Fahrradstraße Am Grünen Hagen mit Fahrraddemo

Am Grünen Hagen, Oberricklingen: Radverkehrsdemo gegen Autowahnsinn 5


Peti­ti­on zum Erhalt der Durch­fahrtsper­ren in Ober­rick­lin­gen

Am Sams­tag war ich unter­wegs. Dies­mal in Ober­rick­lin­gen. So an die 250 Men­schen haben sich dort ver­sam­melt, um für siche­ren Rad­ver­kehr und Ruhe in den Wohn­stra­ßen zu demons­trie­ren. Sicher­heit und Ruhe, die es dort momen­tan gibt. Weil Bau­stel­len­um­fah­rungs­ver­kehr mit eini­gen geschickt gesetz­ten Kfz-Durch­fahrtsper­ren aus dem Wohn­vier­tel wei­test­ge­hend raus­ge­hal­ten wird.

Sammeln zur Demonstration Am Grünen Hagen: 250 Radfahrer

Sam­meln zur Demons­tra­ti­on Am Grü­nen Hagen: 250 Rad­fah­rer

Kundgebung zum Demonstrationbeginn: Mitorganisator Hans Wargel spricht

Kund­ge­bung zum Demons­tra­ti­on­be­ginn: Mit­or­ga­ni­sa­tor Hans War­gel spricht

Und genau die­se Durch­fahrtsper­ren will eine bemer­kens­wert gro­ße „Koali­ti­on” im Bezirks­rat Rick­lin­gen schlei­fen. War­um? Wis­sen sie selbst nicht so genau. Jeden­falls, wenn man sich den „Antrag” durch­liest, der auf der nächs­ten Sit­zung beschlos­sen wer­den soll. Ich zitie­re mal voll­stän­dig:

Antrag: Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, unver­züg­lich die Absperr­si­tua­ti­on im Stadt­teil Ober­rick­lin­gen zu besei­ti­gen und den ursprüng­li­chen Zustand wie­der her­zu­stel­len.

Begrün­dung: Die ergrif­fe­nen Maß­nah­men füh­ren für die Anlie­ge­rin­nen und Anlie­ger zu grö­ße­ren Belas­tun­gen, als durch Schleich­ver­keh­re zu erwar­ten sind.

Demoplakat: Für einen sicheren Schulweg

Demo­pla­kat: Für einen siche­ren Schul­weg

Ich weiß nicht, was ich schlim­mer fin­de: Die Ahnungs­lo­sig­keit oder die Igno­ranz, die aus die­sen Zei­len spricht. Oder die Tat­sa­che, dass SPD, CDU und FDP sich hier mit dem AfD-Ver­tre­ter gemein machen und die­sen „Antrag” gemein­sam ein­rei­chen. So zumin­dest geht es aus der tat­säch­lich unter­schrie­be­nen Ver­si­on her­vor, die Grund­la­ge des Tages­ord­nungs­punk­tes ist.

Hin­weis, 2019-11-06, 16:20 Uhr: In einer frü­he­ren Ver­si­on die­ses Arti­kels war ich davon aus­ge­gan­gen, dass die vor­ge­se­he­nen Unter­schrif­ten auf dem zu dem Zeit­punkt ver­öf­fent­lich­ten PDF-Doku­ment im ein­ge­reich­ten Ori­gi­nal auch alle geleis­tet sind. Das ist aber min­des­tens für den Ver­tre­ter von Linke/Piraten nicht der Fall. Ich bit­te den Feh­ler zu ent­schul­di­gen.

Hin­weis, 2019-11-07, 13:30 Uhr: Mitt­ler­wei­le habe ich die unter­schrie­be­ne Ver­si­on gese­hen. Die­se ist von den Ver­tre­tern von SPD, CDU, FDP und AfD gezeich­net, nicht jedoch von dem Ver­tre­ter von Linke/Piraten.

Wor­um geht es? Der Rei­he nach: Schon im Janu­ar 2018 geht der Antrag durch die Gre­mi­en, die Stra­ße „In der Reh­re” neu zu bau­en. Hier­zu ist eine Voll­sper­rung über Stra­ße nötig – und zwar nach aktu­el­len Plä­nen min­des­tens bis ins Früh­jahr 2021. Pro­blem: Vie­le Auto­fah­rer – vor allem aus Wett­ber­gen – nut­zen die­se Stra­ße, um in die Innen­stadt oder auf das über­ört­li­che Stra­ßen­netz zu gelan­gen. Des­halb gibt es sei­tens der Stadt­ver­wal­tung auch eine Umlei­tung über die Haupt­stra­ßen­zü­ge Göt­tin­ger Chaus­see, Wal­len­stein­stra­ße, Hamel­ner Chaus­see und Berg­feld­stra­ße. So weit, so gut.

Die Ausgangslage: In der Rehre gesperrt, Umleitung über Hauptverkehrsstraßen. Kartengrundlage: Open Street Map

Die Aus­gangs­la­ge: In der Reh­re gesperrt, Umlei­tung über Haupt­ver­kehrs­stra­ßen. Kar­ten­grund­la­ge: Open Street Map

Lei­der sind man­che Auto­fah­rer mit die­ser Ver­kehrs­füh­rung über­haupt nicht ein­ver­stan­den. Sie wür­den viel lie­ber direkt durch Ober­rick­lin­gen über die Stra­ße Am Grü­nen Hagen fah­ren. Pro­blem bloß: Das ist (a) eine Anwoh­ner- und (b) eine Fahr­rad­stra­ße. Als bei einer frü­he­ren Bau­pha­se der B3-Orts­um­ge­hung Hem­min­gen „In der Reh­re” schon ein­mal gesperrt war, waren die Fol­gen fatal: Am Grü­nen Hagen kom­plett zuge­staut, Dau­er­lärm für die Anwoh­ner und kein Durch­kom­men mehr für den Rad­ver­kehr – und das auf einer sei­ner Vor­ran­g­rou­ten im städ­ti­schen Ver­kehrs­netz.

Sperrenkonzept für Oberricklingen: Drei Sperren gegen den Durchgangsverkehr. Kartengrundlage: Open Street Map

Sper­ren­kon­zept für Ober­rick­lin­gen: Drei Sper­ren gegen den Durch­gangs­ver­kehr. Kar­ten­grund­la­ge: Open Street Map

Aus Erfah­rung klug gewor­den, haben Ver­wal­tung und Poli­tik ein Sper­ren­kon­zept für Ober­rick­lin­gen umge­setzt: Drei cle­ver gesetzt Sper­ren ermög­li­chen eigent­lich, dass einer­seits der Weg durchs Wohn­ge­biet für den Durch­gangs­ver­kehr so unat­trak­tiv wird, dass er auf der offi­zi­el­len Umlei­tungs­stre­cke bleibt, ande­rer­seits aber Anwoh­ner immer noch über­all hin­kom­men kön­nen, wenn sie denn mei­nen, mit dem Auto fah­ren zu müs­sen. Vor allem aber: Die Rad­ver­kehr­stras­se Am Grü­nen Hagen bleibt voll funk­ti­ons­tüch­tig und den Anwoh­nern wird nicht der letz­te Nerv geraubt.

Sperre Am Grünen Hagen/Barthold-Knaust-Straße

Sper­re Am Grü­nen Hagen/Bar­thold-Knaust-Stra­ße

Sperre Am Sauerwinkel/Rodbraken

Sper­re Am Sauerwinkel/Rodbraken

Diagonalsperre Am Sauerwinkel/Am Wullwinkel

Dia­go­nal­sper­re Am Sauerwinkel/Am Wull­win­kel

Wie gesagt: Eigent­lich. Denn lei­der gibt es ein laut­star­kes Grüpp­chen von Auto­fah­rern, das sein eige­nes schnel­les Durch­kom­men über alles stel­len will und des­halb ver­langt, dass die Sper­ren abge­baut und Am Grü­nen Hagen für den Durch­gangs­ver­kehr geöff­net wird. Mit irgend­wel­chen Unter­schrif­ten­samm­lun­gen wird ver­sucht, den Ein­druck zu erwe­cken, man sei „die Mehr­heit”. Und des­halb habe man Recht. Oder so. Und lei­der sind gro­ße Tei­le des Bezirks­rats drauf und dran, dem Gegrei­ne auf den Leim zu gehen.

Noch vorhanden: Hinweis auf gesperrten Am Grünen Hagen auf der Göttinger Chaussee

Noch vor­han­den: Hin­weis auf gesperr­ten Am Grü­nen Hagen auf der Göt­tin­ger Chaus­see

Das Ergeb­nis ist – unter ande­rem – der oben zitier­te Antrag. Ihm fehlt jed­we­de Sub­stanz. Lärm und Gefah­ren für die Anwoh­ner sind „nicht so schlimm”. Vor allem igno­riert er völ­lig die gro­ße Rol­le, die Am Grü­nen Hagen im Rad­ver­kehrs­netz Han­no­vers spielt: Mit Müh­len­holz­weg, Hah­nen­steg und Stam­me­stra­ße ist Am Grü­nen Hagen Kern­be­reich der Rad­weg­ver­bin­dung zwi­schen Innen­stadt und Süd­stadt auf der einen und Wett­ber­gen, Ron­nen­berg, Gehr­den bis hin zum nord­öst­li­chen Deis­ter­rand auf der ande­ren Sei­te.

Einbindung von Am Grünen Hagen in das hannoversche Radverkehrsnetz: Zentrale Route für den Südwesten. Kartengrundlage: Open Street Map

Ein­bin­dung von Am Grü­nen Hagen in das han­no­ver­sche Rad­ver­kehrs­netz: Zen­tra­le Rou­te für den Süd­wes­ten. Kar­ten­grund­la­ge: Open Street Map

Es ist schlicht Wahn­sinn, auf die­se Stra­ße ohne jede bau­li­che Tren­nung zwi­schen Rad- und Kfz-Ver­kehr Durch­gangs­ver­kehr lei­ten zu wol­len. Die Antrag­stel­ler im Bezirks­rat ver­trei­ben hier aktiv den Rad­ver­kehr – und das, obwohl die För­de­rung des­sel­ben seit vie­len Jah­ren erklär­tes Ziel von Poli­tik und Ver­wal­tung ist und Han­no­ver weit von den gewoll­ten – und für eine lebens­wer­te Stadt bit­ter nöti­gen – 25% Rad­ver­kehrs­an­teil im Jahr 2025 ent­fernt ist.

Blick aus dem Mühlenholzweg über die Göttinger Chaussee in Am Grünen Hagen: Vorzugsroute des Radverkehrs

Blick aus dem Müh­len­holz­weg über die Göt­tin­ger Chaus­see in Am Grü­nen Hagen: Vor­zugs­rou­te des Rad­ver­kehrs

Eine eher durch­wach­se­ne Rol­le spielt auch die Ver­wal­tung. Sicher, sie hat das Sper­ren­kon­zept ein­ge­rich­tet und umge­setzt. Aber: „Wenn der Bezirks­rat die Auf­he­bung der Sper­ren beschließt, set­zen wir das um”, wird Tief­bau­amts­lei­ter Bode in der Pres­se zitiert. Dabei muss er das gar nicht! Die Ver­kehrs­len­kung in Ober­rick­lin­gen erfolgt aus Über­le­gun­gen zur Ver­kehrs­si­cher­heit – und das ist klas­si­sches lau­fen­des Geschäft der Ver­wal­tung. Da kann ein Bezirks­rat gar nichts beschlie­ßen! Er kann natür­lich die Ver­wal­tung beauf­tra­gen zu prü­fen, ob Ände­run­gen mög­lich sind. Das letz­te Wort hat aber – die Ver­wal­tung. Ich hal­te es für pro­ble­ma­tisch, wenn eine Ver­wal­tung sich – so wie das hier aus­sieht – bei einer frag­wür­di­gen Revi­si­on einer als unpo­pu­lär emp­fun­de­nen Rege­lungs­maß­nah­me hin­ter Bezirks­rä­ten zu ver­ste­cken ver­sucht, die von der Mate­rie bis­lang kei­ne aus­rei­chen­de Ahnung bewie­sen haben.

Fahrradstraße Am Grünen Hagen mit Fahrraddemo

Fahr­rad­stra­ße Am Grü­nen Hagen mit Fahr­rad­de­mo

Das ist jeden­falls die Aus­gangs­la­ge, in der die Anwoh­ner vor Ort und der ADFC am Sams­tag zur Demons­tra­ti­on auf­ge­ru­fen haben. 250 Rad­fah­rer – erst bei der Kund­ge­bung, dann als Fahr­rad­de­mo mehr­fach Am Grü­nen Hagen hoch- und run­ter­fah­rend. Die beein­dru­cken­de Fahr­rad­dich­te auf dem Bil­dern der Demons­tra­ti­on fin­det sich punk­tu­ell auch im all­täg­li­chen Fahr­rad­be­rufs- und ‑schü­ler­ver­kehr. Die Bil­der mit Autos zwi­schen den Rad­fah­rern zei­gen zudem die zu erwar­ten­den Pro­ble­me plas­tisch: Es ist schlicht nicht genug Platz da.

Autos und Radverkehr Am Grünen Hagen: Zu wenig Platz

Autos und Rad­ver­kehr Am Grü­nen Hagen: Zu wenig Platz

Demoplakat: Fahrradstraßen für Kinder nicht für Blechlawinen. Auf der Straße weiter vorn: Blechlawine

Demo­pla­kat: Fahr­rad­stra­ßen für Kin­der nicht für Blech­la­wi­nen. Auf der Stra­ße wei­ter vorn: Blech­la­wi­ne

Zwar haben sich die Auto­fah­rer hier alle halb­wegs zivi­li­siert ver­hal­ten, aber das war zum einen der gro­ßen Men­ge an Rad­fah­rern zu ver­dan­ken – und zum ande­ren dem Umstand, dass es halt Anlie­ger- und kein Durch­gangs­ver­kehr ist. Auf einem frei­ge­ge­be­nen Grü­nen Hagen gäbe es ganz schnell das übli­che Hetz­sze­na­rio an sol­chen Stel­len, bei dem Rad­fah­rer durch dich­tes Auf­fah­ren, enges Über­ho­len oder schlich­tes Abdrän­gen per­ma­nent genö­tigt und in Lebens­ge­fahr gebracht wer­den – von Auto­fah­rern, die das für ihr selbst­ver­ständ­li­ches Recht hal­ten.

Fahrraddemo an der Sperre Am Grünen Hagen/Barthold-Knaust-Straße

Fahr­rad­de­mo an der Sper­re Am Grü­nen Hagen/Bar­thold-Knaust-Stra­ße

Die For­de­run­gen des ADFC an die­ser Stel­le sind klar, und ich habe sie auf der Demons­tra­ti­on auch so for­mu­liert:

  • Der Bezirks­rat darf den Antrag zum Abbau der Sper­ren nicht fas­sen.
  • Falls ein sol­cher Beschluss gefasst wür­de, darf die Ver­wal­tung ihn nicht umset­zen. Sie muss viel­mehr an ihrer Ein­schät­zung fest­hal­ten, dass die Sicher­heit für den Rad­ver­kehr ohne Sper­ren nicht in aus­rei­chen­dem Maße gege­ben ist.
  • Ansons­ten muss die Poli­tik auf städ­ti­scher Ebe­ne ein­schrei­ten und dafür sor­gen, dass der Rad­ver­kehr auch in Ober­rick­lin­gen wei­ter­hin adäquat geför­dert wird.

Und soll­te das alles nicht fruch­ten, wird man die Lage auf Am Grü­nen Hagen ver­wal­tungs­ge­richt­lich prü­fen las­sen müs­sen. In der Klee­fel­der Stra­ße hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver erst kürz­lich fest­ge­stellt, dass eine Fahr­rad­stra­ße auch fak­tisch dem Rad­ver­kehr Vor­rang ein­räu­men muss – sonst ist es kei­ne Fahr­rad­stra­ße. Wie eine Anwoh­ner­stra­ße mit star­kem stadt­teil­über­grei­fen­den Durch­gangs­ver­kehr die­se Anfor­de­rung erfül­len soll – das muss die Stadt­ver­wal­tung dann gege­be­nen­falls noch­mal erklä­ren.

Nächs­ter Akt: Don­ners­tag im Bezirks­rat (Tages­ord­nung).

Fahrraddemonstranten auf Am Grünen Hagen

Fahr­rad­de­mons­tran­ten auf Am Grü­nen Hagen


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5 Gedanken zu “Am Grünen Hagen, Oberricklingen: Radverkehrsdemo gegen Autowahnsinn

  • Ein Autofahrer

    Wür­den die Anwoh­ner auf Ihren Grund­stü­cken, oder den dafür vor­ge­se­he­nen Park­buch­ten par­ken, wäre es für die Rad­fah­rer ein­fa­cher und bes­ser. Ergo es ist ein haus­ge­mach­tes Pro­blem der Anwoh­ner selbst.
    Wenn Anwoh­ner aber ihre Anhän­ger halb auf dem Bür­ger­steig par­ken ist das alles OK. Aber die bösen frem­den Auto­fah­rer.
    Ich möch­te den­je­ni­gen pfle­ge­be­dürf­ti­gen sehen, der nicht bedient wer­den kann weil die täg­li­che Arbeits­zeit um ist.
    Oder den Men­schen mit Herz­in­farkt oder Schagan­fall, wo es um jede Sekun­de geht, der auf den Kran­ken­wa­gen war­tet. Auch die müs­sen die Umlei­tun­gen fah­ren oder erst die Metall­bar­ken umle­gen, wobei wert­vol­le Zeit ver­geht. Spä­tes­tens wenn hier der ers­te Fall auf­tritt ist das Gejam­me­re groß.

    • Hannoveranerin

      Ihre Welt besteht offen­bar nur aus Auto­fah­rern und Kran­ken oder Pfle­ge­be­dürf­ti­gen, die auf Auto­fah­rer war­ten. Wo blei­ben die Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer?

    • Richard Krimm

      1.: Sie müs­sen hier nicht ande­ren Leu­ten vor­schrei­ben, wie sie inner­halb der offen­bar ein­ge­hal­te­nen Regeln zu par­ken haben.
      2.: Es ist doch Unsinn, dass die Ursa­che des gan­zen Übels, näm­lich die Sper­rung der Reh­re (wel­che im Übri­gen auch kei­ne Durch­gangs­stra­ße ist) und der dar­aus resul­tie­ren­de Umweg­ver­kehr ein haus­ge­mach­tes Pro­blem der Anwoh­ner des Grü­nen Hagens ist.
      3.: Dass Pfle­ge­be­dürf­ti­ge oder Infarkt­pa­ti­en­ten im Quar­tier ohne die Sper­ren bes­ser ver­sorgt wer­den könn­ten, gehört eben­falls ins Reich der Fabel. Wie soll­ten denn Pfle­ge­diens­te oder RTW dort­hin kom­men, wenn der Grü­ne Hagen und umlie­gen­de Stra­ßen im Stau ver­sin­ken? Es geht ja wie Sie kor­rekt kon­sta­tie­ren um Sekun­den und Ret­tungs­gas­sen könn­ten Sie in Ober­rick­lin­gen nicht bil­den. Wenn dann was pas­siert, wäre das Gejam­me­re aber so rich­tig groß.

  • Ein Autofahrer

    Zum einen ist es kei­ne Anwoh­ner­stras­se,
    Zum ande­ren gibt es die­se Dich­te an Rad­fah­rern dort nicht.ob zu Rush hour noch irgend­wann. Man begeg­net beim Fah­ren auf dem grü­nen Hagen evtl. Mal 3 oder 5 Fahr­rad­fah­rern aber nicht den auf den Bil­dern ange­ge­be­nen Personenzahlen.Also bit­te bei den Fak­ten blei­ben.

    • Henry

      Die Stra­ße ist eine Fahr­rad­stra­ße. Ich kann ja ver­ste­hen, dass man­chen Auto­fah­rern eine Ver­kehrs­wen­de nicht schmeckt, wenn dann das Auto nicht mehr im Mit­tel­punkt allen Ver­kehrs­ge­sche­hens steht. Die klü­ge­ren unter den Auto­fah­rern schau­en sich nach Alter­na­ti­ven um und ent­de­cken das Fahr­rad und den ÖPNV neu. Ihr Arzt wird es ihnen dan­ken. Und die­je­ni­gen Anwoh­ner, Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer, die schon län­ger kapiert haben, dass es kein „Wei­ter so” geben darf beim auto­ge­rech­ten Stadt­aus­bau, sowie­so.
      Wei­te­re Infos über Fahr­rad­stra­ßen auch auf dem rad​ver​kehrs​fo​rum​.de https://radverkehrsforum.de/forum/thread/917-fahrradstra%C3%9Fen/?pageNo=4