Lister Meile, 1974

Hannover damals und heute (23): Lister Meile bei Sedanstraße, September 1974


Lister Meile, 1974

Lis­ter Mei­le, 1974

Wir nähe­ren uns mitt­ler­wei­le ganz mas­siv Weih­nach­ten und kom­men schon zum vor­letz­ten Bild mei­nes klei­nen Advents­ka­len­ders. Es ist mal wie­der ein ganz altes Foto aus dem Archiv mei­nes Opas. Im Sep­tem­ber 1974 war die Lis­ter Mei­le gera­de fer­tig gewor­den. Unter die­ser Stra­ße ver­läuft der U‑Bahntunnel Rich­tung Lis­ter Platz. Er reicht qua­si bis an die Fun­da­men­te der Häu­ser her­an, die auf dem Bild zu sehen sind. Die Stra­ße war vor dem U‑Bahnbau eine Durch­gangs­stra­ße. Jetzt wur­de der Auto­ver­kehr – für dama­li­ge Ver­hält­nis­se – deut­lich zurück­ge­drängt: Es gibt nur noch eine Fahr­spur und teil­wei­se Quer­park­plät­ze. Im Hin­ter­grund ist ein Ver­kaufs­stand für Piz­za im Stra­ßen­raum ent­stan­den. Links ist eine Bau­lü­cke zu erken­nen, die noch vom 2. Welt­krieg her­rührt, der damals gera­de mal 29 Jah­re vor­bei war.

Das Mäd­chen auf dem Foto dürf­te übri­gens die jün­ge­re Schwes­ter mei­ner Mut­ter sein. Hal­lo, Tan­te!

Lister Meile, 2019

Lis­ter Mei­le, 2019

Ziem­lich genau 45 Jah­re spä­ter. An der grund­sätz­li­chen Anla­ge der Stra­ße hat sich nichts geän­dert. Aller­dings sind die Autos heu­te im Schnitt grö­ßer und mitt­ler­wei­le wird auch auf der Fahr­bahn geparkt – voll belegt sind die Park­plät­ze sowie­so.

Die Piz­ze­ria gibt es immer noch. Und sie ist auch immer noch an der­sel­ben Stel­le. Dahin­ter ist aber das Bäum­chen von damals in die Höhe geschos­sen und ver­deckt heu­te sowohl das Eck­haus am Weiße­kreuz­platz als auch den Hoch­haus­turm von Lis­ter Tor.

Auch die Bau­lü­cke auf der lin­ken Stra­ßen­sei­te gibt es heu­te nicht mehr. Dort ist – auch schon seit län­ge­rem – ein Senio­ren­wohn­heim ent­stan­den. Schließ­lich sei noch auf den Fahr­rad­ver­kehr hin­ge­wie­sen, der auf dem Bild zu sehen ist. Für den Auto­ver­kehr hat der Stra­ßen­zug sei­ne zen­tra­le Rol­le seit dem U‑Bahnbau in den 1970er-Jah­ren ver­lo­ren. Da er aber immer noch eine der direk­ten Ver­bin­dun­gen aus der List und Ost­stadt in die Innen­stadt ist, wird er vom Rad­ver­kehr wei­ter­hin ger­ne genutzt. Und das ist sogar durch­gän­gig in bei­de Rich­tun­gen erlaubt.

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