Kandidatur zum Vorsitzenden des Regionsverbandes Hannover der Piratenpartei am 2012-01-26 3


Lie­be Mit­glie­der des Regi­ons­ver­ban­des Han­no­ver der Pira­ten­par­tei,

hier­mit kün­di­ge ich an, dass ich auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Regi­ons­ver­ban­des Han­no­ver der Pira­ten­par­tei am Don­ners­tag, 2012-01-26, erneut als Vor­sit­zen­der kan­di­die­ren wer­de.

Ich wur­de auf der Ver­samm­lung letz­tes Jahr zum Vor­sit­zen­den des Regi­ons­ver­ban­des gewählt. Seit­her habe ich durch kon­ti­nu­ier­li­che Prä­senz und Arbeit in den Par­tei­gre­mi­en den Ver­band und den Vor­stand zusam­men­ge­hal­ten. Ange­sichts der gro­ßen Auf­ga­be des Jah­res 2011 – der Kom­mu­nal­wahl – war dies eine durch­aus ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, die nicht nur mit ste­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen, son­dern auch mit Reprä­sen­ta­ti­on nach außen ver­bun­den war. Wich­ti­ge von mir maß­geb­lich betreu­te Pro­jek­te waren

  • der „wan­dern­de Stamm­tisch” im 1. Halb­jahr 2011, mit dem wir wie­der ein akti­ves Par­tei­le­ben im Regi­ons­ver­band eta­blie­ren konn­ten
  • die Erstel­lung des Kom­mu­nal­wahl­pro­gram­mes, sowohl inhalt­lich als auch in Form der spä­ter gedruck­ten Bro­schü­re
  • die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Ver­wal­tung zur Zulas­sung zur Kom­mu­nal­wahl inklu­si­ve der Ver­wal­tung der Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten
  • der Wahl­kampf zur Kom­mu­nal­wahl, hier ins­be­son­de­re mit der Wahl­par­ty auf dem Küchen­gar­ten­platz, für die ich beim Lan­des­ver­band erfolg­reich um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gewor­ben habe sowie
  • die danach ein­set­zen­de neue Pha­se, in der die nun gewähl­ten 15 Man­dats­trä­ger unter­ein­an­der und im Zusam­men­spiel mit der Par­tei die poli­ti­sche Arbeit begin­nen.

Im Vor­stand und all­ge­mein in der Par­tei sehe ich mich als „Pirat unter Pira­ten”. Mir ist ein gemein­schaft­li­cher Arbeits­stil wich­tig. Gute Ide­en fin­de ich auch dann gut, wenn sie nicht von mir sind. Der Vor­stand ist im Ver­bands­le­ben vor allem als Anlauf­stel­le und Koor­di­na­ti­ons­zen­trum der ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten wich­tig. In die­sem Zusam­men­hang muss er aber auch in der Lage sein, poli­ti­sche Akzen­te set­zen zu kön­nen. Bei­spiel­haft konn­ten wir dies im ver­gan­ge­nen Jahr an der Fra­ge „Alko­hol auf öffent­li­chen Plät­zen” sehen, bei der nach ver­bands­in­ter­ner Dis­kus­si­on der Vor­stand nach außen die Pira­ten­mei­nung ver­tre­ten konn­te. Die­sen Weg wer­de ich im Ver­band wei­ter gehen und sehe ihn auf Grund der immer grö­ßer wer­den­den Basis und der aus­ge­bau­ten Struk­tu­ren als zuneh­mend ein­fa­cher an.

Ich set­ze mich immer dafür ein, Regel­wer­ke bei aller Not­wen­dig­keit so schlicht wie mög­lich zu hal­ten und jedem Ein­zel­nen so vie­le Frei­hei­ten bei sei­nem Ein­satz für den Ver­band und unse­rer Par­tei zu geben wie mög­lich. Wir haben auf die­se Wei­se eine sehr leben­di­ges Mit­glie­der­le­ben eta­blie­ren kön­nen. Die­sen Weg möch­te ich ohne Wenn und Aber fort­set­zen.

Als Pirat bin ich ein poli­tisch den­ken­der Mensch. Im Amt – wie auch im Man­dat – unter­schei­de ich aber stets zwi­schen mei­ner eige­nen Mei­nung und der­je­ni­gen, die ich zu ver­tre­ten habe. Ich bin seit Novem­ber gewähl­tes Mit­glied im han­no­ver­schen Stadt­rat als eines von zwei Mit­glie­dern der Frak­ti­on der Pira­ten. Ich hal­te mei­ne dor­ti­gen Auf­ga­ben nicht nur für gut ver­ein­bar mit der ange­streb­ten Posi­ti­on als Vor­sit­zen­der des Regi­ons­ver­ban­des, son­dern sehe auch für alle Sei­ten gro­ße Vor­tei­le. Frak­ti­on und Par­tei müs­sen eng zusam­men­ar­bei­ten – das ist bei per­so­nel­ler Über­ein­stim­mung gut gege­ben. Mit der Frak­ti­on und ihrer Geschäfts­stel­le auf der einen Sei­te sowie einem akti­ven Vor­stand und einer brei­ten Betei­li­gung der Par­tei­mit­glie­der auf der ande­ren Sei­te sehe ich mich für die gesam­mel­te Arbeit gerüs­tet, zumal so auch die Par­tei­mei­nung in die Rats­frak­ti­on direkt und unmit­tel­bar rück­ge­kop­pelt wird.

Mir hat die Arbeit als Regi­ons­vor­sit­zen­der in den ver­gan­ge­nen 12 Mona­ten viel Spaß gemacht und ich wür­de sie ger­ne fort­set­zen. Die gro­ßen The­men des Jah­res 2012 und des begin­nen­den Jah­res 2013 sind mei­ner Ansicht nach

  • die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Ver­band und den gewähl­ten Ver­tre­tern. Die­ser wich­ti­ge Pro­zess ist bereits in vol­lem Gan­ge und ich sehe ihn auf einem guten Weg.
  • die Ver­brei­te­rung der Par­tei­struk­tu­ren. Die in den ver­gan­ge­nen Wochen und Mona­ten eta­blier­ten „Stamm­ti­sche” kön­nen die Keim­zel­len wei­te­rer Unter­ver­bän­de in den Stadt­be­zir­ken und Orten sein. Ich möch­te die­se Ent­wick­lung ger­ne unter­stüt­zen und vor­an­brin­gen.
  • der Wahl­kampf zur Land­tags­wahl 2013. Hier ist noch sehr viel Arbeit auf Lan­des­ebe­ne zu leis­ten, die aber nur dann wirk­lich gut wird, wenn die kom­mu­na­le Ebe­ne gut funk­tio­niert und zuar­bei­tet. Mein Ziel ist, den Regi­ons­ver­band Han­no­ver hier zu einer ver­läss­li­chen Stüt­ze der Arbeit auf Lan­des­ebe­ne zu machen.

Ich bin bereits seit 2006 Mit­glied der Pira­ten­par­tei. Ich war schon sowohl auf Bun­des- als auch auf Lan­des­ebe­ne aktiv und sehe mich des­halb auch vor dem Hin­ter­grund des Wis­sens um die Belan­ge auf die­sen Ebe­nen gut für das Vor­stands­amt gerüs­tet. Ich wür­de mich freu­en, wenn mir auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung das Ver­trau­en aus­ge­spro­chen wird und die Mit­glie­der mich in mei­nem Amt bestä­ti­gen.

Ich möch­te beto­nen, dass ich es auch als Auf­ga­be eines Vor­stands­mit­glieds – und ins­be­son­de­re des Vor­sit­zen­den – sehe, mit jedem ande­ren Vor­stands­mit­glied zusam­men­ar­bei­ten zu kön­nen. Des­halb möch­te ich aus­drück­lich kein „Team” oder ähn­li­ches von mir beson­ders „geneh­men” Vor­stands­kan­di­da­ten benen­nen – es gibt kei­nes. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung ent­schei­det über die Zusam­men­set­zung des neu­en Vor­stan­des und dem möch­te ich nicht vor­grei­fen.

Soll­te der Antrag auf Tren­nung von Amt und Man­dat ange­nom­men wer­den, ist die­se Kan­di­da­tur hin­fäl­lig.

Für die­se Kan­di­da­tur gibt es eine öffent­li­che Fra­ge-und-Ant­wort­sei­te unter http://​www​.form​spring​.me/​D​i​r​k​H​i​l​l​b​r​e​cht. Für Fra­gen zu mei­ner Kan­di­da­tur bit­te ich dar­um, jene Sei­te und nicht die Kom­men­tar­funk­ti­on hier im Blog zu benut­zen.

Han­no­ver, 2011-01-11
Dirk Hill­brecht


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