Pi­ra­ten­par­tei mit 0,9% bei den Eu­ro­pa­wah­len

Wow! Bei den gest­ri­gen Eu­ro­pa­wah­len ist die Pi­ra­ten­par­tei, in der ich noch bis Juli im Bun­des­vor­stand bin, bun­des­weit auf 0,9% der Stim­men ge­kom­men. Das klingt viel­leicht nicht viel (und, seien wir ehr­lich, ins­ge­samt ge­se­hen ist es das auch nicht), aber da­für, dass es uns seit nicht mal drei Jah­ren gibt, ist das schon sehr, sehr or­dent­lich. Über 220.000 Bun­des­bür­ger ha­ben ihr Kreuz­chen bei den Pi­ra­ten ge­macht und es gibt Wahl­be­zirke, wo wir auf 3-4% der Stim­men ge­kom­men sind. Zu­dem weiß ich aus ver­schie­dens­ten Quel­len, dass wir auf dem Wahl­zet­tel auf­ge­fal­len sind, die im­mer­wäh­rende Frage „Ist der Name gut oder schlecht?“ schlägt mei­nes Er­ach­tens eher in die „gut“-Richtung aus – wir fal­len auf.
Die Eu­ro­pa­wahl zeigt, dass die The­men und die The­sen der Pi­ra­ten­par­tei eine zu­neh­mende Öf­fent­lich­keit fin­den. Es gibt nie­man­den au­ßer uns, der de­di­ziert ein neues Ur­he­ber­recht for­dert und eine kom­plette Hin­ter­fra­gung des Kon­zepts vom „geis­ti­gen Ei­gen­tum“. Nie­mand sonst hat das Pro­blem von Bio- und Soft­ware­pa­ten­ten pro­mi­nent im Par­tei­pro­gramm. Vor al­lem aber nehme ich für die Pi­ra­ten­par­tei in An­spruch, dass nie­mand sich der­art ka­te­go­risch für die bür­ger­li­chen Grund­rechte und un­sere freie Grund­ord­nung ein­setzt wie wir. Die De­bat­ten um die ver­schie­de­nen Über­wa­chungs- und Zen­sur­ge­setze und -ge­setz­ent­würfe der ver­gan­ge­nen Zeit zeigt, wie we­nig die Zei­ten­wende, die die neuen Tech­ni­ken brin­gen, bis­lang in die Köpfe der „eta­blier­ten“ Po­li­ti­ker vor­ge­drun­gen ist. Ich weiß nicht, als was dort das „In­ter­net“ be­grif­fen wird, als das was es ist (ein Trans­port­weg für In­for­ma­tio­nen näm­lich) je­den­falls nicht. Die von-der-Ley­en­sche Stopp-Schild-In­fra­struk­tur je­den­falls ist im Kern nichts an­de­res als Met­ter­nich­sche Zen­sur­sys­tem von 1815. Wir wis­sen, dass es keine 35 Jahre ge­hal­ten hat. Dies­mal wäre es mir aber lie­ber, wir wür­den gar nicht erst da­mit an­fan­gen, der­lei zu in­stal­lie­ren.
Die Kern­the­men der Pi­ra­ten­par­tei klin­gen abs­trakt und an­ge­sichts von Wirt­schafts­krise und an­de­ren glo­ba­len The­men nur schwer ver­mit­tel­bar. Tat­säch­lich be­tref­fen sie aber den Kern un­se­rer Ge­sell­schaft und des Staa­tes, in dem wir le­ben. Es freut mich au­ßer­or­dent­lich, dass eine nen­nens­werte An­zahl von Wäh­lern das of­fen­sicht­lich ähn­lich sieht und uns ihre Stimme ge­ge­ben hat. Ich bin fest über­zeugt, dass da noch mehr kom­men wird.
Im Sep­tem­ber ist Bun­des­tags­wahl.

1 Antwort to “Pi­ra­ten­par­tei mit 0,9% bei den Eu­ro­pa­wah­len”


  • an­dere Wege wer­den ge­sucht, was sich aus der Zahl der Nicht­wäh­ler er­gibt und al­len­falls die CDU/CSU hat noch ei­nen Hauch von „Volks­par­tei nach­dem sich die SPD in Grüne und Linke auf­ge­spal­ten hat und zu ei­ner Art CDU mu­tiert ist.

    Pi­ra­ten ist Image zwi­schen Johnny Depp und den Mör­der­ban­den aus So­ma­lia und dem was sich hier in Asien auf dem Was­ser und zu Land rum­treibt.

    Pi­ra­ten sind auch Hypo Real Es­tate, An­gela Mer­kel und alle die an der Plün­de­rung ZU­KÜNF­TI­GER Steu­er­ein­nah­men be­tei­ligt sind.

    „Pi­ra­ten“ ist ein dehn­ba­rer Be­griff, was zu ver­deut­li­chen wäre. Es gibt sol­che und sol­che.

    Zum­winckel ist zum Bei­spiel ein no­to­risch kri­mi­nel­ler Pi­rat. Das ist amt­lich be­stä­tigt und wei­tere Er­mitt­t­lun­gen lau­fen.

    Darum ist es ist das gute Recht der Pi­ra­ten­par­tei zu kämp­fen, Rechte zu­rück zu er­obern und wei­tere Plei­ten und Ver­luste zu ver­hin­dern.

    Mit so­li­der IT Me­dien Ar­beit wur­den Mc­Cain und Bush de­mon­tiert.

    Dort soll­ten die Pi­ra­ten an­set­zen und das de­struk­tive Spiel von Mer­kel be­en­den.

    DE hat ein­zig­ar­ti­ges Po­ten­tial, doch die ak­tu­elle Par­tei­en­land­schaft er­scheint wie ein Re­likt aus dem letz­ten Jahr­tau­send und alle Chan­cen für die Zu­kunft wer­den durch die Dumm­heit von Schäuble, Mer­kel, Stein­meier und Co. halb­sei­de­nen Ge­stal­ten in Mil­li­ar­den­höhe nach­ge­tra­gen.

    Frü­her gab es kri­ti­sche Me­dien wie Mo­ni­tor, po­li­ti­sche Sa­tire und Ma­ga­zine.

    Heute gibt es In­ter­net TV.

    Das macht es mög­lich, exo­tisch, in­tel­li­gent von ir­gendwo aus Asien, Af­rica, der ka­ri­bik ohne jeg­li­che Kon­trolle, Ge­neh­mi­gung mit­ten rein nach DE zu sen­den und Dinge klar zu do­ku­men­tie­ren.

    Merkel`s In­ter­net TV und Twit­ter sind Re­al­sa­tire die der Steu­er­zah­ler mit Mil­lio­nen sub­ven­tio­niert.

    Pi­ra­ten TV sollte Klare Wahl­in­for­ma­tio­nen lie­fern und Zu­sam­men­ha­enge be­greif­lich ma­chen. Back to lo­gic and com­mon sense, schluss mit Kipo Freaks als MdBs usw. Stra­fen fuer Nicht­waeh­ler usw.

    Diese The­men bitte ta­e­g­lich per In­ter­net TV rein nach DE, mo­dern, bbc style look, se­riös und doch funky.

    Da­mit wäre die Wahl im Sep­tem­ber span­nend zu ge­stal­ten.

    All the best

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