Protokoll: „Region im Dialog” zur Hochflur-​/​Niederflurentscheidung auf der Stadtbahnstrecke „D” in Hannover

Ich war Zuhö­rer besag­ter Ver­an­stal­tung und habe flei­ßig mit­ge­schrie­ben. Hier also mein Pro­to­koll der Wort­bei­träge, ver­kürzt mit­ge­schrie­ben aber — so hoffe ich — ver­ständ­lich in den Aussagen.

Erläu­te­run­gen zu Abkür­zun­gen und Schreib­wei­sen: „HF” = Hoch­flur, „NF” = Nie­der­flur, „500k€”= 500.000 Euro, „1M€” = 1.000.000 Euro. Fra­ge­stel­ler, die ihren Namen nicht genannt haben, wer­den als „X” bezeichnet.

Beginn: 16:07

Eröff­nung durch Bernd Haase, Redak­teur HAZ, Bereich Nahverkehr

Stadt­bahn für Leute, die kein Auto, Fahr­rad etc. fah­ren. Also: Linie von A nach B. Ganz so ein­fach aber nicht: Wie fah­ren las­sen, Ein­schrän­kun­gen für andere Teil­neh­mer etc.

Begrü­ßung Regi­ons­prä­si­dent, Haus­herr und Chef der Behörde, die den Ver­kehr in der Region Han­no­ver orga­ni­sisert: Hauke Jagau

Jagau: Will­kom­men. Hoher Andrang. Thema bewegt Gemü­ter. Vor­stel­lung Ergeb­nisse Arbeits­er­geb­nisse, Letz­ter Schritt: Wie Lösung für not­wen­dige Änderungen?

Ent­schei­dun­gen für die nächs­ten 30 – 35 Jahre: Städ­te­bau, Nut­zen für All­ge­mein­heit, Bedeu­tung für Anrai­ner. Wie Kun­den zufrie­den stel­len? Wie Attrak­ti­vi­tät steigern?

Vor ein bis zwei Jah­ren Leit­li­nien beschlos­sen: Kli­ma­schutz und Stadt­ent­wick­lung im Demo­gra­fi­schen Wan­del. Immer mehr Men­schen, die am Indi­vi­dul­ver­kehr nicht teil­neh­men kön­nen oder wol­len. Dazu Energiekostenexplosion.

Letzte Jahre in Region gemein­sam: Aus­bau des ÖPNV vor­an­trei­ben. Isb. in Han­no­ver Hoch­bahn­st­eig­netz wei­ter aus­ge­baut, da bar­rie­re­freier Zugang per­spek­ti­visch immer wich­ti­ger wird. Nächste Gene­ra­tion Fahr­zeuge bestellt, diese ohne Stu­fen; also nur an Hoch­bahn­stei­gen ein­setz­bar. Des­halb müs­sen Linien voll­stän­dig aus­ge­baut sein.

Ergeb­nis der Arbeits­gruppe ist für sich schon ein Erfolg: Ent­wi­ckelte Lösun­gen sind erheb­li­che Ände­rung von Ursprungs­pla­nun­gen. Kön­nen heute zwei ziem­lich gute Lösun­gen prä­sen­tie­ren. Ziel: Sys­te­mentschei­dung im ers­ten Halb­jahr. Sonst Mög­lich­keit, dass Zeit­punkt ver­passt wird, und das, obwohl Linie so stark fre­quen­tiert sind

Dank an die­je­ni­gen, die sich in den ver­gan­ge­nen ein­ein­halb Jah­ren enga­giert haben. Dis­kus­sion war kon­struk­tiv, posi­tiv, Rie­sen­er­folg. Pro­zess war dyna­misch, trotz­dem fai­rer Umgang. Jetzt Vor­stel­lung der Ergeb­nisse. Muss gleich weg, kenne Ergeb­nisse aber schon.

Haase: Region im Dia­log. Vor Dia­log: Fak­ten. Zwei Vor­stel­lun­gen des bis­he­ri­gen Gesche­hens: (1) Infra: Infrastuk­tur­ge­sell­schaft der Region. Ste­fan Harke erläu­tert Planungsansätze

Harke und Fin­ken als Hel­fer bei der Präsentation.

Zeigt Über­sicht über die gesamte Stre­cke von Ahlem bis Haupt­bahn­hof und dann neu bis Rasch­platz über Posttunnel.

Geht vor allem um Lim­mer­straße, hier noch kein Kon­sens im run­den Tisch und dann um die Hal­te­stel­len in der Innenstadt.

Prä­sen­ta­tion. Ver­gleich Hoch-​/​Niederflur. NF 2,65m breit, HW tal­liert. NF 35 cm Boden­höhe, in Tür­be­rei­chen 30 cm, also Bahn­steig 25 cm für Bar­rie­re­frei­heit. => NF-​Haltestellen kön­nen nicht gleich­zei­tig von Bus­sen benutzt wer­den, weil Bord­stein nicht höher als 20 cm wei­ter sein kann.

Hoch­bahn­steig Unger­straße ein­fach wegen zurück­sprin­gen­der Bebau­ung. Nie­der­flur hin­ge­gen am Fuß­weg. Idee: Zufahr­ten zu Grund­stü­cken über Fußweg.

Lein­au­straße: Hoch­bahn­steig an Offen­stein­straße. „Bar­riere”, isb. Ein­fahr­ten Offen­stein­straße und Pfarr­land­straße. Bei Nie­der­flur­bahn­steig bes­ser, aber Rad­fahr­be­zie­hun­gen zum Köt­ner­holz­weg immer noch schwierig.

Lim­mer­straße: Ursprüng­lich 100-​Meter-​Bahnsteig. Unmut. Dann run­der Tisch. Aktu­elle Pla­nung vor­ab­ge­stimmt aber nicht beschlos­sen. Hoch­bahn­steig in Ram­pen­be­reich geht. Nie­der­flur in Straße. Pro­blem mit Lie­fer­ver­kehr, Fahr­zeuge kön­nen nicht mehr auf Geh­weg par­ken. Nie­der­flur bie­tet auch noch Problempotential

Prä­sen­ta­tion Videos

Jetzt Bereich Steintor

Hier: Hoch– und Nie­der­flur quasi kein Unter­schied. Hal­te­stelle Cle­ver­tor wird in bei­den Sze­na­rien auf­ge­ge­ben. Brei­ten sind iden­tisch bei bei­den Plänen.

Haupt­bahn­hof: Auch hier ähnlich. ACHTUNG! Pla­nun­gen nicht im Detail abge­stimmt, eher Mach­bar­keits­stu­dien. Bahn­steige kämen vor Stüt­zen­reihe der Brü­cke zum Lie­gen. KFZ-​Verkehr wei­ter­hin im Tun­nel. Fuß­weg könnte bei Hoch­bahn­steig leicht ange­ho­ben werden.

Rasch­platz: Mit­tel­bahn­steig in Sei­ten­lage am Rasch­platz. Bei Hoch­flur: Kehr­mög­lich­keit hin­ter der Hal­te­stelle, weil Linien 10 und 17 betrie­ben wer­den müs­sen. Ansons­ten auch Kreu­zungs­wei­che vor der Hal­te­stelle. Auto­ver­kehr an Bahn­steig vor­bei, Abriss der Hoch­straße nicht nötig, geht mit und ohne. Aller­dings: Über­bau­ung der dar­un­ter­lie­gen­den Berei­che nötig.

Dies Über­blick über pla­ne­ri­sche Tiefe. Andere Hal­te­stel­len als Prä­sen­ta­tion auf dem Rechner.

Haase: Tun­nel aus Kos­ten­grün­den auf­ge­ge­ben. Gret­chen­frage: Hoch– oder Nie­der­flur. Zwei­ter Vor­trag: Her­mann Meier, Lei­ter Fach­ab­tei­lung Ver­kehr der Region

Meier: Stelle Ergeb­nisse des Arbeits­pro­zes­ses vor. Arbeits­gruppe bestand aus Exper­ten und exter­nen Sachverständigen.

Wir spre­chen über Stadt­bahn Ahlem-​Raschplatz. Dies war Vor­aus­set­zung des aktu­el­len Prozesses.

Arbeits­gruppe: Stadt Han­no­ver, Region, üstra, Infra, Regio­Bus, Prof. Mey­fahrt (Kas­sel). Mey­fahrt: Nie­der­flur­ex­perte oder –papst. Denn: „Wir kön­nen nur Hoch­flur”, also Experte für Nie­der­flur nötig. Außer­dem: Pla­ner­stel­lun­gen und Kos­ten­ab­schä­tun­gen: Tran­sTec­Bau und Kos­ten­schät­zun­gen Umbau Werk­stät­ten, Fahr­zeuge, Schu­lun­gen etc: üstra

Arbeits­gruppe hat Unter­schiede zwi­schen Hoch– und Nie­der­flur als Kri­te­rien genom­men: Aus­baus­ten­dard, mone­täre Bewer­tung etc. Gesamt­schau der Kri­te­rien wird im Inter­net öffent­lich gemacht.

Ziel­fel­der:

Wirt­schaft­lich­keit

- Inves­ti­ti­ons­kos­ten
 – Betriebs­kos­ten
 – Kos­ten­saldo pro Jahe

=> Mehr­be­las­tung Nie­der­flur: 500k€ — 1M€ pro Jahr für die Region

Stadt­ver­träg­lich­keit

Kür­zere Zug­län­gen bes­sere städ­te­bau­li­che Integrierbarkeit

Hal­te­stel­len bes­ser in Stra­ßen­raum integriert

Wich­tig nicht Ästhe­tik, son­dern städ­te­bau­li­che Realisierbarkeit.

Run­der Tisch war neue Erfah­rung für alle Betei­lig­ten. Kein ein­heit­li­ches Ergeb­nis, evtl. leichte Prä­fe­renz für Niederflur

=> Vor­teil Niederflur

Bar­rie­re­frei­heit und Komfort

Wich­tig: Hal­te­stelle und Fahr­zeug. Hal­te­stelle sepa­rat: Wie komme ich hin? Aber: Hoch­flur lei­ser und lauf­ruhi­ger. Außer­dem: Boden durch­gän­gig, anders als bei Niederflur.

=> Patt

Ver­kehr­li­che Kri­te­rien ÖPNV

Fle­xi­bi­li­tät im Netz nur bei Hoch­flur exis­tent, Nie­der­flur und Hoch­flur­ver­kehr kön­nen nicht auf glei­cher Trasse gemischt werden.

=> Vor­teil Hochflur

Rea­li­sie­rung

Grund­sätz­lich beide rea­li­sier­bar. In bei­den Fäl­len: Stre­cken­aus­bau auf 2,65-Meter-Fahrzeuge, auch NF würde so breit wer­den. Bei HF: Ab 2014 TW 2000 auf der Stre­cke, dann punk­tu­ell Hoch­bahn­steige, sodass schon vor 2017 neue bar­rie­re­freiee Baziehungen.

Bei Nie­der­flur: Neue Fahr­zeuge etc. Des­halb Nie­der­flur nicht vor 2017/​2018 bar­rie­re­frei am Start.

=> Leichte Vor­teile für Hochflur

Ins­ge­samt: Vor­teile für Hochflur

Fazit: Beide för­der­fä­hig, aber: Linie 17 evtl. nicht geneh­mi­gungs­fä­hig wegen Mischung von Hoch– und Nie­der­flur. Beide machbar.

** Arbeits­gruppe spricht sich für Bei­be­hal­tung des Hoch­flur­sys­tems aus. **

Ulf-​Birger Franz: Wie geht’s wei­ter? Region ist offen. Will Ent­schei­dung noch die­ses Jahr. Hoch­flur hat Vor­teile bei Kom­plet­tie­rung des Sys­tems. Nie­der­flur wäre Schritt für wei­tere Net­zer­wei­te­rung. 1. Halb­jahr Wei­chen­stel­lung in Sys­tem­frage. Freuen uns auf Diskussion.

Haase: Podium: üstra muss mit Sys­tem umge­hen, des­halb: Neiß. Wenn in Han­no­ver gebaut wird, dann: Bode­mann. Niederflurpapst/​-​fachmann: Mey­fahrt. [Außer­dem Franz, der bereits im Podium sitzt.]

Bitte an Dis­kus­sion: Wis­sen, dass es viele gibt, die sich ein­ge­fuchst haben. Dass viele dezi­dierte Inter­es­sen für Lösung da sind. Wis­sen dass Sie strei­ten wol­len. Aber bitte: Keine Ko-​Referate. Geht auf Zeit und Fairness.

Franz: Opti­mis­tisch auf Ergeb­nis, auch wenn Tun­nel­pla­nung nicht rea­li­siert. Bar­rie­re­frei­heit, moderne Fahr­zeuge — es muss was pas­sie­ren. Chance, attrak­ti­vere Gestal­tung vor­zu­neh­men. Wirt­schaft­lich beide Vari­an­ten deut­lich bes­ser als Sta­tus quo. Auch, da Hbf-​Aegi, „ver­län­gerte Wen­de­schleife” ohne viel Publi­kum, vom Netz genom­men wird.

Haase. Steintor-​Raschplatz: Wird eng, eige­ner Bahn­kör­per. Bode­mann, wie soll’s gehen?

Bode­mann: Mich treibt um, dass wir weg­kom­men vom Pla­nungs­grund­satz der 1980/​90er Jahre. Benö­ti­gen Gesamt­pla­nung, sodass wir wis­sen, wo es eng wird. Stadt muss bei Trasse an Qua­li­tät gewin­nen, geht nur bei überg­rei­fen­der Pla­nung. Bei­spiel Stein­tor. Kön­nen erst nach die­ser Pla­nung sagen, wo nun Autos fah­ren und wo nicht. Region muss mit Stadt und z.B. Gewerbe spre­chen, damit Pla­nung erfolg­reich wird.

Neiß: Prä­fe­renz der üstra ist deut­lich gewor­den. Freue mich über ein­deu­ti­ges Arbeits­grup­p­en­er­geb­nis für Hoch­flur. Gilt es zu akzep­tie­ren. Jetzt Tempo machen — anders als Bode­mann sagt. Es muss voran gehen, unsere Kun­den sind lei­di­ges War­ten satt. Sicht der Arbeits­gruppe ist auch Sicht der üstra.

Haase: Mey­fahrt, sie wis­sen was Nie­der­flur ist. Wür­den Sie empfehlen?

Mey­fahrt: Wir haben in Kas­sel kein NF ein­ge­führt, weil wir NF haben woll­ten, son­dern weil wir Bar­rie­re­frei­heit haben woll­ten. 1990 ange­fan­gen, nächs­tes Jahr fer­tig. Geht also schnel­ler. [?] Bin Stadt­pla­ner, nicht Schie­nen­pla­ner. Haben stadt­pla­ne­ri­sche Aspekte inten­siv dis­ku­tiert, Stu­die also weit mehr als Hal­te­stel­len. Im Grunde Ent­schei­dung vor 4 – 5 Jah­ren gefal­len, durch 150 neue Fz. Würde NF prä­fe­rie­ren, wenn freie Wahl wäre. Ob man das nun auf nur einer Stre­cke macht, ist eher schwie­rig. Auch zu betrach­ten, dass Netz evtl. aus­ge­baut wer­den kann. Bin aber skep­tisch wegen rück­ge­hen­der Fördermittel.

Nun Dis­kus­sion mit Fragen

Ulrich Östmann, Lim­mer­straße. Was sind das für „zusätz­li­che Stre­cken” auf der Schlussfolie?

Franz: Nie­der­flur andere Sicht­weise, wenn in kom­men­den Jah­ren neue Stre­cken kom­men und dann da NF gebaut wird. Wurde in Regi­ons­ver­wal­tung unter­sucht, aber nicht offen, weil nicht Bür­ger­schreck. Vor einem Jahr mal Sall­straße ange­spro­chen. Große Skep­sis in Poli­tik und Ver­wal­tung. Ansons­ten: nir­gends wirtschaftlich.

X: Franz, weil Region ver­ant­wort­lich. Wun­dere mich dar­über, dass NF teu­rer sei. Sind doch nur 5%? Außer­dem: Warum jetzt so dar­auf rum­rei­ten, wo doch vor­her Tun­nel­dis­kus­sion? Damals: Kos­ten keine Rolle. Jetzt: Was nun? Keine wei­te­ren Tun­nels? Warum jetzt auf den 5% so rumreiten?

Franz: Arbeits­gruppe hat Vor– und Nach­teile abge­wo­gen, Kos­ten wich­tig. Ob nu 5 oder 10% — 500k€-1M€ sind schon rele­vant. Halte Zah­len auch für plau­si­bel, weil Gruppe breit aufgestellt.

Neiß: Zu den 500k€-1M€ kom­men noch 4M€ Initi­al­kos­ten. Dazu Mehr­kos­ten Fahr­zeu­gen und Stre­cke — warum eigent­lich 5%, nir­gends gehört.

Jens Pilawa: (1) Alle Pläne zei­gen Ver­kehrs­an­la­gen, außer Post­tun­nel: 10000 Fz, 6000 Fuß­gän­ger, aber keine Ampeln? Was wenn Gut­ach­ten Pro­bleme macht. (2) Post­tun­nel zu klein für Sil­ber­pfeile. Kann Post­tun­nel umge­setzt werden?

Haase: Post­tun­nel war Machbarkeitsstudie

Bode­mann: Ver­kehrs­un­ter­su­chung steht aus. Drei Mög­lich­kei­ten: (1) Geht nicht. Dann: Alter­na­ti­ven nötig, Tun­nel wird rein ÖV. Leis­tungs­fä­hige Alter­na­ti­ven für Park­häu­ser nötig. (2) Funk­tio­niert, dann: Was wird mit der Kurt-​Schumacher-​Straße. (3) Misch­lö­sun­gen, z.B. Ein­bahn­straße. Fuß­gän­ger: Noch zu unter­su­chen. Z.B. Taxi­stände. Kön­nen Taxis z.B. über Schil­ler­straße erschlos­sen werden.

Franz: Bah­nen pas­sen durch Post­tun­nel. Infra + üstra haben das geprüft. Bahn kommt auch um die Ecke.

Karin Fell­ner: Danke für Mühe der Region und Betei­lig­ter und auch Ehren­amt­li­cher. Hat sich gelohnt. Mich inter­es­siert, Mey­fahrt, warum er glaubt, dass viele Kom­mu­nen NF wäh­len, wenn HF kos­ten­güns­ti­ger? Sind die dumm? [Applaus] (2) Wie­weit sind Netz­wer­wei­te­run­gen in Pla­nun­gen ein­be­zo­gen? Bshe­rige Aus­s­ga­gen nicht erschöp­fend genug. (3) Hoch­bahn­steige sind tech­ni­sche Bau­werke. Sanierungskosten?

Mey­fahrt: Fal­sche Wahr­neh­mung. Nicht all­ge­mein HF gegen NF ver­gli­chen. Spe­zi­fisch Han­no­ver: HF exi­si­tiert mit >200 Fz. Dann NF mit 25 Fahr­zeu­gen. Bei ganz­heit­li­chem Nie­der­flur­sys­tem Hal­te­stel­len ein­fa­cher und bil­li­ger gegen­ge­rech­net gegen höhe­ren Ver­schleiß. Han­no­ver aber mit ex. HF-​System, daher Mehr­kos­ten nennenswert.

Franz: Mehr­kos­ten für HF sind berücksichtigt.

X: Anstoß für HF/​NF-​Diskussion kam aus Lin­den. Nun zwei der drei Sta­tio­nen außer­halb der Fuß­gän­ger­zone. Dis­kus­sion bekommt Fetisch. Frage: Wie weit ist eigent­lich bei Bor­deaux oder Lille berück­sich­tigt wor­den, wie groß die Städte sind. Sind knapp halb so groß. …

Haase (unter­bricht): Frage also, ob NF/​HF von Stadt­größe anhängt?!

Mey­fahrt: Ist kein Kri­te­rium. Lon­don, Paris. Han­no­vers Sys­tem mit Tun­nels in Innen­stadt durch voll­stän­dige Tren­nung von ande­rem Ver­kehr sehr hohen Wert.

X: (1) Neiß: üstra möchte gerne, dass Bahn nicht mehr Hbf-​Aegi fährt. Wirt­schaft­li­cher, wenn Linde­ner zum Rasch­platz kom­men? (2) Bode­mann: Ver­kehr­li­che Gut­ach­ten müs­sen noch kom­men. Umbau ZOB. Nun dort am ZOB die Stadt­bahn­li­nien. Wie kann Ver­kehr lau­fen bei 10.000 Fahr­zeu­gen im Tun­nel. Wie geht das?

Neiß: Wäre froh über Haken am Thema HF. Stre­cken­ver­lauf: Andere Prä­fe­renz als am Ernst-​August-​Platz abzu­bie­gen. Alter­na­tiv Scheelhase-​Lösung: Linie 10 zur Hälfte in A-​Tunnel, schnelle Rea­li­sie­rung, geringe Kosten.

Bode­mann: ZOB. Wird noch unter­sucht, isb. was die Kehr­gleise betrifft. Durch libe­ra­le­ren Bus­fern­ver­kehr mehr Ver­kehr am ZOB. Des­halb: Gewisse Vari­an­ten aus­zu­schlie­ßen. Des­halb: Inte­grierte Pla­nung, die die Ent­schei­dun­gen rich­ti­ger machen.

Peter Del­le­mann, ehem. Stadt­pla­ner: Geht mir nicht nur um Stadt­ver­träg­lich­keit. Trasse passt nicht in Goethestraße/​Kurt-​Schumacher-​Straße. Man kann kei­nen Baum pflan­zen. Frage: Scheelhase-​Lösung (Scheel­hase sitzt neben mir) wei­ter­ge­hend unter­su­chen: Alle Fahr­zeuge über Hum­boldt­straße, damit Goethe-​/​Kurt-​Schumacher-​Straße als Alleen. Alte Laves-​Vision. Ist das unter­sucht wor­den? Ent­schei­dung über D-​Tunnel dann in nächste oder über­nächste Gene­ra­tion ver­scho­ben. A-​Tunnel mit neuer Rege­lungs­tech­nik wäre leis­tungs­fä­hi­ger als heutzutage.

Franz: Region ist skep­tisch. 3 Grund­prä­mis­sen des Vor­schlags: Keine Hem­min­gen­ver­län­ge­rung. Glau­ben wir nicht. Kein Stadt­bahn­netz­zu­wachs. Glau­ben wir auch nicht. Wenn Stadt­bahn nur 1 – 2% Wachs­tum pro Jahr, dann kön­nen wir uns vor­stel­len, was in den nächs­ten 20 Jah­ren pas­siert. Und: Nicht alle Stre­cken müs­sen bar­rie­re­frei sein. [?] Teile ich auch nicht. Wirt­schaft­li­cher Vor­teil durch HF-​Fahrzeuge.

Bode­mann: Neben­satz: Egal ob sepa­ra­ter Bahn­steig oder nicht. Das ist aber Schlüs­sel für Stadt­ver­träg­lich­keit. Bei eige­nen Gleis­kör­pern gar kein Spiel­raum für Umge­stal­tung. Plä­do­yer: Zwi­schen Cle­ver­tor und Bahn­hof kein eige­ner Gleiskörper!

Gül­den­berg: Frage zu Gewich­tung der Ziel­bün­del. Sind Gleich­wer­tig. Bode­mann, Stadt­ver­träg­lich­keit gleich den ande­ren Kri­te­rien — zufrie­den damit. Franz: NF in Fokus bei zusätz­li­chen Stre­cken. Ist das in Gewich­tung eingeflossen?

Franz: Arbeits­gruppe sollte keine neuen Stre­cken fin­den. Test­bal­lon Sall­straße wurde ein­hel­lig abge­lehnt in der Stadt­po­li­tik. Des­halb: Bei zusätz­li­chen Stre­cken offen aber grundskeptisch.

Bode­mann: Mein metho­di­sches Ver­ständ­nis die­ser Arbeit: Vor­ur­teils­frei. Arbeits­gruppe wollte nicht wich­ten, müs­sen Poli­tik und Ent­schei­der machen. Wenn wir fünf auf der Bühne gefragt wür­den, unter­schied­li­che Ergeb­nisse. Ich bin Nie­der­flur­ver­fech­ter! Muss aber abge­wo­gen wer­den mit der Sys­tem­lage. Vor­prä­gung durch bis­he­ri­ges Sys­tem, Bahn­steige, Tun­nels. Ist schwer, sich über wirt­schaft­li­che Kri­te­rien hin­weg­zu­set­zen. Für mich im Moment trotz ver­schie­den vie­ler posi­ti­ver Ein­schät­zun­gen in den unter­schied­li­chen Unter­su­chungs­ka­te­go­rien ein Foto­fi­nish. Sys­teme ste­hen für mich erst­mal weit­ge­hend gleich neben­ein­an­der. Habe als Städ­te­bauer Prio­ri­tä­ten, sehe aber die Gesamtsituation.

Haase: Alex­an­der hatte es mit dem gor­di­schen Kno­ten einfacher.

Rein­hard Hen­nig: Fahre jeden Mor­gen zum Water­loo, steige dort aus, werde nicht nass. Frage: Nach erfolg­rei­chem Stadt­bahn­bau der letz­ten 40 Jahre nun die Frage eines inkom­pa­ti­blen Zweit­sys­tems. Gebe zu beden­ken, dass jedes Jahr 800k€ bei 6km Stre­cken­länge. Wie schlägt sich die Syn­er­gie­ef­fekt­ver­nich­tung nieder?

Franz: Haben das im Rah­men der ver­kehr­li­chen Fle­xi­bi­li­tät unter­sucht. Ist nicht so inkom­pa­ti­bel wie es erscheint, siehe zum Bei­spiel Nürn­berg. Kos­ten­frage ist aber rich­tig beobachtet.

X: Warum Linie 700 nicht an Wunstor­fer Straße bre­chen? Warum nicht in der Überg­angs­zeit auf der 700 moderne NF-​Fahrzeuge?

Franz: 700 soll wei­ter durch­ge­führt wer­den, wegen hoher Attrak­ti­vi­tät. Fahr­gast­ver­lust bei Bre­chen. Stadt­bahn­ver­län­ge­rung nach Let­ter ist auch nicht wirt­schaft­lich. Bus­hal­te­stel­len wer­den gerade ertüch­tigt. Par­al­lel zu 100/​200 am Küchen­gar­ten bar­rie­re­freie Alter­na­ti­ven in die Innenstadt.

Mey­fahrt: Rela­tiv inten­siv unter­sucht. Busse und Bah­nen brau­chen unter­schied­li­che Hal­te­stel­len auch bei NF. Per­sön­li­che Mei­nung zu 700: Muss die denn par­al­lel zur Bahn durch die Lim­mer­straße fah­ren, wenn Stadt­bahn zukünf­tig alle 5 Minu­ten fährt. Man nehme ande­ren Lini­en­weg zum Haupt­bahn­hof. (Applaus)

X: Ket­ze­ri­sche Fra­gen. (1) Mode­ra­tor: Warum brem­sen Sie die Fra­ge­stel­ler aus? (2) An alle: Warum wer­den öffent­li­che Gel­der ver­schwen­det? ÖPNV so wenig Kos­ten wie möglich.

Franz: Seit Grün­dung Region Han­no­ver 2001 Fahr­gäste von 140 Mio auf 195 Mio erhöht bei Rück­gang der öffent­li­chen För­de­rung. (Applaus)

Andreas Dom­berg: Zum 5-​Minutentakt. Frage: Gilt das auch für NF? Und: Bei Sei­ten­bahn­stei­gen: Wei­ter 7.5-Minutentakt.

Franz: Brau­chen 5-​Minutentakt, weil Fahr­gast­zah­len gegen­über heute stei­gen werden.

Jörg Beil(?): Neiß: Bevor Bahn ober­ir­disch durch Stadt fährt, gar keine fah­ren las­sen. Was soll das? Frage doch HF oder NF? ???

Neiß: Ich ver­stehe die Frage nicht.

Ger­hard Fleige: Lim­mer­straße ist toll, des­halb NF. Frage: Nach­teile der Hoch­bahn­steige für Unter­neh­men. Nicht nur üstra unterstützen!

Franz: Ist berück­sich­tigt wor­den. Hoch­flur attrak­ti­ver machen durch Hal­te­stel­len raus­neh­men? Dage­gen gewehrt, Lim­mer­straße braucht ÖPNV in der Straße selbst. Wer Hoch­flur will, muss den Mut haben, hier Hoch­bahn­steige in die Straße rein­zu­brin­gen. Gerade am Küchen­gar­ten sehr gute Lösung.

X: Inte­gra­ti­ves Sys­tem betrach­ten, wie Bode­mann sagt. Haben schö­nes Sys­tem gese­hen. Aus­wir­kun­gen auf Rest des Net­zes nicht berück­sich­tigt. Linie 17 plötz­lich ohne Betriebs­er­laub­nis. Ist aber gerade lang­fris­tig wich­tig wenn Hem­min­gen gebaut wird. Wie hier Diskussion?

Mey­fahrt: Aus­wir­kun­gen wur­den inten­siv dis­ku­tiert, haben dazu geführt, dass Netz­ent­wick­lungs­as­pekt pro Hoch­flur ist.

Fried­rich Zind­ler, Klee­feld: Möchte grund­sätz­li­ches Pro­blem aus der ober­ir­di­schen Lini­en­füh­rung anspre­chen. Lage­pläne der Sta­tio­nen gese­hen. Meine Über­zeu­gung: Es besteht Gefahr, dass Ver­kehr durch Hoch– oder Nie­der­flur­bahn­steige erheb­lich ver­hin­dert wird. Bin posi­tiv den­ken­der Mensch… [wird in sei­nem Mono­log unter­bro­chen] Frage: Würde man mir zustim­men, dass es ein Wider­spruch ist, wenn man sich Ziele zur CO2-​Minderung setzt und dann gleich­zei­tig dazu bei­trägt, dass durch Ver­kehrs­hin­der­nisse und Staus der CO2-​Ausstoß erhöht wird.

Franz: ÖPNV ist nicht Ursa­che, son­dern Lösung für Klimakatastrophe.

Menke: (1) Optio­nen offen­hal­ten ist wich­tig für Pla­nung. Ist es wirk­lich rich­tig, Thema so beschei­den wie bis­her zu berück­sich­ti­gen. (2) Wenn zwei Hal­te­stel­len aus wich­ti­gem Bereich raus­neh­men, ist auch Zei­chen. NF ist modern, wird Fahr­gäste anzie­hen. Bode­mann: Post­tun­nel muss doch heute schon von Autos befreit wer­den. Was soll das? Frage: Par­kende Autos in Goethestr./KSS schlim­mer als Bahn.

Neiß: Geht nicht um NF für Lim­mer­straße. Han­no­ver braucht Sys­tem­lö­sung. Vor­schlag ori­gi­nell aber nicht ziel­füh­rend. Außer­dem: HF sei nicht bar­rie­re­frei ist falsch. Mitt­ler­weile 70% fertig.

Bode­mann: Ver­drän­gung der einen Ver­kehrs­art durch eine andere ist immer ein­di­men­sio­nal. Autos müs­sen woan­ders fah­ren, wenn sie an der einen Stelle ver­drängt wer­den. Schließe aber nicht aus, dass jet­zige Ergeb­nisse dazu füh­ren kön­nen, dass Prä­fe­renz für Fuß­gän­ger, Rad­fah­rer, Bahn z.B. im Bereich Her­schel­straße — Ernst-​August-​Platz erkannt wird. Mal schauen, was dann pas­siert, müs­sen Ergeb­nisse der Unter­su­chun­gen abwarten.

Franz: Schluss­wort: Möchte allen für Dis­ku­si­son und Sach­lich­keit dan­ken. Habe im Zuge der Dis­kus­sion immer große Sach­lich­keit erlebt. Macht mich opti­mis­tisch, dass wir für Thema all­ge­mein akzep­tierte Lösung fin­den. Wol­len wei­ter im Dia­log vor­ge­hen, haben damit schon ange­fan­gen. Alle Infor­ma­tio­nen des heu­ti­gen Tages auf www​.han​no​ver​.de im Inter­net abruf­bar. Außer­dem Youtube-​Channel mit den gan­zen Videos vor­han­den, mit Diskussionsmöglichkeit.

Ende: 18:13 Uhr

14 Antworten to “Protokoll: „Region im Dialog” zur Hochflur-​/​Niederflurentscheidung auf der Stadtbahnstrecke „D” in Hannover”


  • Lie­ber Herr Schorse.
    Dass A/​B/​C-​Linien im engen Innen­stadt­be­reich im Tun­nel fah­ren und dies beleg­bar sehr erfolg­reich tun, dürfte auch in Lin­den bekannt sein. Ver­knüp­fun­gen mit die­sem Netz gehen am effek­tivs­ten, wenn die 10 ab Goe­the­platz in den Tun­nel geschickt wird. Hier­von pro­fi­tie­ren Fahr­gäste, Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer, wenn die unter­ent­wi­ckelte Kurt-​Schumacher-​Straße zu einer ech­ten Bum­mel­meile mit Flair aus­ge­baut wird (was viel Han­no­ve­ra­ner wol­len). Gleich­zei­tig würde ein Ver­kehrs­stau im Bereich Brühl­straße Königs­wort­her Platz ver­hin­dert, wenn bevor­rech­tigte Bah­nen den Innen­stadt­ring kreu­zen und PKWs zum Hal­ten (und zur zusätz­li­chen CO2-​Emmission) zwin­gen. Ein Stadt­bahn­sys­g­tem lebt vom Netz, inso­fern steht die 10 nicht iso­liert alleine dar. Die­ses wird aber durch die Agi­ta­tion bestimm­ter Linde­ner Pro­to­go­nis­ten gerne igno­riert. Durch eine nie­der­flu­rige 10 muß die 17 als Ver­stär­ker in den A-​Tunnel und die Verstärker-​9 nach Davens­tedt wird tot­ge­macht, da bekann­ter­mas­sen nur 4 Linien in den A-.Tunnel pas­sen.
    Die für alle übri­gen Han­no­ve­ra­ner beste­hen­den Nach­teile durch diese nie­der­flu­rige Privat-​Bummelbahn (exklu­siv für Linden-​Nord) wer­den von Ihnen tot­ge­schwie­gen, ebenso die Chan­cen auf eine in Karls­ruhe sehr erfolg­rei­che Regio­nal­stadt­bahn West nach Wunstorf-​Stadtbahnhof über Seelze/​Lohnde auf den Bun­den­bahn­glei­sen. Mit einer nie­der­flu­ri­gen 10 wegen der inkom­pa­ti­blen Ein­stiegs­höhe unmög­lich. Mit ange­pass­ten 2-​System-​Stadtbahnen (7600m/​820mm) aber kein Pro­blem.
    Bitte den­ken Sie ein­mal über den Linde­ner Tel­ler­rand hin­aus und schlies­sen Sie mit dem D-​Tunnel ihren Frie­den. Den­ken Sie an die vie­len Umstei­ger, die im Falle der gelieb­ten Nie­der­flur­bahn werk­täg­lich 4 Minu­ten län­ger kra­xeln müs­sen, um in andere Stadt­teile zu gelan­gen.
    Und den­ken Sie daran: Ein Stras­sen­tun­nel Leibniszufer/​Brühlstraße wäre irgend­wann fäl­lig und dürfte incl. Aus­fä­de­lun­gen unbe­zahl­bar sein, ob es dafür Zuschüs­sen geben wird, steht in den Ster­nen.
    Zu guter Letzt bleibt noch das Post­tun­nel­kur­ven­de­sas­ter. Kein Han­no­ve­ra­ner will die­sen Blöd­sinn, ich sage das, weil ich ca 700 Ein­zel­ge­sprä­che mit Inter­es­sier­ten geführt habe. Ergeb­nis: So ein Mist, das geht nicht.
    Die Fol­gen die­ses städ­te­bau­li­chen Murk­ses würde weit über die gering­fü­gi­gen opti­schen Beein­träch­ti­gun­gen durch Hoch­bahn­steioge auf der Lim­mer­straße hin­aus gehen.

    • Lie­ber Reini,

      die aktu­elle Dis­kus­sion um die Zukunft der Linie 10 lei­det dar­un­ter, dass viele nicht ver­stan­den haben (oder es nicht wahr­ha­ben wol­len?), dass sie sich nicht mehr um die Frage dreht D-​Tunnel oder ober­ir­di­sche Lini­en­füh­rung, son­dern um die Frage ober­ir­di­sche Hoch­flur­bahn mit Hoch­bahn­stei­gen oder Nie­der­flur­bahn von Ahlem zum Raschplatz/​U-​Bahnhaltestelle-​Hauptbahnhof.

      Das war der Dis­kus­si­ons­ge­gen­stand der Ver­an­stal­tung im Haus der Region, von dem Herr Hill­brecht in sei­nem Blog berich­tet und auf den sich diese Dis­kus­si­ons­bei­träge bezie­hen. Oder sollte man bes­ser sagen bezie­hen soll­ten? Denn ich muss zuge­ben, auch ich ver­falle mit mei­nen Bei­trä­gen immer wie­der in den Feh­ler, die ober­ir­di­sche Stre­cken­füh­rung gegen­über einer Tun­nel­lö­sung zu ver­tei­di­gen. Darum geht es aber gar nicht, denn die Tun­nel­lö­sung ist tot. Das war die ursprüng­lich ange­strebte Bot­schaft der Ver­an­stal­tung im Haus der Region. Lei­der ist es den Ver­an­stal­tern und der Mode­ra­tion nicht gelun­gen, diese Bot­schaft hin­rei­chend deut­lich zu ver­mit­teln.
      Im wesent­li­chen sehe ich zwei Gründe, die daran hin­der­ten, dass die gewollte Bot­schaft — der D-​Tunnel ist tot — ver­mit­telt wer­den konnte:

      1. Herr André Neiß saß auf dem Podium.
      Wäh­rend der Experte für Nie­der­flur­bah­nen, Herr Rai­ner Mey­fahrt aus Kas­sel zu kei­nem Zeit­punkt ver­suchte, einer ehr­li­chen Dis­kus­sio­nen über Hoch– oder Nie­der­flur­bahn auf einer ober­ir­di­schen Stre­cken­füh­rung aus­zu­wei­chen, stand für Herrn Neiß von vorn­her­ein fest, dass für ihn eine ober­i­ri­di­sche Hoch­flur­bahn nur des­halb gewollt ist und das auch nur
      in der sog. „Scheelhaase-​Version”, weil er darin die Chance sieht, die Tunnel-​Lösung quasi im künst­li­chen Koma zu erhal­ten. Herr Neiß hat nicht für eine Hoch­flur­bahn auf der Linie 10 plä­diert, son­dern für die Tunnel-​Lösung „durch die Hin­ter­tür” gewor­ben. Des­halb war er eine Fehl­be­set­zung auf dem Podium.

      2. Die Mode­ra­tion hat Wort­bei­träge aus dem Ple­num zuge­las­sen, in denen unver­blümt für die Tunnel-​Lösung gewor­ben wurde, obwohl das nicht Gegen­stand des Dis­kus­si­ons­abends war. Diese Dis­kus­sion hatte bereits statt­ge­fun­den und zwar am Mitt­woch, 02. Novem­ber 2011 in der Üstra-​Remise unter dem Titel: „Wei­chen­stel­lung — Die Zukunft der Tram”. Das Ergeb­nis der Ver­an­stal­tung in der Üstra-​Remise war:
      Es wird kei­nen Tun­nel geben.
      Die Mode­ra­tion hätte dar­auf hin­wei­sen müs­sen und hätte trotz­dem auch einen Wort­bei­trag der im Ple­num ver­tre­te­nen Tunnel-​Anhänger zulas­sen kön­nen und ihnen für ihr Enga­ge­ment dan­ken usw. und dann gut.
      Aber lei­der hat die Mode­ra­tion die Dis­kus­sion viel zu weit abdrif­ten las­sen in alte Fahr­was­ser in denen um Tun­nel­lö­sung con­tra ober­ir­di­sche Lini­en­füh­rung gestrit­ten wurde. Und mit Neiß auf dem Podium hatte sie es auch schwer, diese Ewig-​Gestrige-​Diskussion erst gar nicht auf­kom­men zu lassen.

      Und auch wenn es hier eigent­lich gar nicht her gehört und es eine Bele­bung der Ewig-​Gestrigen-​Diskussion dar­stellt mit der das künst­li­che Tunnel-​Koma noch­mal ver­län­gert wird, kann ich es mir nicht ver­knei­fen zu Ihrem Bei­trag fol­gen­des anzu­mer­ken:
      Sie schrei­ben von der Tunnel-​Lösung pro­fi­tie­ren „Fahr­gäste, Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer”, die Auto­fah­rer erwäh­nen Sie nicht! Dabei sind sie es, die am meis­ten von der Tunnel-​Lösung pro­fi­tie­ren, denn Ihnen bliebe die Mög­lich­keit erhal­ten, wei­ter­hin den Bereich Kurt-​Schuhmacher-​Straße und den Post­tun­nel unsi­cher zu machen und ihr gemes­sen an der Transport-​Kapazität völ­lig inef­fi­zi­en­tes Mobilitäts-​System durchzusetzen.

      Herr Reini, Sie schrei­ben: Durch eine nie­der­flu­rige 10 muß die 17 als Ver­stär­ker in den A-​Tunnel und die Verstärker-​9 nach Davens­tedt wird tot­ge­macht, da bekann­ter­mas­sen nur 4 Linien in den A-​Tunnel pas­sen. Sie machen dafür die „Agi­ta­tion bestimm­ter Linde­ner Pro­to­go­nis­ten” ver­ant­wort­lich. Sie schrei­ben nichts dar­über, dass Herr Neiß, der die Scheelhaase-​Version ver­folgt, durch genau jenen A-​Tunnel jede zweite aus Ahlem kom­mende Stadt­bahn lei­ten will.

      Kon­stru­ie­ren Sie da nicht „Ver­schwö­rungs­theo­rien”? Darf man Ihnen gegen­über nicht mehr für Nie­der­flur plä­die­ren, ohne des­halb von Ihnen als Agi­ta­tor einer Linde­ner Prot­ago­nis­ten­truppe ver­däch­tigt zu wer­den? Und was ist mit den Men­schen in Lin­den Mitte und Lin­den Süd? Müss­ten Sie nicht wenigs­tens kor­rek­ter­weise von Linden-​Nord-​Protagonisten sprechen?

      Tat­sa­che ist: Nied­rig­flur­be­für­wor­ter leben in der gan­zen Stadt und wenn Sie die Men­schen mit denen Sie ja viele Gesprä­che füh­ren, danach frag­ten, ob sie lie­ber eine Hoch­flur­bahn mit Hoch­bahn­stei­gen in der Stadt haben wol­len oder lie­ber eine Nie­der­flur­bahn mit Nie­der­flur­bahn­stei­gen, dann könn­ten Sie das Votum für eine Nie­der­flur­bahn nicht mehr über­hö­ren. Wenn Sie jedoch die Han­no­ve­ra­ner fra­gen, ob sie lie­ber einen wei­te­ren Tun­nel haben wol­len, dann den­ken viele an schöne Ein­kaufs­er­leb­nisse auf der Lister-​Meile und mei­nen, das sei die rich­tige Lösung, Sie ver­schwei­gen Ihren Gesprächs­part­nern aber, dass die Tunnel-​Lösung gar nicht mehr zur Debatte steht.

  • Sehr inter­es­san­ter Ein­wand von Schorse, der mich zwar amü­siert, jedoch abso­lut nicht über­zeugt hat. ;)

    Sie reden von Bür­ger­be­tei­li­gung? Inter­es­san­ter­weise wird dabei der Focus aus­schließ­lich auf Lin­den gesetzt.

    Es geht dabei um ein Stadt­bahn­sys­tem für ganz Han­no­ver und eben NICHT aus­schließ­lich für die Linde­ner Bevölkerung.

    Ich finds irgendwo wirk­lich bewun­derns­wert, dass die Linde­ner Bevöl­ke­rung so einen Auf­stand wegen der Hoch­bahn­steige macht, in ande­ren Stadt­tei­len hat das auch gestört und dort gab es keine Demonstrationen.

    Aber: Wie von Herrn Pilawa schon tref­fend erläu­tert: Das Stadt­bahn­sys­tem ist spä­tes­tens seit den 90er Jah­ren auf Hoch­flur fest­ge­setzt, da kann auch keine Ideo­lo­gie etwas dran ändern.

    Eine Neu­ein­füh­rung eines neuen Sys­tems ist in Han­no­ver nicht durch­zu­set­zen, wenn der Groß­teil der Bevöl­ke­rung erst­mal auch auf den Infor­ma­ti­ons­stand kommt, dass die Aus­ga­ben der Region für das Nie­der­flur­sys­tem nach 20 – 30 Jah­ren höher lie­gen als im Falle des D-​Tunnel-​Baus.

    • Sie schrei­ben, Herr Ger­land, „die Aus­ga­ben der Region” für den D-​Tunnel seien letzt­lich nied­ri­ger — und selbst dabei rech­nen Sie in einem Zeit­raum bis 30 Jahre!
      Tra­gen Sie doch bitte dazu bei, die Bevöl­ke­rung auf den Infor­ma­ti­ons­stand zu brin­gen, dass die Landes-​Fördergelder statt für einen kost­spie­li­gen D-​Tunnel sehr viel bes­ser ange­legt sind, wenn damit der Stre­cken­aus­bau voran getrie­ben würde, was ja eben­falls mög­lich ist.
      Für einen Kilo­me­ter Tun­nel­stre­cke kön­nen Sie locker 10 km ober­ir­di­schen Gleis­aus­bau betrei­ben. Dazu kommt, das auf der jet­zi­gen Linie 10 ja bereits Gleise lie­gen, die frei­lich zumin­dest zum Teil erneu­ert wer­den müs­sen plus Hal­te­stel­len­neu­bau­ten. Jeder Mensch sieht sofort, das ist ober­ir­disch alle­mal preis­wer­ter als im Tun­nel!
      Sie sagen, Sie wol­len die Men­schen in der Region auf den Kennt­nis­stand brin­gen, dass der Tun­nelaus­bau sehr lang­fris­tig gese­hen für die Men­schen in der Region güns­ti­ger sei als eine ober­ir­di­sche Nie­der­flur­bahn. Dann müs­sen Sie im Umkehr­schluss auch die Men­schen im Land Nie­der­sach­sen dar­über auf­klä­ren, dass Sie die Lan­des­för­der­gel­der, die die Men­schen im Land gene­rie­ren, für ein unsin­ni­ges Tun­nel­pro­jekt zum Fens­ter raus­wer­fen wollen!

  • Hallo Herr Schorse,

    Ich konnte, trotz inten­si­ver Recher­che im Vor­feld, keine Ter­mine und Orte zu dem run­den Tisch fin­den. Eine „Bür­ger­be­tei­li­gung” die quasi im gehei­men statt­fin­det ist keine Bürgerbeteiligung.

    Auch betrifft die Ent­schei­dung nicht nur Lin­den, son­dern auch das rest­li­che Netz und damit auch andere Stadt­teile. Ich lebe gerne in Lin­den, und ich würde noch lie­ber in Lin­den woh­nen wenn nur die­ser Linde­ner Tun­nel­blick nicht wäre. So man­cher wäre bes­ser bei der GOP aufgehoben.

    • „Ich konnte, trotz inten­si­ver Recher­che im Vor­feld, keine Ter­mine und Orte zu dem run­den Tisch fin­den. Eine „Bür­ger­be­tei­li­gung” die quasi im gehei­men statt­fin­det ist keine Bür­ger­be­tei­li­gung.„
      Da leben offen­bar Men­schen in Par­al­lel­wel­ten. Viel­leicht liegt es ja daran, dass die Welt der Run­den Tische sich nicht im Daten-​Nirwana des „Second Live” befin­det, zu dem bei Pira­ten mög­li­cher­weise eine beson­ders hohe Affi­ni­tät besteht?

    • Am Run­den Tisch zum Stadt­bahn­aus­bau in der Lim­mer­straße betei­lig­ten sich fol­gende Institutionen:

      Aktion Lim­mer­straße e.V. /​Wirt­schafts­fo­rum des Ver­eins ‚Leben­di­ges Lin­den’ e.V.

      VCD Kreis­ver­band Region Han­no­ver e.V.

      Otto Bren­ner Aka­de­mie — Treff­punkt der Gene­ra­tio­nen Han­no­ver e.V.

      Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver, Baudezernat

      Ein­zel­ver­tre­ter Die Linke im Bezirks­rat Linden-​Limmer

      Ver­ei­ni­gung für Stadt-​, Regio­nal– & Lan­des­pla­nung e.V. (SRL)

      BSG-​Fraktion im Bezirks­rat Linden-​Limmer

      Behin­der­ten­be­auf­tragte der Lan­des­haupt­stadt Hannover

      infra

      Bezirks­bür­ger­meis­te­rin

      SPD-​Fraktion im Bezirks­rat Linden-​Limmer

      Senio­ren­bei­rat Stadt­be­zirk 10 Linden

      Region Han­no­ver

      Verkehrs-​AG Han­no­ver Arbeits­gruppe zur Ver­bes­se­rung der Bar­rie­re­frei­heit bei
      der Nut­zung der Stadt­bahn in Linden/​Nord

      üstra

      Aktion Lim­mer­straße e.V. /​Wirt­schafts­fo­rum des Ver­eins ‚Leben­di­ges Lin­den’ e.V.

      üstra

      Bür­ger­in­itia­tive Umwelt­schutz e.V.

      infra

      Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver, Stadt­be­zirks­ma­na­ger Linden-​Limmer

      Region Han­no­ver

      Frak­tion Grüne im Bezirks­rat Linden-​Limmer

      Begeg­nungs­stätte Pfarrlandstraße

      Wenn Sie mei­nen, dass es die­sen Insti­tu­tio­nen gelin­gen könnte, ihre Tref­fen im gehei­men abzu­hal­ten, dann zeugt das von ihrer völ­li­gen Unkennt­niss über die Struk­tu­ren in die­sen Institutionen.

      Wenn Sie natür­lich mei­nen, ein Run­der Tisch darf sich nur dann so nen­nen, wenn er jeden Tag irgend­eine frag­wür­dig zustan­de­ge­kom­men Online-​Umfrage durch­führt, dann müs­sen Sie sich fra­gen las­sen, wie dabei ein ver­nünf­ti­ges Ergeb­nis zu Stande kom­men soll.

      Die Ergeb­nisse des Run­den Tisches fin­den Sie im Inter­net, wenn Sie mit fol­gen­den Wör­tern „goo­geln”:
      Run­der Tisch Lin­den
      auf den Hannover.de-Seiten

      Viele Grüße und Spaß beim Lesen wünscht schorse

  • Sehr geehr­ter Herr Hillbrecht,

    In der NP vom Sams­tag, 14.1.2012, bezeich­nen Sie die Nie­der­flur­va­ri­ante als Nie­der­flur­spiel­zeug eini­ger Linde­ner Lokal­po­li­ti­ker.
    Zunächst mal darf ich daran erin­nern, dass Sie sich damit selbst scha­den und auch allen ande­ren in der Lokal­po­li­tik akti­ven Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern. Denn als Rats­herr in Han­no­ver sind auch Sie ein Lokal­po­li­ti­ker. (Mit wel­chem „Spiel­zeug” beschäf­ti­gen Sie sich denn so?)
    Dann darf ich Sie dar­auf auf­merk­sam machen, dass der Runde Tisch zur Zukunft der Linie 10 ein Instru­ment der Bür­ger­be­tei­li­gung dar­stellt, und es mich sehr ver­wun­dert, dass Sie als Mit­glied einer Par­tei, die vor den Wah­len mehr Bür­ger­be­tei­li­gung ver­spro­chen hat, kaum dass Sie in „Amt und Wür­den” ange­kom­men sind, in der oben zitier­ten, her­ab­set­zen­den Form ver­su­chen, das Ergeb­nis des Run­den Tisches — einer wich­ti­gen und bewähr­ten Form von Bür­ger­be­tei­li­gung — klein­zu­re­den.
    In der uns am Frei­tag gebo­te­nen Vor­stel­lung wurde immer­hin deut­lich, dass die vom Run­den Tisch bevor­zugte Nie­der­flur­va­ri­ante ein­deu­tig die städ­te­bau­lich ver­träg­li­chere Lösung dar­stellt im Ver­gleich zu Hoch­bahn­stei­gen auf der Linie 10.
    In mei­nen Augen scha­den Sie dem Anse­hen Ihrer Par­tei, wenn Sie wie in der NP am Sams­tag wie ein bor­nier­ter Poli­ti­ker von oben herab sehr ver­nünf­tige und durch­dachte Vor­schläge von Bür­gern, die ja auch von den Exper­ten bestä­tigt wur­den, ein­fach so abkanzeln.

    Noch eine Bemer­kung zu den Mehr­kos­ten, die Sie in Ihrem Blog erfreu­li­cher­weise auf­ge­grif­fen haben:
    Die jähr­li­chen Mehr­kos­ten wur­den auf der Ver­an­stal­tung nicht in Rela­tion gesetzt zu den Betriebs­kos­ten. Ich habe das über­schlags­mä­ßig getan und komme auf rund 5% höhere Kos­ten für die Nie­der­flur­va­ri­ante im Ver­gleich zu Hoch­bahn­stei­gen, berech­net auf Basis der vor­ge­leg­ten Zah­len. (Zu denen man einige Anmer­kun­gen machen müsste, was hier jedoch zu weit führte.) Aber auch dann, wenn man die vor­ge­leg­ten Zah­len so hin­nimmt, belau­fen sich die Mehr­kos­ten für den Betrieb der Nie­der­flur­bahn ein­deu­tig im ein­stel­li­gen Pro­zent­be­reich (siehe oben: rund 5%).

    Statt diese Pro­zent­zahl zu prä­sen­tie­ren, wurde jedoch lie­ber von einer hal­ben bis einer Mil­lion jähr­li­chen Zusatz­kos­ten gespro­chen. Das beein­druckt wohl stär­ker?
    Oder wie beur­tei­len Sie das? Ich ver­mute, dass die Zahl 500.000 bis 1.000.000 Euro Mehr­kos­ten jähr­lich die Bür­ger von der Nie­der­flur­va­ri­ante abschre­cken soll. Wie auch das gesamte vor­ge­stellte Gut­ach­ten sehr dar­auf zuge­schnit­ten war, die Nie­der­flur­va­ri­ante in ein schlech­tes Licht zu rücken. Da die Nie­der­flur­va­ri­ante jedoch m. E. ein­deu­tig die bes­sere Varainte ist, kann ihr auch ein Gut­ach­ten, das den Bür­gern Hoch­bahn­steige schmack­haft machen will, letzt­lich nicht viel anhaben.

    • Sehr geehr­ter Herr Schorse,

      der Kom­men­tar von Herrn Hill­brecht vom Sams­tag in der NP war mir bis gerade nicht bekannt. Schade, ich habe bis­her öffent­lich eine so poin­tiert tref­fende Ein­schät­zung noch nicht gele­sen. Aber mit Mei­nun­gen und Ergeb­nis­sen, die Ihnen nicht so gut in den Kram pas­sen, haben Sie es wohl nicht so.

      Jedoch inter­es­sant, dass Sie, der das hehre Ziel der umfas­sen­den Bür­ger­be­tei­li­gung doch so hoch hält, eine Kos­ten­stei­ge­rung lie­ber mit einer rela­ti­ven Angabe ver­schlei­ern wol­len. Egal ob 5% oder 50% — Mehrkosten für nahezu 0 Mehr­wert sind so oder so zuviel. Dann lie­ber einen Tun­nel. Der kos­tet zwar auch, bringt aber wenigs­tens was.

      • Sehr geehr­ter Herr Maniac,

        genau genom­men hätte die Frage nach den Mehr­kos­ten so gestellt wer­den müs­sen: Zu wel­chen Fahr­preis­er­hö­hun­gen führt die Ein­füh­rung des Nie­der­flur­sys­tems im Ver­gleich zum Hoch­flur­sys­tems. Denn schließ­lich sind es die Üstra-​Kunden, die letz­lich die Zeche zah­len wer­den. Dann hätte auch berück­sich­tigt wer­den müs­sen, dass sowohl für Nie­der­flur als auch für Hoch­flur immense Per­so­nal­kos­ten anfal­len. Ein pro­zen­tuale Dar­stel­lung der Mehr­kos­ten würde dann zei­gen, dass sich diese im Pro­mil­le­be­reich bewegt.

        Würde dage­gen die kost­spie­lige Tun­nel­lö­sung auf die Üstra-​Fahrgäste umge­legt wer­den, dann fän­den Sie dort kei­nen ein­zi­gen Tun­nel­be­für­wor­ter. Es ist kein Zufall, dass die Tun­nel­lö­sung von der Region abge­lehnt wird. Sie ist wirk­lich zu kost­spie­lig. Und sie hätte ja auch nur die Funk­tion, ober­ir­disch den MIV-​Anteil zu stei­gern. Der Moto­ri­sierte Indi­vi­du­al­ver­kehr (MIV) aber sollte der Mehr­heit der Han­no­ve­ra­ner, die auto­frei mobil sind, (Moto­ri­sie­rungs­grad in der Stadt Han­no­ver ca. 40%) wirk­lich keine Her­zens­an­ge­le­gen­heit sein, bei der man nicht so genau hin­guckt, wenn man ins Porte­mo­naie greift.

        • Sehr geehr­ter Herr Schorse,

          ich kann voll­kom­men nach­voll­zie­hen, dass die Tun­nel­lö­sung aus Kos­ten­grün­den abge­lehnt wird (das tue ich auch). Die Ableh­nung mit der För­de­rung des MIV zu begrün­den, halte ich aller­dings für völ­lig unsin­nig. Klingt mir ein biss­chen sehr nach Ideo­lo­gie und ver­kennt völ­lig die heu­tige poli­ti­sche Mei­nungs­lage (wenn die anders wäre, wür­den wir doch den gan­zen NF-​Quatsch gar nicht dis­ku­tie­ren). Das ein Tun­nel die ins­ge­samt ver­fah­rene Ver­kehrs­si­tua­tion im Bereich der KSS/​EAP/​Posttunnel lösen könnte, ist jedoch für mich auch als Rad­fah­rer unwi­der­leg­bar (das haben mir übri­gens auch die kri­ti­schen Anmer­kun­gen u.a. von Bode­mann in der Ver­an­stal­tung gezeigt). Apro­pos Bode­mann: Unab­hän­gig ob Hoch– oder Nie­der­flur, von einer geteil­ten Ver­kehrs­flä­che erwarte ich mir auch keine Ver­bes­se­rung. Weder der EAP noch die Lim­mer­straße funk­tio­nie­ren wirk­lich gut im „Shared Space” (die Ege­storf­straße ist eine Zumu­tung für Rad­fah­rer (und für Autos wahr­schein­lich auch und die Bahn­füh­rer sind bestimmt auch nicht begeistert)).

          Die For­de­rung nach Nie­der­flur ohne erkenn­ba­ren Mehr­wert ist mir jedoch voll­kom­men unver­ständ­lich. Weil die Bah­nen in Straß­burg und Mont­pel­lier so toll aus­se­hen, will man auf einer ein­zi­gen Linie ein eige­nes Sys­tem betrei­ben? Ach nee, ‚tschul­di­gung, da kann man ja auf zwei Hoch­bahn­steige in der Lim­mer­strasse ver­zich­ten (und evtl. irgend­wann eine Bahn zum Hanomag-​Gelände bauen). Wow.

          Also rein aus Kos­ten­ge­sichts­punk­ten mei­net­hal­ben ober­ir­disch Hoch­flur, gerne mit Aus­bau des Scheelhaase-​Konzeptes (damit ich auch aus Lin­den zügig und vor allem plan­bar zum Hbf komme).

          Bes­ser noch: Wenn Platz im A-​Tunnel wäre, könnte man auf das Anfah­ren von Stein­tor und EAP auch gerne ganz ver­zich­ten und alle Bah­nen der 10 durch den A-​Tunnel fah­ren las­sen. Eine (m.E. schlechte) Rumpf­lö­sung über die KSS und durch den Post­tun­nel bringt kei­nen Vor­teil. Mit Hoch­flur. Mit Nie­der­flur wird es zusätz­lich zur schlech­ten Lösung nur noch­mal teu­rer. Ach so, und die Ver­knüp­fung mit dem A-​Tunnel funk­tio­niert dann gar nicht mehr. An eine signi­fi­kante Aus­wei­tung des schie­nen­ge­bun­de­nen Nah­ver­kehrs in die süd-​westliche Region ist aus Kapi­zi­täts­grün­den dann aber wohl gar nicht mehr zu den­ken. Ja, Sie haben Recht, das hört sich alles nach über­leg­ter Ver­kehrs­po­li­tik an.

          • Das mit dem „Lieb­lings­spiel­zeug” ist aber in der Tat so, auch eine Wort­mel­dung bei der „Region im Dia­log” benutzte das Wort „Fetisch” für die Nie­der­flur­for­de­rung. Nach zwei Gut­ach­ten, in der NF als zu teuer bewer­tet wurde, soll­ten Regi­ons­po­li­ti­ker nun lang­sam erken­nen, dass der NF-​Zug abge­fah­ren ist – selbst der NF-„Papst” May­farth hat das ja so gesagt (wenigs­tens mal ein Fach­mann, der nicht die Unwahr­heit sagt).
            500.000 bis 1 Mio. € PRO JAHR an Mehr­kos­ten für ein inkom­pa­ti­bles Sys­tem las­sen sich nur­mehr schwer der Öffent­lich­keit ver­mit­teln. Zudem hat vor zwei Jah­ren das Intraplan-​Gutachten belegt, dass antei­lige Bau­kos­ten der Region Han­no­ver für den D-​Tunnel und der Ober­flächen­lösung ohne eige­nen Bahn­körper fast gleich­auf lie­gen – und dazu sol­len noch die NF-​Mehrkosten kom­men? Na super. Dass sich der D-​Tunnel nach 13 Jah­ren amor­ti­siert hat und die Ober­lä­chen­strercke erst nach 23 Jah­ren aus den roten Zah­len kommt – geschenkt, war ja vor zwei Jah­ren, hat ja jeder wie­der ver­ges­sen.
            Fakt ist, dass die Lim­mer­straße jetzt mit ihrem Geschrei um drei Hochbahnsteig-​Positionen die Lan­des­haupt­stadt genug in Gei­sel­haft genom­men hat. Die Tran­stec­bau hat gute Alter­na­ti­ven für die Hoch­bahn­steige geschaf­fen und damit wei­tere Kom­pa­ti­bi­li­tät für das gesamte Netz geschaf­fen. NF ist nur für die Linie 10 ein ein­sa­mer Satel­lit, der teu­rer ist, hübsch aus­sieht, aber dann doch nur ein Spiel­zeug. Denn viele Poli­ti­ker sehen ja wei­ter nicht ein, wie es fak­tisch aus­sieht. Dann soll doch die NF-​Bahn am Goe­the­platz enden und alle Nord-​Lindener kön­nen dann in das rest­li­che Stadt­bahn­netz mit ihren bösen Tun­neln umstei­gen. Gab es vor 130 Jah­ren am Döh­re­ner Turm schon mal ähnlich wegen zweier Straßenbahn-​Gesellschaften. Lus­tig, ne?
            Ganz wich­tig finde ich das dama­lige Intraplan-​Fazit: „Die ober­ir­di­sche Stre­cke ist nicht wirt­schaft­lich zu betrei­ben”. Das ist das, was sauer wer­den lässt: für ober­ir­di­sches Gemurkse ohne För­de­rung und zu erwar­ten­den Bau­schwie­rig­kei­ten wird fast ebenso viel (wenn nicht bald sogar mehr) Geld aus­ge­ge­ben. Mir kann kei­ner mehr erzäh­len, der D-​Tunnel wäre doch ach so teuer – und nun ist es auch noch schick, wenn man lie­ber jedes Jahr berech­nete 800.000 € fürs Niederflur-​Gimmick ver­schleu­dern möchte.
            NF soll ein Schritt zu einem Ergän­zungs­netz sein, das sich vorne und hin­ten nicht rech­net, und die Linie 10 ist der will­kom­mene Ver­tre­ter­fuß in der Tür dazu. Han­no­ver hat ganz drin­gend Auf­klä­rung nötig, denn hier wird zu die­sem Thema ziem­lich viel ver­schau­kelt, ver­zö­gert und getrickst.

    • Hallo Schorse

      Sie haben neben­bei das Pro­blem der Bür­ger­be­tei­li­gung nicht ganz ver­stan­den. Fol­gende Sachlage:

      - In Lin­den sind die Leute eher für Nie­der­flur (Run­der Tisch und so).
       – Im Rest Han­no­vers schei­nen die meis­ten Bür­ger eher auf die Kos­ten zu gucken.

      Also wäre nach ihrem Ver­ständ­nis von Poli­tik die Sache klar, das kos­ten­güns­tigste wird gebaut.

      Das ver­ste­hen wir Pira­ten aller­dings nicht unter Bür­ger­be­tei­li­gung. Da geht es darum, dass man die Leute dazu bringt, sich mit Fak­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen, und stellt den oben genann­ten Mei­nun­gen entgegen:

      - Der Anteil für die Region zum D-​Tunnelbau wäre in einer ähnli­chen Grö­ßen­lage wie der Anteil, den die Region für eine Erneue­rung der Stre­cke mit Umrüs­tung auf Nie­der­flur bezah­len müsste.
       – Der D-​Tunnel eröff­net neue lang­fris­tige Per­spek­ti­ven für die Süd­stadt, wäh­rend eine Ver­län­ge­rung einer Nie­der­flur­bahn über­all hin mit Aus­nahme der Wie­der­in­füh­rung der Zoostre­cke für Ver­kehrs­pro­bleme sor­gen dürfte.
       – Die Ver­kers­si­tua­tion an der EAG ist heut­zu­tage schon haa­rig, das dürfte bei einer Umle­gung der Stre­cke durch den Post­tun­nel noch schlim­mer wer­den.
       – Ein Bau der Stadt­bahn dort müsste, um zu funk­tio­nie­ren ohne Ver­süä­tun­gen den Auto­ver­kehr aus die­ser Ecke der Innen­stadt aus­sper­ren. EIn Gau für dort ansä­ßige Händ­ler und Park­haus­be­trei­ber (in einer Stadt, die bereits die größte Fuß­gän­ger­zone Deutsch­lands hat, wohl­ge­merkt).
       – man kann Hoch­bahn­steige auch für das Stadt­bild ver­träg­li­cher bauen, als dies bis jetzt in Han­no­ver der Fall gewe­sen ist. Hier­bei den Tod der Lim­mer­straße her­bei­zu­schreien, die als Fuß­gän­ger­zone im Prin­zip nur von einem Hoch­bahn­steig direkt betrof­fen wäre, ist histerisch.

      Man muss dann dar­aus nicht die Mei­nung ablei­ten, dass ein Tun­nel die beste Option wäre. Sie wäre uU auch nicht die für alle beste Option. Aber man sollte von an Kon­sens inter­res­sier­ten Leu­ten erwar­ten, dass, wenn sie gegen den Tun­nel sind, diese Argu­mente ent­lfäf­ti­gen. Das haben die Nie­der­flur­be­für­wor­ter (oder die Region) bis­lang nicht vermocht.

      • Herr Römeth, Sie schrei­ben: „Der Anteil für die Region zum D-​Tunnelbau wäre in einer ähnli­chen Grö­ßen­lage wie der Anteil, den die Region für eine Erneue­rung der Stre­cke mit Umrüs­tung auf Nie­der­flur bezah­len müsste.„
        Das mag für den Tunnel-„bau” zutref­fen, aber bezahlt das Land auch den Unter­halt für den Tun­nel­bau, der deut­lich über den Kos­ten für ober­ir­di­sche Stre­cken liegt? Nein! Der von den Pira­ten gewünschte D-​Tunnel kos­tet jeweils in Bau und Unter­hal­tung rund­ge­rech­net ebenso viel wie jetzt die gesamte Stre­cke auf der die 10 ver­kehrt.
        Außer­dem ist aus Ihrem Bei­trag abzu­le­sen, dass Sie Kos­ten, die nicht von der Region zu beglei­chen sind, gerne von ande­ren beglei­chen las­sen. Aber ist das nach­hal­tig gedacht? Der D-​Tunnel wäre deut­lich teu­rer als eine ober­i­ri­di­sche Nie­der­flur­bahn, die sich längst nicht nur die Linde­ner wün­schen. Aber Sie argu­men­tie­ren im Zusam­men­hang mit dem D-​Tunnelbau nach dem Schema, „bei dem was der Region geschenkt wird, schaue ich nicht so genau hin, dem geschenk­ten Gaul kuckt man schließ­lich auch nicht ins Maul.”

        Die Üstra fährt mit einer Schwar­zen Null, weil die immen­sen Kos­ten für die bereits vor­han­de­nen Tun­nel­bau­ten, die zu roten Zah­len füh­ren, nicht bei der Üstra bilan­ziert wer­den, son­dern bei der Infra.

        Es liegt klar auf der Hand, dass es mög­lich wäre, einen rein ober­ir­di­schen Stadt­bahn­be­trieb kos­ten­de­ckend abzu­wi­ckeln. Die Tun­nel­stre­cken machen den Stadt­bahn­be­trieb so teuer, dass er über Aus­gleichs­zah­lun­gen an die Infra von der Region bezu­schusst wer­den muss.

        Um einen ober­ir­di­schen Stadt­bahn­be­trieb jedoch effi­zi­ent zu gestal­ten, kann keine Rück­sicht auf MIV (Moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr) genom­men wer­den. Und das muss auch nicht sein, denn der MIV ist weder umwelt­po­li­tisch zu recht­fer­ti­gen noch von sei­ner Resour­cen­scho­nung her. Und zur sozia­len Gerech­tig­keit trägt der MIV kein Stück bei. Das ist „Denke” von ges­tern. „Wenn erst mal jeder Auto fährt, dann wird sich schon kei­ner mehr über soziale Schief­la­gen bekla­gen.” So dach­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten in den Sech­zi­gern und Sieb­zi­gern. Inzwi­schen wis­sen auch die es bes­ser, aber weil sie sich nicht trauen das laut zu sagen, hal­ten sie
        neben den Pira­ten als ein­zige Par­tei am Hoch­flur­sys­tem fest, weil sie dar­auf hof­fen, dann doch noch irgend­wann ihren Tun­nel zu kriegen.

        Allen die sich mit der Mate­rie inten­si­ver beschäf­ti­gen ist klar, dass der MIV ein mil­li­ar­den­schwe­res Sub­ven­ti­ons­grab dar­stellt, in dem öffent­li­che Gel­der, die ja nun bei­leibe nicht nur von Auto­fah­rern über KFZ– und Mine­ral­öl­steuer erwirt­schaf­tet wer­den, wie in einem schwar­zen Loch ver­schwin­den. Die „KFZ– und Mine­ral­öl­steu­er­ein­nah­men rei­chen bei wei­tem nicht aus, die MIV-​Subventionen aus­zu­glei­chen. Von den rund 50 Mrd. die da in Deutsch­land jähr­lich rein­ge­hen, muss man bereits 30 Mrd. (ADAC-Angabe!)also mehr als die Hälfte gegen­rech­nen, die alleine durch MIV-​Unfälle an volks­wirt­schaft­li­chem Scha­den entstehen.

        Der ÖPNV hin­ge­gen hat durch­aus das Poten­zial, sub­ven­ti­ons­frei betrie­ben zu wer­den (und weit­ge­hend unfall­frei). Frei­lich kann diese Aus­sicht den Pira­ten nicht schme­cken, denn die wol­len ja lie­ber den ÖPNV zu 100% sub­ven­tio­nie­ren und for­dern ganz popu­lis­tisch freie Fahrt für alle ÖPNV-​Nutzer. (Ber­li­ner Wahl­kampf) Was soll der Unfug? Eine Fahrt mit dem ÖPNV belas­tet zwar weni­ger die Umwelt und ver­ur­sacht weni­ger Res­sour­cen­raub­bau als eine Auto­fahrt, aber selbst­ver­ständ­lich ist auch eine Fahrt mit dem ÖPNV noch nicht gleich umwelt­freund­lich. Und die Mit­ar­bei­ter in den ÖPNV-​Unternehmen arbei­ten nicht ehren­amt­lich.
        Oder den­ken die Pira­ten, wenn der MIV schon so hoch sub­ven­tio­niert ist, dann muss der ÖPNV eben auch höher sub­ven­tio­niert werden?

        Sie schrei­ben: „Der D-​Tunnel eröff­net neue lang­fris­tige Per­spek­ti­ven für die Süd­stadt, wäh­rend eine Ver­län­ge­rung einer Nie­der­flur­bahn über­all hin mit Aus­nahme der Wie­der­in­füh­rung der Zoostre­cke für Ver­kehrs­pro­bleme sor­gen dürfte.”

        Nicht die Nie­der­flur­bahn oder mei­net­we­gen auch eine ober­ir­di­sche Hoch­flur­stadt­bahn erzeugt irgend­wel­che Ver­kehrs­pro­bleme, son­dern das rein ideo­lo­gisch begrün­dete Fest­hal­ten am MIV als Mas­sen­ver­kehrs­mit­tel, zu des­sen Guns­ten, der ÖPNV in die Tiefe aus­zu­wei­chen habe. So lange die Pira­ten am MIV fest­hal­ten, sind sie nicht als zukunfts­fä­hige Par­tei Ernst zu neh­men. Die Pira­ten müs­sen als Neu­grün­dung nicht wie die SPD den
        ideo­lo­gi­schen „Autos-​für-​alle-​Ballast” abwer­fen. (Die CDU und der rechts­li­be­rale Teil der FDP (den andern gibt’s nicht mehr) übri­gens auch nicht, für diese stän­disch ori­en­tier­ten Par­teien war es schon immer in Ord­nung, das nur wenige Aus­er­wählte Auto fahren.)

        Trotz­dem star­ten die Pira­ten in Han­no­ver mit einem völ­lig über­flüs­si­gen Bekennt­nis zum MIV, dem sich die Nut­zer wesent­lich eff­zi­en­te­rer Mobi­li­täts­sys­teme unter­zu­ord­nen haben. Ein Trauerspiel!

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