Die Pünktlichkeit der Bahn am aktuellen Beispiel 1


Vor lan­ger Zeit hat­te ich schon­mal was zur Pünkt­lich­keit der Bahn geschrie­ben. Heu­te ist es mal wie­der soweit. Wir sehen: Die Abfahrts­ta­fel des Haupt­bahn­ho­fes Han­no­ver heu­te abend:

Abfahrtstafel in Hannover am 2010-12-17

Abfahrts­ta­fel in Han­no­ver am 2010-12-17

Wir sehen: Es ist eigent­lich gar nichts pünkt­lich. Unter 30 Minu­ten Ver­spä­tung macht es der Fern­ver­kehr mit kei­nem ein­zi­gen Zug. Fast die gan­ze lin­ke Sei­te der Tafel ist von Zügen belegt, die eigent­lich schon längst weg sein soll­ten. IC2377 ganz oben ist gleich mal „unbe­stimmt ver­spä­tet” (zum Zeit­punkt der Auf­nah­me war sei­ne Abfahrt 74 Minu­ten her), ICE 786 nach Ham­burg kommt eine Stun­de spä­ter. ICE 1185 nach Mün­chen ist zwar nur 40 Minu­ten ver­spä­tet, ver­kehrt aber heu­te nur mit einem Zug­teil und ist des­halb „stark über­be­legt”. Die Hin­weis­ta­fel schlägt gleich eine „Ersatz­fahr­mög­lich­keit” vor. Eine erheb­li­che Zug­an­zahl ver­kehrt in „umge­kehr­ter Wagen­rei­hung”, was auf grö­ße­res Cha­os in der Betriebs­füh­rung schlie­ßen lässt – sei es wegen ein­ge­fro­re­ner Wei­chen oder wegen defek­ter Trieb­köp­fe.

Was bin ich froh, dass ich momen­tan nicht Bahn fah­ren muss…


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