Bau­aus­schuss und Stadt­be­zirks­rat zur D-Li­nie: Das Pro­to­koll 1


Am 20. Fe­bru­ar 2013 tag­ten der Stadt­ent­wick­lung- und Bau­aus­schuss des Ra­tes der Stadt Han­no­ver und der Stadt­be­zirks­rat Mit­te in ei­ner ge­mein­sa­men Son­der­sit­zung. Ein­zi­ger Ta­ges­ord­nungs­punkt: Ent­schei­dung zur Stadt­bahn­li­nie D. Ich pro­to­kol­lie­re hier den Sit­zungs­ver­lauf so­eiw den größ­ten Teil der an­schlie­ßen­den tur­nus­mä­ßi­gen Sit­zung des Bau­aus­schus­ses. Das Pro­to­koll setzt ein kurz nach den Vor­trä­gen der Her­ren Bo­de­mann, Franz, Hal­ler und Frei­wald, die im We­sent­li­chen das­sel­be wie­der­ga­ben wie tags zu­vor in der Sit­zung des Ver­kehrs­aus­schus­ses in der Re­gi­on.

Für die­ses Pro­to­koll gilt wie für al­le an­de­ren: Er­stellt auf Grund­la­ge ei­ner Mit­schrift in der Sit­zung selbst. Wort­bei­trä­ge sind teil­wei­se wört­li­ch, teil­wei­se aus­sa­ge­er­hal­tend ver­kür­zend wie­der­ge­ge­ben. Hin­wei­se auf Ge­scheh­nis­se wäh­rend der Sit­zung sind in (run­den) Klam­mern wie­der­ge­ge­ben. Für Er­gän­zun­gen des Ge­sag­ten zur bes­se­ren Ver­ständ­lich­keit wer­den [ecki­ge] Klam­mern ver­wen­det. Es kön­nen Tei­le der Wort­bei­trä­ge feh­len, auch oh­ne Kenn­zeich­nung, dies pas­siert aber nie in sinn­ent­stel­len­der Ab­sicht. Na­men und Funk­tio­nen wer­den nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen ge­nannt. Dies ist kein of­fi­zi­el­les Pro­to­koll! Kor­rek­tu­ren neh­me ich ger­ne vor!

Zu Be­ginn der Sit­zung wur­den die­sel­ben Vor­trä­ge ge­hal­ten wie am An­fang der Sit­zung im Re­gi­ons-Ver­kehrs­aus­schuss am Tag zu­vor.

Franz (Ver­wal­tung Re­gi­on, Ver­kehrs­de­zer­nent): Der Li­ni­en­splitt ist un­über­sicht­li­ch, es gibt da so vie­le ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten und al­le hei­ßen „Schee­l­haa­se“.

Bür­ger­fra­ge­stun­de

Bür­ge­rin: (1) 50 Bus­se auf Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße. War­um dann no­ch Stadt­bahn zum Rasch­platz? Kön­nen doch die Bus­se ma­chen. (2) Stre­cke zum Schau­spiel­haus und Ae­gi soll ja ge­stri­chen wer­den, Um­stei­gen am Stein­tor ist aber nicht ex­zel­lent: Lan­ger Fuß­weg. We­der zü­gig no­ch schnell. Wenn Stadt­bahn un­ter der Er­de wä­re: Um­stieg mü­he­los.

Schu­bert (Bür­ge­rin, ECE-Cen­ter­ma­na­ge­rin): Seit 6 Jah­ren da. Ver­tre­te In­ter­es­sen für In­vestor und Miet­part­ner in der Ern­st-Au­gust-Ge­le­rie. Für uns ist wich­tig, dass auch in Zu­kunft gu­te Er­reich­bar­keit der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie er­hal­ten bleibt und die At­mo­sphä­re über­all mög­lichst her­vor­ra­gend ge­stal­tet wird. Könn­te man al­so auf den ers­ten Bli­ck mei­nen, dass ich die Sta­ti­on bei uns vor der Tür be­für­wor­ten wür­de. Ist für uns in der Tat in­ter­es­sant, aber: Er­reich­bar­keit ist nicht nur der ÖPNV, son­dern auch fuß­läu­fig, Rad, PKW und eben der ÖPNV. Und da lie­gen mei­ne Be­den­ken: Dop­pel­te Kreu­zung [Her­schel­stra­ße und Ern­st-Au­gust-Platz] führt zu gro­ßen Be­den­ken, dass das funk­tio­niert. Ver­ste­he nicht, wie im Her­zen der Stadt die Qua­li­täts­stu­fe „D“ für Fuß­gän­ger bei den Kno­ten­punkt be­rech­nun­gen als aus­rei­chend hin­ge­nom­men wird. Fra­ge das die Frak­tio­nen.

Küß­ner (CDU, Aus­schuss­vor­sit­zen­der): Sie kön­nen hier nur die Ver­wal­tung fra­gen.

Lon­den­berg (Bür­ger): Kann man den Gut­ach­ten glau­ben? Herr Frei­wald hat ge­zeigt wie das geht. Kommt mir vor wie Com­pu­ter. Kei­ne Be­rück­sich­ti­gung des Lie­fer­ver­kehrs. Es wird im­mer nur auf die un­ter­such­ten Kno­ten ge­schaut. Nicht auf die Stra­ßen­tei­le da­zwi­schen. War bei Schu­len­bur­ger Land­stra­ße auch Pro­blem: Un­ter­su­chen ha­ben ge­sagt, das gin­ge al­les und plötz­li­ch wird neue Stra­ße ge­baut -. funk­tio­niert al­les nicht mehr. Dann die Stra­ßen: Wie kom­me ich von der Goe­the- in die Schmie­de­stra­ße? Wie wie­der zu­rücki? Was ist mit der Schil­ler­stra­ße? Glau­ben Sie nicht dem Gut­ach­ten.

Volt(?) (Bür­ger, Volks­bank): An­lie­ger Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße 15-19, 22-24. 340 Mit­ar­bei­ter. Ge­wer­be­steu­er 3 Mio. EUR/​Jahr. Ge­ra­de die Im­mo­bi­li­en zu­rück­ge­kauft und da­mit Be­kennt­nis zum Stand­ort ab­ge­legt. Re­gio­na­ler Fi­nanz­dienst­leis­ter, ex­trem wich­tig, dass wir für al­le Ver­kehrs­teil­neh­mer gut er­reich­bar sind. Schau­en heu­te, wie es um un­se­ren Blo­ck [Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße, An­d­rea­e­s­tra­ße, Ka­nal­stra­ße, Mehl­stra­ße] aus­sieht: Häu­fig Staus, Hup­kon­zer­te, Staus aus den Park­häu­sen. Ärgs­te Be­fürch­tun­gen, dass das schlim­mer wird. 40-50 Mio EUR In­ves­ti­tio­nen wür­de ein vor­sich­ti­ger Kauf­mann nur auf Grund ei­nes über­zeu­gen­den schlüs­si­gen Kon­zep­tes tä­ti­gen. Reicht Ih­nen das aus, was Sie an In­for­ma­tio­nen ha­ben?

Bo­de­mann (Ver­wal­tung Stadt Han­no­ver, Bau­de­zer­nent): Herr Hal­ler, wie ant­wor­ten Sie auf die Zwei­fel von Herrn Lon­den­berg an Ih­rer Pro­fes­si­on?

Hal­ler (Gut­ach­ter): Was sagt man dar­auf? Ha­ben schon vie­le Si­mu­la­tio­nen ge­macht. Ha­ben da­zu­ge­lernt. Wenn man ver­sucht, auf der si­che­ren Sei­te zu lie­gen, dann ist no­ch ge­nug Luft für die nicht si­mu­lier­ten Un­si­cher­hei­ten, z. B. Lie­fer­ver­kehr. Si­mu­la­ti­on ist nicht auf letz­ten Knaut­sch ge­rech­net. Ha­ben ge­ra­de mit Stadt­bahn­stre­cken viel Er­fah­rung. Si­mu­la­tio­nen sind gu­tes In­stru­ment zu prü­fen, ob Ver­kehr im Mit­tel so lau­fen wird wie ge­plant. Wir bil­den hier ja Spit­zen­fäl­le ab. Wich­tig ist aber auch zu be­rück­sich­ti­gen, dass wir ja auch ein wirt­schaft­li­ches Sze­na­rio emp­feh­len müs­sen. Es wird hier ja auch die Welt nicht auf den Kopf ge­stellt. Stra­ßen­bahn biegt [am Ern­st-Au­gust-Platz] jetzt halt ab statt ge­ra­de­aus zu fah­ren an der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie und die Ver­kehrs­strö­me im Post­tun­nel än­dern si­ch. Kann ei­gent­li­ch gar nicht sein, dass es schlech­ter wird.

Bo­de­mann: Herr Franz, wie war das ei­gent­li­ch mit den vie­len Va­ri­an­ten?

Franz: War lan­ge und in­ten­si­ve Dis­kus­si­on. In je­dem Fall soll­te im­mer ein bar­rie­re­frei­er Aus­bau pas­sie­ren. Die Fra­ge, ob man die Li­nie 10 über­haupt braucht, ist hin­fäl­lig: Wir brau­chen sie. Die Fra­ge war dann: Ober- oder un­ter­ir­di­sch? Wur­de ge­gen­ein­an­der­ge­rech­net mit kla­ren Er­geb­nis­sen für den Ober­flä­chen­aus­bau. Die Re­gi­ons­ver­samm­lung hat ein­stim­mig be­schlos­sen, ober­ir­di­sche Pla­nung in Auf­trag zu ge­ben. Gibt dann na­tür­li­ch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten. Soll mög­lichst gut mit an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern har­mo­ni­sie­ren. 5-Mi­nu­ten-Takt? Ist jetzt auch ge­klärt. Für die­sen Fall kann man die zu­sätz­li­chen Bah­nen durch den A-Tun­nel schi­cken.

Bo­de­mann: Sie [schaut ins­be­son­de­re in Rich­tung CDU/FDP] lä­cheln ja im­mer, wenn wir die Ver­keh­re run­ter­rech­nen. Aber wir sind uns doch ei­nig: [Auf der Ach­se Kurt.Schumacher-Straße – Post­tun­nel] ist kein Durch­gangs­ver­kehr sinn­voll. Des­halb die­sen Ver­kehr über Cel­ler Straße/​Hamburger Al­lee schi­cken. Das sind dann die, die in dem Kno­ten Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie zu­künf­tig feh­len. Aber wir rech­nen ja [in den bis­he­ri­gen Mo­del­len] auf den Stra­ßen no­ch mit Durch­gangs­ver­keh­ren. Zu Volks­bank­fra­gen: Wir ha­ben am 2./3. Ad­vent noch­mal die Fahr­zeu­ge in den Park­häu­sern ge­zählt. Er­geb­nis von Prof. Hal­ler: Es gibt kri­ti­sche Ef­fek­te, z.B. im Kauf­hof­park­ga­ra­ge. Da wird über­flüs­si­ger­wei­se un­nö­tig ge­war­tet und be­hin­dert die an­de­ren Au­to­fah­rer, die durch­fah­ren wol­len. Park­haus Mehl­stra­ße hat­te an den Ta­gen 40% freie Ka­pa­zi­tä­ten. Da­zu: An­d­rea­e­s­tra­ße ist kri­ti­sch, auch weil wir an­ders als ur­sprüng­li­ch ge­plant ei­ne Zu­fahrt von Nor­den zu­las­sen. Ur­sprüng­li­ch soll­te das nur von Süd­en ge­hen. uni­on-bo­den hat in­ter­ve­niert und jetzt ha­ben wir ein Pro­blem mit links ab­bie­gen­den Ver­keh­ren in den Spit­zen­zei­ten. Wir ha­ben im uni­on-bo­den-Auf­sichts­rat letz­te Wo­che dis­ku­tiert, ob man das no­ch än­dern soll­te. Al­so: Wir se­hen da deut­li­che Po­ten­tia­le. Es gibt aber selbst heu­te kei­nen Rück­stau aus der Schil­ler­stra­ße in den Ern­st-Au­gust-Platz. Und: Wir wol­len Ver­kehrs­an­la­gen nicht nach Ad­vents­sams­ta­gen be­mes­sen. Zu den Bus­sen auf der Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße: Sie wis­sen bes­ser als ich, dass die Bahn auf der Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße schon im­mer da war. Es ist Po­li­tik in al­len deut­schen Städ­ten, dass man öf­fent­li­chen Ver­kehr för­dert und ins­be­son­de­re den Schie­nen­ver­kehr för­dert.

Beil (Bür­ger): 0,25m² neh­me ich als Stadt­bahn­fah­rer ein, ein Au­to das 16-fa­che. War­um wird Ra­sen­gleis in Goe­the­s­tra­ße nicht über Leib­nizu­fer hin­aus­ge­zo­gen und in die Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße fort­ge­setzt. Au­tos nur aus Her­schel­stra­ße [an die Park­häu­ser her­an­zu­füh­ren] gin­ge doch viel­leicht auch?

Hal­ler: In­ten­si­ver Dis­kus­si­ons­pro­zess über be­son­de­ren Bahn­kör­per. Er­geb­nis ist Ab­wä­gung: Gibt Un­ter­schie­de zwi­schen Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße und Braun­stra­ße. Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße ist Ge­schäfts­stra­ße, Que­run­gen sol­len [für Fuß­gän­ger] mög­li­ch blei­ben, Ra­sen­gleis wä­re da kon­tra­pro­duk­tiv. Gilt auch für Stein­tor, dort passt stei­ner­ne Ge­stal­tung bes­ser. Öst­li­cher Teil der Goe­the­s­tra­ße be­kommt Bahn­kör­per ei­ner­seits we­gen För­de­rung und an­de­rer­seits we­gen der Ver­mei­dung von Ab­bie­ge­vor­gän­gen. Und da ist ein Bahn­kör­per ein gu­tes Mit­tel. Nur die Her­schel­stra­ße als Zu­lauf ha­ben wir ge­prüft, man müss­te dann von dort auch die Kauf­hof-Tief­ga­ra­ge an­fah­ren. De­ren Ein­fahrt ist aber in die an­de­re Rich­tung an­ge­ord­net. Man könn­te Wen­de ein­bau­en, ist aber pro­ble­ma­ti­sch. Au­ßer­dem sind Ver­keh­re so bes­ser ver­teilt. Um­fah­rung [des Ro­sen­quar­tiers] sorgt da­für, dass man an­ders fah­ren kann. Sind halt nur so vie­le Au­tos wie Park­plät­ze vor­han­den sind.

Em­mel­mann (Bür­ger): Herr Franz, Sie soll­ten ei­ne ober­ir­di­sche Pla­nung vor­le­gen. Sie ha­ben nun ge­merkt, wie emo­tio­nal das The­ma ist. Va­ri­an­ten wer­den öf­fent­li­ch tief dis­ku­tiert. War­um gab es kei­nen Auf­trag, auch die Tun­nel­lö­sung noch­mal in Tie­fe zu un­ter­su­chen? Wie groß sind die Kos­ten ei­nes sol­chen Ver­kehrs­gut­ach­tens ver­gli­chen mit der Ge­samt­maß­nah­me? Und an die Stadt Han­no­ver: War­um wird der Qua­li­täts­in­dex „D“ für aus­rei­chend ge­hal­ten, wenn bei Pri­vat­pla­nun­gen ein „C“ ge­for­dert wird?

Brüm­mer (Bür­ger): Bin Nut­zer der Li­nie 10. Wie soll man am Haupt­bahn­hof um­stei­gen, wenn man in den Zug um­stei­gen will? Mal mit Flug­ha­fen ver­gli­chen

Pohl (Bür­ger): Ganz vie­le Fra­gen. Will mi­ch re­du­zie­ren. An­knüp­fung bei Vor­red­ner: Kei­ne Ver­bes­se­rung der Um­stei­ge­be­zie­hun­gen. (1) Was sa­gen die Be­hin­der­ten­ver­bän­de? Wie kommt man von der Stra­ßen­mit­tel­la­ge in die U-Bahn, ver­gli­chen mit der heu­ti­gen Si­tua­ti­on? (2) Schil­ler­stra­ße. Ka­pa­zi­tät so­wie­so zwei­fel­haft, aber wie sol­len Fuß­gän­ger die­se dann über­que­ren kön­nen bei dem gan­zen Ver­kehr? Wie wirkt si­ch das auf den Ver­kehrs­fluss aus? (3) Herr Franz, Sie ha­ben Wirt­schaft­lich­keit ge­gen­über­ge­stellt, Ober­flä­chen­lö­sung sei bes­ser als Tun­nel. Ih­re In­dex­wert von 1,6 für die ober­ir­di­sche Lö­sung von vor­hin ist aber für den „Be­st Ca­se“ ge­rech­net, bei dem es über­all ei­nen ei­ge­nen Gleis­kör­per gibt. Das hier ist aber nicht Be­st Ca­se. Wie ist der In­dex denn für die jet­zi­ge Lö­sung?

Wit­te (Bür­ge­rin): Zur Um­stei­ge­si­tua­ti­on am Stein­tor: Wie soll man da in die U-Bahn kom­men? Wo sol­len die Auf­zü­ge hin? Wie ist das am Rasch­platz? Muss man da durch Re­gen und Wet­ter lau­fen um in den Bahn­hof zum Um­stei­gen zu kom­men? Ein Ex­tra-Zu­gang ist ja nicht an­ge­dacht. Und die Kehr­an­la­ge am Rasch­platz: Da soll ein stra­ßen­bün­di­ges Gleis­kreuz hin. Die Wei­chen da lie­gen mit­ten auf der Stra­ße und müs­sen stän­dig ge­war­tet wer­den.

Bo­de­mann: Zur Fra­ge, wo man am Bahn­hof zu den Zü­gen aus­stei­gen soll: Kommt dar­auf an, wo Sie hin­wol­len. Ent­we­der vor­ne oder hin­ten.

Franz: Da ist ja die Weg­stre­cke zum Bahn­steig re­le­vant. Ha­ben wir un­ter­sucht: Durch neue Sta­ti­on hin­ten schnel­ler als bis­her. Auf die Glei­se 1 bis 4 kom­men Sie durch die neu­en Auf­gän­ge schnel­ler. In die Mit­te des Bahn­ho­fes dau­ert es et­was län­ger. Und Weg zu Um­stieg zur Stadt­bahn ist na­tür­li­ch schnel­ler. Am Stein­tor sind auch no­ch Ver­bes­se­run­gen ge­wünscht: Zu­sätz­li­che Auf­zugs­an­la­ge, al­ler­dings nicht von Hoch­bahn­steig di­rekt, son­dern auf der an­de­ren Sei­te der Stra­ße. Zu der Kehr­an­la­ge am Rasch­platz: Gibt es an Hal­ten­hoff­stra­ße, kei­ne schle­chen Er­fah­run­gen ge­macht. Gab kei­ne Mit­tel für Un­ter­su­chung der un­ter­ir­di­schen Stre­cke. Und die Be­hin­der­ten­ver­bän­de fin­den die Pla­nun­gen ein­hel­lig toll. Ha­ben nur die An­re­gung ge­ge­ben, dass das Schau­spiel­haus ab­ge­kop­pelt ist.

Bo­de­mann: Was die Be­last­bar­keit des Pflas­ters be­trifft: Platz der Welt­aus­stel­lung hat 9000 Fahr­ten auf Kur­ve, Ern­st-Au­gust-Platz vor der Ga­le­rie nur 5000. Que­rung Schil­ler­stra­ße für Fuß­gän­ger: Auf Ern­st-Au­gust-Platz-Kreu­zung ist für die Fuß­gän­ger Rund­um­grün ge­rech­net. Wir ha­ben mit Han­dels­ver­bän­den ge­re­det. Den­ken, dass die Si­tua­ti­on ähn­li­ch wie am Platz der Welt­aus­stel­lung bei Sport Scheck ist. Ge­gen­sei­ti­ge Rück­sicht­n­ah­ne ist an­ge­sagt. Wenn wir mit De­re­gu­lie­rung nicht wei­ter­kom­men, müss­ten wir noch­mal über an­de­re Maß­nah­men nach­den­ken.

Rie­de (Bür­ger): Der D-Tun­nel wird ver­teu­felt. Aber für den Tun­nel wür­den wir 75% Zu­schüs­se be­kom­men, das wä­re für Han­no­ver um­son­st. Die Sta­ti­on am Rasch­platz ist im Roh­bau fer­tig, die am Stein­tor teil­wei­se. Wo bringt das ak­tu­el­le Kon­zept Ver­bes­se­run­gen für die Fahr­gäs­te? An der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie gibt es kei­nen Zu­gang. Und: Wer will zum Rasch­platz? Den Be­rech­nun­gen glau­be ich nicht. Den­ken Sie an die Hans-Böck­ler-Al­lee west­li­ch der Clau­se­witz­stra­ße. Da soll­ten zwei Fahr­spu­ren auch aus­rei­chen und jetzt staut es si­ch da stän­dig zu den Stoß­zei­ten. Den­ken Sie auch an die Bau­stel­len­län­ge!

Bo­de­mann: Die 75%-Rechnung geht nicht auf. Kann mir nicht vor­stel­len, dass Land frei­gie­big mit 130 Mio. EUR durch den Raum läuft. Und 75% von 130 Mio. sind 95 Mio. Und die ver­blei­ben­den 35 Mio.? Zahlt Han­no­ver. Da ist un­se­re Pla­nung bil­li­ger.

Franz: Kann das un­ter­mau­ern. För­der­richt­li­nie auf Bun­des­ebe­ne sagt: Wirt­schafltich sinn­volls­te Va­ri­an­te kann ge­för­dert wer­den. Stan­dar­di­sier­tes Ver­fah­ren. Fahr­gast­wil­len: 20.000 Men­schen am Werk­tag auf der Li­nie 10: 1/3 will in die U-Bahn am Haupt­bahn­hof. Für die gibt es zu­künf­tig die Hal­te­stel­le am Rasch­platz. 1/3 will zu den Zü­gen und 1/3 in die In­nen­stadt. Für die ist der ober­ir­di­scher Aus­bau bes­ser, da sie dann schnel­ler in der In­nen­stadt sind. Und die Bau­dau­er: Stra­ßen­mo­der­ni­sie­rung ist ei­ne er­heb­li­che Bau­stel­le. Aber wenn Pro-D-Tun­nel dar­auf hin­weist: U-Bahn­bau ist auch kein Kin­der­ge­burts­tag. Auf der Goe­the­s­tra­ße wä­re Bau­stel­le in of­fe­ner Bau­wei­se. An der Ober­flä­che ist nicht schwe­rer aus­zu­bau­en als im Tun­nel.

Bo­de­mann: Wer will zum Rasch­platz? Am ZOB wä­re nichts los? Den­ken Sie an die Bus­fern­ver­kehrs­li­be­ra­li­sie­rung! Da kom­men Sie dann auch mit der Stra­ßen­bahn hin. Den­ken auch an die al­tern­de Be­völ­ke­rung. Des­halb ober­ir­di­sch. Im In­vest kos­ten­güns­ti­ger und beim Bau schnel­ler. Wann kön­nen wir mög­lichst früh bar­rie­re­frei sein? Qua­li­täts­in­dex „C“ vs. „D“, Herr Em­mel­mann: Hier sind die Stra­ßen ge­wach­sen und eng. Da muss man an­ders drü­ber den­ken als bei kom­plet­ten Neu­bau­ten.

Küß­ner: Die Bür­ger­fra­ge­stun­de ist be­reits um 5 Mi­nu­ten über­zo­gen. Wir ma­chen jetzt ei­ne letz­te Run­de.

Prenz­ler (Bür­ger, Ci­ty-Ge­mein­schaft): Zu den Durch­gangs­ver­keh­ren. Da hat Herr Bo­de­mann Recht, Wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen sa­gen auch, dass wir kei­ne ech­ten Durch­gangs­ver­keh­re wol­len. Aber: Wir ha­ben zwar jetzt in den letz­ten Ta­gen mit Herrn Bo­de­mann wie­der ei­nen Dia­log ge­führt, aber nur über die Ver­kehrs­gut­ach­ten. Über Stre­cken­füh­rung und Va­ri­an­ten­ver­gleich nicht. War­um wird im Va­ri­an­ten­ver­gleich das Stre­cke­nen­de am Stein­tor nicht ge­prüft? Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nung fehlt! Va­ri­an­te ist doch char­mant, weil man schnell und kos­ten­güns­tig bar­rie­re­frei wird. Und dann das stän­di­ge Man­tra von Ka­pa­zi­täts­eng­päs­sen im A-Tun­nel. Er­in­ne­re an DB-Re­gio­haus in der Joa­chim­stra­ße und den Brand dort im Jahr 2002, da wur­de die ge­sam­te Li­nie 10 für zwei Mo­na­te durch den Tun­nel ge­führt – oh­ne Pro­ble­me.

Stro­bel(?) (Bür­ger, BIU): Lan­ge da­bei, ver­schie­de­ne Ide­en von uns nicht be­rück­sich­tigt: Nie­der­flur, An­bin­dung der Kauf­hof-Tief­ga­ra­ge über Ro­sen­stra­ße, Hal­te­stel­le an der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie im Post­tun­nel. Hal­ten Re­gi­ons­lö­sung für gut. Ober­ir­di­sche schnel­le Füh­rung in die In­nen­stadt ist we­sent­li­cher Vor­teil für die Fahr­gäs­te. Und Um­stieg wird deut­li­ch bes­ser. (re­fe­riert über Hal­te­stel­le im Post­tun­nel) Ab­schnei­den der Lin­ei am Stein­tor ist nicht charmant.(Erzählt wei­ter an­de­re Sa­chen). Ver­zich­te auf for­ma­le Fra­ge.

Pohl (Bür­ger): Ha­ben schon 19 km Tun­nel, fehlt nicht mehr viel.

Rie­de (Bür­ger): An­mer­kun­gen zu Herrn Bo­de­mann: Ha­be größ­te Zwei­fel zu Fern­bus­bahn­hof. Ein­mal pro Stun­de ein Bus, da­für Stadt­bahn? Wo ist Vor­teil der Hal­te­stel­le am Bahn­hofs­vor­platz ge­gen­über jetzt? Lei­tun­gen müs­sen al­le ver­legt wer­den?! War­um nicht al­les so las­sen?!

Be­be­ck (Bür­ger, IHK): Herr Bo­de­mann, es ist rich­tig, kein Durch­gangs­ver­kehr. Wir in­sis­tie­ren ja nur, weil wir nicht wol­len, dass die Maß­nah­men ge­gen den Durch­gangs­ver­kehr den Ziel­ver­kehr ab­schre­cken. Fra­ge: Ha­ben Schwach­punk­te iden­ti­fi­ziert: Park­haus­zu­fahr­ten, Park­leit­sys­tem. Se­hen Sie an­de­re Maß­nah­men, die Kun­den, die auf ih­ren aus­ge­tre­te­nen We­gen auf die an­de­ren We­ge zu lot­sen.

Wit­te (Bür­ge­rin): Si­tua­ti­on an der Hal­ten­hoff­stra­ße ist nicht ver­gleich­bar mit der ge­plan­ten End­hal­te­stel­le am Rasch­platz, da dort kein di­rek­ter Au­to­ver­kehr statt­fin­det.

Bo­de­mann: Zur Ver­schö­ne­rung der Stra­ßen: Es ist üb­li­ch in Städ­ten, dass bei sol­chen gro­ßen Maß­nah­men auch der Stra­ßen­raum ver­bes­sert wird. Des­halb trägt die Stadt ja auch ei­nen Teil der Kos­ten. An­stoß ist da­bei aber die D-Li­nie – und nicht die Bäum­chen. Ab­schre­ckung für Au­to­fah­rer? Wenn wir über die Ab­leh­nung des Durch­gangs­ver­kehrs ei­nig sind, blei­ben nur die Ziel­ver­keh­re – jet­zi­ge und künf­ti­ge. Na­tür­li­ch fin­den die auch wei­ter­hin ih­re Park­häu­ser.

Franz: Hem­min­gen kommt ja viel­leicht no­ch vor­her. Die Wei­chen am Rasch­platz lie­gen nicht auf Stra­ße. Der Tun­nel ist von nie­man­dem be­an­tragt. Ei­ne kur­ze Li­nie nur zum Stein­tor macht ver­kehr­li­ch kei­nen Sinn.

17:28 Uhr: Bür­ger­fra­ge­stun­de ist um.

Po­li­ti­sche De­bat­te

Blasch­zyk (CDU): Bei­trä­ge ha­ben gut ver­an­schau­licht: Rot-grü­ner Murks auf Kos­ten der Steu­er­zah­ler. Wird hier durch­ge­peitscht. Grü­ne Ideo­lo­gie hat si­ch durch­ge­setzt. SPD in der De­fen­si­ve. Lässt si­ch in Re­gi­on mit Na­sen­ring durch die Ma­ne­ge füh­ren. SPD mit CDU könn­te si­ch für Schee­l­haa­se oder Tun­nel ein­set­zen. Wol­len Sie aber nicht. Sie sind ei­ne Ja-Sa­ger­trup­pe der Grü­nen. Ver­wal­tun­gen, SPD und Grü­ne ver­wei­gern den Ein­woh­nern aus dem Wes­ten ad­äqua­ten öf­fent­li­chen Ver­kehr. Pla­nun­gen ha­ben nur ein Ziel: Op­ti­on zum ober­ir­di­schen Wei­ter­bau, Ab­riss der Hoch­stra­ße. Was wol­len Sie Men­schen in Han­no­ver no­ch zu­mu­ten? Ich sa­ge ei­nes: Sie be­kom­men die Quit­tung da­für. Bin von den Vor­trä­gen no­ch be­nom­men. Herr Franz, sie tau­chen hier im­mer mit neu­en Zah­len auf. Al­les nicht nach­voll­zieh­bar. In Re­gi­ons­druck­sa­che 0404/2012: Tun­nel viel­leicht doch bil­li­ger als Ober­flä­che? 25-42 Mio. Kos­ten für Han­no­ver sagt die Druck­sa­che. In­tra­plan­gut­ach­ten aus 2009: 33 Mio. Kommt al­les von Ih­nen. Hal­te es für un­se­riös, dass Sie die Schee­l­haa­se-Lö­sung gar nicht durch­rech­nen. Sie wol­len auch kei­ne Pro­be. Und die Wirt­schaft­lich­keit: ÖPNV ist nie wirt­schaft­li­ch! Wird be­zu­schus­st. Zur Stadt: Herr Bo­de­mann, Ver­kehrs­si­tua­ti­on in Kurt-​Schumacher-​Straße/​Herschelstraße/​Andreaestraße ist am Wo­chen­en­de Ka­ta­stro­phe. Ein­fach mal an­schau­en, brau­chen Sie gar kei­ne Gut­ach­ten da­für. Die Stadt­ver­wal­tung be­ant­wor­tet dies­be­züg­li­che Fra­gen nicht! Das Gut­ach­ten ist Rea­li­täts­ver­lust. Stein­tor sper­ren, Ver­kehr in Schol­vin­stra­ße? Das ist ein Su­per-GAU. Ha­ben Sie si­ch dort gar nicht an­ge­schaut. Und Herr Hal­ler, ich füh­le mi­ch von Ih­ren zwei Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße-Au­tos mas­siv in die Ir­re ge­führt. Das sind doch Ge­fäl­lig­keits­gut­ach­ten. Die CDU will per­spek­ti­vi­sch den D-Tun­nel. Par­tei­tag hat das be­schlos­sen, On­line-Um­fra­ge be­stä­tigt. Die Schee­l­haa­se-Lö­sung gin­ge auch. Rot-grün pro­phe­zei­he ich ein Stutt­gart-21 mit Ih­rer Lö­sung. Die Bür­ger wer­den nicht auf­hö­ren, da­ge­gen zu pro­tes­tie­ren.

Bo­de­mann: Herr Blasch­zyk, da ha­ben Sie mal wie­der ge­zeigt, was in Ih­nen steckt. Da wä­re dann dem­nächst mal ei­ne Ent­schul­di­gen bei Herrn Hal­ler fäl­lig. Sie schla­gen pro­be­wei­sen Be­trieb der Schee­l­ha­se-Lö­sung vor. Aber da­für brau­chen Sie doch ei­ne Kehr­an­la­ge! Und Ih­re Tun­nel­plä­ne zie­hen Geld­er von an­de­ren Vor­ha­ben ab. (leich­ter Tu­mult in der Po­li­tik, dass Bo­de­mann so lan­ge re­det).

En­gel­ke: Ok, Durch­gangs­ver­kehr ge­hört nicht in die Ci­ty. Aber: Sie wol­len den Ci­ty­ring ja auch zu­rück­bau­en. Wo soll er denn hin, der Durch­gangs­ver­kehr? Ver­mis­se sach­li­che Dis­kus­si­on. Mitt­ler­wei­le nur no­ch ideo­lo­gi­scher Kampf zwi­schen rot und grün. Ma­che mir Sor­gen um stol­ze gro­ße SPD. SPD lässt si­ch von Grü­nen am Na­sen­ring über die Glei­se zer­ren. Wer ist denn die größ­te Frak­ti­on im Rat? Sie he­ben die Hand für die Grü­nen! Wir ha­ben Än­de­rungs­an­trag ein­ge­bracht. Wir wol­len die Ge­samt­pla­nung auf die Stadt über­tra­gen. Denn: Wir ha­ben ei­ne gan­ze Rei­he von öf­fent­li­chen In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen er­lebt und da­bei im­mer wie­der ge­se­hen: Die Re­gi­ons­ver­wal­tung ist völ­lig über­for­dert. Sie be­rück­sich­tigt die Be­lan­ge der Stadt nicht, zu­dem kor­ri­gie­ren Sie die Fahr­gast­zah­len per­ma­nent nach un­ten. Im­mer geht es nur nach un­ten. Kon­kre­te Pla­nun­gen für Auf­zü­ge an den neu­en Um­stei­ge­sta­tio­nen sind im­mer no­ch nicht da, ob­wohl die Pla­nun­gen schon seit Mo­na­ten in der Dis­kus­si­on sind. Ich er­war­te, dass ei­ne Pla­nung Hand und Fuß hat, wie die von der Stadt Han­no­ver. Bau­kos­ten­fra­gen wer­den nicht be­ant­wor­tet, Zu­schüs­se sind auch no­ch nicht ge­klärt. Nix weiß man. Und zum Film von Herrn Hal­ler: Wird Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße-Teil vor Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie Fuß­gän­ger­zo­ne? Ant­wort. Wird „de­re­gu­liert“: Aber im Film ei­ern die Au­tos da rein. Glei­se am Goe­the­platz müs­sen ex­tra ge­schmiert wer­den, weil die Kur­ven so eng sind. Kön­nen Sie ga­ran­tie­ren, dass es nicht quietscht? Ver­wal­tung soll sa­gen, ob es Plan B gibt, wenn LVNG kei­nen Zu­schuss gibt?

17:48-17:53 Uhr: Pro­to­kol­lant nicht im Raum

Albricht (CDU): Witz: Steht drin, dass über Kos­ten no­ch nichts ge­sagt wer­den kann. Zwar hier und da ver­steckt, aber nicht so ver­teilt. Au­ßer­dem: In­fos feh­len. Na­tür­li­ch, jetzt hier in der Son­der­sit­zung be­kommt man In­fos. Hät­te aber ger­ne die In­fos frü­her. Au­ßer­dem Fra­ge an Prof. Hal­ler: Ihr Ver­kehrs­gut­ach­ten ist toll, aber mir fehlt: Zah­len! Wie sind die Roh­zah­len der Ver­kehrs­zäh­lun­gen? Ha­ben im Stadt­be­zirks­rat Mit­te Er­fah­run­gen da­mit. Wir se­hen uns des­halb nicht in der La­ge, zu ent­schei­den. Wer­den das in die Frak­ti­on zie­hen. Fra­ge am Mon­tag in die Ver­wal­tung ge­ge­ben: Tie­fer­le­gung Post­tun­nel. Kurz­fris­ti­ge Ant­wort be­fried­rigt mi­ch nicht. Drü­cken si­ch zwar al­le drum­rum: Die Bahn passt da nicht rein. Schon vor Jah­ren: Geht ei­gent­li­ch gar nicht, aber Stra­ßen­ni­veau müss­te um 50 cm ab­ge­senkt wer­den. Geht aber auch nicht: Da lie­gen Lei­tun­gen, z.B. Ab­was­ser­samm­ler. Das soll­te al­ler vor der Ab­stim­mung auf dem Tisch sein. Und die Ver­kehrs­füh­rung durch die Schol­vin­stra­ße ist ein schlech­ter Witz.

Ho­gh (Lin­ke): Zu­gän­ge im Post­tun­nel. Idee ist ja aus un­se­rem Be­zirks­rat. Woll­ten das schon 2000, aber Bahn war bo­ckig. Gibt es jetzt schon Zu­sa­gen oder ist dann im­mer no­ch Wunsch der Ver­wal­tung?

Franz: Deut­sche Bahn ist kon­struk­tiv. Fin­det das gu­te Idee. Gibt aber no­ch kei­ne Zu­sa­ge, z. B. weil die Flucht­weg­si­tua­ti­on no­ch nicht voll­stän­dig ge­prüft ist. Bahn ist aber of­fen, nicht bo­ckig. Auch Bun­des­po­li­zei fin­det das gut. Gab da ja auch mal öf­fent­li­che Ver­mu­tun­gen, das sei an­ders. Zah­len­kor­rek­tu­ren: Ja mus­s­te ich ma­chen. Aber nie mei­ne ei­ge­nen. Post­tun­nel muss nicht 50, son­dern 15 cm ab­ge­senkt wer­den. Lei­tun­gen wer­den nur ver­legt, da­mit sie nicht un­ter den Schie­nen lie­gen. Kur­ve an der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie mög­li­ch? Ja, wir sind hier in Han­no­ver mit den lan­gen ge­ra­den Stre­cken so­wie­so ver­wöhnt. An­dern­orts geht es auch nicht im­mer nur ge­ra­de­aus. Und: Es gibt auch hier sol­che 90-Grad-Kur­ven schon. Schau­spiel­haus: Nicht al­le Be­su­cher des Schau­spiel­hau­ses stei­gen an der Sta­ti­on aus und ein. Die meis­ten kom­men über Kröpcke/​Hauptbahnhof. Soll aber bei Ab­kopp­lung neu­es An­ge­bot ge­ben.

Hoch­hut (Se­nio­ren­bei­rat): Bin für Se­nio­ren­bei­rat hier. Haa­re grau, lau­fen nicht mehr so gut. Rück­fra­gen: (1) Di­rek­te Trep­pen­auf­gän­ge im Post­tun­nel. Fahr­stüh­le? (2) Ab­sen­kung Post­tun­nel? Der hat ja kei­ne Hö­hen­be­gren­zung, an­ders als al­le an­de­ren Tun­nels. Jetzt doch ab­sen­ken? Und der Was­ser­bot­tich? Ist das Grund­was­ser? Dann muss ich drin­gend war­nen: Die Rasch­platz­hoch­stra­ße ist De­ckel auf dem Grund­was­ser. Ha­be es schon oft ge­sagt, aber nie­mand will es hö­ren: Am Kröp­cke-Cen­ter mus­s­te ton­nen­wei­se Kies rein­ge­kippt wer­den. Spar­kas­se hat bei ih­rem Um­bau auch Schwie­rig­kei­ten mit dem Grund­was­ser, Das Ci­ne­ma­xx ist halb­wan­dig zur U-Bahn, ge­n­au wie Ross­mann. Strö­me der Fuß­gän­ger von der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie zum Bahn­hof? An­zahl Ta­xen­stän­de: Nur 6-8. Wie soll das bei der Mes­se sein?

Op­pelt (CDU): De­bat­te heu­te und in der letz­ten Zeit zeigt: Ak­tu­ell läuft in Stadt und Re­gi­on ein po­li­ti­sches Ex­pe­ri­ment: Klei­ne Cli­que von SPD und Grü­nen hat im Hin­ter­zim­mer im Re­gi­ons­haus oder Par­tei­gast­stät­te Plan zur Ret­tung des Ko­ali­ti­ons­frie­dens ge­macht. Ge­gen die In­ter­es­sen der Stadt, der Ver­bän­de, der Wirt­schaft. Die pro­tes­tie­ren ja nicht um­son­st. Op­po­si­ti­on sind ja CDU/​FDP/​Piraten. Die ma­chen das, weil Ih­re Plä­ne Wahn­sinn sind. Sie neh­men die Stadt in Gei­sel­haft. Mit ei­nem 50-Mio.-EUR-Projekt. Sie neh­men die Stadt in den Wür­ge­griff. Pla­nung ist höchst be­deu­tend als Rich­tungs­ent­schei­dung. Und das ein­zi­ge, was der Stadt­bau­rat da­zu sagt? Er ist froh, dass es über­haupt ei­ne Lö­sung gibt! Hät­te mir mehr ge­wünscht. Zu den Gut­ach­ten: Für uns sind die Ver­tre­ter der Wirt­schafts­ver­bän­de die bes­ten Gut­ach­ter. IHK und Ci­ty-Ge­mein­schaft schlie­ßen wir uns an: Wenn jetzt die­se Pla­nung ver­wirk­licht wer­den, wer­den wir mas­si­ven Kauf­kraft­ver­lust in der In­nen­stadt ha­ben. Die Leu­te fah­ren dann nach Wolfs­burg oder so, weil sie nicht stun­den­lang im Park­haus ste­hen wol­len. Zu­sam­men­ge­fasst: Sie le­gen die Axt an die Wur­zeln der In­nen­stadt.

Her­mann (SPD): Herr Op­pelt, wech­seln Sie den Job, wer­den sie Mär­chen­er­zäh­ler, dann tro­cken hin­ter den Oh­ren und dann kön­nen sie wie­der­kom­men. Ih­re Bei­trä­ge sind wirk­li­ch nicht mehr fei­er­li­ch. Ist das Ih­re Po­li­tik­fä­hig­keit im Rat? Es geht hier um nichts we­ni­ger und nichts mehr als Stra­ßen­bahn­li­nie, die im We­sent­li­chen in der Li­ni­en­füh­rung so bleibt wie sie bis­her ist. Braun­str, Goe­the­platz, (zählt die Li­ni­en­füh­rung auf) und dann un­ter­schei­det es si­ch: Bis­her zum Ae­gi, und jetzt wur­de auf Re­gi­ons­ebe­ne ent­schie­den, dass sie zum Rasch­platz führt. Die Takt­zei­ten ver­än­dern si­ch nicht, in­so­fern ver­ste­he ich den Groß­teil der Auf­re­gung nicht. Wir soll­ten uns doch mal freu­en, dass wir – bei al­len in­halt­li­chen Un­ter­schie­den – die letz­te Li­nie bar­rie­re­frei be­kom­men. Das ist doch ein Wert an si­ch.

Ein Groß­teil der Kos­ten wird von der Re­gi­on ge­tra­gen, hof­fent­li­ch wird es ge­naue­re Zah­len im Lau­fe des Ver­fah­rens ge­ben, kommt doch für Bar­rie­re­frei­heit und Lei­tungs­ver­le­gun­gen bei den Hoch­bahn­stei­gen. In­so­fern freut es mi­ch, dass wir die Bar­rie­re­frei­heit hin­be­kom­men und die bes­se­re Ver­knüp­fung mit den an­de­ren Li­ni­en. Der­Um­stei­ge­weg am Stein­tor war bis­her lang, jetzt lie­gen die Sta­tio­nen nä­her bei­ein­an­der.

Und dann die­se De­bat­te, man sol­le die Stra­ßen­bahn­li­ni­en am Stein­tor en­den las­sen, das ist der größ­te Murks der Ge­schich­te. Man muss doch zum Bahn­hof fah­ren kön­nen. Nicht aus­zu­den­ken, wenn das nicht geht. Ich kann das gan­ze nicht nach­voll­zie­hen. Ab­ge­se­hen von den bau­li­chen Pro­ble­men. Und dass wir in so ei­ner Si­tua­ti­on dann auch den Be­reich städ­te­bau­li­ch auf­wer­ten ist gut, rich­tig und wich­tig. Die Ci­ty-Ge­mein­schaft fin­det das doch auch, oder? (war­tet, fragt di­rekt in Rich­tung Herrn Prenz­lers). Das soll doch da bes­ser wer­den, oder?

Ich ver­ste­he das nicht ganz: Da wird ei­ne Ge­menge­la­ge kon­stru­iert zwi­schen städ­te­bau­li­cher Auf­wer­tung; Wi­der­stän­de ge­gen ei­ne ober­ir­di­sche Füh­rung wer­den ver­mengt mit Ver­kehrs­pro­ble­men, die der KFZ-Ver­kehr pro­du­ziert. Der Durch­gangs­ver­kehr soll weg, da sind wir uns ei­nig. Dann soll­ten wir doch auch die­sen Weg ge­hen. Ich bin da­für, dass wir die Ver­kehrs­steue­rung und -len­kung wie nö­tig ma­chen. Die Ver­wal­tung hat die Vor­schlä­ge auf den Tisch ge­legt. Wir müs­sen ge­n­au hin­schau­en, so mit dem Park­leit­sys­tem.

Ich glau­be, dass die Ver­kehrs­len­kung bei den Park­häu­sern op­ti­mie­rungs­be­dürf­tig ist. Aber die­ses jetzt zum Kron­zei­gen da­für zu ma­chen, war­um man die Stadt­bahn nicht will, fin­de ich fa­tal. Wie ist das mit der Ge­wich­tung? Mo­men­tan führt das zu der Si­tua­ti­on, dass der Un­ter­gang des Abend­lan­des we­gen ei­ner Stadt­bahn­li­nie pro­phe­zeiht wird. Wir soll­ten die Re­la­tio­nen zu­recht­rü­cken.

Zwei drit­tel al­ler Be­su­cher der In­nen­stadt kom­men dort oh­ne KFZ hin. Wie ist das mit der Ver­tei­lung bei der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie? Ist doch be­stimmt ge­nauso. Und dann: Si­tua­ti­on nüch­tern ana­ly­sie­ren. Schau­en wir uns die Ver­kehrs­strö­me an. Aber al­les auf das Au­to ab­zu­stel­len und dann die­ses auch als Kron­zeu­gen an­zu­füh­ren, fin­de ich nicht fair. Das wird auch von al­len um­fra­gen und stu­di­en be­legt und es stimmt da­bei auch ein­fach die Prio­ri­tät nicht.

Zum Schluss kri­ti­sche An­mer­kun­gen: Ich bin ja auch zi­tiert wor­den we­gen ei­ner E-Mail. Ich ha­be das Agie­ren der Re­gi­ons­ver­wal­tung in dem gan­zen Pro­zess, auch vor dem 4.10., nicht als glück­li­ch und nicht trans­pa­rent emp­fun­den. Am 4.10. wird ein 5-Mi­nu­ten-Takt pro­pa­giert und dann im Pro­zess er­gibt si­ch, dass es dann zu Ver­kehrs­pro­ble­men kommt. Al­so wa­ren wir da­für, dass ein grö­ße­rer Teil der Li­nie 10 in den A-Tun­nel ein­ge­spei­st wird. Wir ha­ben uns da­mit lei­der nicht durch­set­zen kön­nen. Es bleibt jetzt beim 7,5-Minuten-Takt auf der Li­nie 10. Wir hät­ten uns die Teil­ein­spei­sung stär­ker ge­wünscht. Aber die Ent­schei­dung ist auf Re­gi­ons­ebe­ne ge­fal­len und bis zu dem Punkt zum Ern­st-Au­gust-Platz gibt es kei­nen Dis­sens zwi­schen der SPD in Re­gi­on und Rat. Wir wol­len den Be­reich auf­wer­ten. Für die Füh­rung der Stre­cke da­na­ch hat­ten wir un­ter­schied­li­che Mei­nun­gen. Die sind ge­klärt wor­den in ei­nem de­mo­kra­ti­schen Pro­zess. Und da die Re­gi­on be­stellt und be­zahlt, ha­ben wir uns dem Mehr­heits­ent­schluss der Re­gi­on un­ter­ord­nen müs­sen. Des­halb ha­ben wir doch nicht „nord­ko­rea­ni­sche Dis­kus­si­ons­ver­hält­nis­se“!

Und jetzt die Ko­ali­ti­on we­gen ei­ner Stra­ßen­bahn­li­nie schei­tern las­sen? Das wür­den Sie auch nicht ma­chen. Wir wer­den uns um un­se­re Auf­ga­be küm­mern: Ver­nünf­ti­ge städ­te­bau­li­che Auf­wer­tung. Ich fin­de die Lö­sung mit der Stra­ßen­füh­rung im Be­reich Steintor/​Georgstraße rich­tig. Wir wol­len ei­ne Lö­sung, die mög­lichst we­nig Pro­ble­me macht.

Dette (Grü­ne): Ich fin­de es scha­de, dass wir nicht in der La­ge sind, ei­ne fach­li­ch-in­hal­ti­che Aus­ein­an­der­set­zung zu füh­ren, son­dern nur Rum­pol­tern oh­ne dies groß­ar­tig zu hin­ter­le­gen. Ich möch­te ih­nen recht ge­ben, Herr Blasch­zyk: Wenn wir hier ein „Stutt­gart-21“ mit grü­nem Ober­bür­ger­meis­ter be­kom­men, wer­de ich nicht wi­der­spre­chen. Jetzt zu heu­te und hier. Die Op­po­si­ti­on dif­fa­miert nur Gut­ach­ter. An­sons­ten ha­be no­ch nichts ver­nom­men, was mi­ch nach­den­ken lie­ße, waurm ich das al­le nicht für trag­bar fin­den soll­te.

Und ha­be auch gut zu­ge­hört bei den Bür­gern, die die Skrep­sis zum Aus­druck ge­bracht ha­ben. Was ich nicht ver­ste­he: Die­sel­be Per­son trägt vor, dass man wei­ter zum Ae­gi fah­ren möch­te, aber man möch­te den Tun­nel ha­ben. Die ober­ir­di­sche Hal­te­stel­le Cle­ver­tor kommt weg. Das fin­den Sie nicht gut, aber beim Tun­nel kä­me sie auch weg.

Was hat Rot-grün ei­gent­li­ch die letz­ten Jah­re ge­macht? Wir ha­ben uns ge­traut, die Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie an­zu­sie­deln. Wir ha­ben uns ge­traut, in der In­nen­stadt bei der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie 1200 zu­sätz­li­che Park­plät­ze zu in­du­zie­ren und das Park­haus im Ro­sen­quar­tier zu­zu­las­sen. Und auf ein­mal ist die­ses, lie­be IHK, der An­lass, dass die Stra­ßen­bahn weg soll. Wir trau­en uns das und wir trau­en uns das zu, weil wir uns auf Gut­ach­ter ver­las­sen. Wir wol­len, dass al­le in der Stadt ih­re Chan­ce ha­ben.

Herr Op­pelt, ich möch­te Ih­nen ent­schie­den wi­der­spre­chen, dass uni­on-bo­den ge­sagt ha­ben soll, dass das Sys­tem nicht funk­tio­niert. Das fin­de ich ei­nen Ham­mer, dass sie das hier so dar­stel­len, dass Sie aus ei­nem nicht-öf­fent­li­chen Gre­mi­um zi­tie­ren – und das auch no­ch fal­sch. Wir sind doch da­mals zu Ih­nen ge­gan­gen und ha­ben mit ih­nen den Dia­log ge­sucht. Wir kön­nen die Re­gi­ons­ent­schei­dun­gen nicht kor­ri­gie­ren. aber in un­se­rer Zu­stän­dig­keit links und rechts der Stadt­bahn wol­len wir mit Ih­nen dis­ku­tie­ren, wie wir die­se In­nen­stadt no­ch at­trak­ti­ver ma­chen. Wenn sie in das Ge­heul die­ser Her­ren ein­stim­men [hier fehlt ein Pro­to­koll­ab­schnitt]

Hill­brecht (Pi­ra­ten): [Die­ser Re­de­bei­trag ist teil­wei­se aus dem Ge­dächt­nis re­kon­stri­uiert.] Ok, wol­len wir mal fach­li­ch-in­halt­li­ch dis­ku­tie­ren. Die Stre­cke ist voll von Pla­nungs­män­geln. Kein ei­ge­ner Gleis­kör­per in der Goe­the­s­tra­ße, kein ei­ge­ner Gleis­kör­per in der Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße. An der Ern­st-Au­gust-Ga­le­rie ei­ne Kur­ve wie son­st nur in der Schlei­fe am Krons­berg. Das ist kei­ne mo­der­ne Stadt­bahn­pla­nung. Herr Bo­de­mann, sie be­haup­ten, ei­ne pro­vi­so­ri­sche Kehr­an­la­ge am Stein­tor sei nicht mög­li­ch. Da­bei hat es so­was am an­de­ren En­de der Li­nie 10, in Lim­mer, jah­re­lang ge­ge­ben. Das geht, wenn man nur will. Die Ar­gu­men­ta­ti­on bei der Li­ni­en­tei­lung ist ein­sei­tig und fal­sch. Der ober­ir­di­sche Zweig ist da­bei ja nur ein Teil. Na­tür­li­ch kom­me ich wei­ter­hin von Lin­den di­rekt zum Haupt­bahn­hof, eben über den un­ter­ir­di­schen Zweig. Sie ha­ben die Zah­len vor­hin selbst ge­nannt: Ein Drit­tel der Fahr­gäs­te will in die Stadt – und die sind mit ei­ner Hal­te­stel­le am Stein­tor viel­fach gut be­dient. Und die bei­den an­de­ren Drit­tel fah­ren durch den Tun­nel di­rekt zu ih­rem Ziel­punkt. Und das schöns­te: Sie ha­ben so­fort Bar­rie­re­frei­heit. Bür­ger aus Ah­lem, wo es ja schon Hoch­bahn­stei­ge gibt, könn­ten mor­gen bar­rie­re­frei die In­nen­stadt er­rei­chen, nicht 2019, nicht 2016, son­dern so­fort. Und es kos­tet no­ch nicht mal was. In­ves­ti­ti­on: Null Eu­ro. Der Schee­l­haa­se-Lö­sung feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit vor­zu­wer­fen ist eben­falls un­red­li­ch: Am Stein­tor kann man na­tür­li­ch ei­nen Hoch­bahn­steig bau­en oder den vom Ae­gi dort­hin ver­schie­ben – und die Hal­te­stel­len auf der Lim­mer­stra­ße müs­sen in je­dem Fall aus­ge­baut wer­den. Hier wird ge­gen die Schee­l­haa­se-Lö­sung po­le­mi­siert. Durch die­se Dis­kre­di­tie­rung soll die Dis­kus­si­on über die­se Lö­sung von vorn­her­ein ver­hin­dert. Im Rah­men der Dis­kus­si­on heu­te so­wie der ver­gan­ge­nen Ta­ge sind bei uns no­ch et­li­che Fra­gen zu die­ser Druck­sa­che auf­ge­taucht. Wir zie­hen sie des­halb in die Frak­ti­on und wis­sen FDP und CDU bei die­sem Schritt bei uns.

Bo­de­mann: Muss kurz di­rekt ant­wor­ten. Es gibt vie­le Stra­ßen­bah­nen oh­ne ei­ge­nen Gleis­kör­per, schau­en Sie mal nach Zü­rich. Und zur Kehr­an­la­ge Stein­tor und dem Aus­pro­bie­ren: Da sind In­ves­ti­tio­nen nö­tig. Und ein Hoch­bahn­steig.

Förs­te (Lin­ke): Herr En­gel­ke sagt, die Re­gi­ons­ver­wal­tung würgt rum. Recht hat er. Wir wer­den sei­nem An­trag zu­stim­men, wer­den aber ge­trenn­te Ab­stim­mung be­an­tra­gen, da wir den Tun­nel ab­leh­nen. Ins­ge­samt leh­nen wir die Pla­nu­gen ab, die Si­tua­ti­on an den be­plan­ten Stel­len wird ins­ge­samt schlech­ter.

Grüns­berg(?) (Grü­ne, Be­zirks­rat): Fas­se ich kurz. Wir be­grü­ßen die Pla­nung, ha­ben mit sol­chen Pla­nun­gen ja im Stadt­be­zirk ei­ni­ge Er­fah­rung. Ich schlie­ße mi­ch Herrn Dette und Herrn Herr­mann an.Wir wer­den die De­tail­pla­nung wei­ter be­glei­ten und An­re­gun­gen ge­ben, wie man nicht nur für die Li­ni­en 10 und 17, son­dern auch für die Ein­woh­ner Ver­bes­se­run­gen rea­li­sie­ren kann.

Ver­samm­lungs­lei­ter (SPD): Äu­ße­re mi­ch jetzt mal zur Sa­che: Für die SPD ha­ben si­ch no­ch Fra­gen auf­ge­ge­ben. Wir spre­chen über die fra­ge der At­trak­ti­vi­tät der In­nen­stadt und den dor­ti­gen Ver­kehr. Die In­nen­stadt ist am Wach­sen und Boo­men, wie ganz Han­no­ver. Das ist das Re­sul­tat ei­ner über Jahr­zehn­te er­folg­rei­chen Ver­kehrs­po­li­tik von Rot-grün. Man ist in De­tails si­cher­li­ch nicht ei­ner Mei­nung. Aber man spricht über ei­ne von vier Stadt­bahn­li­ni­en. Wir ha­ben uns im Be­zirks­rat ein­ge­hend mit dem The­ma be­fasst und ha­ben als SPD-Frak­ti­on no­ch ei­ni­ge Fra­gen, aber Herr Franz ist nicht mehr da. Scha­de. (Herr Herr­mann macht den Vor­schlag, Herrn Wes­ke zu fra­gen.) Wie kom­men die 1600 Fahr­gäs­te pro Tag zu­stan­de? Wei­ter­hin: At­trak­ti­vie­rung des Nah­ver­kehrs. Wir ha­ben we­gen der Stau­an­fäl­lig­keit in der Kurt-Schu­ma­cher-Stra­ße auch no­ch ei­ni­ge Fra­gen. Hat die Un­ter­su­chung der In­ge­nieu­re von SAP Lie­fer­wa­gen etc mit­be­dacht? Zu­dem: Es gibt ein R+T-Gutachten, das da­mals da­von aus­ge­gan­gen war, dass ins­ge­samt 96 ÖPNV-Fahr­zeu­ge pro Stun­de über die Kreu­zung am Ern­st-Au­gust-Platz sol­len. Jetzt ist nur no­ch von 74 die Re­de. Was ist mit ei­ner even­tu­ell mal nö­ti­gen Takt­ver­dich­tung? Und: Was ist mit dem Rad­ver­kehr? Vor dem Hin­ter­grund die­ser Fra­gen hät­ten wir uns bei der Ab­stim­mung ent­hal­ten.

Wes­ke: Die Takt­ver­dich­tung war we­gen des an­ge­nom­me­nen 5-Mi­nu­ten-Tak­tes, wir sind jetzt wie­der auf ei­nen 7.5-Minuten-Takt ge­gan­gen. Hat­ten aber auch ei­ne Si­mu­la­ti­on mit 5-Mi­nu­ten-Takt, auch die hat funk­tio­niert. Der Fahr­rad­ver­kehr im Post­tun­nel fährt auf ei­nem ei­ge­nen Be­reich.

Ver­samm­lungs­lei­ter: Was ist mit den Ver­stär­ker­zü­gen? Wir wol­len ei­ne wit­te­rungs­un­ab­hän­gi­ge Um­stei­ge­be­zie­hung mit der „Teil­ein­spei­sung“. Die Druck­sa­che sagt „ei­ni­ge we­ni­ge mor­gens“. Könn­te man die Ein­spei­sung deut­li­ch er­hö­hen?

Franz (mitt­ler­wei­le wie­der da): Wir ha­ben da­mals Un­ter­su­chun­gen mit ei­nem 5-Mi­nu­ten-Takt be­auf­tragt. Es gibt aber kei­nen Be­darf da­für. Die Fahr­gast­nach­fra­ge ist auch ei­ne Fra­ge. Die Li­nie 10 ist un­ter­durch­schnitt­li­ch aus­ge­las­tet. Des­halb da­für erst­mal kein Be­darf.

Wruck (Han­no­ve­ra­ner): Hal­ten am U-Bahn­plan von Weh­ner fest. Ha­ben auch an Schloss Her­ren­hau­sen fest­ge­hal­ten. Ha­ben lan­gen Atem. Darf jetzt nichts pas­sie­ren, was spä­te­ren Bau des Tun­nels bis zur Süd­stadt ver­hin­dern kann. 50 Mil­lio­nen, die man in ei­ne an­de­re nicht über­zeu­gen­de Lö­sung hin­ein­but­tert, ver­hin­dern das. Den­ken des­halb, man soll­te die­se In­ves­ti­ti­ons­pla­nung be­er­di­gen. Erst­mal Tun­nel nur bis Bahn­hof bau­en. Ist dann Halb­mes­ser­li­nie. Ver­ste­he nicht, wie Herr Franz sa­gen kann, ein En­de am Stein­tor wä­re nicht sinn­voll. Da ist doch dann auch nur ei­ne Halb­mes­ser­li­nie. Ei­ne Stadt­bahn, die den Na­men ver­dient, darf nicht Halb­mes­ser­li­nie sein, sie muss ei­ne Durch­mes­ser­li­nie sein. Und die Ver­schö­ne­rung der Stra­ßen wür­de man viel bes­ser er­rei­chen, wenn man den Tun­nel baut. Könn­te dann end­gül­tig ge­stal­tet wer­den. Re­gi­on hat doch gar nicht rich­tig aus­ge­lo­tet, was sinn­voll ist. Grü­ne wol­len Nost­al­gie­bahn und SPD schließt si­ch die­ser Schnaps­idee an. Schee­l­haa­se jetzt ma­chen oder beim Ae­gi blei­ben. Ich wün­sche mir ei­ne wei­se Ent­schei­dung.

Hoch­hut: Bus­se 121,128,134. Sol­len nach wie vor auf Bahn­hofs­vor­platz hal­ten? Und dann? Die al­te Rou­te? Und was ist ei­gent­li­ch mit der Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung? Und war­um ha­ben sie sol­che be­den­ken, ei­ne Bür­ger­be­fra­gung durch­zu­füh­ren?

Franz: Bus­se sol­len nicht ge­än­dert wer­den.

Frei­wald: Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung muss an­ge­wen­det wer­den. Wird hier ab­hän­gig da­von sein, was zu Stra­ße fällt. Stadt­bahn­glei­se sind un­ab­hän­gig da­von, aber Rest ist dann um­zu­le­gen. Wie hoch das ge­n­au ist, kann man heu­te no­ch nicht sa­gen. Wird wei­te­re Druck­sa­chen für die Ab­schnit­te ge­ben.

Albrich: Soll­te schon im Vor­feld zu Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­an­kün­di­gung kom­men.

Bo­de­mann: Ist ja ein „Grund­satz­be­schluss“. ha­ben ge­sagt: Kann da­zu kom­men, dass wir no­ch ge­nau­er pla­nen müs­sen, ge­n­au das ha­ben wir ja ge­sagt.

19:10 Uhr: Ge­mein­sa­me Son­der­sit­zung von Sta­det­be­zirks­rat Mit­te und dem Bau­aus­schuss fer­tig. Nun geht’s wei­ter mit dem Bau­aus­schuss.

Bau­aus­schuss

Küß­ner: An­mer­kun­gen zur Ta­ges­ord­nung?

Bo­de­mann: 5.2.1 ab­set­zen weil in die Frak­ti­on ge­zo­gen

Blasch­zyk: 3.2 nur for­mal be­han­deln, 8 in die Frak­ti­on

Pro­to­kol­le ein­stim­mig be­schlos­sen

3.1. An­trag der Frak­ti­on DIE HAN­NO­VE­RA­NER zur Be­grü­nung der Rasch­platz-Hoch­stra­ße
(Drucks. Nr. 0074/2013)

Wruck: Möch­te nichts sa­gen

Ein­stim­mig ab­ge­lehnt

3.2. An­trag der SPD-Frak­ti­on und der Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen zur Pa­ten­schaft für ei­nen Platz im öf­fent­li­chen Raum
(Drucks. Nr. 0111/2013)

For­mal be­han­delt

3.3. An­trag der FDP-Frak­ti­on zum Grund­stück Karl-Wie­chert-Al­lee 2
(Drucks. Nr. 0096/2013)

En­gel­ke: Woh­nungs­markt wird be­las­tet. Ha­ben An­trag so for­mu­liert, dass es kei­ne Schwie­rig­kei­ten bei der Aus­schrei­bung gibt.
Herr­mann: Wer­den nicht zu­stim­men. Hat in Ver­gan­gen­heit Ge­sprä­che zwi­schen GBH, Stu­den­ten­werk und Land ge­ge­ben. Land konn­te Grund­stü­cke nicht zur Ver­fü­gung stel­len.
Dette: Möch­te das be­kräf­ti­gen: GBH woll­te bau­en, es gab ein Grund­stück da­für, aber das Land hat das Grund­stück ver­wei­gert.
Blasch­zyk: Bin er­staunt, was GBH so al­les bau­en soll. Nach­fra­gen: Wem ge­hört das Grund­stück. Und: Was war ur­sprüng­li­ch ge­plant?
Bo­de­mann: Ge­hört der Stadt, Bau­recht sagt „G“, Ge­wer­be­ge­biet

Mehr­heit­li­ch ab­ge­lehnt

4. Stadt­bahn­stre­cke A – Auf­zug Kröpcke/​Karmarschstraße
(Drucks. Nr. 0028/2013 mit 5 An­la­gen)
Hier­zu ist die/​der Bezirksbürgermeister/​in des Stadt­be­zirks­ra­tes 01 ein­ge­la­den.

4.1. Än­de­rungs­an­trag zur Druck­sa­che Stadt­bahn­stre­cke A – Auf­zug Kröpcke/​ Kar­marsch­stra­ße
(Drucks. Nr. 0028/2013 E1 mit 1 An­la­ge)
Hier­zu ist die/​der Bezirksbürgermeister/​in des Stadt­be­zirks­ra­tes 01 ein­ge­la­den.

Herr­mann: Ver­wal­tung woll­te kei­ne Vor­dä­cher, wir se­hen das an­ders. Des­halb Än­de­rungs­an­trag. Wol­len dar­über eher ab­stim­men, weil er fünf Ta­ge eher vor­lag.
En­gel­ke: Ver­wal­tungs­vor­schlag ist nicht un­ver­ständ­li­ch weil der Bau­de­zer­nent ge­sagt hat, dass er den Auf­zug dort nicht gut fin­det. Stadt­be­zirks­rat woll­te das aber. Nun kommt er und der Stadt­bau­rat kämpft no­ch ge­gen das Dach. Kann ihm fol­gen. Lie­fer-LKWs sä­beln das Dach ab. (Wi­der­spruch im Ple­num: Der Auf­zug liegt in ei­ner Ach­se mit der Roll­trep­pen­an­la­ge und der Bel­öf­tung – da kommt kein LKW dran.) Al­so tol­le Idee im Stadt­be­zirks­rat, nur ein­sei­tig zu be­da­chen.
Blasch­zyk: Sie hät­ten un­se­rem auch nicht zu­ge­stimmt, wenn wir frü­her da ge­we­sen wä­ren.

0385/2013: 8:2 an­ge­nom­men.
0411/2013: 2:8 ab­ge­lehnt
0028/2013 E1: 0:10 ab­ge­lehnt
0028/​2013/​Gesamtantrag: Ein­stim­mig an­ge­nom­men

5. Bau­leit­plä­ne Wohn­bau­flä­chen­in­itia­ti­ve

5.1. An­trä­ge zu Flä­chen­nut­zungs­plan­an­ge­le­gen­hei­ten

5.1.1. Bau­leit­plan der Wohn­bau­flä­chen­in­itia­ti­ve:
220. Än­de­rungs­ver­fah­ren zum Flä­chen­nut­zungs­plan Han­no­ver,
Be­reich: Mit­te / Kla­ges­markt
Ent­schei­dung über Stel­lung­nah­men
Fest­stel­lungs­be­schluss
(Drucks. Nr. 0291/2013 mit 5 An­la­gen) – be­reits über­sandt

9:1 an­ge­nom­men (Lin­ke da­ge­gen)

5.2. An­trä­ge zu Be­bau­ungs­plan­an­ge­le­gen­hei­ten

5.2.1. Bau­leit­plan Wohn­bau­flä­chen­in­itia­ti­ve
Be­bau­ungs­plan Nr. 1752 – Kla­ges­markt –
mit ört­li­cher Bau­vor­schrift über Ge­stal­tung,
Be­bau­ungs­plan der In­nen­ent­wick­lung ge­mäß § 13a Bau­GB
Aus­le­gungs­be­schluss
(Drucks. Nr. 0268/2013 N1 mit 3 An­la­gen) – wird ge­son­dert über­sandt
Hier­zu ist die/​der Bezirksbürgermeister/​in des Stadt­be­zirks­ra­tes 01 ein­ge­la­den.

ab­ge­setzt

5.2.2. Wohn­bau­flä­chen­in­itia­ti­ve – Durch­füh­rungs­ver­trag zum vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plan Nr. 1479,
1. Än­de­rung – Woh­nen am Yacht­ha­fen
(Drucks. Nr. 0170/2013 mit 1 An­la­ge)

Ein­stim­mig an­ge­nom­men

6. Be­bau­ungs­plä­ne

6.1. Vor­ha­ben­be­zo­ge­ner Be­bau­ungs­plan Nr. 1776 – Wohn- und Ge­schäfts­haus Bee­ke­stra­ße 53 –
Be­bau­ungs­plan der In­nen­ent­wick­lung ge­mäß § 13 a Bau­GB
Aus­le­gungs­be­schluss
(Drucks. Nr. 0147/2013 mit 5 An­la­gen) – be­reits über­sandt

Ein­stim­mig an­ge­nom­men.

6.2. Durch­füh­rungs­ver­trag zum vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plan Nr. 536,
1. Än­de­rung – Nah­ver­sor­gungs­zen­trum Tem­pel­hof­weg
(Drucks. Nr. 0055/2013 N1 mit 1 An­la­ge) – wird nach­ge­reicht

Ein­stim­mig an­ge­nom­men.

7. Stadt­be­zirk Rick­lin­gen
Ein­lei­tungs­be­schluss für ei­ne vor­be­rei­ten­de Un­ter­su­chung gem. § 141 Bau­GB – be­reits über­sandt
(Drucks. Nr. 0034/2013 mit 1 An­la­gen)

Ein­stim­mig an­ge­nom­men.

8. Miet­spie­gel 2013 für das Ge­biet der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver
(Drucks. Nr. 0274/2013) – wird nach­ge­reicht

In die Frak­ti­on ge­zo­gen

9. Ab­schluss von Ab­sichts­er­klä­run­gen mit der Ge­sell­schaft Bau­en und Woh­nen Han­no­ver
(Drucks. Nr. /2013) – wird nach­ge­reicht

Blasch­zyk: Aus Sicht der Rats­her­ren kann man auch aus CDU-Sicht zu­stim­men. Be­grü­ßens­wert, dass die Ver­wal­tung si­ch be­rap­pelt hat und si­ch der Sys­tem­bau­wei­se nicht ver­schließt. Es ist das pas­siert, was wir an­ge­regt ha­ben. Sie da [von Rot-grün] ha­ben im Ja­nu­ar no­ch ihr Pa­pier [zu den Leit­li­ni­en bei der Un­ter­brin­gung von Flücht­lin­gen] be­schlos­sen. Und jetzt kom­men mehr­heit­li­ch Sam­mel­un­ter­künf­te. Ha­ben wir von An­fang an ge­sagt. Gut dass die Stadt jetzt Lö­sung fin­det. Als Mit­glied im Auf­sicht­rat der GBH muss man si­ch fra­gen was leist­bar ist. aber das ge­hört nicht hier­her. Wir wer­den zu­stim­men.

En­gel­ke: (1) Was sind die 100.000 EUR? und (2) Was steht in der Pla­nungs­kos­ten­re­ge­lung?

Heesch: Be­trifft bei­des den­sel­ben Sach­ver­halt. Wir be­auf­tra­gen die GBH, zu pla­nen. Die Pla­nungs­kos­ten über­neh­men wir, wenn die Pla­nung nicht um­ge­setzt wird. Die ma­xi­ma­le Hö­he be­trägt da­bei je­weils 25.000 EUR. Das ist da­mit ge­meint.

Herr­mann: Möch­te Herrn Blasch­zyk wi­der­spre­chen. Gibt den Satz mit den vom Rat vor­ge­ge­be­nen Stan­dards der Pla­nung. Da­mit ist un­se­ren An­for­de­run­gen Rech­nung ge­tra­gen. Wir ha­ben in un­se­rer Druck­sa­che das Drei­säu­len­mo­dell be­stärkt. Und wenn Sie die Druck­sa­cher rich­tig le­sen, dann wird die Ver­wal­tung wie folgt vor­ge­hen: 80 Un­ter­künf­te im Ho­tel, 50 in Woh­nun­gnen, 70 in Sammel-​/​Gemeinschaftsunterkünften und 200 in GBH-Ge­mein­schafts­un­ter­künf­ten. Au­ßer­dem: Bin ge­spannt, wie Sie das im Auf­sichts­rat ma­chen.

19:30 Uhr: Der Pro­to­kol­lant ver­lässt die Ver­samm­lung.


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Ein Gedanke zu “Bau­aus­schuss und Stadt­be­zirks­rat zur D-Li­nie: Das Pro­to­koll

  • Schorse

    „Sie ha­ben so­fort Bar­rie­re­frei­heit. Bür­ger aus Ah­lem, wo es ja schon Hoch­bahn­steige gibt, könn­ten mor­gen bar­rie­re­frei die Innen­stadt errei­chen, nicht 2019, nicht 2016, son­dern so­fort. Und es kos­tet no­ch nicht mal was. Inves­ti­tion: Null Eu­ro. Der Scheelhaase-?Lösung feh­lende Bar­rie­re­frei­heit vor­zu­wer­fen ist eben­falls unred­lich.“, sa­gen Sie Herr Hill­brecht. Das trifft so nicht zu:
    1. Das Haupt­pro­blem ei­ner wie auch im­mer ge­ar­te­ten Tei­lungs­lö­sung für die 10 hin­sicht­li­ch Bar­rie­re­frei­heit bleibt bei Ih­rem Vor­schlag un­ge­löst: Die ober­ir­di­schen Sta­tio­nen selbst wenn es si­ch nur um die Sta­tio­nen Glock­see und Stein­tor han­delt, müs­sen bar­rier­frei aus­ge­baut wer­den, wenn sie bar­rier­frei er­reich­bar sein sol­len. Das geht nicht zum Null­ta­rif! Und dar­aus er­wächst das Haupt­pro­blem: Wie vie­le Jah­re wohl soll denn in der von Ih­nen vor­ge­schla­ge­nen Wei­se „zum Null­ta­rif“ im­pro­vi­siert wer­den?
    2. Ei­ne Tei­lungs­lö­sung so­fort bringt aber auch des­halb kei­ne ech­te Bar­rier­frei­heit, weil bis­lang no­ch kei­ne Sil­ber­pfei­le (TW 2000 bzw TW 2500) auf der Li­nie 10-Stre­cke fah­ren. Um das zu än­dern muss eben­falls Geld in die Hand ge­nom­men wer­den, denn auf ver­schie­de­nen Gleis­ab­schnit­ten der Li­nie 10 ist ei­ne Be­geg­nug von Sil­ber­pfei­len bis­lang nicht mög­li­ch weil die brei­ter ge­baut sind als die grü­nen TW 6000 Fahr­zeu­ge. Nur die Sil­ber­pfei­le sind je­doch in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Hoch­bahn­steig wirk­li­ch bar­rie­re­frei. Die Sil­ber­pfei­le sind des­halb im Ge­gen­satz zu den grü­nen TW 6000 Fahr­zeu­gen wirk­li­ch bar­rie­re­frei, weil die Ein­tritts­stu­fe le­dig­li­ch 2-3 cm ge­gen­über rund 10 cm beim grü­nen TW 6000 misst. Das gilt für die Hoch­bahn­stei­ge ebenbso wie für die Tun­nel­sta­tio­nen, ach­ten Sie mal bei Ih­rem nächs­ten Stadt­bahn­trip dar­auf!
    Was ich so er­schre­ckend fin­de an dem was Sie vor­brin­gen, ist der Ver­su­ch für die Pi­ra­ten so Po­li­tik zu ma­chen, wie die Pi­ra­ten es an­de­ren Par­tei­en oft vor­wer­fen. Es wer­den po­pu­lis­ti­sche Äu­ße­run­gen for­mu­liert, wie „Bar­rie­re­frei­heit zum Null­ta­rif mög­li­ch“. Schaut man ge­nau­er hin, ist nichts oder nur sehr we­nig da­hin­ter. Da weckt bei mir das aus­dau­ern­de Rin­gen der SPD und der Grü­nen um ei­ne wirk­li­ch ernst­haf­te Lö­sung für die Li­nie 10 mehr Ver­trau­en.