Sport­aus­schuss, 2012-01-09


Im heu­ti­gen Sport­aus­schuss sit­ze ich nur ver­tre­tungs­wei­se, Jür­gen kann heu­te nicht. Hier eben­falls ein Kurz­pro­to­koll der Ver­an­stal­tung, wo­bei ich die­ses Mal nicht zum Mit­tel des klein­tei­li­gen Live­b­log­gings grei­fe, son­dern den Ar­ti­kel am En­de der Sit­zung in Gän­ze on­line stel­le.

Zu Be­ginn wird TOP 3 auf An­trag der Ver­wal­tung von der Ta­ges­ord­nung ge­nom­men. Mo­men­tan gibt es of­fen­sicht­li­ch no­ch grund­sätz­li­chen Klä­rungs­be­darf beim Haus­halts­si­che­rungs­kon­zept VIII, so­dass die ent­spre­chen­den Be­ra­tun­gen im Aus­schuss nach hin­ten ge­scho­ben wer­den.

TOP 4, das Na­tur­bad Hain­holz, wird auf An­trag der Ver­wal­tung eben­falls von der Ta­ges­ord­nung ge­nom­men. Die Be­ra­tun­gen im Stadt­be­zirks­rat und in der Sa­nie­rungs­kom­mis­si­on wa­ren der­art kon­tro­vers, dass nun noch­mal vier Wo­chen Pau­se im Pro­zess ge­macht wer­den sol­len um die Be­ra­tun­gen zu ei­nem ge­mein­schaft­li­chen Er­geb­nis zu füh­ren. Nach­fra­ge Drens­ke: Ver­fal­len bei der wei­te­ren Ver­zö­ge­rung die EFRE-Mit­tel? Her­bert (Ver­wal­tung): Ge­fahr be­steht durch­aus, dass die Mit­tel ver­lo­ren ge­hen. Wird Ver­su­ch ge­ben, ei­nen Auf­schub zu be­kom­men. Wenn das nicht klappt, müss­te die Bau­maß­nah­me bis En­de 2012 ab­ge­schlos­sen sein.

TOP 5: In­klu­si­on. Es gibt im We­sent­li­chen die­sel­be Prä­sen­ta­ti­on wie vor zwei Stun­den im Um­welt­aus­schuss.

Klap­pro­th: In­klu­si­on heißt „Al­le“. Druck­sa­che hebt aber vor al­lem auf Schulen/​Kindergärten ab. Was ist mit an­de­ren Ein­rich­tun­gen?

Wa­ge­mann: Zu­sam­men­ar­beit der In­klu­si­ons­be­auf­trag­ten mit Run­dem Tisch? Wo sind An­lauf­stel­len? Wel­che Prio­ri­tä­ten sol­len ge­setzt wer­den?

Kel­ler: Er­scheint mir auch sehr bil­dungs­las­tig. Da hier aber Sport­aus­schuss ist: Wel­che Ein­rich­tun­gen sind denn nun am Run­den Tisch be­tei­ligt? Was ist mit Schwimm­n­bä­dern? Was ist mit Leis­tungs­sport?

Ha­mann (Ver­wal­tung): Vor­lie­gen­der Be­richt ver­nach­läs­sigt Sport in der Tat ein we­nig. Nächs­ter Be­richt wird da stär­ker drauf ein­ge­hen. Sport­an­la­gen wer­den auf Bar­rie­re­frei­heit ge­prüft, AWD-Arena ist gu­tes Bei­spiel und Stö­cke­ner Bad. Sport­grup­pen für Be­hin­der­te exis­tie­ren in Laat­zen und Lan­gen­ha­gen. Ge­ne­rell prüft die Ar­beits­grup­pe im­mer, dass al­le Tä­tig­kei­ten in­klu­siv sind.

Druck­sa­che exis­tiert seit Ok­to­ber. Da­durch, dass sie in je­den Aus­schuss geht, ent­fernt si­ch die Wahr­neh­mung des Pro­zes­ses „In­klu­si­on“ zu­neh­mend von der rein schu­li­schen Sicht­wei­se.

En­gel­ke: Ist sprach­los, dass die­se Vor­la­ge schon seit Ok­to­ber exis­tiert und jetzt nur „Din­ge an­ge­scho­ben“ wer­den sol­len. Was ist kon­kret pas­siert? Kon­takt zu Stadt­sport­bund? Was ist mit an­de­ren Men­schen, die in Sport­sa­chen tat­säch­li­ch Din­ge än­dern kön­nen? In Han­no­ver gibt es 54.000 Schwer­be­hin­der­te und die wer­den al­le aus­ge­grenzt. Und hier wer­den Druck­sa­chen ge­schrie­ben, an­statt dar­an was zu än­dern!

Ha­mann: Kon­zep­te sind das ei­ne, Um­set­zun­gen et­was an­de­res. Die­se Druck­sa­che war der ak­tu­el­le Auf­trag der In­klu­si­ons­stel­le, die eben quer­schitts­wei­se über die Ver­wal­tung schau­en.

Kohlstedt: Sport­ver­ei­ne wur­den bis­lang nicht aus­rei­chend be­rück­sich­tigt in der Druck­sa­che. Wie kann man ge­ra­de Sport­ver­ei­ne ein­bin­den, die si­ch der The­ma­tik ak­tiv stel­len wol­len? Wir soll­ten zu­künf­tig ins Ge­spräch kom­men, or­ga­ni­sier­ter Sport ge­hört zu dem ge­plan­ten Run­den Tisch da­zu.

Wa­ge­mann: Ak­tu­el­le Druck­sa­che ist „Ein­gangs­do­ku­ment“. Ver­ste­he das so, dass jetzt der Sport­aus­schuss si­ch dar­über klar wer­den soll, was er denn nun will und wie er si­ch in den Pro­zess ein­brin­gen will. An wen sol­len si­ch die Sport­ver­ei­ne denn nun wen­den in der Ver­wal­tung beim The­ma In­klu­si­on? But­ter bei die Fi­sche.

Wruck: Schel­te ge­ra­de eben [ge­meint ist En­gel­ke] ist über­trie­ben. Se­he In­te­gra­ti­on und In­klu­si­on als Syn­ony­me, nur ge­rin­ge in­halt­li­che Un­ter­schie­de. Integration/​Inklusion ist Dau­er­auf­ga­be. Ver­mu­te, dass Quer­schnitts­ar­beits­grup­pe über al­le De­zer­na­te ar­bei­tet. Was ist zum Bei­spiel mit Fahr­diens­ten für be­hin­der­te Sport­ler zu für sie ge­eig­ne­ten Sport­stät­ten, ver­gleich­bar dem Schü­ler­fahr­dienst. Sport­aus­schuss soll­te Wün­sche de­fi­nie­ren, dann kann In­klu­si­ons­stel­le wei­ter­ar­bei­ten.

Kir­ci: Tei­le An­sicht von Herrn En­gel­ke nicht. In­klu­si­on ist ein Pro­zess. Sport­ver­ei­ne müs­sen mit­ge­nom­men wer­den. Dür­fen auch nicht über­for­dert wer­den, Fi­nan­zie­rung. Müs­sen Sport­ver­ei­ne un­ter­stüt­zen, nicht nur fi­nan­zi­ell, son­dern auch or­ga­ni­sa­to­ri­sch.

Bin­dert: Ziel muss sein, dass wir ei­ne Ge­sell­schaft sind, nicht mit se­pa­ra­ten Ver­an­stal­tun­gen für Be­hin­der­te und Nicht­be­hin­der­te ar­bei­ten. Gro­ße Auf­ga­be.

Gir­schi­kofs­ki (Stadt­sport­bund): Ver­ei­ne ar­bei­ten schon in­klu­siv. Bar­rie­re­freie Sport­stät­ten sind ent­schei­den­des Pro­blem, Sport­ent­wick­lungs­plan ist wich­ti­ges In­stru­ment, muss man ge­mein­sam dar­an ar­bei­ten.

Son­nen­berg (Fach­ver­wal­tung Sport): Druck­sa­che kommt zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Nächs­te Mo­na­te: Sport­ent­wick­lungs­plan. Passt sehr gut, da man das jetzt gut ver­knüp­fen kann.

TOP 6: Der De­zer­nent hat nichts zu be­rich­ten.

Aber Fra­gen gibt es no­ch:

Bin­dert: Was­ser­sport­flä­chen­kon­zept. Gibt es das schon? Hin­ter­grund: HSK VIII. Glei­che Ziel­rich­tung: Hal­le Fös­se­bad, gibt es Er­geb­nis­se? Auf­trag an Ver­wal­tung war im Sep­tem­ber. Drit­tens: Was ist mit letz­tes Jahr ab­ge­setz­ter An­hö­rung zum The­ma „Se­xua­li­sier­te Ge­walt im Sport“?

Schä­fer (Ver­wal­tung): Fös­se­bad: Bis­lang kein Fi­nan­zie­rungs­kon­zept. An­hö­rung: The­ma schien im San­de ver­lau­fen, da es auch kei­ne be­son­de­re Not­wen­dig­keit sei­tens der An­zu­hö­ren­den gab. Was­ser­sport­flä­chen: Über­le­gung war, Sport eher nach Stö­cken und ins Sta­di­on­bad zu ver­le­gen, um das Vah­ren­wal­der Bad frei­er zu be­kom­men.

Bin­dert: War­um die An­hö­rung ein­fach ab­ge­setzt? The­ma ist wich­tig.

En­gel­ke: Wir le­gen da kei­ne so gro­ßen Wert mehr auf die An­hö­rung.

Kör­ber: Die ge­plan­ten An­zu­hö­ren­den aus u.a. Ber­lin ha­ben dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es auch in Nie­der­sach­sen ent­spre­chen­de An­sprech­part­ner gibt (Clea­ring­stel­le). Müss­te ge­klärt wer­den, wer denn nun an­ge­hört wer­den soll.

Kohlstedt: Si­tua­ti­on in Han­no­ver ist nicht so, dass prä­ven­ti­ve Tä­tig­keit nö­tig ist.

Dr. Her­bert (Ver­wal­tung): Es gibt ei­nen gül­ti­gen Be­schluss für so ei­ne An­hö­rung, die Ver­wal­tung wird si­ch al­so an die Um­set­zung ma­chen.

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