Monatliches Archiv für September, 2009

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DIN-​A5-​Version des Wahlprogramms der Piratenpartei zur Bundestagswahl 2009

Nach­dem ich immer wie­der nach einer für Bro­schü­ren­druck geeig­ne­ten Ver­sion des Pira­ten­par­tei–Wahl­pro­gram­mes gefragt wor­den bin, habe ich noch­mal Ger­rit van Aaken kon­tak­tiert. Freund­li­cher­weise hat er die sehr schön designte Ver­sion für ein­sei­ti­gen A4-​Druck ent­spre­chend über­ar­bei­tet. Ab sofort gibt es auch eine Ver­sion, die dop­pel­sei­tig und auf die Ziel­größe A5 hin gestal­tet ist. Hier­mit sollte es nun rela­tiv ein­fach sein, das Wahl­pro­gramm auch als form­schöne Bro­schüre zu produzieren.

Wahlprogramm der Piratenpartei zur Bundestagswahl 2009

Wahl­pro­gramm der Pira­ten­par­tei zur Bun­des­tags­wahl 2009

Hier also Links auf beide ver­füg­ba­ren Versionen:

Sollte die DIN-​A5-​Version zum pro­fes­sio­nel­len Druck einer grö­ße­ren Auf­lage genutzt wer­den soll, bitte noch­mal Rück­spra­che hal­ten. Ger­rit lie­fert dann, sofern zeit­lich mög­lich, auch gerne eine Ver­sion mit Schnitt­mar­ken nach Maß­gabe der Druckerei.

Piratenpartei wird 3 Jahre alt: Herzlichen Glückwunsch

Vor exakt drei Jah­ren wurde die Pira­ten­par­tei gegründet:

Deut­sche Pira­ten­par­tei kämpft für die freie Wissensgesellschaft

So lau­tete die Über­schrift des Heise-​Online-​Artikels, der die Grün­dungs­ver­samm­lung vom 10. Sep­tem­ber 2006 beschrieb. Also übri­gens nicht im August 2006, wie ich und andere in letz­ter Zeit immer mal wie­der gegen­über der Presse erzählt haben. So ent­ste­hen Gründungsmythen…

Am Kern der Par­tei hat sich in den letz­ten drei Jah­ren nichts geän­dert, hier einige Zitate aus dem Heise-​Artikel:

Als Haupt­ziel der neuen poli­ti­schen Ver­ei­ni­gung bezeich­nete ihr frisch gewähl­ter Vor­sit­zen­der, Chris­tof Leng, gegen­über heise online, „die Kern­fra­gen der Wis­sens­ge­sell­schaft” anzu­ge­hen. Die­sen Anspruch könne man auf zwei For­meln run­ter­bre­chen: „Wir sind gegen geis­tige Mono­pole und wol­len den glä­ser­nen Staat statt den glä­ser­nen Bür­ger”. Der The­men­kom­plex strahle in alle Gesell­schafts­be­rei­che und die Wirt­schaft aus, umfasse Berei­che wie Bil­dung, Wis­sen und Innovation.

Und auch bestimmte Pro­bleme und Vor­ur­teile sind gleich geblieben:

Unter den 53 Ver­sam­mel­ten und den bis­he­ri­gen Unter­stüt­zern seien viele „Nerds”, gab Leng zu. Aber mit sol­chen Kli­schees müsse man leben. Im Prin­zip gebe es kaum noch Jugend­li­che, die man nicht so bezeich­nen könne, da für Her­an­wach­sende SMS, Inter­net, File­sha­ring oder LAN-​Partys keine Fremd­worte mehr dar­stel­len wür­den. Frauen stan­den für die Vor­stands­wahl nicht zur Ver­fü­gung. Man wolle Ver­tre­ter des weib­li­chen Geschlechts aber für die beacker­ten The­men begeis­tern, erklärte Leng. Frauen hät­ten einen ande­ren Zugang zu Pro­blem­lö­sun­gen, wür­den weni­ger tech­nisch als viel­mehr prag­ma­tisch vorgehen.

Wobei — mitt­ler­weile ist der Vor­stand ja gemischtgeschlechtlich.

Im Wiki der Par­tei fin­det sich auch noch die Vor­be­rei­tungs­seite zur Grün­dungs­ver­samm­lung. Und man machte sich schon damals Gedan­ken über ver­schie­dene Punkte des Ablaufes:

Datum, Dauer und Ablauf

- Sonn­tag 10:00 — 14:00: Offi­zi­elle Gründung […]

- Sonn­tag ab 14:00: Direkt im Anschluss an die Grün­dung (14:00) soll eine kurze Pres­se­kon­fe­renz offen geblie­ben Fra­gen klä­ren und zur Vor­stel­lung des Vor­stan­des nach außen dienen. […]

Der momen­tane Vor­schlag ist opti­miert für Mit­glie­der, die einen wei­te­ren Anrei­se­weg haben, damit sich diese Hürde als mög­lichst nied­rig erweist. Es wird dabei davon aus­ge­gan­gen, dass die Anrei­sen­den eine Über­nach­tung (von Sams­tag zu Sonn­tag) in Ber­lin pla­nen, wäh­rend des Sams­ta­ges anrei­sen und Sonn­tag spät Abends wie­der irgendwo in Deutsch­land zu Hause sein wol­len. Des­we­gen ist eine frühe Abreise mög­lich zu machen, ohne das Abstim­mun­gen der Ver­samm­lung wg Abreise ver­passt wer­den. Zusätz­lich sollte das Grün­dungs­tref­fen zeit­lich nicht völ­lig wider all­ge­mei­ner Pres­se­ge­pflo­gen­hei­ten situ­iert wer­den, damit wir unsere Chance auf breite Bericht­er­stat­tung am Mon­tag nicht verkappen. […]

An-​/​abschließende Aktionen

[…] Falls uns nichts bes­se­res ein­fällt und wir Zeit über­brü­cken müs­sen (Pres­se­kon­fe­renz ?) könn­ten wir auch spon­tan demons­trie­ren .. dazu wer­den wir aber wahr­schein­lich zu wenige sein.

Auf der Seite ist auch das Grün­dungs­pro­to­koll mit­samt der Ergeb­nisse der ers­ten Vor­stands­wah­len ver­linkt. Es besteht als PDF-​Dokument aus ein­ge­scann­ten Kopien des Papier­aus­drucks. Ich wollte an die­ser Stelle erst was zum Thema „Inter­net­aus­dru­cker” schrei­ben, aber dann ist mir klar gewor­den, dass diese Form der Ver­öf­fent­li­chung einer­seits die Namen der Betei­lig­ten nicht such­bar macht und ande­rer­seits nur so die Unter­schrif­ten unter das Pro­to­koll halb­wegs authen­tisch wie­der­ge­ge­ben wer­den kön­nen. Oh, a pro­pos „Vorstandswahlen” — davon gibt’s sogar ein Foto:

Wahl zum ersten Bundesvorstand der Piratenpartei, September 2006

Wahl zum ers­ten Bun­des­vor­stand der Pira­ten­par­tei, Sep­tem­ber 2006

Wie man sehen kann, musste die Grün­dungs­ver­samm­lung damals noch auf Flag­gen zurück­grei­fen, die nicht dem Par­tei­de­sign ent­spre­chen. In der Zwi­schen­zeit hat sich das ja geändert.

Videos von der Grün­dung sind mir nicht bekannt. Aber um hier nun auch ein biss­chen „beweg­ten Con­tent” ein­zu­brin­gen, ver­weise ich auf das immer noch aktu­elle erste grö­ßere Video­in­ter­view im elek­tri­schen Repor­ter. Am 17. Sep­tem­ber 2007, also ziem­lich genau ein Jahr nach der Grün­dung, steht der dama­lige Bun­des­vor­sit­zende Jens Sei­pen­busch — der auch jetzt wie­der Bun­des­vor­sit­zen­der ist — Rede und Ant­wort über die Her­kunft und die Ziele der Pira­ten­par­tei. Immer noch sehenswert.

Jens Seipenbusch 2007 im elektrischen Reporter über die Piratenpartei

Jens Sei­pen­busch 2007 im elek­tri­schen Repor­ter über die Piratenpartei

Die­ser Blick ins Archiv zeigt mei­nes Erach­tens deut­lich, was für einen wei­ten Weg die Pira­ten­par­tei seit die­ser Grün­dung bereits erfolg­reich zurück­ge­legt hat. Und in zwei­ein­halb Wochen haben wir den bis­her wohl wich­tigs­ten Grad­mes­ser, wie weit wir auf unse­rem Weg ins­ge­samt schon vor­an­ge­kom­men sind.

Free Music Contest: Zweite Phase abgeschlossen, Sampler-​Vorbestellung startet

Vor eini­ger Zeit hatte ich hier bereits über den Free! Music! Con­test! geschrie­ben, zu dem der Musik­pi­ra­ten e.V. auf­ge­ru­fen hatte und bei dem aus den bes­ten der ein­ge­sen­de­ten Free-​Music-​Beiträge Sam­pler pro­du­ziert und ein Livek­on­zert orga­ni­siert wer­den sollte.

F!M!C Logo

Nun ver­mel­den die Musik­pi­ra­ten, dass die „zweite Phase” des Wett­be­werbs abge­schlos­sen sei — wobei mir nicht ganz klar ist, was diese zweite Phase ist und der Text mit den Wor­ten beginnt: „Die erste Phase des Free! Music! Con­test ist nun been­det.” Aber sei’s drum. Aus über vier Stun­den freier Musik wurde ein Doppel-​CD-​Sampler zusam­men­ge­stellt, der auch schon vor­be­stellt wer­den kann. Kos­ten: 2,50 EUR pro CD und ein­ma­lig 2,50 EUR für den Versand.

5,00 EUR für zwei Stun­den Musik? Hm, das hatte ich das letzte Mal bei einer Doppel-​CD mit den „Bran­den­bur­gi­schen Kon­zer­ten” von Bach. Die sind ins­ge­samt 1 Stunde und 56 Minu­ten lang und beim Anhö­ren bekam man den Ein­druck, das ost­eu­ro­päi­sche Orches­ter hätte das Ton­stu­dio für exakt zwei Stun­den gemie­tet: Rein, Hin­set­zen, Los­s­pie­len. Ob nun rich­tig oder falsch war weit­ge­hend egal — und lei­der hat man das der CD auch sehr deut­lich angehört.

Ich bin mir sicher, dass die Free-​Musiker das bes­ser hin­be­kom­men haben. :-)

Die Party gibt’s übri­gens auch. Am 3.10. in der Krea­tiv­fa­brik in Wies­ba­den. 20:00 Uhr, 5,00 EUR. Das ist weni­ger Geld als ein durch­schnitt­li­cher Kino­be­such — aber bestimmt lus­ti­ger. Head­li­ner sind übri­gens por­no­pho­ni­que.

Jetzt gleich: Piratenwahlwerbespot im Fernsehen (2 von 4)

Hin­weis auf die Wahl­wer­bung der Pira­ten­par­tei:

Am heu­ti­gen 5. Sep­tem­ber um 22:45 Uhr in der ARD — direkt nach dem Wort zum Sonn­tag — läuft der Spot „Ich bin Pirat” von Coggy.

Die wei­te­ren Sendetermine:

  • Am Diens­tag, 15. Sep­tem­ber um 17:10 Uhr im ZDF — direkt vor „Hallo Deutschland” — läuft der Spot „Du bist Terrorist”.
  • Und am Frei­tag, 18. Sep­tem­ber um 21:43 Uhr in der ARD läuft der Spot „Freie Lizen­zen” von Chri­so­pher Grabinski.

Ein­schal­ten und Weitersagen.

Jetzt gleich: Piratenwahlwerbespot im Fernsehen (1 von 4)

Hin­weis auf die Wahl­wer­bung der Pira­ten­par­tei:

Am heu­ti­gen 3. Sep­tem­ber um 19:20 Uhr im ZDF — direkt nach den Heute-​Nachrichten — läuft der Spot „Freie Lizen­zen” von Chris­to­pher Grabinski.

Die wei­te­ren Sendetermine:

  • Am Sams­tag, 5. Sep­tem­ber um 22:45 Uhr in der ARD — direkt nach dem Wort zum Sonn­tag — läuft der Spot „Ich bin Pirat” von Coggy.
  • Am Diens­tag, 15. Sep­tem­ber um 17:10 Uhr im ZDF — direkt vor „Hallo Deutschland” — läuft der Spot „Du bist Terrorist”.
  • Und am Frei­tag, 18. Sep­tem­ber um 21:43 Uhr in der ARD läuft noch­mal der Spot „Freie Lizenzen”

Ein­schal­ten und Weitersagen.

„Delph’ sans les pattes” und „German Viewers Love Their Detectives” — Fundstücke

Heute gibt’s mal zwei Links auf Fund­stü­cke, die ich aus ver­schie­de­nen Grün­den für erwäh­nens­wert halte:

Delph' sans les pattes - Ze first cidi

Delph’ sans les pat­tes — Ze first cidi

Da ist zunächst das Album „Ze first cidi” der Stras­bour­ger Gruppe „Delph’ sans les pat­tes”. Mein Fran­zö­sisch ist zu schlecht, als dass ich mir mehr als nur ansatz­weise zusam­men­rei­men könnte, was der Band­name heißt und um was es in den Lie­dern geht. Wenn ich das rich­tig über­bli­cke, dürfte das Album wohl in den USA einen „Par­en­tal Advise: Exp­li­cit lyrics”-Bapperl bekom­men. Aber wir sind hier ja nun mal in Deutsch­land, der Text ist Fran­zö­sisch, und der­art schö­nem Chan­son ver­gibt man doch irgend­wie alles, oder?

Und weil das ganze von Jamendo kommt, kann ich hier auch noch ein­fach mal direkt ver­lin­ken und zum Abspie­len auffordern:

  

Und dann war da noch die New York Times, die ihren US-​amerikanischen Lesern die Kri­mi­se­rie „Tat­ort” erklärt:

Ver­bre­chen gesche­hen hier an so typisch deut­schen Orten wie den inner­stä­di­schen „Schrebergarten”-Gartenanlagen, wo natur­ver­liebte Deut­sche ihre eige­nen Toma­ten zie­hen und ihren merk­wür­di­gen Geschmack für Plas­tik­wich­tel pfle­gen. Die Köl­ner „Tatort”-Kommissare machen ihre Pau­sen grund­sätz­lich an ihrem Lieblings-„Büdchen”, einem jener Bier– und Brat­wurst­stände, die so typisch für das Rhein­land sind. Selbst die düs­tere Aus­leuch­tung scheint bei so man­chem Deut­schen die eige­nen vier Wände wie­der­zu­ge­ben. […]
Man muss sich diese Serie als einen Mikro­kos­mos der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land vor­stel­len, so wird sie auch von den Pro­du­zen­ten immer wie­der ange­prie­sen. Jeder Tat­ort lässt seine regio­na­len Wur­zeln erken­nen, sei es, dass die Dar­stel­ler im loka­len Dia­lekt spre­chen oder der Fall etwas mit regio­na­len Beson­der­hei­ten zu tun hat. Und die Deut­schen spre­chen über ihren Lieb­lings­tat­ort in etwa so wie über die lokale Fuß­ball­mann­schaft. Der Müns­te­ra­ner Tat­ort hat grund­sätz­lich komi­sche Ele­mente. Im grü­nen Kon­stanz geht es für die „Tatort”-Kommissare häu­fig um Fälle im Umwelt­be­reich. Ham­burg prä­sen­tiert einen rast­lo­sen James-​Bond-​artigen Tür­ken, der allein arbei­tet; Han­no­ver eine schöne und schlaue aber ein­zel­gän­ge­ri­sche Kom­mis­sa­rin.
Man könnte sagen, es ist ein wenig wie „CSI” mit Lokal­ko­lo­rit, aber es ist ein­fach zu „Deutsch” um mit die­ser ame­ri­ka­ni­schen Ein­heits­ware ver­wech­selt zu wer­den: Nicht so geleckt, viel unblu­ti­ger, dafür aber mit einem Händ­chen für bri­sante Geschich­ten. Vor eini­ger Zeit hat ein „Tat­ort”, in dem es um Inzest inner­halb der kur­di­schen und tür­ki­schen Ale­vi­ten­ge­mein­schaft ging, zu Pro­tes­ten von zehn­tau­sen­den Ale­vi­ten in Köln und Ham­burg geführt. […]

Ich finde es immer beson­ders erhel­lend, wenn man mal einen Bericht über etwas liest, das man selbst schon lange kennt und das aus einem ganz ande­ren Blick­win­kel betrach­tet wird. Des­halb habe ich die Lek­türe des (eng­lisch­spra­chi­gen) Ori­gi­nal­ar­ti­kels auch sehr genos­sen und kann ihn nur weiterempfehlen.

Piratenpartei: Die größte der kleinen

Wenn man sich die deut­sche Par­tei­en­land­schaft und ins­be­son­dere die Mit­glie­der­zah­len anschaut, dann gibt es ein paar große und einen gan­zen Strauß kleine. Und von die­sen klei­nen ist die Pira­ten­par­tei mitt­ler­weile die größte. Als ich das erste Mal das Mit­glieds­zah­len­ran­king deut­scher Par­teien gese­hen habe, dachte ich mir: „Naja, mehr als die NPD soll­ten wir eigent­lich schon schaf­fen.” Und was soll ich sagen: Mitt­ler­weile haben wir es geschafft.

In der aktu­el­len Liste deut­scher Par­teien nach Größe steht die Pira­ten­par­tei jetzt an sieb­ter Stelle. Vor ihr sind nur noch die in den Par­la­men­ten ver­tre­te­nen Par­teien CDU, SPD, CSU, FDP, Grüne und Linke — samt und son­ders mit wesent­lich älte­ren Wur­zeln als die Pira­ten. Noch vor einem Jahr hät­ten wir in die­ser Liste mit ca. 800 Mit­glie­dern auf Platz 26 gestan­den. Das ist, finde ich, schon eine beacht­li­che Entwicklung.

Lei­der wird es ab jetzt etwas schwie­ri­ger, auf der Liste vor­an­zu­kom­men. Die Grü­nen auf Platz 6 haben immer­hin etwa sechs­ein­halb Mal soviel Mit­glie­der wie die Pira­ten — und danach wird’s nicht bes­ser. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und die Dyna­mik, die ich seit der Euro­pa­wahl kon­ti­nu­ier­lich in der Par­tei­ar­beit erlebe, macht mich mutig: Das Ende der Fah­nen­stange ist noch lange nicht erreicht.

Fahrplananzeige in Hannover jetzt mit Wohlfühlfaktor

Am frü­hen Sonn­tag­abend hatte die Deut­sche Bahn offen­sicht­lich beschlos­sen, ihren Kun­den mal was Gutes zu tun: Warum immer die­ses Rum­ge­nerve mit den Abfahrt­zei­ten? Diese vie­len Zah­len: Uhr­zei­ten, Gleise, Zug­num­mern — wer soll da durch­fin­den? Und dann gibt’s womög­lich noch Ver­spä­tun­gen und Stress und Ärger. Da hat das Bahn­hofs­ma­nage­ment wohl mal einen Ver­such zur all­ge­mei­nen Erbau­ung und Hebung der Moral gestar­tet und auf dem Abfahrts­mo­ni­tor ein­fach mal schöne bunte Bil­der gezeigt:

Abfahrtstafeln im Hauptbahnhof Hannover am 2009-08-30

Abfahrt­s­ta­feln im Haupt­bahn­hof Han­no­ver am 2009-​08-​30

Weil’s so schön ist, hier noch­mal im Detail:

Abfahrtstafeln im Hauptbahnhof Hannover am 2009-08-30

Abfahrt­s­ta­feln im Haupt­bahn­hof Han­no­ver am 2009-​08-​30

Was für ein schö­nes ICE-​Foto! Da sind diese gan­zen blö­den Infor­ma­tio­nen wo jetzt wann wel­cher Zug fährt, plötz­lich total neben­säch­lich. Für die Zukunft emp­fehle ich aller­dings, in sol­chen Fäl­len auch auf die Laut­spre­cher­durch­sa­gen zu ver­zich­ten und statt­des­sen ein biss­chen Ent­span­nungs­mu­sik einzuspielen…