Am gestrigen 2009-06-02 hat Spiegel Online einen sehr interessanten Artikel publiziert, der durchaus auch das Entstehen der Piratenpartei ein wenig erklärt: Die Generation C64 schlägt zurück. Lesenswert!
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Anfang des Jahres habe ich erstmals seit über 20 Jahren wieder einem alten Hobby von mir gefrönt: Der Modellbahn. Allerdings nicht in meinem stillen Kämmerlein, sondern bei einem Event, zu dem viele Leute ihr Material mitbringen und dann gemeinsam eine große Anlage aufbauen. Dieses sogenannte „Teppichbahning” veranstalten einige Teilnehmer des Miniatur-Wunderland-Forums nun schon geraume Zeit. Diesmal fand’s in Kassel statt und ich habe mit meiner kleinen Videokamera und meinem Fotoapparat fleißig draufgehalten. Herausgekommen ist eine kleine Videodokumentation, zu sehen unter
Oder gleich hier im Blog:
Ich habe mal wieder das WordPress hier aktualisiert. Ja, ich weiß, ich bin nachlässig. Sollte ich viel öfter machen, so wegen der Sicherheitslücken und so. Aber jetzt ist’s mal wieder aktuell und wenn ich das richtig sehe (und konfiguriere), kann ich ab jetzt das WordPress auch aus sich selbst heraus updaten.
Und das ist ja für so faule Menschen wie mich nie ‚ne schlechte Sache…
Da werde ich dieses Jahr 37 Jahre alt und meine, dass bestimmte Dinge mittlerweile ausdiskutiert sein sollten. Schuhe zubinden zum Beispiel. Ich hab’ das erst mit knapp 7 Jahren gelernt und seitdem nicht mehr an der Methode geändert — war ja mühselig genug…
Bis heute.
Da finde ich durch einen Spiegel-Online-Artikel den Weg auf die Webseite mit Ians Knoten. Und was soll ich sagen: Ich sitze jetzt hier seit einer Stunde, binde ein ums andere Mal meine Schuhe und muss dabei jedes Mal breit grinsen — es ist so einfach! Der Knoten ist so unglaublich schnell gebunden, hält sicher und ist so einfach, wenn man es einmal verstanden hat.
Ich kann das nur empfehlen…
Mit Eintreffen der SuSE-11.1-DVD habe ich meinem Laptop mal wieder eine Neuinstallation gegönnt. Bislang war noch SuSE 10.3 in Einsatz und ich wollte doch mal schauen, ob die eine oder andere Schrulle vielleicht weg ist.
Eine der Neuerungen ist, dass SuSE 11.1 das neue KDE 4 als Standarddesktop anbietet. KDE 3 ist zwar noch enthalten, aber unter „ferner liefen”. Mitgeliefert wird das alleraktuellste KDE 4.1.3, in das zudem noch KDE-4.2-Backports integriert wurden. Ich habe das also mal als Standarddesktop installiert.
Überzeugen konnte mich das alles aber noch nicht. Um es mal kurz zu machen:
- DPMS funktioniert nicht, bei meinem Laptop bleibt das Backlight an, wenn ich länger nichts mache. Das ist natürlich schonmal ganz prima…
- Ich habe es nicht hinbekommen, die grafische Umgebung von root auf etwas anderes als Englisch einzustellen. Nicht dass ich’s oft bräuchte, aber nervig ist’s schon…
- Konqueror ist langsam. Es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis eine Seite dargestellt wird, dabei erfreuen sich Netz und Anbindung bester Gesundheit.
- Die Icons der laufenden Programme in der Startleiste verhalten sich komisch. Sie werden nicht eingeblendet wie die Leiste selbst, erscheinen dafür aber häufig (nicht immer) mit teilweise (nicht vollständig) schwarzem Hintergrund.
- Bei meiner bevorzugten Arbeitsweise, viele virtuelle Oberflächen, auf denen viele Shells und andere Programme zu Beginn gestartet werden, ist die Fensterliste in der Startleiste völlig unbrauchbar. Winzigste Icons ohne jeden Text daneben sind einfach weder aussagekräftig noch bedienbar. Da braucht es noch der mehrzeiligen Anzeige und der Gruppierung vom KDE-3-Desktop.
- In meinem „Die Startleiste soll normalerweise ausgeblendet sein”-Arbeitsmodus verhaspelt sie sich gerne mal und bleibt dann auf einem der virtuellen Bildschirme hängen. Dann kann man auf die Suche gehen, weil sie nämlich auf den anderen virtuellen Bildschirmen nicht mehr hervorholbar ist.
- Durch die Unzulänglichkeiten von Fensterliste und Startleiste ist der Compositing-Zoom zum Überblick über alle Arbeitsflächen auf einmal unabdingbar. Leider habe ich mir damit die Oberfläche aber in zwei Tagen dreimal gecrasht. Und das ist dann schließlich das Knock-Out-Kriterium, denn nichts macht die Produktivität mehr zu Nichte als eine abstürzende Oberfläche, die nur noch einen harten Reset zulässt.
Ich habe jetzt erstmal wieder KDE 3.5.10 parallel auf das Laptop gepackt. Da ist jetzt erstmal alles wieder am gewohnten Platz und funktioniert so wie es soll, insbesondere die Fensterleiste und — ganz wichtig — DPMS. Weitere Experimente können gerne folgen, aber erstmal muss es wohl noch ein paar SuSE-11.1-Updates zum KDE geben…
Lange Jahre habe ich meine Fotoserien mittels dreier selbstgeschriebener PHP-Skripte veröffentlicht. Das gint zwar, war aber nicht so toll. Jetzt habe ich endlich eine Software gefunden, mit der man, so scheint mir, vernünftig Fotoalben im Web anlegen kann: Gallery.
Insbesondere erlaubt diese Software die Definition von Benutzern, für die dann bestimmte Fotoalben explizit freigeschaltet werden. Ansonsten geht alles, was halt so „modern” ist: Fotos kommentieren, RSS-Feeds einrichten, Fotos per E-Mail an andere verschicken und so weiter. Für mich als Autor gibt es ein Java-Programm, mit dem ich die Uploads lokal vorbereiten und dann in einem Rutsch rüberschicken kann — kein nerviges Arbeiten im Browser (wobei das Java-Programm auch ein wenig Feinschliff vertragen könnte…)
Mein Fotoalbum findet sich ab sofort unter der URL http://gallery.hillbrecht.de.
Ich bin gerade dabei, mir eine Videokamera zu kaufen. In der c’t 24/08 bin ich dabei über die Panasonic SDR-S7 gestolpert: Superklein, Aufzeichnung auf SDHC-Chips, d.h. keine beweglichen Teile, überall gelobte Bildqualität mit 10-fach optischem Zoom und ein Preis um 200 EUR: Haben wollen!
Diverse Kaufportale im Internet bieten die Kamera tatsächlich um 200 EUR an. EU-Importe lasse ich mal außen vor — oh, und schwarz soll sie sein. Inklusive Versandkosten bleiben diverse Angebote unterhalb von 215 EUR.
Aber — hey — ich bin mitten in der Innenstadt von Hannover! Da gibt’s das Ding ja vielleicht auch einfach „offline” zu kaufen. Ein kurzer Spaziergang führt mich zur örtlichen Saturn-Hansa-Filiale. Und in der Tat: Da ist sie. In Schwarz. Sie ist wirklich so klein und handlich wie es auf den Bildern den Anschein hatte.
Ein kleiner Wermutstropfen ist nur der Preis: Stolze 250 EUR soll das Gerät hier kosten. Mithin fast 25% mehr als die durchschnittlichen Internetangebote — Versandkosten mal nicht mitgerechnet. Meine Nachfrage, was denn da möglich wäre, wird ebenso kurz wie barsch beantwortet. Nichts. Kein Preisnachlass, keine Beigaben — ich hatte nach einer größeren Speicherkarte gefragt — nichts. Im Gegenteil: Ich könne doch froh sein, dass die Kamera so günstig ist, der empfohlene Endverkaufspreis sei schließlich noch höher.
Meine Feststellung: „Nun, dann kommen wir hier nicht ins Geschäft” beendet das Verkaufsgespräch — der Verkäufer wendet sich mit den Worten „Dann ist das wohl so” anderen Kunden zu. Ein wenig konsterniert verlasse ich den Laden — eine halbe Stunde für nichts.
Wieder am Rechner geht’s nun schnell: Ich kaufe die Kamera bei Alta Discount. Für auch etwa 250 EUR bekomme ich da zur Kamera noch eine 8-GB-Speicherkarte, eine Tasche und ein Stativ dazu. Das wiegt für mich mehr als auf, dass ich jetzt ein paar Tage warten muss und dass ich Vorkasse geleistet habe. Dafür entfällt jegliches Verkaufsgespräch, ich habe ein zweiwöchiges Rücktrittsrecht und schließlich werde ich beim Einkauf auch nicht wie ein potentieller Ladendieb behandelt — die Alarmgeräte an den Saturnkassen sind während meines Besuches dort eigentlich permanent zu hören und diese wichtigtuerischen „Security”-Figuren am Eingang machen das Einkaufserlebnis auch nicht gerade angenehmer.
Für Saturn dürfte das ganze ein eher schlechtes Geschäft gewesen sein. Ich bin ja durchaus bereit, für den Service eines lokalen Ladengeschäfts und die Möglichkeit des sofortigen Mitnehmens mehr Geld auf den Tisch zu legen — aber doch bitte nicht 25%. Wenn sie den 8-GB-Chip daraufgetan hätten (kostet dort im Laden 20 EUR), dann hätte ich die Kamera genommen — und wäre höchstwahrscheinlich auch wieder gekommen. Aber so — warum soll ich mir das in Zukunft noch antun? Im Internet einkaufen ist bequemer und billiger…
So sieht momentan die Telepolis-Seite aus, wenn man ein wenig runterscrollt:
In der Mitte eine Werbung des Kopp-Verlages, die für drei Bücher wirbt. Klickt man auf die Werbung, geht eine Webseite auf, die diese Bücher näher beschreibt. Kostprobe:
- Finanzcrash — Stellen Sie sich vor, das Radioprogramm wird unterbrochen und man eröffnet Ihnen, dass Börsen und Bankschalter geschlossen bleiben. Ihr gesamtes, mühsam erspartes Vermögen ist auf einen Schlag weg!
- Der Dollar-Crash — Die geheime Macht des Weltbankenkartells Viele Menschen spüren es instinktiv: Die Weltwirtschaft steht am Rande eines tiefen Abgrunds. Kaum jemand kennt jedoch die wahren Hintergründe.
- Die 382 dümmsten Sprüche der Banker — Banken und Sparkassen haben in den vergangenen Jahren Hunderte von Milliarden Euro verspielt. Einen noch klareren Beweis für die Unfähigkeit der Banker mit Geld umzugehen kann es nicht geben.
Aha. Der ganz normale Verschwörungstheoriewahnsinn. Klickt man sich ein wenig durch die Kopp’sche Website, sieht man: Da steckt Methode hinter. Jede gängige Verschwörungstheorie findet hier ihr „Sachbuch”, das „schonungslos”, „endlich wahrhaftig” und „unabhängig” über das Übel aufklärt, mit dem wir alle seit langer, langer Zeit getäuscht werden. Das geht von esoterischen Grundlagen über Mythen, Geheimdienste und –bünde bis zu „freier Energie”, Nostradamus, Teslageneratoren und dem unvermeidlichen Erich von Däniken und seinen Schlümpfenaußerirdischen Freunden. Die Nazis sind auf den Mond geflogen, die Amis aber nicht, die Erde ist innen hohl und hat Löcher an den Polen — kurz: Für jeden Freizeitverschwörungstheoretiker oder –paranoiker ist die passende Literatur zur mehr oder weniger wissenschaftlichen Untermauerung des persönlichen Spleens im Verlagsprogramm.
So weit, so gut. Aber was hat so eine Werbung auf Telepolis verloren? Sicher ist einer der Ansprüche von Telepolis eine Art Gegenöffentlichkeit zu bieten, die auch mal abseits des Mainstream Stellung bezieht. Aber das doch auf anderem Niveau als dieser pseudowissenschaftliche Quark. Vielleicht sollte der Werbungsaggregator nochmal nachjustiert werden…
Mein lieber Kollege Harald Zielstorff hat ein Carsharing-Blog gestartet. Da Carsharing ja nun irgendwie meine Branche ist und ich da ja auch in einigen Firmen aktiv bin, finde ich das spannend und verbreite mal auch hier die frohe Kunde.
Was will mir wohl mein Supermarkt sagen, wenn beim Einkaufen aus den Lautsprechern als musikalische Untermalung Shania Twain „Ka-Ching” singt?
Can you hear it ring, it makes you wanna sing, it’s such a beautiful thing: Ka-Ching! You live like a king, with lots of money and things… — Dabei ist das „Ka-Ching” die lautmalerische Umschreibung des Geräusches einer alten Registrierkasse…
Zufall oder subversiv?


