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	<title>Letzte Weisheiten &#187; pavillon</title>
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	<description>Der Blog zum Dirk</description>
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		<title>betrifft: Die Piratenpartei — Diskussionsveranstaltung im Pavillon am Raschplatz</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Hillbrecht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Veranstaltungshinweis in eigener Sache: Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im Pavillon am Raschplatz in Hannover eine Diskussion zur Piratenpartei statt. „betrifft” heißt die Veranstaltungsreihe und bei „betrifft: Die Piratenpartei” geht es der Ankündigung nach um „das Große Ganze”: Sind wir ein reiner Protestwählerverein oder stehen wir für eine neue Politik? Auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Veranstaltungshinweis in eigener Sache: Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im <a href="http://pavillon-hannover.de">Pavillon am Raschplatz in Hannover</a> eine Diskussion zur <a href="http://www.piratenpartei.de">Piratenpartei</a> statt. „betrifft” heißt die Veranstaltungsreihe und bei „<a href="http://pavillon-hannover.de/index.php?id=110&#038;event=2295">betrifft: Die Piratenpartei</a>” geht es der Ankündigung nach um „das Große Ganze”: Sind wir ein reiner Protestwählerverein oder stehen wir für eine neue Politik? Auf der Bühne der Politikwissenschaftler Sebastian Krätzig und das Grüne Urgestein Silke Stokar, womit die Grundtendenz des Abends schon vorgezeichnet ist: Was sagt die Politikwissenschaft zu den Piraten und natürlich das beliebte Mantra: „Die Piraten sind heute das, was die Grünen vor 30 Jahren waren.”</p>
<p>Das ist für mich besonders interessant, denn der dritte im Bunde auf der Bühne — bin ich. Eingeladen und angekündigt als „Regionschef” — das ist irgendwie die pressegängige Bezeichnung für den „Vorsitzenden des Regionsverbandes Hannover” — bin ich just seit heute auch Abgeordneter im Rat der Stadt Hannover, und damit unter den ersten 100 Menschen in Deutschland, die für die Piratenpartei in allgemeinen Wahlen in ein Gremium gewählt wurden. Und ich kenne die Piratenpartei fast seit ihren Anfängen: Im Oktober 2006 war ich einer jener fünf Menschen, die am allerersten Interessententreffen in Hannover — und in Niedersachsen — teilgenommen haben. Seither bin ich in wechselnden Rollen in der Partei aktiv, unter anderem 2008/2009 als Bundesvorsitzender. Ich denke, ich kann schon das eine oder andere dazu sagen, was die Piraten sind, was sie nicht sind, und warum ich doch deutliche Unterschiede zwischen uns und den Grünen Anfang der 1980er Jahre sehe. Andersherum bin ich aber durchaus gespannt auf diese Vergleiche. Die Anfangszeit der Grünen liegt ganz am Rand meiner eigenen Erinnerungen, viel habe ich, Jahrgang 1972, von Politik damals noch nicht mitbekommen.</p>
<p>Ich freue mich also auf die heutige Diskussion. Es wird bestimmt ein interessanter Abend.</p>
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		<title>Auto Auto! — Christian von Richthofen und Benny Greb zerlegen einen Opel Kadett E</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 17:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Hillbrecht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Schluss ist es Tschaikowski. Im Takt des Blumenwalzers schwingen Christian von Richthofen und Benny Greb die Vorschlaghämmer und lassen sie genüsslich auf die Karosserie des alten Opel Kadett E krachen. Motorhaube, Kofferraumabdeckung, Dach, Kotflügel — alles hin. In den Lack der Seitenfront ist das Wort „LOVE” mit dem Winkelschleifer geschrieben. Denn eigentlich, so Christian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Schluss ist es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pjotr_Iljitsch_Tschaikowski">Tschaikowski</a>. Im Takt des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Nussknacker">Blumenwalzers</a> schwingen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_von_Richthofen">Christian von Richthofen</a> und Benny Greb die Vorschlaghämmer und lassen sie genüsslich auf die Karosserie des alten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Kadett_E">Opel Kadett E</a> krachen. Motorhaube, Kofferraumabdeckung, Dach, Kotflügel — alles hin. In den Lack der Seitenfront ist das Wort „LOVE” mit dem Winkelschleifer geschrieben. Denn eigentlich, so Christian von Richthofen, ist das ganze Spektakel eine Liebeserklärung an den Kadett E, diesen „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steinway_&amp;_Sons">Steinway</a> unter den Autos”.</p>
<div id="attachment_851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-kaputt.jpg"><img class="size-full wp-image-851" title="Der Opel Kadett am Ende der Show" src="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-kaputt.jpg" alt="" width="450" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Der Opel Kadett am Ende der Show</p></div>
<p>Eineinhalb Stunden früher steht der noch weitgehend unbeschädigt auf der Bühne. Zusammen mit einem Schlagzeug. Dem Zuschauer ist eine „Rhythm-and-Crash-Performance” angekündigt und dass es dem Auto im laufe des Abends derbe an den Kragen gehen wird, wissen wir auch. Trotzdem beginnt der Abend eher gesittet: von Richthofen und Greb treten im Frack auf die Bühne und geben zunächst mal eine A-capella-Version der Bach’schen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toccata_und_Fuge_d-Moll">Toccata und Fuge in D-Moll</a> mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Onomatopoesie">lautmalerischen</a> Elementen. Danach wird das Auto zunächst klanglich „erforscht”: In der Tat lassen sich der Karosserie durch Trommeln auf Motorhaube, Türen, Dach und Rückwand ganz unterschiedliche Geräusche entlocken. Die eingesetzten Holz– und Metallstöcke halten die Schäden dabei in Grenzen. Von Richthofen und Greb arbeiten sich durch etliche Stile, von Reggae bis zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radetzkymarsch">Radetzkymarsch</a> ist alles dabei. Immer wieder lassen sie auch von dem Auto ab und singen. Mittels eines kleinen Loop–<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sequenzer_(Musik)">Sequencers</a>, den von Richthofen (fast immer) souverän mit dem Fuß bedient, entstehen dabei beachtliche mehrstimmige Klangteppiche. Zusätzlich schildert von Richthofen überzeugend als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler">Hitler</a> die Nöte des Führers beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/TÜV">TÜV</a> („Rrrrückspägel!?! Wärr brraucht Rrückspägel?! Äch wäll einen Waagen mät Frrontanträäb!”) und Greb arbeitet sich genauso furios durch das aufgestellte Schlagzeug wie er später eine Radkappe als Perkussionsinstrument benutzt.</p>
<div id="attachment_852" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-852" title="Plakat zur Show: Baby, you can play my car" src="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/AutoAuto_Plakat_web.jpg" alt="" width="400" height="565" /><p class="wp-caption-text">Plakat zur Show: Baby, you can play my car; Plakat: M. Lustig</p></div>
<p><small>Plakat: <a href="http://www.lustigonline.de">Marion Lustig</a>, Fotos: Bernd Weishaupt, Jürgen Schmalfuß</small></p>
<p>Nach der Pause wird es dann handfester. Während von Richthofen bereits vorher die Frontscheibe mit der bloßen Hand eingeschlagen hat — und ich behaupte weiterhin: Das <em>muss</em> weh tun — kommt jetzt die Flex zum Einsatz und die Schlaginstrumente werden größer. Zu Mozarts <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaviersonate_Nr._11_(Mozart)">Türkischem Marsch</a> bearbeitet von Richthofen zudem ein weiteres Mal die Motorhaube mit den bloßen Händen, wobei er Maestro-like auf der Klavierbank sitzt. Bevor dann das Finale dem Auto den Rest gibt, muss der soeben aus dem Publikum ernannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsbeauftragter">Sicherheitsbeauftragte</a> Achim Helme in den ersten Reihen verteilen. Und dann geht’s — wie beschrieben — los.</p>
<div id="attachment_850" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-helmtrommel.jpg"><img class="size-full wp-image-850" title="Benny Greb testet den Helm vom Sicherheitsbeauftragten Achim" src="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-helmtrommel.jpg" alt="" width="450" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Benny Greb testet den Helm vom Sicherheitsbeauftragten Achim</p></div>
<p>Auto Auto! hat sowohl mich als auch meine Begleiterin in jeder Hinsicht begeistert: Zwei Künstler mit sichtlich Spaß an der Sache singen, tanzen und trommeln sich durch den Abend. Beide verstehen ihr Handwerk und selten wird man Zeuge einer derart zelebrierten Autoverschrottung. Dabei ist der technische Aufwand sicherlich nicht unerheblich: Dass der Opel Kadett bei seinem finalen Auftritt so gut „klingt”, liegt sicherlich auch daran, dass in der Karosserie etliche Mikrofone verbaut sein dürften, die die Klänge gut ausgesteuert auf die Lautsprecher bringen. Der stets untergemischte Hall — beim Auto weniger, beim Gesang mehr — verleihen der Akustik zusätzlichen Nachdruck. Und schließlich unterstützt auch das Bühnenlicht die Verschrottungsorgie nach Kräften.</p>
<div id="attachment_853" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-von-richthofen.jpg"><img class="size-full wp-image-853" title="Christian von Richthofen nach der Show" src="http://blog.hillbrecht.de/wp-content/uploads/2010/01/auto-auto-von-richthofen.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Christian von Richthofen nach der Show</p></div>
<p>Zum vierten Mal war von Richthofen letzten Sonntag mit Auto Auto! in Hannover. Für diese internationale Show dürfte das fast sowas wie ein Heimspiel sein — von Richthofen kommt aus Norddeutschland und einer der Hauptlieferanten für die Opel Kadetts saß vor der Bühne. Das Publikum im vollen großen Saal des <a href="http://www.pavillon-hannover.de/">Raschplatz-Pavillons</a> war aus dem Häuschen. Im Herbst gastieren die beiden wieder in der Nähe — dann in Lehrte. Meinerseits gibt es nur eine Empfehlung: Hingehen und Anschauen!</p>
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