Breithauptstraße und Bahnbrücke, 1980

Hannover damals und heute (16): Breithauptstraße, September 1980


Breithauptstraße und Bahnbrücke, 1980

Breit­haupt­stra­ße und Bahn­brü­cke, 1980

Heu­te sind wir in Klee­feld. Die Breit­haupt­stra­ße ver­bin­det die Kirchrö­der Stra­ße und die Schei­de­stra­ße öst­lich des Kant­platz. Von ihr geht – ganz vorn im Bild zu erken­nen – die kur­ze Sal­feld­stra­ße ab, in der mei­ne Groß­el­tern bis 1982 gelebt haben – daher ein Foto einer sol­chen Nebenstraße.

Im Vor­der­grund die Breit­haupt­stra­ße, sogar mit einer Mit­tel­mar­kie­rung. Die Stra­ße war damals Teil einer Bus­wen­de­schlei­fe und stell­te die Über-Eck-Ver­bin­dung von Kirchrö­der und Berck­hus­en­stra­ße dar, das dürf­te ihren für eine unter­ge­ord­ne­te Stra­ße bemer­kens­wert hohen Aus­bau­stan­dard erklären.

Es domi­niert im Bild die Eisen­bahn­brü­cke der Lehr­ter Bahn, auf der gera­de ein mit einer Die­sel­lok bespann­ter Zug Rich­tung Osten fährt. Even­tu­ell han­del­te es sich dabei um ein Tran­sit­zug (mei­ne Groß­mutter bezeich­ne­te sie als „Inter­zo­nen­zü­ge”) über Helm­stedt und durch die DDR nach West-Ber­lin. Die Brü­cke über­spannt den Stra­ßen­zug Scheidestraße/Dohmeyers Weg/Berckhusenstraße, der auf der alten Land­stra­ße zwi­schen Han­no­ver und Mis­burg ver­läuft. Im Hin­ter­grund: Klee­fel­der Wohnbebauung.

Breithauptstraße und Bahnbrücke, 2019

Breit­haupt­stra­ße und Bahn­brü­cke, 2019

39 Jah­re spä­ter. Die Wohn­häu­ser gibt es noch, aller­dings mit neu­en Fens­tern und einer Satel­li­ten­an­ten­ne. Im Vor­der­grund par­ken heu­te wesent­lich brei­te­re Autos und das Eck­ge­bäu­de Breithauptstraße/Scheidestraße, dass nur in sehr klei­nem Win­kel abge­bil­det ist, hat eine neue Farb­ge­bung der Fas­sa­de bekommen.

Stark ver­än­dert hat sich die Situa­ti­on an der Brü­cke. Im Zuge des S‑Bahnbaus in den 1990er Jah­ren kam hier ein drit­tes Gleis dazu und das wur­de an die­ser Stel­le auf der Süd­sei­te des Bahn­damms ange­legt. Des­halb ist im Vor­der­grund heu­te eine (Stahl-)Betonbrücke zu sehen. Dahin­ter ist aber immer noch die „alte” Brü­cke für die bei­den nörd­li­chen Glei­se. Die grö­ße­re Wuch­tig­keit kommt also zum einen von der brei­ten Aus­füh­rung, aber sicher­lich auch daher, dass die Sei­ten­wän­de und die Brü­cken­brüs­tung aus Lärm­schutz­grün­den heu­te als Wand aus­ge­führt sind.

Die Breit­haupt­stra­ße ist heu­te im Ein­mün­dungs­be­reich zur Schei­de­stra­ße deut­lich ver­schmä­lert. Im Bereich im Bild­vor­der­grund hat sie aber immer noch ihre sehr brei­te Fahr­bahn – und sogar die Mit­tel­mar­kie­run­gen sind noch sicht­bar, aller­dings wohl nie­mals erneu­ert und des­halb heu­te stark verblichen.

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