Monatliches Archiv für Oktober, 2008

Telepolis wirbt für den Kopp-​Verlag

So sieht momen­tan die Telepolis-​Seite aus, wenn man ein wenig runterscrollt:

Screenshot Telepolis 2008-10-19

In der Mitte eine Wer­bung des Kopp-​Verlages, die für drei Bücher wirbt. Klickt man auf die Wer­bung, geht eine Web­seite auf, die diese Bücher näher beschreibt. Kostprobe:

  • Finanz­crash — Stel­len Sie sich vor, das Radio­pro­gramm wird unter­bro­chen und man eröff­net Ihnen, dass Bör­sen und Bank­schal­ter geschlos­sen blei­ben. Ihr gesam­tes, müh­sam erspar­tes Ver­mö­gen ist auf einen Schlag weg!
  • Der Dollar-​Crash — Die geheime Macht des Welt­ban­ken­kar­tells Viele Men­schen spü­ren es instink­tiv: Die Welt­wirt­schaft steht am Rande eines tie­fen Abgrunds. Kaum jemand kennt jedoch die wah­ren Hintergründe.
  • Die 382 dümms­ten Sprü­che der Ban­ker — Ban­ken und Spar­kas­sen haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Hun­derte von Mil­li­ar­den Euro ver­spielt. Einen noch kla­re­ren Beweis für die Unfä­hig­keit der Ban­ker mit Geld umzu­ge­hen kann es nicht geben.

Aha. Der ganz nor­male Ver­schwö­rungs­theo­rie­wahn­sinn. Klickt man sich ein wenig durch die Kopp’sche Web­site, sieht man: Da steckt Methode hin­ter. Jede gän­gige Ver­schwö­rungs­theo­rie fin­det hier ihr „Sach­buch”, das „scho­nungs­los”, „end­lich wahr­haf­tig” und „unab­hän­gig” über das Übel auf­klärt, mit dem wir alle seit lan­ger, lan­ger Zeit getäuscht wer­den. Das geht von eso­te­ri­schen Grund­la­gen über Mythen, Geheim­dienste und –bünde bis zu „freier Ener­gie”, Nostradamus, Tes­la­ge­ne­ra­to­ren und dem unver­meid­li­chen Erich von Däni­ken und sei­nen Schlümp­fenaußer­ir­di­schen Freun­den. Die Nazis sind auf den Mond geflo­gen, die Amis aber nicht, die Erde ist innen hohl und hat Löcher an den Polen — kurz: Für jeden Frei­zeit­ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker oder –para­noi­ker ist die pas­sende Lite­ra­tur zur mehr oder weni­ger wis­sen­schaft­li­chen Unter­maue­rung des per­sön­li­chen Spleens im Verlagsprogramm.

So weit, so gut. Aber was hat so eine Wer­bung auf Tele­po­lis ver­lo­ren? Sicher ist einer der Ansprü­che von Tele­po­lis eine Art Gegen­öf­fent­lich­keit zu bie­ten, die auch mal abseits des Main­stream Stel­lung bezieht. Aber das doch auf ande­rem Niveau als die­ser pseu­do­wis­sen­schaft­li­che Quark. Viel­leicht sollte der Wer­bungs­ag­gre­ga­tor noch­mal nach­jus­tiert werden…

Carsharing-​Blog gestartet

Mein lie­ber Kol­lege Harald Ziel­s­torff hat ein Carsharing-​Blog gestar­tet. Da Car­sha­ring ja nun irgend­wie meine Bran­che ist und ich da ja auch in eini­gen Fir­men aktiv bin, finde ich das span­nend und ver­breite mal auch hier die frohe Kunde.

Im Supermarkt

Was will mir wohl mein Super­markt sagen, wenn beim Ein­kau­fen aus den Laut­spre­chern als musi­ka­li­sche Unter­ma­lung Sha­nia Twain „Ka-​Ching” singt?

Can you hear it ring, it makes you wanna sing, it’s such a beau­ti­ful thing: Ka-​Ching! You live like a king, with lots of money and things… — Dabei ist das „Ka-​Ching” die laut­ma­le­ri­sche Umschrei­bung des Geräu­sches einer alten Registrierkasse…

Zufall oder sub­ver­siv? ;-)

Presto von Pixar (Wall*E-Vorfilm)

Da hat doch die Maja in ihrem Blog einen Link auf den genia­len Vor­film von Wall*E — Der letzte räumt die Erde auf. Bei dem habe ich mich letz­tens schon im Kino krin­ge­lig gelacht. Es tre­ten auf: Ein Zau­be­rer mit zwei magi­schen Hüten, ein Häs­chen und ein Möhr­chen — und das alles in bes­ter Tex-​Avery-​Manier:

Presto

Und weil’s gerade so schön passt, hier noch ein älte­rer Pixar-​Kurzfilm, der mich schon 1998 fas­zi­niert hat. Geri und sein Schach­brett in

Geri’s Game.

Naja, und wenn wir hier schon dabei sind, die Geschichte von Pixar in 10-​Jahres-​Schritten auf­zu­ar­bei­ten, dann darf natür­lich auch einer der Klas­si­ker nicht fehlen:

Tin Toy

Man beachte, dass die­ser Film von 1988(!) ist. Ich hatte zu der Zeit einen Home­com­pu­ter mit 128 kB Haupt­spei­cher und immer­hin 16 Far­ben — aller­dings nur bei einer Auf­lö­sung von 160*200 Bildpunkten…

Xen, Deviceänderungen und „Hotplug scripts not working”

Xen-​Dom0, Ker­ne­lup­date, Reboot und… Röhre. :-( Die DomUs fah­ren nicht mehr hoch und hän­di­sches Hoch­fah­ren bringt die Feh­ler­mel­dung „Device 768 (vbd) could not be con­nec­ted. Hot­plug scripts not working.” WTF?!? Suchen im Inter­net för­dert schließ­lich die­sen Arti­kel zu Tage. Die lus­tige Feh­ler­mel­dung will sagen, dass das Fest­plat­ten­de­vice nicht gefun­den wer­den konnte. Hm. Prü­fen: In der Tat: aus /​dev/​sda ist jetzt plötz­lich /​dev/​sdc gewor­den. Und auf der jetzt neu als /​dev/​sda fir­mie­ren­den Platte gibt’s keine Par­ti­tion 11. Ein Glück…

Ich habe jetzt den Gerä­te­ein­trag in der Xen-​Beschreibungsdatei geän­dert von

disk=[ 'phy:/dev/sda11,hda,w', ]

auf

disk=[ 'phy:/dev/disk/by-id/scsi-SATA_SAMSUNG_HD250HJS0URJ9DPC62609-part11,hda,w', ]

das sollte vor wei­te­ren unlieb­sa­men Über­ra­schun­gen schüt­zen. Wie in dem refe­ren­zier­ten Blog-​Eintrag aber auch schon geschrie­ben, dies ist ein schö­nes Bei­spiel dafür, wie Feh­ler­mel­dun­gen nicht gestal­tet sein sollten.