deren Mei­nung ich ehr­lich gesagt kei­nen Pfif­fer­ling mehr gebe.
    Was ein Herr Schäu­ble sagt hat für mich den Wert von Stras­sen­dreck, ein Herr Koe­nig ist auf dem bes­ten Weg in die glei­che Kate­go­rie ein­ge­ord­net zu werden.

    Das Pro­blem: Koe­nig ist im Vor­stand mei­ner Par­tei, und ich habe ein Pro­blem damit ein Vor­stands­mit­glied zu haben das zu Grund­ge­setz­wid­ri­gen Aktio­nen auf­ruft.
    Und dann ist es mein gutes Recht dar­auf zu beste­hen dass er seine Mei­nung in Zukunft nur noch als Pri­vat­mensch äussert, beson­ders wenn er mehr­fach gewarnt wurde und bes­se­rung ver­spro­chen hat!

    Per­so­nen die Lügen kann sich die CDU leis­ten, die Pira­ten­par­tei nicht!
    Gruß,
    Justus

    P.S.: Und nein ich pole­mi­siere nicht! Koe­nig hat VERSPROCHEN seine kri­ti­schen Texte von der Bun­des­pres­se­stelle gegen­le­sen zu las­sen. Diese hat demen­tiert den infra­ge­ste­hen­den Text gegen­ge­le­sen zu haben, also hat Koe­nig GELOGEN!

  • Jedes Mal, wenn ich von Aarons letz­ten Äuße­run­gen lese, bin ich glück­lich, mich ent­schie­den zu haben, nicht ein­zu­tre­ten. Jörg Tauss ver­tei­di­gen fällt und fiel mir leicht, bei Aaron König ist das nicht der Fall.
    Zum Thema „Angriffs­krieg” oder „gezielte Mili­tär­schläge”: du soll­test mal ein biss­chen weni­ger unkri­tisch die Wer­be­schrif­ten des Mili­tärs lesen und schauen, wie viele Kol­leral­schä­den die „geziel­ten Mili­tär­schläge” z.B. in Ser­bien gefor­dert haben.

  • Ins­ge­samt finde ich, dass sowohl diese, als auch auch z.B. die Stimme von Andreas Popp bei die­sem Thema viel zu kurz kommt.

    http://​andi​popp​.word​press​.com/​2​0​1​0​/​0​2​/​1​1​/​v​o​n​-​d​e​r​-​p​r​i​v​a​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​p​a​r​t​e​i​m​e​i​n​u​ng/

    Ich bin der Mei­nung, dass das Thema nach der nächs­ten BV-​Wahl geklärt sein sollte. Von „Schnell­schüs­sen” halte ich nichts. Davon mal ab wird — abseits sei­nes Blogs — Aarons Leis­tung für die Pira­ten­par­tei von den meis­ten sei­ner Kri­ti­ker kaum gewür­digt, was ich schade finde.

    „Eine poli­ti­sche Par­tei braucht „Expo­nen­ten”. Sie braucht Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, die Mei­nun­gen und Ansich­ten arti­ku­lie­ren und in die Par­tei tragen.”

    Dazu, ob diese expo­nier­ten Leute unbe­dingt die­je­ni­gen vom Vor­stand sein soll­ten, gibt es wohl kon­kur­rie­rende Mei­nun­gen, zumal diese Per­so­nen gewis­se­ner­ma­ßen die Par­tei nach außen hin reprä­sen­tie­ren. Nicht nur im Vor­stand gibt es beach­tete Per­so­nen bzw. Par­tei­in­tern viel­ge­le­sene Blogs. Bezüg­lich ihrer poli­ti­schen Aus­rich­tung wer­den aber auch diese nicht von allen Pira­ten völ­lig unkri­tisch gese­hen. Im Prin­zip gibt es also meh­rere unter­schied­lich posi­tio­nierte „Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten”, die jeweils auch eine Reihe an „Fans” um sich haben. Grund­sätz­lich spricht über­haupt nichts dage­gen, dass auch Aaron König seine Posi­tio­nen dar­legt. Das Pro­blem, das ich sehe ist nur das eine: der Ein­druck, ein BV-​Mitglied spre­che in sei­nem Blog für die Par­tei, besteht. Das liegt mei­nes Erach­tens nach in der Tra­di­tion der Demo­kra­tie in Deutsch­land begrün­det. Eine Par­tei, die nach innen der­ma­ßen plu­ral ist, wie die Pira­ten­par­tei, gab es noch nicht.

    „Auch dann, wenn sich daran eine kon­tro­verse Dis­kus­sion entzündet.”

    Genau das ist ja nun pas­siert, unab­hän­gig von der „Pasta­re­vo­lu­tion”. Und es wäre nun sinn­voll, dass diese Dis­kus­sion auch geführt wird. Damit meine ich nicht die Dis­kus­sion, ob und wann ein Ein­marsch in den Iran oder die Bom­bar­die­rung wel­cher Ziele sinn­voll ist, son­dern zunächst ein­mal eine Posi­ti­ons­be­stim­mung der Pira­ten­par­tei gegen­über dem Iran, Israel, dem Nah­ost­kon­flikt, usw. Dazu gehö­ren Argu­mente aller Sei­ten, es muss in die Tiefe gehen, und es sollte tun­lichst ver­mie­den wer­den, dass man sich dabei gegen­sei­tig die Köpfe einschlägt.

    Die Hal­tung Aaron Königs zum Iran war ja schon län­ger andeu­tungs­weise sicht­bar. Schon im Juni 2009 hatte er einen Blog­post zum Thema geschrie­ben. Ich will ihm da auch keine Kom­pe­tenz absprechen.

    http://​aaron​-koe​nig​.blog​spot​.com/​2​0​0​9​/​0​6​/​n​e​u​e​-​p​o​l​i​t​i​k​-​i​m​-​i​r​a​n​.​h​tml

    Viel­leicht beruht sein Mei­nungs­bild aber auch auf unvoll­stän­di­gem, ten­den­ziö­sem oder viel­leicht sogar ideo­lo­gisch gefärb­tem Informationsmaterial(auf letz­te­res gab es bei einem Blog­post Hin­weise). Auf der ande­ren Seite: z.B. Ange­lika Beer ver­tritt, laut ihrer Inter­vie­w­aus­sage im Pira­ten­ra­dio ges­tern Abend, eine andere Posi­tion und hat auch ganz andere kon­krete Erfahrungen.

    Um es kurz zu machen(stark ver­kürzt dar­ge­stellt):
    Wäh­rend Aaron in Israel zu Besuch war, war Ange­lika im Iran zu Besuch. Der­ar­tige Erfah­rungs­werte könn­ten, sym­bio­tisch genutzt, der Pira­ten­par­tei ein völ­lig eige­nes außen­po­li­ti­sches Pro­fil geben.

    Dies ist zudem nicht der erste, und wird auch nicht der letzte Fall sein, in dem mehr oder weni­ger gegen­sätz­li­che Posi­tio­nen auf­ein­an­der­pral­len. Auf vie­len unter­schied­li­chen Poli­tik­fel­dern wird noch ver­gleich­ba­res kom­men. Dar­auf ver­wette ich eine Kiste Saft. Sei es nun Hart­zIV, das Ver­hält­nis zur EU, der Umgang mit denen, die sich selbst klar poli­tisch rechts bzw. klar poli­tisch links ein­ord­nen, das Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen real exis­tie­ren­den Sicher­heits­be­dürf­nis­sen und real schwinde­nen Bür­ger­rech­ten, usw.

    Mög­li­cher­weise wäre es hierzu sinn­voll — so als grund­sätz­li­cher Denk­an­stoß — ana­log zur Idee „Liquid Demo­cracy” über einen ein geord­ne­ten Pro­zess zur Posi­ti­ons­fin­dung nach­zu­den­ken, denn sehr häu­fig ist es so, dass bei sich sehr stark von­ein­an­der unter­schei­den­den Posi­tio­nen zu einem Thema eben bei bei­den(!) Hal­tun­gen ent­we­der Wis­sens­lü­cken und/​oder ein noch nicht erkann­ter ideo­lo­gi­scher Spin auf­zu­fin­den ist. Das konnte man auch im Blog­post von Aaron König sehen. Es gab nicht wenige(z.B. auch mich), denen ledig­lich die ernst­hafte Erwä­gung von Mili­tä­ri­schen Maß­nah­men zu weit geht(Was IMHO zwangs­läu­fig zu einem ech­ten Krieg füh­ren würde). Andere blen­den die exis­ten­zi­elle Gefahr aus, die Ira­ni­sches Waf­fen­po­ten­zial für Israel bedeu­tet, dritte(keine Ahnung, ob das wirk­lich Pira­ten waren oder Socken­pup­pen der vier­ten waren) sehen eine „Zio­nis­ti­sche Ver­schwö­rung” gegen den Iran.

    Über die vier­ten, die von PI und Fact-​Fiction zu die­sem Blog­post geschickt wurden(http://bit.ly/cVbHre) muss man wohl nicht viel reden. Leute aus die­ser Strö­mung freuen sich in der Regel über jeden toten Moslem.

  • Also ganz ehr­lich, wie er oben schreibt, man kann unter­schied­li­cher mei­nung sein. Und dass ist um so berech­tig­ter, als Aaron sich dahin­ge­hend äußert, dass ein Mili­tär­schlag gegen die Atom­an­la­gen, in denen nur Regime­kräfte wie Revo­lu­ti­ons­gar­den etc. sta­tio­niert sind, tote Zivi­lis­ten eben ver­mei­den! Wenn der Iran an A-​Waffen gelan­gen würde, wäre es bei wei­tem weni­ger lus­tig.
    EINE GANZ ANDERE QUALITÄT haben da die Äuße­run­gen eines wich­ti­gen Mit­glieds aus Sachsen-​Anhalt, der Leute auf unters­tem Niveau und ras­sis­tisch und sexis­tisch beschimpft. Und da beschwert sich kei­ner, nur weil der nicht „Bun­des­chef” ist. Diese Auto­ri­täts­hö­rig­keit und Kon­for­mis­mus sollte es bei uns nich geben, jeder Pirat muss sich an sei­nen Aus­sa­gen mes­sen las­sen, und da sind mir streit­bare Aus­sa­gen bei wei­tem lie­ber als abso­lut unent­schuld­bare ras­sis­ti­sche und machis­ti­sche Beschimp­fun­gen!
    http://​forum​.radio​co​rax​.de/​s​h​o​w​t​h​r​e​a​d​.​p​h​p​?​t​i​d​=​433

  • Aaron (Ste­fan) König hat (mM) sei­nen ‚Dis­clai­mer’ dumm for­mu­liert:
    Aaron Koe­nig ist Medi­en­un­ter­neh­mer und Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Pira­ten­par­tei. In sei­nem Blog setzt er sich mit Poli­tik im digi­ta­len Zeit­al­ter aus­ein­an­der. Die Arti­kel in die­sem Blog geben die per­sön­li­che Mei­nung des Autors wie­der und sind keine offi­zi­el­len State­ments der Pira­ten­par­tei Deutsch­land.
    er sollte den aus­drück­li­chen Ver­weis auf die PP strei­chen und statt des­sen einen Link (auch nur als ‚link’ beschrif­tet) zur Site dort ein­fü­gen, dann wäre Eini­ges an Scha­den vermieden

  • Aaron scha­det der Pira­ten­par­tei. Indem er pri­vat eine Mei­nung äußert, die dann von Kom­men­ta­to­ren nicht geteilt wird?

    Stelle Dir vor Frau Mer­kel ver­öf­fent­licht in einem pri­va­ten Blog die pri­vate Mei­nung, das man doch gezielte Angriffe fah­ren müsse und zudem ein paar Mina­rette geschleift wer­den müssten.

    Dei­ner Mei­nung nach: „das darf kein Pro­blem für das Deut­sche Volk sein”

    Mei­ner Mei­nung nach: Du hast ein Pro­blem mit dem erken­nen von Pro­ble­men wenn Du darin kein Pro­blem siehst. :-)

    Und ja, das ist das glei­che. Denn Mer­kel ver­tritt das Deut­sche Volk an expo­nier­ter Stelle und wird auch so wahr­ge­nom­men. Das macht jeder Ver­tre­ter der Pira­ten­par­tei im BV eben­falls — und das natür­lich auch mit jeder Äuße­rung in der Öffent­lich­keit. Das würde nicht „Die Deut­schen wol­len den Iran gezielt angrei­fen” aber „die Deut­sche Kanz­le­rin will den gezielt Iran angrei­fen” bedeuten.

    Das ist nach innen wie nach außen nicht viel bes­ser. Ob Du das so sehen willst oder nicht spielt dabei keine Rolle. Jeder darf seine Mei­nung äußern wie er will. Wenn jemand in expo­nier­ter Stel­lung das macht, dann hat er die Kon­se­quen­zen dafür auch zu tra­gen. In die­sem Falle also die Unzu­frie­den­heit der Mit­glie­der über den Fakt das viele in der Par­tei nicht sei­ner Mei­nung sind. Er wollte Öffent­lich­keit und eine Dis­kus­sion — die hat er nun und zwar wie schon beim letz­ten Mal weni­ger wegen dem Topic aber dafür um seine Per­son. Diese Dis­kus­sion hat er sich mei­nes Erach­tens auch red­lich ver­dient. Wenn Mer­kel „nur Ihre Mei­nung” sagen würde hätte sie die glei­che Dis­kus­sion am Hals. Zu Recht. Denn hier wie dort würde es impli­zit bedeu­ten das die Per­son wie auch deren Macht inner­halb der Orga­ni­sa­tion dazu ein­ge­setzt würde um das ange­strebte Ziel (hier: gezielte Mili­tär­ak­tio­nen) auch zu errei­chen und als Mei­nung zu etablieren.

    Es gibt sicher tole­rier­bare Mei­nun­gen. Selbst ob pro oder con­tra Kul­tur­flat­rate würde bestimmt nicht mit so einem Auf­trieb beant­wor­tet. König hat sich imho (spä­tes­tens) dies­mal wohl sehr bewusst(!) etwas aus­ge­sucht was stark pola­ri­siert. Das war seine Ent­schei­dung. Für diese erhält er die ent­spre­chende Reaktionen.

    Unge­ach­tet des­sen sind natür­lich Rücktritts-​Forderungen, Straf­an­zei­gen usw. über­zo­gen. Dies zumal diese z.T. von den glei­chen Per­so­nen­krei­sen kom­men wel­che ihn auf den Pos­ten gesetzt hat­ten. Das ist wie mit Pleite-​Banken. In einem gewis­sen Umfang hat man nun ein­mal aus­zu­ba­den was man anrich­tet. Nicht an allem sind andere Schuld.

    Grüße
    ALOA

    • Man sollte aber auch nicht ver­ges­sen das Aaron weder Bun­des­kanz­ler noch Par­tei­vor­sit­zen­der ist und wir sind auch nicht die CDU, daher trifft der Ver­gleich mit Mer­kel nicht wirk­lich. Gerade in der Pira­ten­par­tei sollte jedem Mit­glied (egal wel­che Funk­tion), noch mehr als in ande­ren Par­teien, das Recht auf die eigene freie Mei­nung ein­ge­räumt wer­den. Aber sogar wenn Roland Koch (Par­tei­vor­stand CDU) etwas sagt kommt kei­ner auf die Idee daß er auto­ma­tisch für die ganze CDU spricht.

      Ich wünschte mir nur manch­mal etwas mehr Gelas­sen­heit in sol­chen Fäl­len. Ent­we­der inhalt­li­che Kri­tik oder igno­rie­ren statt gleich die Abset­zung zu ver­lan­gen oder mit Aus­tritt zu drohen.

      • Einer­seits suchen wir (unter ande­rem durch Liquid Demo­cracy) nach neuen Wegen, wie man zukünf­tig Reprä­sen­tan­ten, von denen man sich nicht mehr ver­tre­ten fühlt, die eigene Stimme ent­zie­hen und neu ver­ge­ben kann und ande­rer­seits wol­len wir es inner­halb der Par­tei ein­fach bis zum nächs­ten Bun­des­par­tei­tag aus­sit­zen, wenn einer unse­rer medial am meis­ten beach­te­ten Reprä­sen­tan­ten des Vor­stands durch wie­der­holte isla­mo­phobe Bei­träge unsere Werte mit Füßen tritt. Wie soll man da nach außen hin glaub­wür­dig blei­ben oder es über­haupt mal wer­den? Ver­brei­tet ein Reprä­sen­tant einer ande­ren Par­tei sowas und es gibt keine Kon­se­quenz sei­tens der Par­tei, dann ist es wie fefe sagt nur legi­tim, dass man davon aus­geht, dass das eben Par­tei­mei­nung ist, die da von betref­fen­der Per­son nach außen ver­tre­ten wird. Es geht nicht um eine Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit (ins­be­son­dere nicht der ein­fa­cher Mit­glie­der), son­dern darum, wie man in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird und wel­che Pflich­ten man frei­wil­lig auf sich nimmt, wenn man sich zur Wahl in ein Amt stellt. Und als Vor­stands­mit­glied muss man eben poli­tisch die Mei­nung der Par­tei ver­tre­ten oder, wenn die der eige­nen Mei­nung wider­spricht eben die Kon­se­quenz dar­aus zie­hen und den Pos­ten auf­ge­ben. Was nicht geht ist, der Par­tei seine Pri­vat­mei­nung auf­zu­drü­cken, indem man öffent­lich poli­ti­sche Posi­tio­nen ver­tritt, die alles andere als von der Basis legi­ti­miert sind. Was Dirk und auch du anschei­nend nicht begrif­fen haben ist, dass die Pira­ten­par­tei nicht mehr nur aus eini­gen Hun­dert Leu­ten besteht und von nie­man­dem beach­tet wird, son­dern nun durch Mit­glie­der­an­sturm und erste Wahl­er­folge den Anspruch erhebt das Land poli­tisch mit­zu­ge­stal­ten. Und wenn man sowas ernst­haft machen will, dann muss man wenigs­tens die Grund­züge der öffent­li­chen Mei­nungs­bil­dung beach­ten und sich dem­ent­spre­chend ver­hal­ten.
        Btw; ich kann da nur für mich spre­chen, aber ich würde in betref­fen­den Bun­des­län­dern allein wegen Leu­ten wie Koch oder Rütt­gers bei Land­tags­wah­len nie die CDU wäh­len, selbst dann nicht, wenn ich davon aus­ginge, das sie nicht für die Lan­des­ver­bände der CDU im Gan­zen spre­chen. Das Gesicht einer Par­tei wird eben von den auf­tre­ten­den Per­so­nen bestimmt und wie sie Posi­tio­nen der Par­tei und das Pro­gramm in der Öffent­lich­keit ver­tre­ten. Und da ist es ein­fach illu­so­risch anzu­neh­men, dass man zwi­schen Pri­vat– und öffent­lich vor­ge­tra­ge­ner Par­tei­mei­nung unter­schei­den sollte. Bei einem Reprä­sen­tan­ten einer Par­tei muss/​darf/​soll man ein­fach davon aus­ge­hen, dass sie iden­tisch sind, denn dafür sind sie da.

  • Ich würde mir von einem Vor­stands­mit­glied ja foll­gen­des erwar­ten:
    * erst­mal den Dis­clai­mer „steht nicht in Kon­flikt mit der Sat­zung der Pira­ten­par­tei bla­bla”.… weg­las­sen
    * deut­lich kenn­zeich­nen dass es sich hier um eine Ein­zel­mei­nung han­delt
    * bevor man solch ein zu erwar­tend kon­tro­ver­ses Thema über­haupt behan­delt, den Text pira­ten aus der örtli­chen Glie­de­rung vor­zu­le­gen „seht her was ich geschrie­ben habe — ist das gut so?”

    ^^^ Aaron scheint nichts der­glei­chen zu tun … auf bis­he­rige Kri­tik hat er man­gel­haft bis gar­nicht rea­giert und auch sei­nem Ver­spre­chen sol­che Texte zukünf­tig der Pres­se­stelle vor­zu­le­gen ist er nicht nach­ge­kom­men.
    Muss ich wirk­lich noch mehr dazu schreiben?

  • Gerne möchte ich Dir auf den Wegen Dei­ner Gedan­ken fol­gen und einen gutes Stück weit kann ich das. Ja, es ist wich­tig, das wir Leute haben, die eigene Ansich­ten haben und ver­tre­ten und ja, auch ich mag Leute mit Ecken und Kan­ten. Aber wenn Aaron seine Pri­vat­mei­nung ver­tritt und diese ganz offen­sicht­lich nicht von Pira­ten­be­schlüs­sen gedeckt ist, dann soll er das tun, aber nicht unter dem Sie­gel des Vor­stands­mit­glieds der Pira­ten­par­tei son­dern als der Pri­vat­mann Aaron König. Also, keine Ver­weise auf seine Ämter und keine Pira­ten­in­si­gien, kein Pos­ten der Blog­ein­träge auf irgend­wel­chen Social Net­works die sein Pro­fil als „Pira­ten­pro­fil” füh­ren. Seine Mei­nung kann man tei­len oder auch nicht, d’accor, aber sie ist defi­ni­tiv nicht die Mei­nung der Piraten.

  • Mal ange­nom­men, Herr König hätte in sei­nem pri­va­ten Blog gesagt, daß er der Mei­nung wäre der 2. Welt­krieg hätte nicht mit einem Über­fall der Deut­schen auf Polen, son­dern mit einem „Angriff” begon­nen (und bei­des für nicht gut befun­den). Hät­test Du dann die­sel­ben Blog­ein­träge geschrie­ben und Aaron mehr oder weni­ger verteidigt?

    Oder über­sehe ich hier was wenn ich das Gefühl habe, das Herr Thie­sen wegen weit „weni­ger” ein weit unwich­ti­ge­res Amt räu­men musste?

    • Nun das hat er das aber nicht gesagt. „Was wäre wenn er xyz gesagt hätte”-Spiele halte ich für recht unsinnig.

      Das eine ist auch eine Umdeu­tung deut­scher NS-​Geschichte, das andere ist eine Mei­nung wie man mit aktu­el­len Ereig­nis­sen umge­hen sollte. Allein schon des­halb nicht vergleichbar.

      Diese Mei­nung nicht zu tei­len ist eine Sache, ihm zu ver­bie­ten diese zu äußern eine andere. Es würde mich freuen wenn noch mehr Vor­stands­mit­glie­der es ihm gleich­tun wür­den, die Par­tei kann dann bei den nächs­ten Wah­len ent­schei­den wen sie alles als Reprä­sen­tan­ten haben will.
      SO funk­tio­niert Demokratie!

      • Nie­mand will Herrn König das Wort ver­bie­ten. Klar hat Herr König das von mir oben hypo­the­ti­sche nicht gesagt. Darum gehts auch gar nicht. Es geht darum, das Herr Hill­brecht an Herrn Königs Sprach­re­ge­lung rum­dok­tort und das so rechtfertigt.

        Genau sol­che „Wort­klau­be­reien” aber wur­den Herrn Thie­sen aufs But­ter­brot geschmiert. Und jetzt fängt Herr Hill­brecht hier an, das gezielte Mili­tär­schläge kein Angriffs­krieg im klas­si­schen Defi­ni­ti­ons­sinne wären.

        Zwei­er­lei Maß any1?

    • Causa B.T. ist noch immer aktu­ell. Der Vor­stand (zu dem übri­gens Aaron zählt) hat es näm­lich bis heute noch nicht geschafft einen ent­spre­chen­den Antrag beim LSG ein­zu­rei­chen (ver­glei­che dazu mei­nen Antrag an den Vor­stand: Vor­stands­sit­zung am 18.02.2010).

      Nur so als Hin­weis am Rande ^^^

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