Monatliches Archiv für Juni, 2006

Siemens Benq S88 — Wie die Geschichte weiter geht

Das nur mäßig begeis­ternde Zusam­men­spiel von mei­nem S88 mit mei­nem Bluetooth-​Headset und die ande­ren klei­nen Macken (Abstürze im MP3-​Player und im Kame­ra­mo­dul, will plötz­lich nicht mehr anru­fen, klin­gelt nicht, ver­gisst die Nicht-​T9-​Freigabe im SMS-​Editor,…) haben mich dazu bewegt, ein Firmware-​Upgrade vor­neh­men zu las­sen. Firmware-​Version bei mir ist ja 1.18 und in min­des­tens einem Foren­bei­trag habe ich was von einer 1.23 gele­sen. Es beginnt ein Drama in meh­re­ren Akten:

  1. Anruf bei der E-​Plus-​Hotline: „Ja, da müs­sen Sie sich an Sie­mens wenden.”
  2. Mail an die Siemens-​Benq-​Kundenbetreuung: Wo kann ich upda­ten lassen?
  3. Ant­wort (!) von Benq: Einige Läden in der han­no­ver­schen Innen­stadt soll­ten ein Update durch­füh­ren können.
  4. Auf­su­chen die­ser Läden. Von dreien haben zwei keine Updatege­räte für das S88 (was auch immer man dazu braucht…). Der dritte darf erst ab dem nächs­ten Tag.
  5. Erneu­tes Auf­su­chen von Laden Drei. Dies­mal neh­men sie das Handy. Kopie vom Kauf­be­leg zur Bestä­ti­gung, dass die zwei­jäh­rige Gewähr­leis­tungs­frist noch nicht abge­lau­fen ist, habe ich dabei. Wie lange gibt es das S88 auf dem Markt? Egal…
  6. Das Update schei­tert. Der Update erkennt das Gerät nicht. Sagt der Händler.
  7. Wei­te­rer Mail­kon­takt mit Benq. Ich solle das Gerät kos­ten­frei ein­schi­cken. Sie neh­men das Update dann im Ser­vice­cen­ter vor.
  8. Das S88 geht auf die Reise. Die Abho­lung durch den freund­li­chen (!) GLS-​Boten klappt pro­blem­los. Auf Anwei­sung der Kun­den­be­treu­ung behalte ich Spei­cher­karte, Akku, Akku­de­ckel, Netz­teil, Kopf­hö­rer und alle ande­ren Zube­hör­teile. Die SIM-​Karte sowieso.
  9. Vier Tage spä­ter bringt der­selbe Bote ein Päck­chen Retour. Er wet­tet, darin ist nicht mein altes Handy, son­dern ein kom­plett neues Gerät. Recht hat er. Damit ist zwar lei­der mein Adress­buch hin, aber was soll’s. Die SD-​Karte lässt sich aus die­sem Gerät ein­fa­cher ent­fer­nen als aus dem alten — ein Fortschritt.
  10. Kein Fort­schritt hin­ge­gen an der Firmware-​Front. Das Neu­ge­rät hat genau wie das alte die Ver­sion 1.18 drin. Meine Begeis­te­rung hält sich in Grenzen.
  11. Noch­ma­li­ger Mail­kon­takt mit Benq. Nun fan­gen sie an zu mau­ern: Das neue Gerät wäre kom­plett in Ord­nung und extra noch­mal über­prüft wor­den. Wenn ich denn unbe­dingt ein Firm­ware­up­date wollte, könnte ich ja zu den han­no­ver­schen Ser­vice­part­nern gehen, Adres­sen anbei.

Das ist der aktu­elle Stand. Ich habe noch nicht aus­pro­biert, der vor­ge­schla­gene Rück­sprung von Schritt 11 zu Schritt 4 wie­der 5 und 6 nach sich zieht und damit eine schi­cke End­los­schleife aus­löst. Immer­hin habe ich jetzt — bis auf das Handy — alles fürs S88 dop­pelt. Ver­ein­facht gewis­sen logis­ti­sche Fein­hei­ten wie das Akku­auf­la­den. Das Über­ge­ben eines am Tele­fon ange­nom­me­nen Gesprä­ches aufs Head­set ist aber immer noch Glücksache.

*Seufz* Ich war auch schon Mal zufrie­de­ner mit einem neuen Handy. Ande­rer­seits: Mein altes S55, das ich wäh­rend des Repa­ra­tur­auf­ent­halts des S88 ersatz­weise ver­wen­det habe, konnte sei­nen Bluetooth-​Stack auch wun­der­bar ver­hed­dern und musste dann aus– und wie­der ein­ge­schal­tet wer­den, um mit dem Head­set wei­ter kom­mu­ni­zie­ren zu können…

Fotos

Seit eini­ger Zeit bin ich bei einem Pro­jekt, das ich mir schon seit Jah­ren vor­ge­nom­men habe: Kom­plett­di­gi­ta­li­sie­rung mei­nes Foto­ar­chivs. Zwi­schen 1993 und 2000 sind etwa 3000 Fotos ent­stan­den — diverse pri­vate Anlässe wie Geburts­tags­fei­ern, Syl­ves­ter etc., aber auch eine recht große Samm­lung doku­men­ta­ri­schen Mate­ri­als. Neben mei­nem Ste­cken­pferd ÖPNV auch viele Stadt­an­sich­ten und Bau­stel­len, vor allem aus Han­no­ver und aus Berlin.

Bis­lang sind diese Fotos noch in kei­ner Weise ver­nünf­tig archi­viert. Ein Groß­teil ist bis heute in den Foto­tü­ten unter­ge­bracht, in denen ich sie vom Ent­wi­ckeln abge­holt habe, andere habe ich mal anlass­weise in Steck­al­ben oder in spe­zi­el­len Tüten unter­ge­bracht. Das ist aber alles nicht zielführend.

Jetzt gehe ich die ganze Geschichte end­lich mal rich­tig an: Jeder Film wird in einer OpenOffice-​Tabelle erfasst, Foto­zeit­punkte zurück­ver­folgt (teil­weise ist die Auf­zeich­nung lücken­haft), alle Fotos ein­ge­scannt, mit EXIF-​Tags ver­se­hen und in ent­spre­chende Ver­zeich­nisse abge­legt. Einige Schätz­chen sind dabei schon wie­der auf­ge­taucht, zum Bei­spiel diese Ansicht des Fried­richs­walls in Han­no­ver vom 1.5.1998 — noch ohne Nord/​LB-​Gebäude:

Aegidientorplatz Hannover