Monatliches Archiv für Juni, 2009

Interview Deutschlandradio Kultur

Heute um kurz nach dreivier (16:07 Uhr) bringt Deutsch­land­ra­dio Kul­tur ein zehn­mi­nü­ti­ges Inter­view mit mir. Es gibt einen Livestream im Inter­net und die Mög­lich­keit, den Bei­trag auch spä­ter noch anzu­hö­ren.

Fernsehen reloaded

So, zwei­ter Anlauf. Nach der Phoenix-​Talkshow am Mon­tag hat nun das ZDF einen Bei­trag für Ber­lin direkt gedreht. Am Don­ners­tag hat mich ein Team durch Ber­lin beglei­tet und bei ver­schie­de­nen Ter­mi­nen gefilmt. Finale war in der an dem Tag fei­er­lich eröff­ne­ten neuen Geschäfts­stelle des Ber­li­ner Lan­des­ver­ban­des. Ich bin ziem­lich gespannt, was dar­aus nun für ein Bei­trag ent­stan­den ist — und was bei dem anschlie­ßen­den Chat beim ZDF zum Thema „Pira­ten­par­tei” (mit Sascha Lobo) passiert.

Christian Engström zu Urheberrecht, Freiheitsrechten und der Piratenpartei

Der schwe­di­sche Pirat Chris­tian Engs­tröm, der ins nächste Euro­pa­par­la­ment ein­zie­hen wird, hat der Wochen­zei­tung Jungle World ein Inter­view gegeben:

Sie wol­len dafür sor­gen, dass man sich in Zukunft für pri­vate Zwe­cke Kopien von allen Kul­tur­gü­tern besor­gen darf. Damit wäre File­sha­ring kom­plett legal.

Das ist das zweite wich­tige Ele­ment unse­res Vor­schlags zur Urhe­ber­rechts­re­form: dass sich jeder – wie ich betone, für nicht-​kommerzielle Zwecke! – Kopien machen darf.

Davor fürch­ten sich nicht nur die gro­ßen Kon­zerne der Kul­tur­in­dus­trie, son­dern auch viele kleine Urhe­ber von lite­ra­ri­schen und jour­na­lis­ti­schen Tex­ten, von Musik, Fil­men oder auch von Software.

Denen möchte ich zwei Dinge sagen: Das eine ist, dass sie sich kom­plett irren. Wenn man sich Sta­tis­ti­ken über Ein­kom­men im kul­tu­rel­len Bereich ansieht, geht aus die­sen her­vor, dass diese in den letz­ten zehn Jah­ren kon­stant waren oder gestie­gen sind. File­sha­ring ist doch nichts Neues, das wir ein­füh­ren wol­len. Das gibt es, und zwar im gro­ßen Aus­maß – spä­tes­tens seit 1999 die Tausch­börse Naps­ter auf­ge­macht hat. Unsere Gesell­schaft hat zehn Jahre Erfah­rung mit File­sha­ring. Wir müs­sen nicht raten, was das für die Pro­du­zen­ten kul­tu­rel­ler Güter bedeu­tet, wir wis­sen es schon. Das ist die eine Ant­wort. Die andere Ant­wort ist Fol­gen­des: Es ist schade, wenn es man­che Unter­neh­men schwer haben, Geld zu ver­die­nen. Aber bür­ger­li­che Frei­heit ist wichtiger.

Das ganze, sehr lesens­werte, Inter­view auf den Sei­ten von Jungle World.

Piratenbüro und Programmhinweise

Heute war ich den gan­zen Tag in Ber­lin. Zunächst zu einem Video­in­ter­view für das Inter­net­ma­ga­zin Jour­nal on Poli­ti­cal Excel­lence (JPoX), das in den nächs­ten Tagen auf deren Home­page ver­öf­fent­licht wird. Höhe­punkt des Tages war aber sicher die Eröff­nung des ers­ten „Pira­ten­bü­ros” in Deutsch­land. Der Ber­li­ner Lan­des­ver­band ist ab sofort auch total off­line in der Andre­as­straße 66 in Berlin-​Friedrichshain anzu­tref­fen. Die heu­tige fei­er­li­che Eröff­nung fand mit vie­len Pira­ten, ordent­lich Rum und eini­ger Medi­en­prä­senz statt. Die tolle Ent­wick­lung der Pira­ten­par­tei geht damit in die nächste Runde.

In den nächs­ten Tagen bin ich zwei­mal in Rund­funk und Fernsehen:

Von Hannover nach Berlin über den Außenring

Nach etli­chen Poli­tik­ar­ti­keln zur Abwechs­lung mal was, das nur mit­tel­bar damit zu tun hat: Hannover-​Berlin mit der Bahn dau­ert momen­tan nicht 1 Stunde und 40 Minu­ten, son­dern 30 Minu­ten län­ger. Das liegt an Bau­ar­bei­ten zwi­schen Span­dau und Char­lot­ten­burg. Statt die ICE nun aber ein­fach über den Nord­ring und dann nach Haupt­bahn­hof (unten) zu füh­ren, hat man sich für eine kleine Odys­see entschieden:

Unmit­tel­bar hin­ter dem Bahn­hof Wus­ter­mark wech­selt der ICE von der Schnell­fahr­stre­cke auf die Stamm­bahn, die hier gerade wie­der elek­tri­fi­ziert ist und fährt dann über die süd­west­li­che Ver­bin­dungs­kurve auf den Ber­li­ner Außen­ring. Hier fährt sonst nur Regio­nal– und jede Menge Güter­ver­kehr. Nach einer gefühl­ten hal­ben Ewig­keit geht es dann über die nächste Ver­bin­dungs­kurve nach Potsdam/​Wildpark und über Pots­dam, Wann­see und durch den Gru­ne­wald nach Char­lot­ten­burg und auf die Stadt­bahn. Macht ins­ge­samt etwa 30 Minu­ten mehr Fahr­zeit. Und zwar in beide Richtungen.

Die Stre­cke auf dem Außen­ring ist his­to­risch gese­hen nicht unin­ter­es­sant: Der gesamte Außen­ring wurde erst in den 1950er Jah­ren von der DDR gebaut um die auf Ber­lin zulau­fen­den Eisen­bahn­stre­cken außer­halb von West­ber­lin ver­knüp­fen und an die Bahn­höfe im Osten her­an­füh­ren zu kön­nen. Gerade hier, west­lich von West­ber­lin, war man ansons­ten ziem­lich abgehängt.

Mitt­ler­weile haben sich die Ver­kehrs­ströme ja nun radi­kal geän­dert (ein biss­chen ist das mit der Mau­er­öff­nung ja auch schon her). Ich bin hier vor­her noch nie lang­ge­fah­ren. Da die Eisen­bahn­stre­cke aber eher stra­te­gi­scher Natur und vor allem für den Güter­ver­kehr wich­tig ist, wusste ich, dass man eher nicht durch die Sied­lungs­zen­tren durch­fährt. In der Tat geht es meis­tens an den Orten vor­bei. Das hat den Bahn­hö­fen nicht gut getan. Im Einzelnen:

  • Pri­ort gibt es noch und es sieht so aus, als wären die Bahn­steig­häus­chen und Auf­gänge immer noch die DDR-​Originale, bloß mitt­ler­weile halt sehr her­un­ter­ge­kom­men, zuge­schmiert und kaputt.
  • Satz­korn ist geschlos­sen. Man kann die Bahn­steige noch erken­nen, das Emp­fangs­ge­bäude hin­ge­gen ist ver­ram­melt und ver­fällt mas­siv. Ins­be­son­dere ist der Bahn­hofs­name mitt­ler­weile nur noch schwer zu erkennen.
  • Mar­quardt gibt es noch und der Erhal­tungs­zu­stand ist mit dem des Bahn­ho­fes Pri­ort vergleichbar.
  • Bor­nim Grube (vom Namen her mein Lieb­lings­bahn­hof auf die­ser Stre­cke…) ist geschlos­sen und gera­dezu dem Erd­bo­den gleich gemacht. Die Bahn­steige sind ver­schwun­den und das Emp­fangs­ge­bäude sieht noch wesent­lich mehr nach Ver­fall aus als das in Satzkorn.
  • Golm schließ­lich ist der ein­zige Bahn­hof, der wesent­lich moder­ni­siert wurde. Die Bahn­steige sind neu und hoch. Offen­sicht­lich ver­sucht die Gemeinde, am Bahn­hof eine Art Gewer­be­ge­biet hoch­zu­zie­hen, aller­dings ist die Bau­dichte noch nicht beson­ders hoch. Beson­ders schön ist ein Krei­sel auf der Zufahrt zum Bahn­hof, an den bis­lang nur an zwei Sei­ten Stra­ßen ange­schlos­sen wurden.

Unmit­tel­bar süd­lich von Golm befin­den sich Gleis­ver­bin­dun­gen in alle Rich­tun­gen und die Ver­bin­dungs­kurve Rich­tung Pots­dam zweigt ab. In Pots­dam kommt dann auch die Stre­cke aus Mag­de­burg dazu, auf der die ICE zwi­schen Han­no­ver und Ber­lin vor Eröff­nung der Schnell­fahrt­stre­cke über Sten­dal fuh­ren. Ab hier ist mir dann also alles wie­der bes­tens bekannt.

Diese außer­ge­wöhn­li­che Betriebs­füh­rung gilt momen­tan wohl tat­säch­lich für alle Fern– und Nah­ver­kehrs­züge (Linie RE2). Wer also den Außen­ring noch nie oder schon lange nicht mehr gese­hen hat und irgend­wie in die Rich­tung muss — noch bis 4. Juli bie­tet sich die Mög­lich­keit, die kleine Stadt­um­run­dung sozu­sa­gen „im Fahr­preis inbe­grif­fen” zu bekommen.

Und was hat das jetzt „mit­tel­bar” mit Poli­tik zu tun? Rich­tig: Für die Phoenix-​Geschichte vom Mon­tag musste ich ja nach Ber­lin. Und am heu­ti­gen Don­ners­tag geht’s noch­mal für ver­schie­dene Ter­mine hin. Dem­nächst mehr in die­sem Theater…

Komm’ ich jetzt ins Fernsehen?

Ich war heute bei Pho­enix und die Sen­dung wird am Mon­tag um 22:15 Uhr aus­ge­strahlt (Inter­net­stream für Win­dows). The­men waren die Pira­ten­par­tei, Urhe­ber­recht, Daten­schutz etc.

Uff! Nun habe ich es gese­hen. Zunächst: Ein total merk­wür­di­ges Gefühl, sich selbst im Fern­se­hen zu sehen und vor allem zu hören. Ich war, nunja, mäßig begeis­tert von mir selbst. Da ist noch Opti­mie­rungs­po­ten­tial. Voll ver­ratzt habe ich’s aber auch nicht. Kann man drauf auf­bauen. Dazu kommt noch, dass das Thema der Sen­dung nur grob umris­sen war. Die deut­li­che Bezug­nahme auf „geis­ti­ges Eigen­tum” kam erst sehr spät. In der Anfrage hieß das Thema noch „Kleine Par­teien — Wie ver­än­dert sich die Parteienlandschaft”.

Übri­gens habe ich mich bei der Auf­zeich­nung schon gewun­dert, wie Herr Scholz plötz­lich so ziel­si­cher auf das Zen­sur­ge­setz umge­schwenkt ist. Beim Anschauen fand ich das noch deut­li­cher, vor allem weil es dafür ja sogar den vor­be­rei­te­ten Zensursula-​Einspieler gab. Des­sen Melo­die hat übri­gens wirk­lich Ohr­wurm­qua­li­tä­ten — meh­rere Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter haben das nach Auf­zeich­nungs­ende noch die ganze Zeit vor sich gesungen.

Fern­se­hen ist jeden­falls span­nend — und wenn man da vor der Kamera sitzt, hat man einen völ­lig ande­ren Ein­druck als wenn man das dann spä­ter im Fern­se­hen sieht.

Rede auf der „Löschen statt Sperren”-Demonstration am 20. Juni 2009

Auf der gest­ri­gen han­no­ver­schen „Löschen statt Sperren”-Demonstration gegen das „Zugangs­er­schwer­nis­ge­setz” habe ich eine Rede gehal­ten. Nach­fol­gend doku­men­tiere ich dies. Zunächst ein Zusam­men­schnitt der — in mei­nen Augen wich­tigs­ten Passagen:

Link: Rede Hillbrecht "Löschen statt Sperren"

Das Video ist auch direkt auf Seven­load abrufbar.

Den kom­plet­ten Rede­text habe ich als PDF-​Datei veröffentlicht.

Nun, und schließ­lich gab es bei mei­ner Rede auch ein paar Stel­len, die nicht so recht geplant waren, die ich der Nach­welt aber auch nicht vor­ent­hal­ten möchte: Voila, die Outta­kes:

Link: Outtakes zur "Löschen statt Sperren"-Rede

Die kom­plette Rede gibt’s bei El Porro. Die Jungs haben auch ein Inter­view auf der Ver­an­stal­tung gemacht. (Hin­weis: Beide sind mitt­ler­weile nicht mehr verfügbar.)

Schließ­lich noch der kom­plette Rede­text. Vor­sicht, lang…

Liebe Freunde, wir haben uns heute hier ver­sam­melt, weil am Don­ners­tag ein Gesetz ver­ab­schie­det wurde.
Es gibt eine Peti­tion gibt eine Peti­tion gegen das Gesetz, die 134000 Bür­ger unter­schrie­ben haben. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Viele Exper­ten kri­ti­sie­ren es scharf. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Viele Jour­na­lis­ten kri­ti­sie­ren es scharf. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Abge­ord­nete aus den Rei­hen der Regie­rungs­par­teien hat­ten schwere Beden­ken. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Das Gesetz ist ver­fas­sungs­recht­lich unhalt­bar. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Schließ­lich stellt die­ses Gesetz einen Bruch mit der freiheitlich-​demokratischen Tra­di­tion Deutsch­lands dar. Trotz­dem wurde es ver­ab­schie­det.
Die­ses Gesetz wurde im Galopp durch die Instan­zen gepeitscht. Es wurde getrickst, getäuscht, es wur­den fal­sche Ver­spre­chun­gen gemacht und fal­sche Behaup­tun­gen auf­ge­stellt. Und an vor­ders­ter Front steht bei die­sem Trick­sen, Täu­schen, Ver­spre­chen und Behaup­ten die Fami­li­en­mi­nis­te­rin Ursula von der Leyen.
Frau von der Leyen behaup­tet, das Gesetz diene der Sperre von soge­nann­ter Kin­der­por­no­gra­fie. Schon dies ist falsch, weil das Inter­net eben nur eines von vie­len Medien für diese ver­derb­ten Inhalte ist. Bil­der miss­brauch­ter Kin­der eben nicht nur auf Web­sei­ten, son­dern auf CDs, DVDs, Spei­cher­sticks oder ganz alt­mo­disch auf Papier. Hier hilft eine Inter­net­sperre kein Stück!
Frau von der Leyen behaup­tet, der Zugriff auf Kin­der­por­no­sei­ten würde erschwert. Das ist falsch! Fak­tisch wird eine Sicht­blende auf­ge­stellt, vor der jemand sagt: „Gehen Sie wei­ter, hier gibt’s nichts zu sehen”. Dabei hat er ein Stopp­schild in der Hand. Das ändert aber nichts an dem, was hin­ter der Sicht­blende pas­siert und wer will, kann sie zurück­schie­ben und auch wei­ter dahin­ter­schauen.
Denn: Die Sperr­ver­su­che im Inter­net ver­hin­dern nicht einen ein­zi­gen Kin­des­miss­brauch!
Frau von der Leyen behaup­tet zudem, man müsse han­deln, weil das Pro­blem immer grö­ßer werde. Das ist falsch! Bes­sere Poli­zei­ar­beit führt zu mehr Auf­klä­rung und genaue­res Hin­se­hen zu mehr Nach­for­schun­gen. Das zeigt, dass das vor­han­dene Sys­tem gut funk­tio­niert. Es ist gera­dezu schi­zo­phren, gutes Funk­tio­nie­ren als Vor­wand für neue Maß­nah­men zu neh­men. Fak­tisch ist die Prä­senz von Kin­des­miss­brauch im Inter­net in den ver­gan­ge­nen Jah­ren näm­lich sogar zurück­ge­gan­gen. Wer das nicht sagt, ver­schweigt einen Teil der Wahrheit!

Es gibt nur ein pro­ba­tes Mit­tel gegen Kin­des­miss­brauch, und das ist nicht ihn zu ver­ste­cken, son­dern von vorn­her­ein zu ver­hin­dern. Und das geht nur, indem man Kin­des­miss­brauch unter­bin­det und die Täter zur Ver­ant­wor­tung zieht. Das geht nur mit Zivil­cou­rage. Es ist eine Auf­gabe der gesam­ten Gesell­schaft. Mit ihrem Ver­ste­cken und Ver­ber­gen unter­bin­det Frau von der Leyen genau dies: Sie will keine eman­zi­pierte Bür­ger­ge­sell­schaft. Sie will einen Obrig­keits­staat, der zwi­schen gut und schlecht unter­schei­det. Sie will keine Dis­kus­sion, son­dern sie will blin­den Gehor­sam. Und wer nicht buckelt und macht, was das BKA sagt, der ist schon Mal ver­däch­tig und min­des­tens zur Hälfte ein Ver­bre­cher. Kin­des­miss­brauch ver­hin­dert man nicht mit ver­bor­ge­nen Behör­den, son­dern durch Auf­klä­rung, durch Bera­tung, durch eine geschulte und gut aus­ge­stat­tete Poli­zei vor Ort. Es ist mehr als schänd­lich, dass genau an die­sen Din­gen immer mehr gespart wird. So erhält man eine Demo­kra­tie aber nicht, Frau von der Leyen, Herr Schäu­ble. So ver­kommt sie zur Demo­kra­tur. Und wenn man sich Ihr Reden und Han­deln so anschaut, könnte man fast mei­nen, sie fän­den das gut und rich­tig. Wir aber nicht!
Das Gesetz vom Don­ners­tag ist kein Gesetz zum Kin­der­schutz. Die Kin­der waren immer nur Vehi­kel. Vor die­sem Hin­ter­grund führt das Gesetz eine völ­lig neue Dimen­sion der Inhalts­kon­trolle im Inter­net ein: Künf­tig kann eine Bun­des­be­hörde, eine Poli­zei, dar­über ent­schei­den, was im deut­schen Inter­net zu sehen sein soll und was nicht. Sie kann dies unkon­trol­liert und ohne Ein­spruchs­mög­lich­kei­ten tun. sie soll dies auf der Grund­lage von sub­jek­ti­ven Ein­schät­zun­gen machen. Und sie kann dabei auf ein Sys­tem zurück­grei­fen, das jetzt in Deutsch­land instal­liert wird und das die Blo­ckade jedes belie­bi­gen Inter­ne­tin­halts erlaubt.
Die­ser Ansatz stellt eine Zäsur im deut­schen Rechts– und Frei­heits­ver­ständ­nis dar. Es ist nicht weni­ger als eine Zei­ten­wende im Gange — weg von einem Staat, in dem die Frei­heit der Nor­mal­fall ist und Ein­schrän­kun­gen nur in begrün­de­ten Ein­zel­fäl­len vor­ge­nom­men wer­den — hin zu einer umfas­sen­den Gesin­nungs­kon­trolle, in der Frei­heit nach Guts­her­ren­art ver­teilt wird und so eine Art Beloh­nung für gutes Betra­gen ist. Das Vehi­kel die­ser Zei­ten­wende ist die Zen­sur und genau diese Zen­sur wird mit dem Gesetz ein­ge­führt.
Und wer jetzt sagt, es ginge ja nur um die Kin­der und um nichts ande­res, der hat die Dis­kus­sion der letz­ten Tage ent­we­der ver­pennt oder nicht wahr­ha­ben wol­len. Von Kil­ler­spie­len über poli­ti­sche Mei­nungs­sei­ten bis hin zu Musik — das Gesetz ist noch nicht ver­ab­schie­det und schon kom­men sie aus allen Ecken und Enden her­vor­ge­kro­chen mit ihren Sperr­for­de­run­gen. Frau von der Ley­ens Vor­stel­lung von Demo­kra­tie und Bür­ger­rech­ten reißt sich ihre Maske längst vom Gesicht und dar­un­ter kommt eine häss­li­che Fratze zum Vor­schein. Dem schauen wir nicht taten­los zu!
Wir haben jede Recht­fer­ti­gung, hier zu ste­hen und hier und heute zu sagen, dass die­ses Gesetz kein Gesetz zur Ver­hin­de­rung von Kin­des­miss­brauch ist, son­dern ein Gesetz zur Ein­füh­rung einer all­ge­mei­nen Inter­net­zen­sur in Deutsch­land. Einer Zen­sur, die von einer Poli­zei­be­hörde vor­ge­nom­men wird. Einer Zen­sur, die von der Bun­des­re­gie­rung gefor­dert wird. Einer Zen­sur, die unab­seh­ba­ren Scha­den für Demo­kra­tie und Mei­nungs­frei­heit in Deutsch­land anrich­ten wird.

Ich habe noch gar nicht gesagt, wie die­ses Gesetz heißt. Es trägt den klang­vol­len Namen „Zugangs­er­schwer­nis­ge­setz”. Ich halte die­sen Namen für falsch! Hier wird kein Zugang erschwert, hier wird Zen­sur erschli­chen. Das ist kein Zugangs­er­schwer­nis­ge­setz, es ist ein Zen­su­rer­schlei­chungs­ge­setz! Aber Zen­sur wird sich in die­sem Lande nicht erschli­chen. Das Grund­ge­setz sagt klipp und klar: Eine Zen­sur fin­det nicht statt! Und wir pas­sen auf, dass das so bleibt. Hörst du uns, Zen­sur­sula?
Die Abstim­mung im Bun­des­tag zeigt, dass das Thema dort immer noch nicht begrif­fen wird. CDU und SPD haben fast geschlos­sen für die Inter­net­zen­sur gestimmt und bei den Grü­nen hat sich eine nen­nens­werte Anzahl von Abge­ord­ne­ten ent­hal­ten, anstatt die­sem Angriff auf die Mei­nungs­frei­heit klipp und klar den Rie­gel vor­zu­schie­ben. Wenn man dann die Begrün­dun­gen hört, merkt man, dass viele Abge­ord­nete und poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger über­haupt noch nicht ver­stan­den haben, um was es geht. Sie ver­ste­hen nicht, dass das Inter­net für viele Men­schen schon heute wich­tigste Infor­ma­ti­ons­quelle ist. Sie wis­sen nicht, wie vie­len Men­schen auf die­sem Weg bereits heute ihre sozia­len, beruf­li­chen und poli­ti­schen Kon­takte pfle­gen. Sie begrei­fen nicht, zu welch wich­ti­gem Bestand­teil das Netz heute für viele gewor­den ist. Sie hören „Kin­der­porno” und sagen „ver­bie­ten”. Rich­tig! Aber genau das macht die­ses Gesetz nicht! Es ist nicht zu viel ver­langt, wenn sich Poli­ti­ker vor der­art wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen ein wenig mit dem Thema beschäf­ti­gen. Dann wür­den sie sehen, wie weit die Unter­stel­lung, das Netz wäre „voll von Bil­dern miss­brauch­ter Kin­der” von der Rea­li­tät ent­fernt ist. Es ist eben nicht so, dass man sich nach drei Klicks Live­vi­deos von Sex mit Kin­dern anschauen kann. Und es ist eine Unge­heu­er­lich­keit, wenn der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Gut­ten­berg die Unter­zeich­ner der Peti­tion gegen das Zen­sur­ge­setz in die Nähe von Kin­der­schän­dern rückt! Da sagt das Netz: Wil­helm, so nicht!
Die Poli­tik hat einige grund­sätz­li­che Dinge noch nicht begrif­fen. Das zeigt sich im klei­nen, wenn Minis­te­rin Zypries nach ihrem Lieb­lings­brow­ser gefragt wird und den Kin­der­re­por­tern rat­los ant­wor­tet: „Brow­ser, was war jetzt noch­mal ein Brow­ser?”. Im Grö­ße­ren wird es klar, wenn eben diese Frau Zypries zur Inter­net­po­li­ti­ke­rin des Jah­res gewählt wird und sich dann auch noch stolz auf ihrer Minis­te­ri­ums­seite mit die­sem Titel schmückt. Das mag lus­tig sein, aber im Gro­ßen führt genau die­ses Unver­ständ­nis zu sol­chen Geset­zen, wie wir sie momen­tan vor uns haben. Wer den Wert des Inter­nets nicht begreift, schert sich auch nicht darum, ihn zu erhal­ten. Sor­gen wir dafür, dass der Wert klar wird!

Ich stehe hier für die Pira­ten­par­tei. Wir sagen von uns, dass wir für die The­men des 21. Jahr­hun­derts ste­hen. Und das ist heute nötige denn je. Diese The­men kom­men in der momen­ta­nen Poli­tik in die­sem Land nicht an, die The­men wer­den nicht wahr­ge­nom­men, ja die The­men wer­den nicht ein­mal ver­stan­den. Das Inter­net und die neuen Medien sind in letz­ten 10 Jah­ren zen­tra­ler Bestand­teil unse­rer Gesell­schaft gewor­den. Sie bie­ten phan­tas­ti­sche neue Mög­lich­kei­ten von Daten– und Mei­nungs­aus­tausch. Wir befin­den uns mit­ten in einem Pro­zess der umfas­sen­den Neu­struk­tu­rie­rung unse­rer Gesell­schaft. Jede unre­flek­tierte Ein­schrän­kung und jede Zen­sur im Inter­net wir­ken sich heute unmit­tel­bar auf die Gesell­schaft aus. Wenn wir jetzt nicht auf­pas­sen, wachen wir mor­gen in einem Über­wa­chungs– und Kon­troll­staat auf und es ist zu spät. Die „eta­blier­ten” Par­teien haben das noch nicht ver­stan­den und wol­len es auch nicht ver­ste­hen. Viel­leicht ver­ste­hen sie es aber auch durch­aus und wol­len es nur nicht wahr­ha­ben. Die Par­tei­en­land­schaft ändert sich gerade rapide und der Ein­fluss der­je­ni­gen Par­teien, die 60 Jahre lang für die Bun­des­re­pu­blik ent­schei­dend waren, schwin­det. Es besteht die Gefahr, dass die alten Kräfte am Sta­tus Quo fest­hal­ten wol­len und dies selbst auf die Gefahr hin, die bür­ger­li­che Gesell­schaft, die Mei­nungs­frei­heit und die Demo­kra­tie fak­tisch abzu­schaf­fen. Das macht den Kampf gegen diese Ent­wick­lung umso wich­ti­ger. Wir brau­chen neue poli­ti­sche Kräfte, die sich wie­der für den Geist unse­rer Ver­fas­sung ein­set­zen, die für Bür­ger– und Frei­heits­rechte ste­hen. Wir brau­chen Kräfte, die eine Staat wol­len, der nur so stark ist, wie unbe­dingt nötig und der sich nicht immer grö­ßer und immer mäch­ti­ger und immer bestim­men­der macht. Und ich wäre nicht Vor­sit­zen­der der Pira­ten­par­tei, wenn ich da nicht sagen würde: Die Pira­ten­par­tei ist eine sol­che poli­ti­sche Kraft. Und sie wird stär­ker.
Wir haben mitt­ler­weile eine lange demo­kra­ti­sche Tra­di­tion in die­sem Land. Das stimmt mich hoff­nungs­voll, dass es hier nicht zu Zuspit­zun­gen kommt, wie sie in China statt­fin­den oder aktu­ell im Iran. Aber gerade der Iran zeigt, wel­che Ener­gie sich heute aus dem Inter­net ergibt. Wenn dort mit Blogs, Han­dy­ka­me­ras, Web­sei­ten und Twit­ter gegen die Unter­drü­ckung von Frei­heit und Men­schen­rech­ten gekämpft wird, dann kön­nen wir das auch. Also: Bloggt, twit­tert, dis­ku­tiert, über­zeugt und demons­triert! Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Frei­heit klaut!
Die Ver­ab­schie­dung des Zen­sur­ge­set­zes ist nicht das Ende der Aus­ein­an­der­set­zung. Sie ist gerade mal der Anfang. Wir wer­den nicht nach­las­sen, wir wer­den nicht klein beige­ben und wir wer­den so lange für unsere Rechte kämp­fen, bis die­ses Gesetz auf dem Müll­hau­fen gelan­det ist, auf den es gehört.
Vie­len Dank!

Ermächtigungsgesetz verabschiedet

Heute abend haben sie in nament­li­cher Abstim­mung tat­säch­lich ernst gemacht. Unter einem blöd­sin­ni­gen und letzt­lich ja auch irgend­wie ega­len Vor­wand, in dem irgendwo das Wort „Kin­der­por­no­gra­fie” vor­kam, wur­den Mei­nungs­frei­heit, Zen­sur­frei­heit und der Grund­ge­danke eines Staa­tes, der sich aus prin­zi­pi­el­len Erwä­gun­gen in sei­nen Mit­teln beschränkt, in den Wind geschrie­ben. Als im Gehei­men agie­rende Staats­po­li­zei sorgt sich das BKA in Zukunft um die Sicher­heit im Staat. Das ganze der­art dreist mit fei­gen­blätt­ri­gen Beru­hi­gungs­pil­len aus­staf­fiert, dass einem schlecht wird. Ich nenne es „Ermäch­ti­gungs­ge­setz”, ganz in der Tra­di­tion sei­nes his­to­ri­schen Vor­bilds — bloß dass es damals zumin­dest eine gewisse Par­tei trotz gro­ßen Dru­ckes nicht zuge­stimmt hat und zumin­dest eine his­to­ri­sche Rede dabei abge­fal­len ist.

Für die Pira­ten­par­tei hat die Abstim­mung übri­gens ein grö­ße­res logis­ti­sches Pro­blem gebracht: Trotz eini­ger Redun­danz und Last­ver­tei­lungs­maß­nah­men war Löschen Statt Sper­ren, die Koor­di­na­ti­ons­seite zu den Demons­tra­tio­nen am 2009-​06-​20, etwa 90 Minu­ten lang nur schwer erreich­bar. Der Ansturm war so groß, dass der Ser­ver kaum hin­ter­her­kam, obwohl wir gerade erst Aus­bau­ten wegen der Euro­pa­wahl vor­ge­nom­men hat­ten, die auch ganz ordent­lich funk­tio­niert haben. Mitt­ler­weile (0:20 Uhr am Frei­tag) läuft alles wie­der stabil.

Kommt zu den Demos am 2009-​06-​20, jeweils um 12 Uhr auch in einer Stadt in dei­ner Nähe!

Nun­denn, die Aus­ein­an­der­set­zung ist noch lange nicht been­det. Ins­be­son­dere den Abge­ord­ne­ten der CDU — auch diese Par­tei möchte ich hier im Blog ja mal erwäh­nen — lege ich fol­gende Worte ans Herz:

Der Drang des Men­schen, sein Leben in Würde, frei von Unter­drü­ckung und staat­li­cher Will­kür, zu füh­ren, Per­spek­ti­ven zu haben und im Den­ken und Han­deln krea­tiv sein zu dür­fen, war auf Dauer stär­ker als ein staat­li­ches Unterdrückungsregime.

Wer das wohl gesagt hat…

Du wählst SPD — das ist nicht o.k.

(Titel frei nach Rocko Scha­moni)

Ich muss ein­fach noch­mal auf meine Posts der ver­gan­ge­nen Tage zurück­bli­cken. Ich will mich hier jetzt nicht bis ans Ende mei­ner Tage an der SPD abar­bei­ten, aber was da in den ver­gan­ge­nen Tagen pas­siert ist, das ist doch ein star­kes Stück.

Ohne Not und ohne Grund plant diese Par­tei am Don­ners­tag, einem Gesetz zuzu­stim­men, das vom Koali­ti­ons­part­ner unter fal­schen Behaup­tun­gen und mit fal­schen Beweg­grün­den auf den Weg gebracht wurde. Ein Gesetz, das eine all­ge­meine Zen­surin­fra­struk­tur in Deutsch­land eta­bliert, wie sie — zumin­dest im Wes­ten — seit 1945 nicht mehr exis­tiert hat. Ein Gesetz, das zudem auf wider­wär­tige Weise das Leid miss­brauch­ter Kin­der für ein Schmie­ren­thea­ter ohne Glei­chen ausnutzt.

Die feder­füh­ren­den Poli­ti­ker der SPD arbei­ten hier einem unkon­trol­lier­ten Zen­sur­staat zu. Und das Schlimmste: Sie tun dies in der Mei­nung, etwas Gutes zu tun. Ich meine, sie schei­nen das wirk­lich zu glau­ben. Sie las­sen sich dabei sogar von den CDU-​Hardlinern vor­füh­ren. An deren Stelle würde ich schen­kel­klop­fend auf dem Boden lie­gen und könnte mein Glück kaum fas­sen, die Sozis so über den Tisch gezo­gen zu haben.

Nun denn, der Tag ist spät, ich bin müd’. Der SPD lege ich zur Nacht Erich Käs­t­ner ans Herz:

Was auch immer geschieht:
Nie dürft Ihr so tief sin­ken,
von dem Kakao, durch den man Euch zieht,
auch noch zu trinken!

Wer ein biss­chen durch­blickt, liebe SPD, wird mit euch in Zukunft nicht mehr über Inter­net, Demo­kra­tie oder Mei­nungs­frei­heit spre­chen. Hat ja eh kei­nen Zweck. Und auch im Sep­tem­ber wer­den viele Wäh­ler so ihre Schlüsse zie­hen.

So, und nu’ is Schluss mit die­ser Par­tei in die­sem Blog. Wenn die so wei­ter­ma­chen, sind die eh bald nicht mehr rele­vant. Es sei denn, sie brin­gen bis dahin ein SPD-​Schutz-​Gesetz (SPDSchtzG) durchs Par­la­ment. Zuzu­trauen wär’s ihnen…

Die Piratenpartei und das Urheberrecht — Was wollen wir wirklich?

In den ver­gan­ge­nen Tagen wurde die Pira­ten­par­tei in der Öffent­lich­keit häu­fig als die „Down­load­par­tei” wahr­ge­nom­men, der es vor allem darum geht, Musik und Filme im Inter­net kos­ten­los her­un­ter­la­den zu kön­nen — irgend­wie so jedenfalls.

Diese Dar­stel­lung ist ebenso ver­kür­zend wie falsch. Tat­säch­lich wol­len wir ein moder­nes Urhe­ber­recht, das nicht ein­sei­tig mit lan­gen Schutz­fris­ten und — ver­gleichs­weise — dra­ko­ni­schen Straf­dro­hun­gen die Ver­wer­ter­in­dus­trie begüns­tigt. Momen­tan wer­den dabei die Werk­schaf­fen­den links lie­gen gelas­sen und die kul­tu­relle Aus­drucks­fä­hig­keit der Gesell­schaft über Gebühr eingeschränkt.

Andere sehen das auch so: In einem Tele­po­lis–Inter­view spricht sich Pro­fes­sor Diet­mar Har­hoff für ein moder­nes Urhe­ber­recht aus. Ich habe Herrn Har­hoff bereits auf dem „Tag des geis­ti­gen Eigen­tums erlebt — dort war er einer der weni­gen Licht­bli­cke bei den Panel­ver­an­stal­tun­gen. Har­hoff fasst schon ganz rich­tig zusammen:

Die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung hat den Nut­zern eigent­lich mehr Frei­hei­ten und Mög­lich­kei­ten eröff­net, auf Infor­ma­tio­nen — Daten, Musik, Videos — zuzu­grei­fen. Ökono­misch gespro­chen sind die Kos­ten der Dif­fu­sion und des Zugangs gesun­ken. Das eröff­net eigent­lich Mög­lich­kei­ten für mehr Wert­schöp­fung. Gleich­zei­tig haben die Nut­zer Ein­fluss ver­lo­ren, denn die Poli­tik hat mit einer Stär­kung der Schutz­rechte auf die tech­ni­sche Ent­wick­lung rea­giert: tech­ni­sche Schutz­maß­nah­men wie DRM, neue Schutz­rechte für Daten­ban­ken, Aus­wei­tung der Schutz­fris­ten – um nur einige Bei­spiele zu nen­nen. Im Gegen­zug unter­gra­ben file sharing — und andere Modelle diese Posi­tion in gewis­sem Umfang wie­der. In die­ser Situa­tion hilft es nicht, an alten Geschäfts­mo­del­len fest­zu­hal­ten und den recht­li­chen Rah­men auf die eta­blier­ten Modelle aus­zu­rich­ten. Genau das pas­siert aber. Eigent­lich bräuch­ten wir viele Expe­ri­mente, um neue Geschäfts­mo­delle auszuloten.

Das Inter­view ist lesens­wert — gera­dezu „piratig”…

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