Manche Dinge entwickeln eine gewisse Eigendynamik. Ein Beispiel, bei dem ich das nicht unbedingt erwartet hätte, sind „Wahlprogramme”. Dasjenige der Piratenpartei habe ich vorgestern als PDF gestaltet, hier veröffentlicht und etwas vollmundig davon erzählt, ich hätte es mal „hübsch” machen wollen.
Daraufhin hat sich bei mir Gerrit van Aaken gemeldet. Die äußere Form von Wahlprogrammen beschäftigt ihn schon länger und auf sehr freundliche Weise gab er mir zu verstehen, dass das schon gar nicht so schlecht sei, aber bezüglich des „hübsch” sei — nunja — durchaus noch Luft nach oben. Besonders gefreut habe ich mich über diese Kritik, weil Gerrit im selben Atemzug angeboten hat, diese Überarbeitung selbst vorzunehmen, wenn denn das fertige Dokument auch verbreitet würde.
Das fand ich toll und habe spontan zugesagt, dass ich das mindestens mal in meinem Blog veröffentlichen würde. Gerrit hat losgelegt und ich bin dann doch nochmal durch den Text gegangen, um die etwa 20 Rechtschreib– und Kommasetzungsfehler zu korrigieren, die noch drin waren. Zudem fehlte ein Wort, das nun ebenfalls enthalten ist — ein Satz sollte halt immer auch ein Verb.
Das „Piratenpartei-Wahlprogramm 2009 Reloaded” gibt’s hier:

Wahlprogramm der Piratenpartei zur Bundestagswahl 2009
Die korrigierte Textbasis habe ich an den Piratenpartei-Vorstand zurückgeschickt, ich denke, sie wird auch dort im Wiki eingepflegt. Sofern von Interesse gibt es auch weiterhin noch meine ursprüngliche neue Version als PDF. (Die hier früher beschriebene andere Alternative für das Programm in Druckform ist mittlerweile nicht mehr verfügbar.
)
Es ist doch schön, dass ein sonst so dröge wahrgenommener Stoff wie ein Wahlprogramm sich in der Piratenpartei derartiger Aufmerksamkeit erfreut. Bei Interesse starte ich nächste Woche eine Quizserie rund um den Text.