Monatliches Archiv für November, 2008

Dirk jetzt auch mit Fotoalbum

Lange Jahre habe ich meine Foto­se­rien mit­tels dreier selbst­ge­schrie­be­ner PHP-​Skripte ver­öf­fent­licht. Das gint zwar, war aber nicht so toll. Jetzt habe ich end­lich eine Soft­ware gefun­den, mit der man, so scheint mir, ver­nünf­tig Foto­al­ben im Web anle­gen kann: Gal­lery.

Ins­be­son­dere erlaubt diese Soft­ware die Defi­ni­tion von Benut­zern, für die dann bestimmte Foto­al­ben expli­zit frei­ge­schal­tet wer­den. Ansons­ten geht alles, was halt so „modern” ist: Fotos kom­men­tie­ren, RSS-​Feeds ein­rich­ten, Fotos per E-​Mail an andere ver­schi­cken und so wei­ter. Für mich als Autor gibt es ein Java-​Programm, mit dem ich die Uploads lokal vor­be­rei­ten und dann in einem Rutsch rüber­schi­cken kann — kein ner­vi­ges Arbei­ten im Brow­ser (wobei das Java-​Programm auch ein wenig Fein­schliff ver­tra­gen könnte…)

Mein Foto­al­bum fin­det sich ab sofort unter der URL http://​gal​lery​.hill​brecht​.de.

Musik online bei Jamendo

Das Ver­hal­ten der Musik­in­dus­trie ist immer noch so, dass es zumin­dest mir nicht wirk­lich Spaß macht, Musik zu kau­fen. Zwar ist mitt­ler­weile die Unsitte der mut­wil­lig defekt pro­du­zie­ren CDs, schön­fär­be­risch als „Kopier­schutz” bezeich­net, wei­test­ge­hend wie­der ver­schwun­den, aber immer noch ist man als Kunde eigent­lich eher der poten­ti­elle „Urhe­ber­rechts­ver­let­zer” als — nunja — ein Kunde eben. Jemand, der mit einer gewis­sen Freund­lich­keit behan­delt wer­den will, weil er ja schließ­lich Geld ausgibt.

Glück­li­cher­weise gibt es ja mitt­ler­weile Alter­na­ti­ven und im Umfeld von Crea­tive Com­mons und Freie-​Kunst-​Lizenz ist eine sehr leben­dige Musik­szene ent­stan­den, die sich über eigene Por­tale selbst ver­mark­tet. Eines die­ser Por­tale ist Jamendo und ich ver­linke hier ein­fach mal ein Musik­stück, das so genauso auf einer x-​beliebigen „Major-​Label-​CD” ver­trie­ben sein könnte:

  

Ich kann nur emp­feh­len, selbst mal rein­zu­hö­ren, run­ter­zu­la­den und wei­ter zu empfehlen!

Videokamera kaufen — Saturn vs. Internet: 0:1

Ich bin gerade dabei, mir eine Video­ka­mera zu kau­fen. In der c’t 24/​08 bin ich dabei über die Pana­so­nic SDR-​S7 gestol­pert: Super­klein, Auf­zeich­nung auf SDHC-​Chips, d.h. keine beweg­li­chen Teile, über­all gelobte Bild­qua­li­tät mit 10-​fach opti­schem Zoom und ein Preis um 200 EUR: Haben wol­len!

Diverse Kauf­por­tale im Inter­net bie­ten die Kamera tat­säch­lich um 200 EUR an. EU-​Importe lasse ich mal außen vor — oh, und schwarz soll sie sein. Inklu­sive Ver­sand­kos­ten blei­ben diverse Ange­bote unter­halb von 215 EUR.

Aber — hey — ich bin mit­ten in der Innen­stadt von Han­no­ver! Da gibt’s das Ding ja viel­leicht auch ein­fach „off­line” zu kau­fen. Ein kur­zer Spa­zier­gang führt mich zur örtli­chen Saturn-​Hansa-​Filiale. Und in der Tat: Da ist sie. In Schwarz. Sie ist wirk­lich so klein und hand­lich wie es auf den Bil­dern den Anschein hatte.

Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen ist nur der Preis: Stolze 250 EUR soll das Gerät hier kos­ten. Mit­hin fast 25% mehr als die durch­schnitt­li­chen Inter­net­an­ge­bote — Ver­sand­kos­ten mal nicht mit­ge­rech­net. Meine Nach­frage, was denn da mög­lich wäre, wird ebenso kurz wie barsch beant­wor­tet. Nichts. Kein Preis­nach­lass, keine Bei­ga­ben — ich hatte nach einer grö­ße­ren Spei­cher­karte gefragt — nichts. Im Gegen­teil: Ich könne doch froh sein, dass die Kamera so güns­tig ist, der emp­foh­lene End­ver­kaufs­preis sei schließ­lich noch höher.

Meine Fest­stel­lung: „Nun, dann kom­men wir hier nicht ins Geschäft” been­det das Ver­kaufs­ge­spräch — der Ver­käu­fer wen­det sich mit den Wor­ten „Dann ist das wohl so” ande­ren Kun­den zu. Ein wenig kon­ster­niert ver­lasse ich den Laden — eine halbe Stunde für nichts.

Wie­der am Rech­ner geht’s nun schnell: Ich kaufe die Kamera bei Alta Dis­count. Für auch etwa 250 EUR bekomme ich da zur Kamera noch eine 8-​GB-​Speicherkarte, eine Tasche und ein Sta­tiv dazu. Das wiegt für mich mehr als auf, dass ich jetzt ein paar Tage war­ten muss und dass ich Vor­kasse geleis­tet habe. Dafür ent­fällt jeg­li­ches Ver­kaufs­ge­spräch, ich habe ein zwei­wö­chi­ges Rück­tritts­recht und schließ­lich werde ich beim Ein­kauf auch nicht wie ein poten­ti­el­ler Laden­dieb behan­delt — die Alarm­ge­räte an den Saturn­kas­sen sind wäh­rend mei­nes Besu­ches dort eigent­lich per­ma­nent zu hören und diese wich­tig­tue­ri­schen „Security”-Figuren am Ein­gang machen das Ein­kaufs­er­leb­nis auch nicht gerade angenehmer.

Für Saturn dürfte das ganze ein eher schlech­tes Geschäft gewe­sen sein. Ich bin ja durch­aus bereit, für den Ser­vice eines loka­len Laden­ge­schäfts und die Mög­lich­keit des sofor­ti­gen Mit­neh­mens mehr Geld auf den Tisch zu legen — aber doch bitte nicht 25%. Wenn sie den 8-​GB-​Chip dar­auf­ge­tan hät­ten (kos­tet dort im Laden 20 EUR), dann hätte ich die Kamera genom­men — und wäre höchst­wahr­schein­lich auch wie­der gekom­men. Aber so — warum soll ich mir das in Zukunft noch antun? Im Inter­net ein­kau­fen ist beque­mer und billiger…