Georgsplatz, September 1982

Hannover damals und heute (7): Georgstraße am Georgsplatz, September 1982


Georgsplatz, September 1982

Georgs­platz, Sep­tem­ber 1982

Ein Blick in die Georg­stra­ße im Sep­tem­ber 1982. Die Bür­ger­stei­ge sind sehr voll, ich könn­te mir vor­stel­len, dass mein Opa die­ses Bild anläss­lich eines Schor­sen­bum­mels auf­ge­nom­men hat.

Die Georg­stra­ße schnei­det hier dia­go­nal den Georgs­platz, auch wenn man das im Stra­ßen­raum kaum wahr­nimmt, da alle Lini­en an der Stra­ße durch­ge­zo­gen wer­den. Im wei­te­ren Ver­lauf der Stra­ße sieht man die Bebau­ung nörd­lich der Baring­stra­ße, die im Kröp­cke-Cen­ter und schließ­lich am Magis-Haus an der Kreu­zung mit der Kar­marsch- und Bahn­hof­stra­ße endet. Rechts ragt noch die Bör­se Han­no­ver ins Bild.

1982 war die Umge­stal­tung der Georg­stra­ße nach dem U‑Bahnbau gera­de abge­schlos­sen. Vor­her war der Stra­ßen­zug meh­re­re Jah­re Groß­bau­stel­le gewe­sen. Der Stra­ßen­quer­schnitt wur­de, auch weil die Stra­ßen­bahn aus der Stra­ße genom­men wur­de, kom­plett neu gestal­tet. Im Vor­der­grund gibt es eine Mit­tel­in­sel als Que­rungs­hil­fe für Fuß­gän­ger. Inter­es­sant: An der Kreu­zung mit dem Stra­ßen­zug Baringstraße/Georgsplatz gibt es 1982 noch kei­ne Ampel, ledig­lich ein Vor­fahrt­schild für die Georgstraße.

Georgsplatz, Oktober 2019

Georgs­platz, Okto­ber 2019

Die­sel­be Stel­le 37 Jah­re spä­ter. Vor allem fal­len wie­der mal die erheb­lich gewach­se­nen Bäu­me auf, zumal die Jah­res­zeit bei­der Auf­nah­men ähn­lich ist. Durch die Baum­kro­nen ist der wei­te Blick bis zum Kröp­cke heu­te nicht mehr mög­lich. Was man aber sehen kann ist, dass die Fas­sa­ge des Hau­ses Georgs­platz 9 links im Bild immer noch gleich struk­tu­riert, aber farb­lich ganz anders gestal­tet ist.

Eben­falls geän­dert hat sich die Stra­ßen­ge­stal­tung. Statt der Ver­kehrs­in­sel ist zwi­schen den bei­den Fahr­spu­ren jetzt ein spe­zi­el­ler Fahr­rad-Links­ab­bie­ger ange­ord­net, über den der ent­spre­chen­de Rad­ver­kehr auf die Sei­ten­an­la­ge und zum Aegi geführt wird – eine mäßig gelun­ge­ne Ver­kehrs­füh­rung. Fak­tisch wur­de Anfang der 1980er Jah­re der Rad­ver­kehr nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt und seit­dem mit Stück­werk müh­sam ein paar Ver­än­de­run­gen gebas­telt. Auch die Ein­fä­de­lung des Rad­ver­kehrs auf die Fahr­bahn Rich­tung Kröp­cke ist alles ande­re als gelungen.

Inter­es­sant ist noch, wie sich die Stra­ßen­mö­be­lie­rung geän­dert hat. Die halb­ku­gel­för­mi­gen Pol­ler von 1982 auf der west­li­chen Stra­ßen­sei­te (im Bild links) sind weni­ger raum­grei­fen­den klei­nen Säu­len gewi­chen. Augen­schein­lich unver­än­dert sind aber die Stra­ßen­la­ter­nen, ins­be­son­de­re die Kan­de­la­ber auf der Ost­sei­te. Deren Kom­bi­na­ti­on fin­de ich beson­ders span­nend: Ein his­to­ri­sie­ren­der Later­nen­pfahl kom­bi­niert mit den „lang­ge­zo­ge­nen Kugeln” als Leucht­kör­per, die klar in den 1970er Jah­ren ver­or­tet wer­den kön­nen. Sie waren anders­wo im Stadt­bild damals omni­prä­sent, bei­spiels­wei­se 1978 in der Rathen­au­stra­ße, sind dort aber längst wie­der verschwunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.