Sperrung der Martin-Neuffer-Brücke, einziger Hinweis sind diese Schilder.

Das fahrradunfreundliche Hannover (III): Brückensperrung? Seht doch zu, wo ihr lang kommt! 1


Mal wie­der so eine Arti­kel­se­rie in die­sem Blog, die lei­der viel zu lang ver­nach­läs­sigt wur­de…

Die­se Woche ist die Mar­tin-Neuf­fer-Brü­cke wegen Bau­ar­bei­ten gesperrt. Nament­lich ist sie viel­leicht nicht jedem ein Begriff, aber die­se Brü­cke über die Lei­ne ist einer der wich­tigs­ten Wege aus dem Wes­ten Han­no­vers in die Innen­stadt.

Sperrung der Martin-Neuffer-Brücke, einziger Hinweis sind diese Schilder.

Sper­rung der Mar­tin-Neuf­fer-Brü­cke, ein­zi­ger Hin­weis sind die­se Schil­der.

Lei­der hat die Stadt es mal wie­der völ­lig unter­las­sen, die Sper­rung geeig­net zu kom­mu­ni­zie­ren. Im unmit­tel­ba­ren Umfeld der Brü­cke fan­den sich zwei Tage vor­her ein paar Hin­weis­schil­der. Aber irgend­wel­che Umlei­tungs­aus­schil­de­run­gen? Völ­li­ge Fehl­an­zei­ge! Dabei ist ein klein­räu­mi­ges Umfah­ren momen­tan nicht gar nicht mög­lich, weil Am Hohen Ufer zwi­schen Goe­the­stra­ße und Mar­tin-Neuf­fer-Brü­cke wegen besag­ter Bau­ar­bei­ten momen­tan noch voll gesperrt ist. Lei­der scheint das den Ver­ant­wort­li­chen – wie so häu­fig – schlicht egal zu sein.

Gesperrte Brücke: Wichtige Wegverbindung ohne einfache Umfahrungsmöglichkeit - Am Hohen Ufer ist gesperrt

Gesperr­te Brü­cke: Wich­ti­ge Weg­ver­bin­dung ohne ein­fa­che Umfah­rungs­mög­lich­keit – Am Hohen Ufer ist gesperrt

Die Fol­ge kann man den gan­zen Tag über an der Brü­cke besich­ti­gen: Im Minu­ten­takt ste­hen da rat­lo­se Rad­fah­rer – und Tou­ris­ten, die dem Roten Faden fol­gen – und wis­sen nicht recht wei­ter. Auch an der Bau­stel­le selbst gibt es kein ein­zi­ges Hin­weis­schild, das einen alter­na­ti­ven Weg zei­gen wür­de.

Ganz neben­bei: Die gan­ze Sper­rung wird vor­ge­nom­men, damit der Weg auf der Brü­cke am öst­li­chen Brü­cken­kopf auf das neue Niveau des Pflas­ters ange­ho­ben wer­den kann. Ob man das wirk­lich mit einer Voll­sper­rung hat machen müs­sen oder ob nicht zwei Teil­sper­run­gen auch gegan­gen wären – wer weiß. Und viel­leicht hät­te man auch noch ein paar Wochen war­ten kön­nen bis Am Hohen Ufer wie­der befahr­bar ist und die Umfah­rung in 200 Metern in Sicht­wei­te der Bau­stel­le mach­bar gewe­sen wäre.

Die Ver­ant­wort­li­chen in der Bau­ver­wal­tung ste­cken hier augen­schein­lich ihren Kopf in den Sand und hof­fen dar­auf, dass alles schnell vor­bei ist – ist ja nur eine Woche. Sicher, das kann man so machen. Aber #lus­t­auf­fahr­rad macht das nicht!


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Ein Gedanke zu “Das fahrradunfreundliche Hannover (III): Brückensperrung? Seht doch zu, wo ihr lang kommt!

  • Wolfgang

    Brü­cken­schlie­ßung ken­ne ich: Fahr­rad­brü­cke über A2 Rich­tung AWB-See: ein­fach mal die Brü­cke sper­ren. Nach rechts könn­te man über den Son­nen­see fah­ren, nach links über AWB – bei­des besch… Alter­na­ti­ven, die nicht wirk­lich Spaß machen. Dau­er der Sper­rung: 8 (acht!) Wochen. Danach ist der Som­mer vor­bei und die Brü­cke wird kaum noch gebraucht. Kann man sol­che Arbei­ten an der Fern­wär­me (oder was auch immer) nicht für die kal­te Jah­res­zeit ein­pla­nen? Fern­wär­me ist doch warm und die Brü­cke wird im Som­mer gebraucht.